Ich habe meine Großmutter umgebracht

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Gewalt Hass Mord Familie 50+

Ich habe meine schwer kranke, bettlägerige Großmutter 2 Monate gepflegt. Ich habe nie gewusst, obwohl manches Mal schon gehört, was für eine Anstrengung das ist, was es von einem fordert. Da meine Eltern leider schon ein paar Jahre tot sind und ich der einzige lebende Verwandte war, der für sie aufkommen konnte. Für das Verständnis meiner Lage ist es vielleicht von Belang, dass ich noch keine 25 Jahre zähle und seit 6 Jahren, dank Alkohols am Steuer (sie haben die Quittung bekommen und wenigstens niemand Anderen mitgenommen), eine Vollwaise bin. Trotz fehlender finanzieller Unterstützung der Angehörigen, welche die Alte, die nun ein paar Häuser weiter auf dem städtischen Friedhof liegt, spielend hätte übernehmen können, bestand ich das Abitur und habe seit 4 Monaten meinen Master, der es mir gestattet unter verschiedenen spannenden Stellen die für mich Beste zu wählen. Ich will nicht angeben, aber es war befriedigend nach den Jahren der Angewiesenheit auf staatliche Gelder und der Jobs bei Fast Food Ketten und Reinigungsdiensten auf Anhieb ein Gehalt über dem Lohndurchschnitt und, was noch wichtiger ist, Perspektive zu haben. Ich habe nun endlich eine hübsche Wohnung, kann mir leisten, was ich mir wünsche und da ich nicht allzu anspruchsvoll bin, erhöht sich der Stand des Kontos von Monat zu Monat trotz der ganzen Investitionen für die Wohnung. Der Job füllt mich aus, fordert mich jeden Tag aufs neue heraus und ich kann relativ frei arbeiten, die Ausrüstung ist erstklassig und die Kollegen ein wundervoller, irrer Haufen gleichgesinnter, von denen ein Jeder, obschon mit eigenen Projekten beschäftigt, das Gesamtziel nicht aus den Augen verliert, den Jungen Mitarbeitern seinen Rat nicht verweigert und mit Leidenschaft bei der Sache ist, sodass wir uns manchmal fast schon wie eine verschworene Gemeinschaft fühlen.

