Nickerchen an der Ampel

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Peinlichkeit Waghalsigkeit Auto & Co. Polizei Last Night Frankfurt

Nickerchen an der Ampel
Vor einigen Jahren war ich (m) donnerstags auf einer Studentenparty. Ich hatte nicht vor, lange zu bleiben, jedoch wurde es dann sechs Uhr, bis ich nach Hause ging. Der Haken an der Sache war nur, dass ich um sieben Uhr wieder arbeiten musste. Also bin ich heim, habe geduscht, mich umgezogen, bin ins Auto gestiegen und zur Arbeit gefahren. Als ich dann an einer Ampel gestanden habe, von der ich wusste, dass sie für gewöhnlich länger Rot ist, dachte ich mir, ich könnte doch für ein paar Sekunden meine schwer gewordenen Augen schließen. Etwa 40 Minuten später hat mich dann das heftige Klopfen eines böse dreinblickenden Polizisten aus meinem tiefen Schlaf gerissen. Natürlich war ein Alkoholtest fällig, das Gerät zeigte allerdings 0,0 Promille an. Der Polizist konnte sich das Lachen kaum verkneifen, hat mich aber trotzdem mit aller Deutlichkeit darauf hingewiesen, dass man nicht mitten auf einer Hauptverkehrsstraße ein Nickerchen machen kann. Hiermit bitte ich alle, die an diesem Tag auf der Miquelallee in Frankfurt einen an der Ampel stehenden roten Flitzer umfahren mussten, um Entschuldigung. Das kommt bestimmt nicht noch mal vor.

Beichthaus.com Beichte #00032237 vom 16.11.2013 um 02:34:06 Uhr in 60311 Frankfurt (Miquelallee) (11 Kommentare).

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Eine Beziehung ohne Leidenschaft

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Lügen Eifersucht Engherzigkeit Partnerschaft

Ich (m/20) bin seit über zwei Jahren glücklich mit meiner Freundin zusammen und liebe sie wirklich sehr. Bevor ich sie kennengelernt habe, hatte ich eine sehr abenteuerreiche Zeit. Aber sie hat es geschafft, mich an sich zu binden, weil sie einfach super zu mir gepasst hat. Ich konnte mit ihr Abenteuer erleben, sie hatte einen wahnsinnigen Sexualtrieb und wir hatten beide viel Luft zum Atmen. Heute ist das völlig anders. Unsere Wochenenden gehen selten über Fernsehabende oder Kinobesuche hinaus, weil sie auf etwas anderes keine Lust hat. Wobei sie immer so tut, als wären daran nur meine Vorschläge schuld. Hin und wieder treffen wir uns dann doch mit Freunden, was dann aber auch nicht spannender wird, weil ich sie auch da zu nichts Verrücktem motivieren kann. Wenn ich sie z.B. mit an den See nehmen will, um mit ihr dort rumzuknutschen, geht sie lieber wieder zurück zur Gruppe. Ich habe sie schon öfter darauf angesprochen, doch sie heult dann nur und macht mir Vorwürfe.


Wenn ich dann einmal einen Tag etwas ohne sie unternehme, bricht für sie eine Welt zusammen, da wir ja sowieso nur die Wochenenden zusammen verbringen können, da ich auswärts studiere. Meine Freundin hat aber auch eine psychische Störung und ist deshalb in Behandlung - deshalb ist ihr Klammern auch noch sehr verstärkt. Auch der Sex ist einfach viel langweiliger und weniger geworden, was aber auch daran liegt, dass ich nicht mehr so viel Lust auf dieselbe Leier habe. Zudem ist sie noch unglaublich eifersüchtig und kriegt Heulkrämpfe, wenn sie erfährt, dass ich mit anderen Frauen unterwegs bin. Obwohl ich meine Freundin über alles liebe, vermisse ich unglaublich oft die alte Zeit, in der ich so viele Abenteuer erlebt habe. Ich verbringe auch gerne Zeit mit anderen Frauen und flirte gerne mit ihnen, weil mir das Leidenschaftliche in meiner Beziehung fehlt. Und nein, ich meine nicht den Sex, ich meine das Gefühl, wenn man sich minutenlang gegenseitig in die Augen sieht, während sich der Vollmond in einen schwarzen See ergießt. Ich möchte beichten, dass ich meiner Freundin immer noch ins Ohr hauche, wie sehr ich sie liebe und dass ich immer mit ihr zusammenbleiben möchte, wenn sie wegen ihrer psychischen Störung am Boden ist - obwohl ich langsam anfange, an unserer gemeinsamen Zukunft zu zweifeln. Ich fühle mich noch immer zu ihr hingezogen, aber eine Beziehung ohne Leidenschaft und Romantik ist einfach leer.

