Public Viewing Date

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Feigheit Ignoranz Engherzigkeit Dating Köln

Ich (m/21) fühle mich wegen der Sache immer noch etwas mies. Während meiner Grundausbildung im Wehrdienst haben ein paar meiner Kameraden ständig irgendeinen Telefonchat benutzt und hatten eine Menge Spaß dabei. Eigentlich ist das nicht meine Sachen, ich habe es dann aber doch ausprobiert. Dabei bin ich mit einer Gleichaltrigen ins Gespräch gekommen. Wir haben uns ganz gut verstanden, gut genug um die Handynummern auszutauschen.
Tatsächlich haben wir dann auch die nächsten Monate jede Woche telefoniert und uns auch immer privatere Sache erzählt. Getroffen haben wir uns aber nie, weil ich die Woche über in der Kaserne war und die Entfernung zu groß war, als das es sich gelohnt hätte. Selbstverständlich wollte ich trotzdem wissen, wie sie aussieht. Also habe ich über ein Social-Network ein Bild von ihr angeguckt. Es war nicht sonderlich aussagekräftig, aber es war ausreichend, um die Grundbefürchtung, die man bei Chatbekanntschaften so hat, ruhigzustellen. Dann kam aber ein Schock von anderer Seite, als ich im Profil unter "Was bin ich? Mutter!" lesen konnte. Darauf angesprochen sagte sie nur "Ach, hab ich dir das nicht gesagt?". Natürlich fühlte ich mich irgendwie verarscht, aber konnte irgendwie verstehen, dass sie das beim flirten nicht rausposaunen wollte. Und da wir uns eigentlich so gut verstanden haben, hab ich guten Willen gezeigt.
Erstmal ging es dann weiter mit den Telefonaten, es kamen aber immer öfter Sachen die schließen ließen, dass sie mich unbedingt näher kennenlernen wollte. Zur Fußball-WM, dem Spiel Deutschland - England, haben wir uns dann zum Public Viewing in Köln verabredet, ziemlich unverbindlich also. Das Treffen fing aber schon schlecht an, weil sie unser erstes persönliches Treffen doch tatsächlich vollkommen vergessen hatte. So stand ich dann erst mal gute vier Stunden am Kölner Hauptbahnhof, bis die Alte es geregelt bekommen hat, wann und wo wir uns denn nun treffen könnten. Letztendlich bin ich dann mit der vollkommen überfüllten S-Bahn zur Lanxcess-Arena, dem eigentlichen Public Viewing, gefahren. Es war brutal heiß an diesem Tag, ich habe geschwitzt wie ein Schwein und war auch durch die Situation allgemein ziemlich angepisst.


Um uns im dem Gedränge vor dem Gelände überhaupt zu finden hat sie draußen auf mich gewartet und ich konnte schon von weitem sehen, dass das Bild von ihr, welches ich mich auf Grundlage dieses einen Bildes gemacht habe, ziemlich falsch war. Ihre Leibesfülle war um einiges größer als zu erkennen gewesen war. Das war aber bei weitem nicht das schlimmste. Sie hatte fettige Haare, fettige Haut, auseinander stehende Zähne und machte allgemein einen ungepflegten Eindruck. Auch wenn ich redlich bemüht war meine Abneigung zu verbergen, mein Gesicht dürfte wohl keine Farbe mehr gehabt haben. Im weiteren war unser Treffen dann auch dementsprechend distanziert von meiner Seite aus. Während des Spiels sind ich und einer ihrer Freunde, die auch mit waren, uns bei jeden Tor in die Arme gefallen. Mit ihr hab ich mich nur kurz unterhalten. Nach dem Spiel sind wir dann noch kurz rumgezogen, ich hatte aber überhaupt keine Lust und keinen Willen mehr, zumal sie auch sonst gar nicht auf meiner Wellenlänge war, was sie aber nicht bemerkt hat. Danach habe ich mich nicht wieder bei ihr gemeldet und habe weder auf SMS noch auf Telefonanrufe reagiert, obwohl ganz offensichtlich war, dass sie mich immer noch mochte. Ich möchte beichten, dass ich so oberflächlich bin und nicht mal offen sagen konnte, warum sie sich keine Hoffnungen machen brauchte. Außerdem bereue ich, dass ich so dämlich sein konnte auf ein gut gestelltes schwarz-weiß Foto reinzufallen.