Die Situation war sehr befriedigend und vor 2 Monaten erleidet dieses Weib, dass ich nie leiden konnte, einen Schlaganfall. Ich war stets sehr froh darüber mit meinem einzigen Verwandten keinen Umgang zu haben, nachdem sie mich, als diese armen Narren in den Baum fuhren, gedemütigt und dann im Stich gelassen hat.
Tatsächlich erfuhr ich bald, dass dies schon ihr zweiter Schlaganfall war und dass sie bis dahin nur leicht behindert von einem Kreis junger Damen gepflegt wurde, denen sie wohl als Dank dafür (vielleicht in einer verrückten Anwandlung) bis auf ein paar Kleinigkeiten ihr gesamtes Vermögen geschenkt hat. Der Rechtsanwalt den ich aufsuchte, sagte mir, dass diese Schenkung vollkommen rechtmäßig sei und das es so wie es aussieht vollkommen unmöglich sei, das Geld für die weitere Pflege der Alten, von der die 4 Damen (wohl in der Befürchtung das dieses nun falls sie doch noch eine Zeit lang leben würde, ihren ganzen schwer verdienten Lohn aufzehren würde) nun nichts mehr wissen wollen, einzufordern, da die Schenkung nicht an irgendwelche Bedingungen geknüpft sei. Da ihr erster Schlaganfall schon 2 Jahre zurückliegt, kann ich den Frauen nicht mal verdenken, dass sie es leid sind die hinterhältige, boshafte, arrogante, herrische Vettel zu pflegen. Außerdem stünde ich, wie ich später zu meinem Entsetzen erfuhr, nun vor der Wahl einen beträchtlichen Teil meines Gehalts aufzugeben, um sie in eine professionelle Pflegeeinrichtung zu schicken oder sie mit der Unterstützung einer anerkannten Pflegerin, die nur alle 2 Tage ein/zwei Stunden nach ihr sieht zu Hause zu pflegen. Das war angesichts ihres Zustands, meiner geringen Kenntnisse und meines Berufs sowieso ausgeschlossen. Da Letzteres trotz der kleinen Wohnung möglich und bedeutend billiger war, wählte ich das. Ich glaube nicht, dass dies meine Wahl gewesen wäre, hätte ich gewusst was auf mich zukam - andererseits hätte ich das Ende gekannt, vielleicht schon. Die Aufgabe ist entsetzlich anstrengend. Sie wäre es wohl selbst wenn man wenigstens etwas Sympathie für den zu Pflegenden hätte und dieser wenigstens etwas Dankbarkeit zeigen würde. Es war wie ein zweiter Beruf und ich konnte nicht zulassen, dass meine Arbeit unter dieser alten Hexe leidet. Am Anfang gab ich mir Mühe mit dieser Situation zu recht zukommen, für uns beide das beste zu tun. Doch obwohl sie kaum sprechen konnte, wurde es die Hölle. Das pflegen hätte ich vielleicht ertragen, mitsamt der ekelhaften Aufgaben, wie das ständige Berühren dieses ekelhaften Leibs oder der Beseitigung der Windeln aber nicht das sprechen. Wie sie immer zischte, kaum fähig die Lippen zu bewegen, mich verhöhnte, das Kind der Eltern, die zu nichts Nütze gewesen wären als gegen einen Baum zu fahren. Das ich selbst nicht anders enden würde, ich wertloses Stück Dreck. Wenn die Pflegerin nicht da war, in deren Gegenwart sie ihren jungen Enkel übrigens ausgesprochen freundlich behandelte, sodass diese wohl möglich wahrhaft an ein funktionierendes Zusammenleben von jung und alt glaubte. Ja wenn sie nicht da war, spuckte sie mich manchmal an, lachte mich aus, schrie die ganze Nacht oder versuchte zu singen, um mir den Schlaf zu rauben. Einmal beging ich den Fehler Frauen zu mir mitzunehmen um in meiner Wohnung zu schlafen. An mehr als One-Night-Stands oder losen Bekanntschaften war ich nie interessiert - was ich den Frauen auch offen sage. Einmal fing sie an zu kreischen - nun hatte ich meine Gefährtinnen schon auf "meine ein wenig exzentrische Großmutter" wie ich das euphemistisch umschrieb, vorbereitet, in der Annahme sie würde das gleiche Schauspiel abliefern wie bei der Pflegerin - "Na will er deine süße Fotze lecken, der kleinen Hosenscheißer, meine wollte er auch immer schon als Junge, jetzt hat er sie immer" und etwas später "Sonst holt sich der Schwächling immer einen runter. Du musst ja ganz besonders hässlich sein, bei etwas Hübschem landet der sowieso nicht im Bett, der kleine Wichser." oder auch "Na, komm schneid' dir deine zarten Nippel ab, das macht mich viel geiler als wenn mein Enkel mich bumst, wenn du sie mir nicht gibst beiße ich sie dir heute Nacht ab." usw. Das nur einige Kostproben aus dem Arsenal meiner ehrwürdigen Frau Großmutter. Ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass es trotz meiner Ehrlichkeit nicht zu dem von mir gewünschten Ergebnis kam. Die Frau jedenfalls war nach 20 Minuten verschwunden. In gewisser Weise hoffe ich, dass sie betrunken wie sie (zum Glück) war, sich nicht mehr daran erinnern kann oder wenigstens den Weg zu dem Haus in dem ich lebe vergessen hat. Jedenfalls kannte sie meinen Namen nicht und ich nicht den ihren und wir hatten auch keine Telefonnummern ausgetauscht, worüber ich nun sehr froh bin. Hoffentlich muss ich nicht die Schande ertragen diese hübsche Frau jemals wieder zu sehen.