Beichthaus.com Beichte #00032178 vom 05.11.2013 um 18:37:27 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Gestank im KZ

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Morallosigkeit Ekel Schamlosigkeit Falschheit Schule Oranienburg

Vor etwa 16 Jahren war unsere Klasse, gemeinsam mit der Nachbarklasse, im KZ Sachsenhausen. Ich hatte an dem Tag ziemlich starke und äußerst delikat anmutende Blähungen und war froh, dass wir die ganze Zeit draußen waren. Nun begab es sich, dass beide Klassen in einen kleinen Vorführraum gebracht wurden, um einen etwa 45-minütigen Film über die Verbrechen der Nazis anzuschauen. Es freuten sich natürlich alle tierisch darüber, denn es war doch recht kalt draußen - nur ich nicht. Es fing nach wenigen Minuten schon an, dass sich gewisse Geruchsbringer am Ausgang meiner Rosette versammelten und über die Zeit des Films zu einer monströsen Ansammlung von stinkender Luft anwuchsen. Unter Aufbringung all meiner Kraft, damit verbundenen Bauchschmerzen und dem Gefühl, als würde ich im Sekundentakt von der Wüste in die Arktis wechseln, hielt ich das, was da kommen mochte, zurück. Aber ich wusste, das würde nicht gut enden. In meiner kindlichen Blödheit wagte ich es jedoch nicht, den Raum zu verlassen und mich meiner Qual zu entledigen - nein, ich stand den ganzen Film durch, ohne auch nur ein Tönchen von mir zu geben.


Als der Film nach gefühlten sieben Stunden dann endlich zu Ende war, versuchte ich so schnell wie möglich nach draußen zu kommen. Jedoch war die Tür zu klein, um die Massen von zwei Schulklassen mit je 25 Schülern auf einmal durchzulassen, also stand ich mitten drin und konnte nicht mehr an mich halten. Das Ergebnis war ein sehr langer, unhörbar leiser Ziehfurz mit dem Aroma von verfaulten Eiern, gepaart mit wochenaltem Harzer Käse inmitten zweier Schulklassen. Innerlich fing ich an zu grinsen, äußerlich schaffte ich es dann doch recht schnell, den Ort des Geschehens zu verlassen, und, draußen angekommen, fingen die meisten schon an zu meckern, welches Schwein denn da geschissen hätte. Was mir dabei leid tut, ist, dass keiner auf die Idee kam, dass ich der Übeltäter war, denn den Anschiss dafür bekam einer meiner Freunde. Ich fand das damals so lustig, dass ich den ganzen Tag vor mich hingegrinst habe und noch heute anfange zu lachen, wenn ich daran denke. Sorry mein alter Schulfreund.

Beichthaus.com Beichte #00032150 vom 31.10.2013 um 13:08:07 Uhr in 16515 Oranienburg (Straße der Nationen) (24 Kommentare).

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Heimliche Telenovela-Leidenschaft

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Falschheit Feigheit Peinlichkeit Verzweiflung Medien

Ich bin ein 20-jähriger Italiener und beichte, dass ich seit einigen Monaten die italienische Telenovela "Elisa di Rivombrosa" im Internet schaue. Vor knapp zehn Jahren kam die wohl berühmteste italienische TV-Fiction ins Fernsehen und ich erinnere mich, sie mit meiner Mutter angeschaut zu haben. Ihr gefiel die Schnulze als Frau schnell, doch auch mir gefiel sie. Und die Musik war es, die mich als Erstes beeindruckte. Sie ist und bleibt die einzige Sendung, bei der ich kaum erwarten konnte, wann die nächste Folge kommt. Ich schwärmte als kleiner Junge in jener Zeit sehr lange für Vittoria Puccini, die Hauptdarstellerin, die ich immer noch hübsch finde. Doch ich tat damals so, als ob mir die Serie nicht gefalle und ekelte mich, als Kuss- und Liebesszenen kamen. Als vor ein paar Monaten ein Kollege in einer Konversation die TV-Serie erwähnte, erinnerte ich mich wieder an sie.