Beichthaus.com Beichte #00028254 vom 31.10.2010 um 20:17:28 Uhr in Köln (14 Kommentare).

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Konzert statt Firmenmeeting

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Falschheit Faulheit Arbeit Köln

Konzert statt Firmenmeeting
Ich war damals nach meiner Ausbildung in einer Firma angestellt, in der ich nicht wirklich gefördert wurde und lediglich Arbeiten erledigte, für die sich die Alteingesessenen zu fein waren. Das war besonders frustrierend, da ich mir von meinem ersten richtigen Job einfach mehr erhoffte. In dieser Firma kochte eigentlich jeder sein eigenes Süppchen, so dass man sich oftmals mit seinen Problemen als Berufsanfänger allein gelassen fühlte und auch Überstunden gehörten zum Standardprogramm (teilweise von 08:00 Uhr - 22:00 Uhr mehrmals in der Woche).
Nicht nur Überstunden waren Gang und Gäbe, auch musste man an Team-Events teilnehmen, die natürlich auch nach der Arbeitszeit stattfanden und nahezu immer wohnortnah zum Chef stattfanden, auch wenn alle Mitarbeiter ca. 200km entfernt wohnten. Sagte man ab, so kriegte man über die Sekretärin vom Chef gesagt, dass man mitkommen müsste (wozu man in der Probezeit eher nicht "nein" sagt), auch wenn man eine Absage rechtzeitig erteilte.
Nun zu meiner eigentlich Beichte: An einem Tag, an dem ich bereits Karten für ein Konzert hatte, war mal wieder ein Event bei einem unserer Firmenpartner in Frankfurt geplant. Da mein schauspielerisches Talent mehr schlecht als recht ist, legte ich mir einen Plan zurecht, den ich, einen Tag vor dem geplanten Ausflug, ausführte. Ich kam morgens ins Büro und ging unbemerkt zur Toilette. Dort nahm ich einen Klumpen Brot zu mir, den ich einen Tag lang in 500.000 Scoville scharfer Sauce eingelegt hatte und nur schwer herunterwürgen konnte. Mein Mund brannte wie Feuer, doch als ich an meinen Arbeitsplatz zurückging, ließ ich mir nichts anmerken. Es dauerte nicht lange und Magenschmerzen setzten ein, der Schweiß stand mir auf der Stirn, meine Gesichtsfarbe nahm ein kalkähnliches weiß an und meine Hände zitterten. Nachdem ich mich das erste mal übergab bemerkten auch meine Kollegen, dass sich mein Zustand rapide verschlechterte und rieten mir zum Arzt zu gehen, was ich auch tat. Meine Schmerzen waren auf der Autobahn zwar schon wieder vollkommen verflogen, doch das sagte ich dem Arzt natürlich nicht, weshalb mich dieser prompt eine Woche lang krank schrieb. Das Ende vom Lied war letztendlich, dass ich am Abend ein tolles Konzert genoss und meine Kollegen, die nach Frankfurt gefahren waren, um 01:00 Uhr wieder in Köln aufschlugen, um sich für den nächsten Arbeitstag zu Bett zu legen.
Hiermit beichte ich, dass ich mir nicht einmal, sondern zweimal wissentlich Schaden zugefügt habe, um meiner Arbeit zu entgehen, bei der ich mich nicht nur ungerecht behandelt, sondern auch ausgenutzt und unterdrückt gefühlt habe. Ich hoffe auf Verständnis, Nachsicht und Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00028165 vom 24.09.2010 um 16:52:07 Uhr in Köln (19 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

1.000 Euro geschenkt

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Diebstahl Ungerechtigkeit Geld Aachen