Vieles Andere wäre noch zu sagen, erbärmliche Episoden zu berichten, kranke Sprüche zu zitieren, die sie mir täglich an den Kopf warf oder ihre ekelhaften Geschichten nachzuerzählen, die sie brüllend von sich gab, mich jeglicher Konzentration und Entspannung beraubend. Ich möchte es hier bei den aufgeführten Beispielen belassen, schließlich trägt dies immer mehr den Charakter einer Rechtfertigung. Wollte ich anfangs noch schlicht berichten, was ich tat, fühle ich das Verlangen, zu erzählen was mich dazu trieb, doch nun genug davon; ich will es auch ersparen und zu Geschehnissen kommen, die mich dazu brachten - nein ich will es nicht beschönigen - die mich auf die Idee brachten das zu tun, wovon ich berichten will.
Nachdem die Pflegerin wieder einmal nach meiner Großmutter gesehen hatte, gab sie mir still zu verstehen, dass ich sie kurz nach draußen begleiten solle. Sie berichtete mir, dass der Zustand meiner Großmutter ihr Rätsel aufgebe, manchmal würde sie denken, dass sie noch Jahrzehnte leben könnte, manchmal fürchte sie jedoch, dass es auf einmal mit ihr vorbei sein könne, so schlecht gehe es ihr dann. Ich heuchelte Verständnis und Besorgnis, worauf sie sagte, daran erinnere ich mich gut: "Wie auch immer, sie tun immer ihr bestes, falls es also eines Tages, möglicherweise, da will ich ihnen keine falschen Hoffnungen machen, auch schon bald, passieren sollte, machen sie sich keine Vorwürfe. Sie sollen wissen, dass ich sie für das was mit ihrer Großmutter tun bewundere. Naja hoffen wir dass sie noch lang lebt, wir beide tun unser Menschenmögliches, wie gesagt manchmal denke ich sie könnte ewig leben.", verabschiedete sich freundlich und ging, nachdem ich noch meiner vermeintlichen Hoffnung für das Letzte Ausdruck verliehen hatte. - Während ich nichts sehnlicher erhoffte, dass diese widerwärtige Kreatur endlich ihren letzten Atemzug tun würde. Ein paar Tage später erzählte ich dann dem Rechtsanwalt, der überdies, ein guter Freund ist, das meine "schwierige Situation" bald vorbei sein könnte. Ich offenbarte Niemandem das volle Ausmaß, erzählte nur von der Mühe der normalen Pflegearbeit, ansonsten sagte ich jedem, dass meine Großmutter und ich Frieden geschlossen hätten. In Anbetracht des Gesundheitszustands von dem die Pflegerin berichtet hatte. Mein Freund sagte mir dann etwas, was mich letztlich den Pfad einschlagen ließ, den ich einschlug. Er sagte mir, dass so merkwürdig es sei, es dann sein könnte, dass etwas von dem Vermögen, dass sie einst besessen hatte, an mich übergehen würde, was ich "wegen meiner aufopfernden Pflege auch wirklich verdient hätte. Da die 4 Damen, die sie zuvor pflegten, im Falle ihres Sterbens vor Ablauf einer Frist von 10 Jahren nach der Schenkung, den gesetzlichen Erben - also mich - mit dem Pflichtteil ausbezahlen müssten. Er versprach mir von sich aus, ohne dass ich viel dazu gesagt hätte, dies zu prüfen. Bald darauf rief er mich an und bekräftige seine Aussage. Es sei nicht nur wahrscheinlich, sondern absolut klar, dass ich ausbezahlt werden müsste. Angesichts des vorherigen Vermögens meiner Großmutter, das ihm aus dem voran gegangen Konflikt bekannt war, konnte er später sogar eine Summe abschätzen. Er riet mir dringend mich darum zu kümmern, falls der bedauerliche Fall des Todes meiner Großmutter eintreten würde. "Es stünde mir nur zu und sie selbst wünsche doch sicher auch das ihr Enkel, selbst wenn er ihr einige Zeit entfremdet war, nun etwas von ihrem Erbe habe". Nun fing ich an selbst die Initiative zu ergreifen, ich beschäftige mich selbst noch einmal mit dem Thema, fand heraus dass mein Freund recht hatte, das ich eine Chance hatte doch noch einmal Gewinn aus dieser Situation zu schlagen, wenn die kranke Alte ins Gras gebissen hätte. Ich will euch nicht vormachen, ich hätte nicht schon damals daran gedacht den Vorgang eventuell etwas zu beschleunigen, aber es blieben Gedankenexperimente, Spielereien, Rachegedanken, wenn sie mich wieder einmal anspuckte oder von den Geschlechtskrankheiten ihrer früheren Liebhaber schrie.
Mir wurde schnell klar, dass ich mir zunächst darüber Klarheit verschaffen musste, dass bei den 4 Damen auch noch etwas zu holen sein würde. Da keine zuvor über nennenswerten Wohlstand verfügte, war es möglich, dass sie das Geld verschwendet, verspekuliert oder einem zu sehr auf Eigennutz bedachtem Verwalter anvertraut hätten. Ich heuerte also einen Detektiv an, der mit der Maßgabe größtmöglicher Diskretion, Auskünfte über den Vermögensstand der Frauen einzuziehen. Meine Befürchtungen erwiesen sich als begründet, aber zum Glück nur in einem Fall. Bei den anderen konnte mein Informationssöldner selbstverständlich nicht den Kontostand ermitteln aber es gelang ihm glaubhaft zu machen, dass noch genug von der Schenkung übrig sei, um mich auszubezahlen. Ich berechnete nun sehr genau die Summe, die ich erhalten würde und das sei gesagt, es handelte sich trotz allem noch um mehrere hunderttausend Euro. Plötzlich wurde ich mir all der Demütigungen und der Qual sehr bewusst die ich bis dahin erlitten hatte. Nicht das es mir nicht schon vorher bewusst gewesen wäre. Der Unterschied bestand viel mehr darin, dass ich jedesmal wenn ich sie kreischen hörte oder ihre Windeln wechselte, während sie vor gespielter Lust stöhnte, lachte und schimpfte, dass nur ihr schwacher Herzschlag, nur ihr kaum wahrnehmbares Atmen, nur das Arbeiten dieses zu Leben unwürdigen Verstandes und des schon längst kaum mehr lebensfähigen Körpers mich nicht nur von der wundervollen Zeit vor ihrem (zweiten) Schlaganfall trennte, sondern dass es für all diese Qualen auch noch eine – wie ich bisweilen dachte - gerechte Entlohnung geben würde. Mit der Zeit sah ich immer klarer wohin mich, diese unselige Situation führen würde. Die Zeit, die ich eigentlich für meinen Beruf verwenden sollte, verbrachte ich nun damit das Futter für das Tier zuzubereiten, das Geld welches ich sparen wollte gab ich für die Pflegerin aus und das Heim, das ich mir erschaffen hatte verwandelte sich in die Höhle einer irren Bestie, der nur genug Verstand geblieben war um ihren boshaften Wahnsinn vor der Pflegerin zu verbergen.
Meine glänzende Karriere würde bestenfalls stagnieren, das Feuer das mich antreibt würde verlöschen, erstickt von Schleim, Exkrementen und noch weit unappetitlicheren Dingen. Meine Zukunft zerbröseln wie mein Kontostand, während ich fürchten musste irgendwann genauso wahnsinnig und ekelhaft wie diese Alte zu werden. Eines Abends ertappte ich mich bei dem Gedanken eine Prostituierte zu bestellen und sie als Rache für den entgangen Abend mit der hübschen Frau direkt vor den Augen der Kreatur zu nehmen, sollte sie auch keifen und keuchen so viel sie wollte.
Entsetzt riss ich mich aus dieser Vorstellung. Wie tief war ich gesunken? Musste ich mich jetzt mit solch erbärmlichen Mitteln rächen? Und würde das den Wahnsinn nicht noch mehr anfachen? Würde es mich nicht auch damit beflecken? Nun ekelte ich mich allein bei dem Gedanken, das zu tun. Würde ich mich damit selbst entwürdigen?
Ich wäre noch krankem Spott und verrückter Lache ausgesetzt und was würde ich dann tun, vielleicht noch mehr? Wohin würde das führen? Ich beschloss besser nicht darüber nachzudenken. Ich musste einen Weg finden dieses Ding zu entfernen, bevor es mich noch weiter besudelte. Vielleicht sollte ich lieber auf so gut wie alles verzichten, sie in ein teures Heim schicken aber dafür frei leben. Ja das würde ich tun, das wäre eine Erlösung. Was hatte mich nur dazu gebracht die Alte überhaupt hierher zu holen oder gar sie hier zu lassen nach allem was vorgefallen war? Ich lebte immer noch recht bescheiden für mein Gehalt, ich müsste wahrscheinlich nicht mal auf etwas verzichten. Gut ich könnte kein Vermögen aufbauen, aber was ist schon der schnöde Mammon. Ja der Entschluss steht fest.

