Zum Leben braucht man nicht viel Geld!

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Ungerechtigkeit Vorurteile Verschwendung Geld

Ich beichte, dass ich wenig Verständnis für Hartz-4-Empfänger habe, die sich beklagen, dass das Geld vorne und hinten nicht reicht. Natürlich sehe ich ein, dass die Leistung von Unterkunft, Heizung sowie knapp 400 Euro zum Leben nicht gerade viel ist. Dennoch weiß ich aus eigener Erfahrung, dass man damit sehr wohl über die Runden kommt, sich einigermaßen ausgewogen ernähren kann und auch hin und wieder mal etwas für Freizeitaktivitäten übrig hat. Auch Bekannte von mir, die von der Grundsicherung leben, bestätigen mir diese Aussagen. Wenn ich lese und mitbekomme, dass sich Hartz-4-Empfänger verschulden, weil sie beispielsweise eine neue Waschmaschine brauchen, macht mich das etwas ratlos. Über soziale Netzwerke oder Flohmarktportale gibt es so viele Möglichkeiten, günstig an Haushaltsgeräte und andere Dinge zu kommen. Viele Menschen sind großzügig und hilfsbereit, wenn es darum geht, ärmeren Menschen zu helfen.


Während meines Studiums habe ich zum Teil sogar unterhalb von Hartz-4 gelebt. Als ich umgezogen bin, konnte ich über Internetportale die meisten Möbel günstig erstehen, sogar eine vernünftige Waschmaschine gab es erschwinglich. Es hat sogar jedes Jahr für eine Woche Urlaub gereicht, da ich jeden Cent, den ich anderweitig nicht gebraucht habe, auf ein Urlaubskonto überwiesen habe. Also Leute, mit ein bisschen Rechnerei und Organisation kann man ganz anständig davon leben, kein Grund zu jammern oder neidisch auf Flüchtlinge zu sein, die ja angeblich mehr haben!

Beichthaus.com Beichte #00037237 vom 16.12.2015 um 17:42:27 Uhr (33 Kommentare).

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Auszeit von meiner Freundin

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Verzweiflung Lügen Falschheit Games

Ich (m/26/Ingenieur) beichte, dass ich meine Freundin seit einigen Monaten regelmäßig belüge. Ich bin leidenschaftlicher Gamer und Tabletopspieler, das was viele einen Nerd nennen. Trotzdem bin ich relativ normal, habe eine bildhübsche Freundin und einen gut bezahlten Job. Ich bin vor knapp einem Jahr mit meiner Freundin zusammengezogen, damals war ich noch im Studium, hatte also tagsüber oft viel Zeit für meine Videospiele und Tabletop treffen mit Freunden. Man muss jetzt dazu sagen, dass meine Freundin sehr besitzergreifend ist und von Freiräumen nicht viel hält. Sie hat keinerlei Freundeskreis, weshalb sie am Wochenende z.B. nie einen Mädelsabend oder so etwas macht und wenn ich dann mal mit Kumpels unterwegs bin, gibt es oft ein riesiges Gezeter, wieso ich "schon wieder" weg bin und wieso ich gar keine Zeit mit ihr verbringen will. Die 26 Tage und Abende, die ich im Monat daheim bin, zählen bei ihr wohl nicht.


Vor sechs Uhr beendete ich dann mein Studium und stieg ins Berufsleben ein. Seitdem sieht mein Tagesablauf in etwa so aus: Um 7:30 Uhr aufstehen, um 8:30 Uhr auf der Arbeit sein. Dann bin ich, je nachdem, wie viel es zutun gibt, um 17:30 Uhr daheim. Jetzt kann ich mit etwas Glück noch eine Serienfolge oder so etwas schauen, bis meine Freundin dann um 18:15 Uhr daheim ist. Dann gibt es keinen Freiraum mehr für mich, und wenn ich dann mal eine Runde zocken will, gibt es direkt riesigen Krach, weil ich ja "gar nichts mehr" mit ihr machen will. Genau das gleiche Spiel am Wochenende. Vorher war das ok, da war ich drei Tage pro Woche den ganzen Tag daheim und konnte Zocken, bis mir der Arm abfällt. Seit ich jetzt arbeite, erzähle ich meiner Freundin alle 5-6 Wochen, dass ich von Donnerstag bis Montag mal wieder auf einen Lehrgang oder ein Seminar muss, weil ich als Berufseinsteiger ja noch einiges lernen muss.


In Wahrheit habe ich in der Zeit ein Hotelzimmer mit Internet und Schreibtisch ein paar Orte weiter, schnappe mir meinen Gaminglaptop und verbringe dort ein paar Tage in Ruhe und zocke, bis der Arzt kommt, oder treffe mich mit Freunden für ein Tabletop Game. Versteht mich nicht falsch, ich verbringe gerne Zeit mit meiner Freundin, ich liebe sie ja auch, aber ich brauche auch einfach mal Zeit für mich und meine Hobbys. Es ist natürlich schade, dass sie so etwas nicht versteht und ich daher lügen muss, aber das ist mir lieber als die Beziehung zu beenden, denn nach so einem Zockerwochenende bin ich auch immer wieder froh, Zeit mit ihr zu verbringen.