Ich (w/21) beichte, dass ich Geld behalten habe was nicht mir gehört hat. Vor einigen Monaten hat mir irgendein Institut aus Köln fälschlicherweise 1.000 Euro überwiesen. Für mich ein Haufen Geld. Im ersten Moment wollte ich es zurückbuchen lassen, doch irgendwas in mir drin sagte "Buch das Geld ab. Sofort!" Gedacht, getan. Nun stand ich da. Mit 1.000 Euro in den Händen. Ich hab noch nie so viel Geld gehabt. Mein schlechtes Gewissen plagt mich bis heute. Ich hätte das Geld einfach zurückbuchen lassen sollen. Doch ich habe es in meinem Wohnzimmer versteckt. 6 Wochen lang. Es hat sich niemand gemeldet. Nachdem die 6 Wochen rum waren hab ich erstmal all meine Rechnungen bezahlt und mir (und meinem Freund) neue Klamotten gegönnt (was ich noch nie getan habe, dafür verdiene ich zu wenig. Mein einziger "Luxus" ist meine kleine Zwei-Zimmerwohnung die schon komplett auseinanderfällt). Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen. Auch wenn es dieser Firma wahrscheinlich gar nicht aufgefallen ist, weil 1.000 Euro für die nur Peanuts sind, mag ich meine neue Hose gar nicht anziehen, weil ich an die arme Sau denken muss, die sich vielleicht auch was von dem Geld hätte kaufen können. Bitte verzeiht mir meinen "Ausrutscher".

Beichthaus.com Beichte #00027905 vom 14.06.2010 um 15:07:13 Uhr in Aachen (52 Kommentare).

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Fehlalarm in der Arena

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Dummheit Missbrauch Peinlichkeit Köln

Meine erste wohl größere Sünde war, als ich im zarten Alter von vier Jahren beim Tag der offenen Tür mit meinen Eltern in der Tiefgarage der Köln Arena (heute Lanxess Arena) stand. Auf einmal fiel mir dieser rote Schalter ins Auge. Ich lief hin, drückte darauf und was geschah? Die Brandschutztüren gingen alle zu. Der Feueralarm wurde ausgelöst. Als wir aus der Tiefgarage rausfahren wollten, machte mich der Hausmeister zur Minna. Als wir endlich raus waren, kam die Feuerwehr auch schon mit Großaufgebot an und von meinen Eltern bekam ich auch noch einen Satz heiße Ohren geschenkt!

Beichthaus.com Beichte #00026379 vom 27.05.2009 um 20:15:32 Uhr in Köln (Willy-Brandt-Platz, Deutz) (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Ekelzustände im Spitzenrestaurant

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Ekel Unreinlichkeit Schamlosigkeit Arbeit

Ich habe bis letzte Woche als Hilfs-Koch in einem der edelsten Restaurants in Köln gearbeitet. Dabei musste ich immer wieder beobachten, wie anderes Küchenpersonal regelmäßig Lebensmittel, die schon seit über einem Jahr abgelaufen waren, immer noch zum Kochen benutzten. Wenn mal etwas auf den Boden fällt und nicht länger als ungefähr fünf Sekunden liegen bleibt, wird es trotzdem noch zum Kochen verwendet. Da das Restaurant sehr groß ist, haben wir auch eine dementsprechend große Kühlkammer, die aber nur sehr selten vernünftig sauber gemacht wird. Dadurch kommt es immer wieder vor, dass Insekten, besonders Schaben und Ratten, sich ihren Weg in die Kühlkammer bahnen und selbst eingeschweißte Lebensmittel aufreißen und essen.

Trotzdem hat das Gesundheitsamt nie etwas unternommen, da der Sachbearbeiter der Cousin des Restaurantbesitzers ist. Letzte Woche hat mein ehemaliger Arbeitskollege ein scheinbar benutztes Kondom zwischen eingelagertem Obst gefunden, knapp drei Tage nach einer internen Betriebsfeier. Aufgrund von Sparmaßnahmen funktioniert das Waschbecken im Angestellten WC nicht mehr. Viele Köche und Kellner waschen sich dadurch nur noch in der Küche die Hände, oder lassen es zum Teil gänzlich bleiben. Als ich mich bei der Restaurantleitung beschwert habe, sagte man mir, ich sollte auf meinen Job aufpassen, da ich ja noch in der Ausbildung bin. Drei Tage später habe ich ein Schreiben zur fristlosen Kündigung bekommen.

Beichthaus.com Beichte #00022121 vom 24.06.2007 um 06:15:20 Uhr (12 Kommentare).

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