Diesen Gedanken hing ich in diesem Moment als ich plötzlich abgelenkt wurde. Ich hatte Fernsehen geschaut bevor ich zu meiner Misere abschweifte. Nun sah ich, dass der Bericht den ich gesehen hatte, längst vorbei war. Es war inzwischen tiefe Nacht und es lief etwas völlig anderes, schien eine Art Dokumentation zu sein. Gerade wurde der Titel eingeblendet: "Tote haben keine Lobby". Das war der Grund für meine Ablenkung. Für den Moment richtete ich meine Aufmerksamkeit darauf. Der Bericht stellte die These voran, dass jährlich tausende unentdeckte Morde in der Bundesrepublik geschehen würden. Die Tatsache, dass in den meisten Fällen nur der Hausarzt den Totenschein ausfüllt und Obduktion wegen Geldmangel immer seltener ausgeführt wird, würde dazu führen dass viele Mörder ungestraft davon kämen, Nach einer von Experten geschätzten Dunkelziffern würde die Aufklärungsquote von Morden daher nur bei 50% liegen - bestenfalls. Opfer seien vor allem Alte und Schwache, bei denen ein natürlicher Tod wahrscheinlich und daher eine genauere Überprüfung nur sehr selten durchgeführt wurde. Ich verschlang den Bericht. Nun war alles klar. Das Puzzle war vollständig. Das Rätsel gelöst. Die Folter vorbei.
Die Alte hatte selbstverständlich nichts von meiner plötzlichen Erleuchtung mitbekommen. Ich hatte sie in einem abgetrennten Raum untergebracht und benutzte zum Fernsehen, Musikhören, am Computer oder auch einfach so Kopfhörer um so dem elenden Gegacker zu entkommen. Als ich in ihrem Zimmer stand, schlief sie. Ein seltener und nicht nur unter diesen speziellen Umständen überaus wertvoller Zustand, so leise wie möglich ging ich zu dem Schrank mit dem Bettzeug und nahm eines der schon vorbereiten Kissen heraus, dann ging ich zum Bett. Ich stand über ihr. Gleich würde ich eine angemessene Rache haben. –
War ich denn völlig verrückt geworden? Was tat ich hier? Wie konnte ich auch nur in Erwägung ziehen das zu tun? Ich hätte beinahe den Verstand verloren. So leise wie ich gekommen war, legte ich das Kissen zurück in den Schrank und schlich wieder hinaus. Gut, das ich mich noch einmal von dieser Wahnsinnstat losgerissen hatte, beinahe hätte ich nicht mehr gut zu machenden Fehler begangen. Ich schaltete den Computer ein und aktivierte die Routing Software um die Zugriffe meines Browsers nicht zurück verfolgbar zu machen. Sicher ist schließlich sicher. Wie konnte ich so blöd sein, fragte ich mich währenddessen, aufgrund eines Fernsehberichts so eine Tat zu begehen? Nun suchte ich im Internet nach Bestätigung und Widerlegung für die Thesen des Berichts. Ich informierte mich und erkannte schnell, dass die Tendenz auf jeden Fall stimmte. Das Ausmaß ist selbstverständlich letztlich in Folge der Natur der Sache nicht genau bestimmbar, nur abschätzbar. Das Ergebnis meiner Suche war, dass die Chancen nicht schlecht standen - vorausgesetzt man ging es richtig an. Wenn ich die Alte wie ein Idiot einfach spontan erstickt hätte, wären sie weitaus schlechter als sie sein könnten. Nun galt es eine gute Art Durchführung zu finden. Hier hatte mich meine Intuition nicht getrogen. Das einfachste, war wohl tatsächlich das Beste. Andere Methoden wären zwar vielleicht schwieriger nachweisbar, bei einer Obduktion würden sie aber genauso festgestellt und andererseits eventuell nur unnötige Aufmerksamkeit erzeugen bzw. Spuren bei der Beschaffung der notwendigen Mittel hinterlassen. Also das Kissen. Nächster Punkt. Der Arzt, vielleicht der wichtigste Indikator für Erfolg oder Misserfolg der Maßnahme, selbstverständlich sollte er nicht erfahren auf dem Gebiet des unnatürlichen Ablebens sein, jemand Vertrauensseliges der den Totenschein eher als eine Formalität betrachtet wäre genau richtig. Als Letztes natürlich das Durchführungsobjekt. Hohes Alter und schon erwartet tot sind ideale Voraussetzungen. Letzteres sogar durch die Pflegerin, würde der (richtige) Arzt davon hören bevor oder während das Objekt untersucht wären die Erfolgsaussichten noch einmal wesentlich erhöht. Es würde allerdings kaum etwas oder vielleicht sogar das Gegenteil der erwünschten Wirkung eintreten, würde ich selbst davon berichten oder nur zitieren. Am besten wäre es die Pflegerin selbst sprechen zu lassen.
Ich holte mit Hilfe des Detektivs die benötigten Informationen ein. Der Arzt, der die Leichenschau vornehmen und den Schein ausfüllen würde war wie sich herausstellte ein alter Freund der Pflegerin der auf die Pensionierung zusteuerte und noch nie Zweifel an dem natürlichen Verscheiden eines seiner Untersuchungsobjekte geäußert hat. Er war der neue Hausarzt, seit die Bestie von den Damen zu mir kam.