Beichthaus.com Beichte #00037236 vom 16.12.2015 um 15:10:58 Uhr (25 Kommentare).

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“Folge

Meine Tochter macht mich wahnsinnig

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Verzweiflung Familie Kinder

Ich (w) beichte, dass ich in letzter Zeit oft bei meiner bald fünfjährigen Tochter die Geduld verliere und sie anschreie. Ich raste oft aus, wenn ich ihr tausend Mal sagen muss, dass sie etwas tun soll und sie es einfach nicht macht bzw. eine Ewigkeit dafür braucht. Besonders schlimm ist es in Stresssituationen, z.B. morgens beim Fertigmachen für die Kita oder abends nach einem anstrengenden Tag beim Bettfertig machen. Ich sage ihr, sie soll sich anziehen (die Anziehsachen liegen alle bereit) und eine halbe Stunde später hat sie nur ihre Unterhose an und dabei müssen wir in fünf Minuten aus dem Haus. Dabei muss ich immer wieder kontrollieren, wie weit sie ist, und sie anspornen. Oft bekommt sie auch grundlos einen Trotzanfall und fängt an zu heulen.


Jeden Morgen müssen wir zur S-Bahn rennen und jeden Morgen ist Geheule und Geschreie. Zum Teil sage ich dann auch Dinge, die ich eigentlich nicht zu meiner Tochter sagen möchte, aber ich habe in diesen Momenten einfach so eine verzweifelte Wut auf sie, die ich nicht kontrollieren kann. Beleidigungen tun mir dabei besonders leid, weil ich ihr damit ein schlechtes Beispiel bin und sie eigentlich sehr gute Manieren hat, die ich nicht verderben will. Ich finde keinen anderen Weg, wie ich sie dazu bringe, auf mich zu hören. Im Nachhinein tut es mir immer wahnsinnig leid und ich entschuldige mich auch jedes Mal für meine verbalen Entgleisungen.


Manchmal finde ich mein Verhalten aber auch gerechtfertigt, denn meine Tochter macht mich manchmal echt wahnsinnig mit ihrem Verhalten. Sie verzeiht mir auch immer und scheint dafür Verständnis zu haben. Wir haben eigentlich ansonsten ein sehr liebevolles Verhältnis und sagen und zeigen uns gegenseitig, wie lieb wir uns haben. Wenn ich mich nur besser unter Kontrolle haben könnte und mehr Geduld hätte!

Beichthaus.com Beichte #00037235 vom 16.12.2015 um 11:56:20 Uhr (41 Kommentare).

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Mein Freund ist ein Weichei!

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Zorn Ungerechtigkeit Auto & Co. Partnerschaft

Mein Freund (25) und ich (23) teilen uns ein Auto, welches wir nun verkaufen wollen. Nach einigen Wochen haben wir auch endlich einen Käufer gefunden, der allerdings nur schlecht deutsch spricht. Aus diesem Grund ist seine Tochter die Ansprechpartnerin. Ich habe nichts mit dem Verkauf zu tun, darum kümmert sich mein Freund. Nun zu meiner Beichte: Die Käufer haben sich als so dreist erwiesen, dass sie tatsächlich von meinem Freund verlangen, dass er das Auto 40 Kilometer zu ihnen fährt, um dort mit der Tochter und dem neuen Käufer das Auto abzumelden und neu anzumelden. Mein idiotischer Freund hat zugesagt. Genau das ist mein Problem. Ich habe die Achtung vor ihm verloren, weil er sich so ausnutzen lässt.


Er muss natürlich an einem bestimmten Tag um eine bestimmte Uhrzeit dort antanzen, weil der Käufer nur da freibekommen hat. Das kann doch nicht ernsthaft sein, dass mein sonst so meckernder, nervender und aufbrausender Freund plötzlich so den Schwanz einzieht! Mich regt das so auf, dass ich ihn ständig damit erniedrige und provoziere. Wahrscheinlich streiten wir bald deshalb, aber das ist mir recht. Wenn er nur zu mir so herrisch und gemein sein kann, dann nehme ich ihn auch nicht mehr ernst. Pech gehabt! So ein Idiot! Übrigens vermute ich, dass es er es wegen der Tochter macht, da sie seinem Beuteschema entspricht. Sollte ich erfahren, dass er Mist gemacht hat, setze ich ihn vor die Tür!

Beichthaus.com Beichte #00037234 vom 16.12.2015 um 09:54:53 Uhr (14 Kommentare).

