Das Bambi-Prinzip

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Verzweiflung Aggression Gewalt Hass WG

Vor ungefähr zwei Jahren wurde ich für eine schulische Ausbildung in einer zwei Stunden entfernten Stadt angenommen - ebenso wie eine gute Freundin. Da lag es natürlich nahe, dass wir zusammenziehen wollten, schließlich wohnten wir beide noch bei unseren Eltern […]
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Beichthaus.com Beichte #00033245 vom 10.05.2014 um 22:42:07 Uhr (26 Kommentare).

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Totalschaden im Unterholz

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Waghalsigkeit Dummheit Stolz Hochmut Auto & Co. Kelbra

Neulich habe ich, da ich beruflich in der Gegend war, mal wieder den Kyffhäuser motorisiert in Angriff genommen. Ich fahre einen teuren Benz, bei dem die Reifen alleine so viel kosten wie ein Kleinwagen. Schon bei der Anfahrt tauchte hinter mir ein Opel Corsa mit einem jungen Spund hinter dem Steuer auf. Ich wollte ihn dann einfach vorbeilassen, da ich mir dachte, dass er sein Gefährt ausprobieren möchte, und habe rechts geblinkt, was verdeutlichte, dass er mich überholen solle. Ich hatte an dem Tag nämlich wirklich alle Zeit der Welt, da ich mir die Kundentermine sehr großzügig eingeteilt hatte. Er hat allerdings keine Anstalten gemacht, mich zu überholen und nachdem er dann die erste Zeit an meiner Stoßstange geklebt hatte, dachte ich mir, dass mir das zu dumm ist, und habe von Comfort auf Sport geschaltet. Ich bin gefahren, als ob es um mein Leben ginge, und habe mein Gefährt durch die Kurven geprügelt.

Da ich schon mein ganzes Berufsleben mit dem Auto unterwegs bin und um die 70.000 Kilometer im Jahr fahre, habe ich auch dementsprechende Fahrpraxis aufzuweisen und die Assistenzsysteme tun ihr Übriges. Hinten versuchte der Corsa verzweifelt mitzuhalten, aber angesichts der Leistungsunterschiede kam er nicht wirklich hinterher. Plötzlich sah ich im Rückspiegel nur noch, wie der Kleinwagen in einer engen Serpentine in den Sträuchern verschwand. Ich wendete so schnell wie möglich, was angesichts der vielen Motorradfahrer nicht so einfach war, und bin zurück zur Unfallstelle. Der Fahrer war inzwischen von mehreren Motorradfahrern geborgen worden - ihm schien es gut zu gehen und er hatte äußerlich keinerlei Verletzungen. Aber sein Auto lag ihm Unterholz und sah nach einem Totalschaden aus. Ich möchte mein Gewissen erleichtern und beichten, dass ich so unvernünftig war und auf die Herausforderung des anderen Fahrers eingegangen bin, obwohl dieser aufgrund seines Alters und seiner Motorisierung keine wirkliche Chance hatte, mir zu folgen, und es vorauszusehen war, dass er seinen Wagen kaputt fährt. Es tut mir leid und ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00033244 vom 10.05.2014 um 21:40:15 Uhr in 06537 Kelbra (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Im Netz der Betrügerin

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Betrug Dummheit Verschwendung Lügen Geld

In einem Flirtportal habe ich eine Frau kennengelernt, die angeblich in Schwierigkeiten steckte, und dringend Geld brauchte. Jedes Mal, wenn ich ihr Geld überwiesen habe, tauchten angeblich neue Probleme auf und sie bettelte weiter. Aber nichts davon war wahr! Nach und nach kamen über 5.000 Euro zusammen. Ich möchte beichten, dass ich auf eine Lügnerin und Betrügerin hereingefallen bin und sie damit in ihrem Vorhaben noch unterstützt habe.

Beichthaus.com Beichte #00033243 vom 10.05.2014 um 21:23:15 Uhr (22 Kommentare).

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Die Wahrheit übers Jobcenter

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Zorn Ungerechtigkeit Vorurteile Arbeit

Die Wahrheit übers Jobcenter
Ich arbeite in einem Jobcenter. Das allein ist für viele Leser bestimmt schon ein Beichtgrund und in den Kommentaren wird dann wieder um die Wette gehetzt. Und ich möchte beichten, dass mich genau das ankotzt. Egal wo in den Medien ein Bericht zum Thema Agentur für Arbeit oder Jobcenter auftaucht - die Texte sind voller Fehler, da wird ein Arbeitsvermittler innerhalb eines Textes plötzlich zu einem Sachbearbeiter, was zwei völlig unterschiedliche Arbeitsbereiche sind. In den Kommentaren finden sich die übelsten Beschimpfungen, Hetze und Gutmenschen, die alles besser machen würden. Beim Lesen könnte ich regelmäßig ausrasten und bekomme regelrecht Aggressionen. Wir arbeiten täglich nur von 8-12 Uhr, verdienen dabei einen Haufen Geld, verhängen liebend gerne 500 Sanktionen an kranke Menschen, sind alles nur Kaffeetrinkende Beamten ohne Ahnung. Nur einen Tag lang möchte ich mal mit einem dieser Leute tauschen, die die jeden Tag Zeit hätten, ihre Unterlagen rechtzeitig einzureichen, dann aber an einem Freitag, zwei Minuten vor Ende der Öffnungszeit, im Jogginganzug, nach Zigarette stinkend und mit einem verknitterten Zettel vom Stromanbieter ankommen, auf dem Kaffeeflecken und Popel kleben. Nur um dann auf umgehende Bearbeitung zu bestehen, da am selben Tag sonst noch der Strom abgestellt wird. Dann aber ausrasten, wenn man auf Bearbeitungszeiten hinweist und sofort zum Anwalt rennen, weil dieser mit Beratungsschein ja kostenlos ist.