Ich will euch nicht mit weiteren Einzelheiten langweilen. Schließlich stellte ich fest, dass die Bedingungen für mein Vorhaben im Rahmen des Erwartbaren an das Optimum grenzten und die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Arzt als Todesart natürlich ankreuzen würde sich zwischen 90 und 100% bewegte. Also ging ich etwa 2 Stunden vor der üblichen Ankunft der Pflegerin in das Zimmer der Kreatur, die mich so lange heimsuchte, achtete nicht auf die bösen Worte, die sie ausspuckte, nahm ein frisches Kissen aus dem Schrank, drückte es dem widerwärtigen Vieh, von dem ich einen Moment noch einen überraschten Blick sah, ins Gesicht. In Kriminalfilmen oder Büchern liest man oft, dass einem die Zeit dabei entweder entsetzlich lang vorkommt oder wenn sie in Wut geschieht alles unglaublich schnell vorüber geht. Ich kann beides nicht bestätigen. Die 6 Minuten, die ich das Kissen an Ort und Stelle ließ kamen mir weder besonders kurz noch besonders lang vor. Lediglich meine gebeugte Haltung war unbequem und um die Uhr an der Wand abzulesen musste ich den Kopf ziemlich in den Nacken legen. Ansonsten war es recht gewöhnlich, inbegriffen dass dieses grässliche Wesen bei seinem Abtreten weitaus kooperativer war als im Leben, da es sich sowieso kaum noch bewegen konnte und ich halte es für gut möglich das es schon nach einer Minute tot war, jedenfalls ließ keine Regung auf das Gegenteil schließen, aber ich ging aber selbstverständlich lieber sicher und verharrte auch den Rest der Zeit. Danach tauschte ich das neue und das alte Kissen, brachte letzteres ins Bad zur Schmutzwäsche und beschäftige mich mit dem Verfassen eines beruflichen Aufsatzes. Als die Pflegerin kam, ließ ich sie meine Beschäftigung schnell merken, worauf sie wie üblich bemerkte, das meine Anwesenheit bei der Erledigung ihrer Aufgaben nicht erforderlich wäre. Ich widmete mich als wieder für kurze Zeit meinem Text, bis der traurige aber meinerseits nicht ganz unerwartete Ruf kam, ich solle nun doch ins Zimmer der Alten eilen. Ich ließ mir kurz Zeit bis ich dem nachkam und fragte beim eintreten leicht erstaunt und mit nur einem Hauch Verärgerung in meiner Stimme, worauf mir die Pflegerin ins Wort fiel. "Es tut mir so leid, Ihre Großmutter ist verstorben." Ich heuchelte für ein paar Augenblicke ohne etwas zu sagen Verwirrung, Erstaunen, Ungläubigkeit, Entsetzen in dieser Reihenfolge vor, um dann etwas länger mit Trauer abzuschließen. Die etwas geschwätzige Pflegerin fing an zu erzählen, dass sie wohl friedlich im Schlaf weggedämmert sei und sich nicht gequält habe und plapperte dann endlos davon, dass ich alles getan hätte und mir keine Vorwürfe zu machen bräuchte. Ich musste nicht viel sagen, mein hauptsächliches Schweigen wurde so günstigerweise interpretiert, dass ich wohl mitgenommen vom Tod eines geliebten Menschen sei. Daher kümmerte sich die Pflegerin auch um die nötigen Anrufe. Der Arzt kreuzte später nach der Leichenschau und ausführlicher Instruktion durch die Pflegerin betreffend einiger Krankheiten und der allgemeinen Schwäche der Alten wie vorgesehen auf dem Totenschein als Todesart "natürlich" an und ich bekam nach kleineren juristischen Streitereien sogar fast den von mir berechneten nicht gerade unerheblichen Geldbetrag von den 3 solventen der 4 Damen. Das Risiko der zweiten Leichenbeschauung durch Urnenbestattung habe ich mir gespart und lasse das verhasste Ding in einem Sarg vermodern, das ist sicherer zu mal nicht einmal die Damen irgendwelche Zweifel am natürlichen Verscheiden geäußert haben und eine Obduktion wohl nie durchgeführt wird.
Ich bin nun zufrieden mit meinem Lohn für die Qual und konzentriere mich voll auf den Beruf. Die letzten beiden One-Night-Stands verliefen auch in Hinsicht auf den Berichteten einigermaßen gewöhnlich, was ich als Erfolg verbuchen möchte. Mein nun sehr hübscher Kontostand ist dabei sich Monat für Monat weiter zu erhöhen und es steht eine Beförderung ins Haus.