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“Beichte

Ich verschwinde einfach

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Selbstsucht Schamlosigkeit Feigheit Ex Partnerschaft

Ich habe soeben die zweite etwas längere Beziehung in meinem Leben gecancelt. Dabei bin ich (m) erst 28. Während des Studiums hatte ich mir mit meiner, sagen wir mal Freundin, das Zimmer geteilt. Dabei habe ich für das Mädchen nie etwas empfunden. Mir hat es gereicht, dass ich mit ihr das Bett teilen durfte, die Miete und auch die sonstigen Kosten. Sie hat mir immer vorgeschwärmt, wie es nach dem Studium sei, was wir uns alles Tolles aufbauen könnten. Dabei habe ich ihr eigentlich nie zugehört, nicht ein einziges Mal. Ich kann das sehr gut, nach außen hin Aufmerksamkeit ausstrahlen, aber nach innen ganz anderen Dingen nachgehen. Von Liebe oder auch nur Zuneigung keine Spur, denn diese Sachen kann ich nicht fühlen. Natürlich habe ich ihr gesagt, wie toll sie ist und wie schön ein weiteres Leben mit ihr wäre. Das alles aber vollkommen ohne ernsten Hintergrund, ich habe wirklich alles ziemlich pragmatisch gesehen.


Nach dem Studium habe ich sie praktisch kommentarlos von einem Tag auf den anderen in einer halb ausgeräumten Wohnung sitzen lassen. Innerhalb von zwei Stunden war ich mit all meinem Hab und Gut verschwunden, sie saß da noch in einer Vorlesung. Ich habe meinen Eltern gesagt, dass sie nichts sagen dürfen, sonst hätten sie mich zum letzten Mal gesehen. Währenddessen habe ich meine neue Wohnung in einem anderen Bundesland eingerichtet und meinen neuen, sehr guten und anspruchsvollen Job angenommen. Alle alten Kontakte sind nach der Änderung der Handynummer für mich erledigt gewesen, ich sehe keine Veranlassung, jemandem hinterher zu trauern. Trauern ist eh nicht mein Fall.


Es ist an meinem neuen Wohnort überhaupt kein Problem gewesen, eine Frau zu finden, ob für ein Wochenende oder für länger. Ich habe sie immer dann rausgeschmissen, wenn sie mich belabert haben und private Dinge von mir wissen wollten. Nach dem Konkurs meines Arbeitgebers habe ich sofort einen neuen Job gefunden, der allerdings erst in sechs Monaten startete. Ich habe ja weiterhin gutes Geld mittels einer Auffanggesellschaft erhalten. Aber tagsüber war es mir schnell zu langweilig. Das war sozusagen der richtige Zeitpunkt für eine neue Beziehung. Gesagt, getan, in meinem Fitnessclub bin ich schnell fündig geworden. Ein Mädchen mit starker Sehschwäche hatte wohl Probleme Männer kennenzulernen, ich habe es ihr leicht gemacht. An zwei Wochenenden bin ich mit ihr Essen gegangen, ein paar Mal zu einem Konzert und ins Theater - dann noch etwas mehr Vertrauen vorgeheuchelt und schnell bin ich ihre große Liebe geworden.


Sie zog auch tatsächlich nach zwei Monaten von ihren Eltern zu mir, was mir egal war. Auch sie ist so eine Gefühlstante und mit 23 Jahren so etwas von romantisch, da wird mir fast schlecht. Selbst die Vorstellung bei ihren Eltern und Geschwistern habe ich lächelnd über mich ergehen lassen. Gestern stand wieder der Möbelwagen vor dem Haus. Den Mietvertrag hatte ich auf Ende des Monats gekündigt. Ich muss mir rechtzeitig vor Weihnachten ja schließlich noch mein neues Domizil einrichten, wieder etwas weiter von hier weg. Ich habe ihr immerhin noch einen Zettel hinterlassen, dass sie bis Ende des Monats in der Wohnung bleiben kann, es ist schließlich bis dorthin bezahlt. Selbstverständlich habe ich auch, wie beim letzten Mal, die Handynummer entsorgt, das hat dort schon vorzüglich geklappt.


Ich denke, es verstehen mich viele, dass ich kein Freund von Emotionen, geschweige denn von Tränen und Abschiedsworten bin. Ich kann das einfach nicht und werde das nie können. Wenn jemand glücklich und zufrieden mit vorgetäuschten Gefühlen ist, dann habe ich doch nichts Schlechtes getan, oder? Ich habe mich sogar mit meinem Vermieter geeinigt, dass keine Renovierungsarbeiten durchgeführt werden müssen, damit habe ich dem Mädchen ja noch einen großen Gefallen getan. Meine Eltern meinen, auch wenn ich damit Probleme habe, sollte ich mit dem Mädchen sprechen. Ich schaffe das aber nicht, deshalb die Beichte.

Beichthaus.com Beichte #00037233 vom 16.12.2015 um 09:22:42 Uhr (33 Kommentare).

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