Zu gerne würde ich diese Leute einen Tag ins Jobcenter stecken, wo die meisten Kollegen schon um sechs Uhr zum Sortieren der Post am Schreibtisch sitzen, mit zu wenig Personal nur zur Hälfte ausgefüllte Anträge und Anliegen von Tausenden Kunden möglichst sofort fehlerfrei bearbeiten sollen, dabei Kundengespräche in 18 verschiedenen Sprachen führen und gleichzeitig telefonisch erreichbar sein sollen. Sich dabei anschreien lassen müssen, Gerüche wie Alkoholfahnen, kalten Qualm, Schweiß und Fäkalien regelmäßig im Büro ertragen sollen, Druck von Vorgesetzten bekommen, auf die Mittagspause verzichten und jede neue Vorschrift und Gesetzesänderung kennen müssen. Und dabei selbst einen befristeten Arbeitsvertrag haben - ich könnte noch ewig so weiter schreiben. Liebe Leute, wir sind auch nur Menschen, wir haben Familien, sind auch mal gestresst und machen Fehler, die meisten Leistungsempfänger sind durch ihre schlecht geführten Unterlagen, Umgang mit Geld, Suchtproblematiken und schlicht chronischer Faulheit jedoch selbst schuld daran, wie es bei uns läuft, wir sind eben keine Maschinen!

Vor allem bei Fällen, wo eine wichtige Kontodatenänderung auf einem Stück Kaugummipapier geschrieben eingereicht wird, und man sich hinterher beschwert, dass der Zettel verloren gegangen sei! Es kotzt mich an! Und dann immer dieses Gejaule über Maßnahmen, die unnütz sind! Leute, wenn ihr so überqualifiziert seid, warum bezieht ihr dann Arbeitslosengeld? Diese Maßnahmen werden eingekauft und müssen voll werden, damit sie für die Leute, denen es etwas bringt, überhaupt stattfinden können. Klar sind auch mal ehemalige IT-Fachleute im Kurs "Windows für Einsteiger" aber das ist eben das, was passt, oder wollt ihr lieber den Gabelstaplerschein machen? Mit mehr Eigeninitiative blieben euch solche Maßnahmen erspart - ich könnte schon wieder kotzen!

Beichthaus.com Beichte #00033238 vom 09.05.2014 um 20:19:34 Uhr (70 Kommentare).

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Die Kunst zu leben

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Faulheit Verzweiflung Trägheit Sucht

Ich (w) bin dabei, mir gründlich mein Leben zu versauen. Durch einen tragischen Vorfall in meiner Familie vor drei Jahren verschlimmerte sich die Trägheit, mit der ich bis dahin gelebt hatte und ich wurde depressiv. Mittel dagegen wollte ich nicht nehmen, ein Klinikaufenthalt machte es schlimmer - von da nahm ich sowohl ausgeprägte Schlafstörungen als auch Magersucht mit nach Hause. Nach dem Klinikaufenthalt wollte ich wieder zur Schule gehen, und wie geplant und immer gewollt mein Abi machen. Doch Dinge wie Arbeiten, Vorträge vor der Klasse oder nicht gemachte Hausaufgaben machten mir so viel Angst, dass ich immer öfter zu Hause blieb, meine Ausrede waren immer meine Schlafstörungen. Wegen meiner Angst vor einem Vortrag in Englisch wechselte ich letztendlich die Schule, in der Hoffnung, dass ich da einen "Neustart" wagen könnte. Da ich mitten im Schuljahr dazu kam, musste ich viel nachholen, zudem bereitete mir das ungewohnte Schulsystem viele Sorgen und von den letzten zwei Monaten, in denen ich bei dieser Schule angemeldet war, war ich sechs Tage dort. Nichts hat sich verbessert. Hinzu kommt, dass ich eine ausgeprägte Computersucht habe, die sich entwickelte, während ich immer öfter zu Hause blieb. Ich komme kaum noch weg von dem Ding, habe kaum Kontakt mehr zu meinen Freunden, gehe wie gesagt kaum mehr in die Schule und verliere jegliche Verbindung zur Außenwelt. Mein Tagesablauf besteht nur aus Schlaf, der Zeit vor dem Laptop, meinem Kaffee und hin und wieder Mahlzeiten. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich etwas anderes mache. Manchmal habe ich noch den Gedanken, dass ich am nächsten Tag ja zur Schule gehen könnte, aber wenn ich dann in der Nacht auf die Uhr schaue, ist dieses Vorhaben wie weggeblasen. Ich bin inzwischen absolut ratlos. Ich habe komplett verlernt zu leben!

Beichthaus.com Beichte #00033227 vom 08.05.2014 um 18:27:45 Uhr (10 Kommentare).

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