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HINWEIS: Beichthaus hat den Text sofort nach Eingang an die zuständige Strafverfolgungsbehörde in Deutschland weitergeleitet.

Beichthaus.com Beichte #00025528 vom 07.01.2009 um 01:43:43 Uhr (98 Kommentare).

Gebeichtet von elcolto
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Die Marihuana Gärtner

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Drogen Waghalsigkeit Habgier Freunde Lauenbrück

Als ich 17 war, bin ich von meiner alten Schule (Gymnasium) aufgrund mäßiger Noten abgegangen und habe mit einem Fachabitur begonnen, bei dem man ein Jahrespraktikum absolvieren musste. In einer Mittagspause traf ich einen alten Kollegen und wir unterhielten uns ein wenig übers Kiffen und die schlechte Qualität, die damals umging. Viele Dealer hatten damals begonnen mit Sand und Blei zu strecken, was nicht nur ekelhaft war, sondern die Droge auch noch schädlicher machte, als sie sowieso schon ist. Ich meinte zu ihm "Hey, lass doch selber anbauen", und er willigte ein. Wir holten noch einen Dritten ins Boot und haben dann einen Proberaum gesucht, weil keiner von uns es zu Hause machen wollte und wir finanziell auf solidem Boden standen. Unser erstes Zubehör war ziemlich unprofessionell, allerdings war die Ernte einfach zu groß um alles selber zu rauchen, also lagerten wir knapp 300 Gramm ein. Zwei Monate später saßen wir auf zwei Kilo und wussten wirklich nicht, wohin damit. Also beschlossen wir, es einfach zu verkaufen. Wir hatten nun 10.000 Mark bar auf der Kralle. Ich weiß nicht, ob ihr wisst was das für 16-17 Jährige bedeutet, vor allem saßen wir in einer ziemlichen Zwickmühle: Das Anbauen ist zum Hobby geworden, es machte wirklich riesigen Spaß die Buds größer werden zu sehen, sich um unsere kleinen Schützlinge zu kümmern. Jedoch wollten wir nichts mit dem Schwarzmarkt zu tun haben.

Andererseits haben wir uns mit dem Geld sehr viel besseres Zubehör und eine Vielzahl von verschiedenen Sorten gekauft, wobei wir dann aber auch wieder auf sehr viel größeren Mengen saßen, die wir einfach nicht wegbekamen. Was tut man nun als mittelmäßig intelligenter 17 Jähriger? Man macht erst einmal weiter und schaut, was passiert. Mit 18 habe ich mir direkt ein schönes Auto geleistet. Nebenbei gesagt: Unsere Eltern wussten gar nichts. Wir hatten dubiose Ausreden mit Einnahmen als Pizzafahrer und Tankstellenaushilfe und der Dritte im Bunde hatte sowieso genug Geld. Nach gut zwei Jahren hatten wir alle mehr Geld als unsere Eltern, was wir ganz lustig fanden. Das einschneidende Erlebnis kam allerdings im selben Jahr. Ein Nachbar von mir kaufte bei dem Dealer, den wir belieferten und das Gras war wirklich unter aller Sau. Mir ist nur Blei eingefallen, als ich mal die Mengen von meinem Gras mit dem von meinem Kollegen mit meiner Waage verglich und seine 10 Gramm genauso aussahen wie meine 2 Gramm. Ich rief direkt meine Kollegen an und haben eine kleine Runde einberufen. Ich weiß nicht, ob ihr die Problematik versteht, in der wir steckten. Wir hatten den Lebensstil, den sich wohl viele wünschen: Wenn wir etwas haben wollten, kauften wir es. Wenn wir wem etwas ausgeben wollten, taten wir es. Ich hatte sogar einen 233 MHz Rechner, als so ziemlich jeder Rechner in meiner Umgebung noch 32 MHz mit Turbo Knopf hatte. Geld war für uns jedenfalls nichts mehr als ein paar bunte Scheine. Außerdem liebten wir was wir taten, Marihuana war für uns immer etwas Tolles. Die Pflanzen sind so zerbrechlich und mussten gepflegt werden. Wir waren jeden Tag in unserem Proberaum und waren echte Hobbygärtner mit Leib und Seele. Aber was mit unserem Erzeugnis angestellt wurde, wollten wir nicht.