Per Internet habe ich dann alle drei Staffeln gesehen, wobei die Erste die Beste bleibt. Bei dieser Serie kriege ich immer wieder eine Gänsehaut und ich weinte einige Male, so schön ist die Serie und die Musik. So eine Nummer wird es nicht mehr geben. Der größte Effekt war aber der, dass ich realisierte, in was für einer grausamen Welt wir leben. Wir leben ohne Gerechtigkeit und diese schöne, von sich ausgehende, natürliche Liebe verblasst für die meisten Menschen langsam. Heute ist alles so unmoralisch geworden. Wenn ich jetzt zurückdenke, war das Interesse an der Sendung das erste Zeichen dafür, dass ich mich heute als Romantiker ansehe. Ich würde gerne mit meinen Freunden über dieses Thema quatschen, aber ich schäme mich. Obwohl ich gerne jemandem mitteilen würde, dass Romantik und Liebe etwas so Geiles ist. Meine Kumpels würden mich schräg ansehen, denn sie kennen mich als Fußballfan, als jemand der gerne ausgeht und nicht romantisch ist. Und als ich die Staffeln dann erneut ansah, schloss ich immer meine Zimmertür, denn ich wollte nicht, dass meine Mutter das herausfindet, obwohl wir uns praktisch alles sagen. Das Wissen, um diese Seite plagt mich innerlich sehr. Und ich habe immer noch keine Ahnung, ob ich es so lassen oder irgendwann damit herausrücken soll, weil ich meinen Ruf eigentlich nicht riskieren will. Dabei möchte ich einfach nur ich selbst sein. Meine Beichte ist also, dass ich etwas im Geheimen mache, für das ich mich schämen würde, wenn es jemand erfahren würde. Vielleicht hat aber auch jeder Mann eine feminine Seite, die er nicht zeigt?

Beichthaus.com Beichte #00032059 vom 16.10.2013 um 19:16:50 Uhr (15 Kommentare).

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Die Surströmming-Attacke

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Ekel Rache Boshaftigkeit Auto & Co. Ex Aschaffenburg

Die Surströmming-Attacke
Ich möchte mich hiermit bei den armen Schweinen entschuldigen, die das Auto meiner Ex sauber machen mussten. Aber der Reihe nach. Ich weiß nicht, ob hier jemand Surströmming kennt, diese schwedische Delikatesse. Fermentierter Hering in Dosen. Wenn man diese Dose öffnet, entströmt ein bestialischer Gestank, den man sich nicht vorstellen kann. Jedenfalls, nachdem meine Ex mich vor vier Jahren betrogen und nach Strich und Faden verarscht hatte, habe ich mir Rache geschworen. Und Rache ist ja bekanntlich ein Gericht, das am Besten kalt serviert wird. Jedenfalls habe ich mir über das Internet eine Dose dieser schwedischen Delikatesse besorgt und bin auf die Suche nach ihrem Auto gegangen. Ich fand es dann 200 Meter von ihrer Wohnung entfernt und habe die erste Dose geöffnet. Mich hätte es fast gehoben, ihr könnt euch diesen Geruch nicht vorstellen, aber was tut man nicht alles für die Rache. Die Dose ging über die Scheibe direkt in den Lüfter, der die Luft in die Fahrerkabine leitet. Mahlzeit sag ich da nur. Ich sollte wohl noch anmerken, dass sie "normalen" Fisch schon nicht riechen kann. Wie sie wohl reagiert hat? Ich hätte es zu gerne gesehen, aber leider habe ich während meiner Racheaktion die armen Schweine vergessen, die den Unsinn wegmachen durften. Um euch tut es mir echt leid.

Beichthaus.com Beichte #00032050 vom 13.10.2013 um 22:51:36 Uhr in 63739 Aschaffenburg (Hanauer Straße) (24 Kommentare).

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