Die Lösung für das Problem kam mir erst bei einer Party in dem Sinn, als ich einen Keks gegessen habe, der mich betäubte, wirklich vollkommen weghaute. Ich fragte den Veranstalter wo er den herhat. Er hat seinen Zivildienst in einer Klinik gemacht, die ganz in unserer Nähe war. Der Chefarzt gab den Patienten Marihuana, da nach seiner Ansicht die meisten Analgetika entweder stark süchtig machen oder Nebenwirkungen, wie Erbrechen zeigten. Was zu heutiger Zeit vielleicht bald legalisiert wird, war damals naja - Marihuana war damals nun mal eine Droge und kein Medikament. Der Zivi hatte mehrere Kekse von einer Patientin bekommen, diese meinte, dass es wohl verdammt teuer wäre, es zu bekommen, aber er wohl einen ganz guten Job gemacht hätte und er sich ein paar Kekse aus der Dose dort nehmen sollte. Ich wusste, wo der Chefarzt wohnt und bin einige Wochen später zu ihm hin. Ich erzählte meine bisherige Geschichte, sagte ihm, dass wir ungefähr 4-5 Kilo monatlich liefern könnten und das wir absolut keine Lust mehr auf den ganzen Dealerscheiß hätten. Er machte mir klar, dass es sehr viel risikoreicher ist, nicht zulässige Betäubungsmittel an Kliniken zu verkaufen als an irgendwelche Privatleute. Im selben Atemzug machte er mir allerdings ein einigermaßen gutes Angebot und gab mir ein paar Tipps zur Zucht für Marihuana mit betäubender Wirkung und gab mir den Namen einer gewissen Sorte, die ich bitte verwenden sollte.

Wir haben noch vier Jahre für diese Klinik angebaut. Die Klinik behandelt übrigens eine unheilbare Krankheit mit der Abkürzung "MS", also ist es eigentlich eher ein Hospiz als eine Klinik. Nach den vier Jahren haben wir aufgehört. Nicht weil wir wollten. Es ging einfach nicht anders. Der Dritte hat seine Freundin geheiratet, ich habe einen sehr guten Job bekommen und war dann wenig zu Hause und der Zweite ist nach Amerika ausgewandert, um auf Hawaii Polizist zu werden. Ob er es tatsächlich geschafft hat, mag ich stark bezweifeln, allerdings hat er eine Menge Geld mitgenommen, wir werden wohl eine ganze Zeit ohne Probleme über die Runden kommen. Allerdings ist der Kontakt zu allen beiden ziemlich abgebrochen, was ich sehr traurig finde, weil wir eine verdammt gute Zeit hatten. Was ich nun beichten möchte: Es tut mir leid, dass wir sehr gutes Grünes an die falschen Leute verkauft haben und somit das Lungenkrebsrisiko in einer ziemlich großen Region doch ziemlich vergrößert haben. Henna im Braunen und Blei im Grünen können einfach nicht ohne bleibende Schäden verzehrt werden. Außerdem möchte ich mich beim Staat entschuldigen, obwohl es deren eigene Dummheit ist. Wir hätten gerne Steuern bezahlt, aber wenn Marihuana nicht legalisiert wird. Wäre auch nur eine Mark auf jedes Gramm dazu gekommen. Naja, da kann man nichts dran machen. Wer jetzt den Finger hebt und den Moralapostel spielen möchte: Wir waren jung und hatten Spaß daran. Falls irgendjemand meint, es sei eine Fantasie-Beichte: Es stimmt alles. Lustigerweise spielt sich Ähnliches sehr oft ab, die Leute, die anbauen, sind vielleicht sehr viel älter als wir in unserer Anfangszeit, sie sind aber eigentlich immer coole Typen. Wenn man auf bestimmte Messen geht, lernt man andere Grower kennen und man kommt ins Gespräch. Ich habe keinen getroffen der kommerzielle Gedanken hatte. Die meisten wollten einfach nur gutes Marihuana.

Beichthaus.com Beichte #00025499 vom 02.01.2009 um 22:52:12 Uhr in Lauenbrück (29 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Geld für Telefonfragen

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Dummheit Engherzigkeit Telefon

Geld für Telefonfragen
Immer, wenn Telefonumfragen meinen, mich befragen zu müssen, reagiere ich wie folgt: Ich verlange für meine Antworten Geld, mit dem Argument, dass die Umfrage-Gesellschaft mit meinen Antworten ja auch Geld verdiene. Mein aktueller Telefonstundensatz läge bei 50 Euro, würde aber minutengenau abgerechnet, da bin ich ja nicht so. Meistens bleibt dem Gegenüber dann der Atem weg, darüber amüsiere ich mich dann königlich. Beichte: Ich erfreue mich am Leid anderer. Manchmal werde ich auch zum Abteilungsleiter durchgestellt, die haben dann gerne so etwas wie einen Herzinfarkt. Im Prinzip kostet mich das Ganze so mehr Zeit, als wenn ich die Fragen beantworten würde, macht aber unheimlich viel mehr Spaß.

Beichthaus.com Beichte #00025350 vom 10.12.2008 um 13:03:12 Uhr (13 Kommentare).

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Die verlorene Übungspatrone

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Dummheit Diebstahl Ungerechtigkeit Obergünzburg

Als ich im Winter im Militär war, hatten wir eine Übung mit roten Übungspatronen und übten die Manipulationen der Gewehre. Am Schluss fehlte jedoch eine dieser Übungspatronen und der Wachtmeister ließ sie suchen. Die ganze Mannschaft suchte sie ungefähr eine halbe Stunde lang, als ich sie plötzlich in meinem Gewehr fand. Ich hatte aber keine Lust zuzugeben, dass ich der Blödmann war. Der Wachtmeister ließ nun Liegestütze machen, ein Asthmatiker ist nach fünf Minuten und ca. 30 Liegestützen zusammengebrochen und musste abtransportiert werden. Ich hatte immer noch kein schlechtes Gewissen und habe die Patrone in den Handschuh gesteckt. Der Wachtmeister ließ nun von Kameraden jeden Einzelnen absuchen. Der Typ, der mich durchsuchte, fand die besagte Patrone jedoch nicht. Die ganze Gruppe musste nun über ein scheißgroßes Feld rennen und ich habe mich fast bepisst vor Lachen, aber auch weil es so anstrengend war. Am Schluss habe ich die Patrone in den Wald geschmissen und muss noch heute lachen, wie sich meine Kameraden für meine Dummheit abmühten.

Beichthaus.com Beichte #00025207 vom 25.11.2008 um 20:24:36 Uhr in Obergünzburg (20 Kommentare).

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“Beichte

Leben mit den Süchten

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Drogen Trunksucht Sucht Games

Ich (m/40) habe in meiner Vergangenheit und auch noch heute sehr viele Erfahrungen mit unterschiedlichen Süchten gemacht. Im Alter von 12 hatte ich meinen ersten Vollrausch (eine Flasche Williams und ein Sixpack). Im Alter von 15 kam zu dem Alkohol, dem ich nach wie vor nicht abgeneigt bin, Kleber schnüffeln und kippen. Im Alter von 17 fing ich an zu kiffen. Erst einen Joint pro Monat. Nach ca. einem Jahr kiffte ich regelmäßig, d.h. täglich. Cannabis war eine zeit lang meine einzigste Droge neben dem Alkohol. Und Beides nahm ich in Unmengen und zu jeder Uhrzeit. Als ich durch einen sehr guten Freund an Mushrooms gelangte und diese über einen Zeitraum von einem Jahr ausprobierte, um mir anschließend eine Überdosierung zu gönnen, da war es aus für mich mit alledem. Ich legte eine Pause von über 3 Jahren ein. Ich trank weder Alk noch rauchte ich irgendwas. Dennoch wusste ich, dass ich irgendwann wieder was anrühren werde. Meine erfolgreiche Entziehungskur endete im Alter von 25. Ich werde diesen Abend nie vergessen, als ich meinen ersten Joint nach so langer Zeit wieder rauchte, mein erstes Bier trank und auch immer mehr Sex hatte. Und ich hatte sehr guten Sex, der auch überdosiert war. Mein Verlangen nach Sex wurde täglich höher. Ich wollte überall und mit Jedem Sex, weshalb viele Beziehungen zu Bruch gingen. Aber auch das habe ich hinter mich gebracht. Mit Anfang 30 habe ich das erste mal Kokain und Heroin genommen. Kokain nehme ich seit jeher einmal im Jahr zu Weihnachten. Ich trinke heute noch, ich kiffe noch und werde auch hin und wieder ein paar Lines ziehen. Außerdem habe ich mittlerweile eine ausgeprägte Spielsucht, sei es Pc-Games, Kartenspiele, Konsole oder Lotto. Um ein Leben mit Süchten bewusst zu leben, sollte man auf die Dosierung achten, aber vor allem muss man Realist sein. Alle anderen sind leider raus aus dem Spiel.

Beichthaus.com Beichte #00025152 vom 19.11.2008 um 03:26:12 Uhr (21 Kommentare).

Gebeichtet von darkelf
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