Spä

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Zwietracht Falschheit Nachbarn

Die Zeugen Jehovas waren heute, also am Sonntagmorgen, mal wieder an der Tür. Dummerweise, also schlecht für sie, haben sie in dem Mehrfamilienhaus, in dem ich wohne, zuerst bei mir geklingelt. Nachdem wir einen kurzen Small Talk hatten, bei dem ich erwähnt habe, dass ich schon seit sechs Jahren bei Scientology Mitglied bin, und wir dort eigene Abteilungen unterhalten, die den Leuten genauer auf den Zahn fühlen, die die eigenen Mitglieder abspenstig machen möchten, konnte ich ein nervöses Zucken bei dem Älteren der beiden feststellen. Die Story habe ich noch um Geschichten erweitert, wie dass die besagte Abteilung häufig auch in Afghanistan im Einsatz ist, um Verhöre entsprechend zu leiten, wenn die Abteilungen der US-Army nicht mehr weiterwissen. Naja, plötzlich wollten die beiden Herren schnell wieder gehen.

Und jetzt kommt die eigentliche Beichte: Anstatt zu gehen und es woanders zu probieren, haben sie einfach beim Nächsten im Haus ihr Glück erneut versucht. Die Diskussion, wen man denn jetzt bekehren möchte, habe ich über die Gegensprechanlage schön mitverfolgen können. Nachdem ich dann irgendwo im Haus die Klingel hören konnte, habe ich sofort den Summer betätigt. Durch den Türspion konnte ich dann sehen, wie die Herren das Haus nach der vermeintlich offenen Tür durchstreifen und Minuten später wieder unten stehen und den nächsten probieren. Herrlich! Irgendwann waren sie bei meiner Nachbarin angelangt und ich konnte hören, wie ihre Klingel losgeht. Ich wusste, dass nur die 18-jährige Tochter alleine zu Hause ist. Dieses Mal blieb der Summer aber stumm und ich lauschte dem Gespräch mit der Tochter. Der Tochter war es merklich unangenehm, allerdings hat sie sich nicht getraut, das Gespräch zu beenden.

Ich habe jedenfalls alles mitgehört und musste mir die Hand auf den Mund pressen, so kurz vorm Platzen war ich. Dann habe ich noch von meinem Handy aus eine einschlägige Pornowebseite besucht und in das Gespräch der beiden eine Pornotonspur eingebunden. Gepriesen sei der Herr für die Erfindung der Pornografie. Ich konnte nur noch das Wort Sünde verstehen und dass man die Mutter informieren werde. Die Tochter wurde panisch und meinte, dass das alles nicht von ihr kommen würde. Diesem Spektakel konnte ich dank meines Türspions wunderbar beiwohnen. Jetzt überlege ich, mir die Zeugen Jehovas sogar aktiv zu bestellen, wenn ich mal einen Tag zu Hause bin.

Beichthaus.com Beichte #00038171 vom 01.05.2016 um 12:01:01 Uhr (7 Kommentare).

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Löwen-Gebrüll aus dem Badezimmer

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Lügen Falschheit Ekel Peinlichkeit Nachbarn

Löwen-Gebrüll aus dem Badezimmer
Ich (m/37) hatte letzte Woche drei Tage lang eine wirklich fiese Verstopfung. Ich war schon echt am Überlegen, mir in der Notdienstapotheke ein Klistier zu holen, als ich Sonntagmorgen endlich ein erlösendes Grummeln im Bauch fühlte. Nachdem ich mir erst einmal ein riesiges Brikett aus dem Kreuz gedrückt habe, merkte ich aber, da kommt noch was. Also drückte ich mir mit beiden Händen je seitwärts auf den Bauch und gab gleichzeitig Druck aufs Ventil. Was da kam, war aber kein weiteres Brikett, sondern ich entließ unter erleichtertem Seufzen mindestens zwei Liter Edelgase in die Freiheit. Das aber nicht geräuschlos, oh nein. Für etwa 10-15 Sekunden kam aus meinem Bad ein Geräusch, das eine Mischung aus dem Gebrüll eines dementen Löwen, einer verrosteten Posaune und poppenden Igeln darstellte, und meine Kloschüssel diente auch noch als Resonanzkörper.

Das Ganze hatte etwa die Lautstärke eines startenden Kampfjets. Naja, ich machte mich sauber, zog ab, reinigte die Schüssel, wusch mir die Hände und wollte mich grade wieder hinsetzen, als es klopfte. Vor meiner Tür stand meine junge Nachbarin, ein draller süßer Wuschelkopf von grade mal 19 Jahren. Dieses Mädel lebt zum ersten Mal alleine und ist sehr leicht zu verängstigen, so hat sie mich schon mehrmals gebeten, sie nachts vom Bus abzuholen oder sie zum Einkaufen zu begleiten, weil bei uns immer ein paar Besaufskis vor dem Supermarkt stehen und einer sie wohl mal angemault hat. Andererseits haben wir auch schon die eine oder andere Nacht verbracht, also stört es mich nicht, den Beschützer zu spielen, aber daher kam sie eben auch dieses Mal zu mir.

Jedenfalls fragte sie mich, ob ich dieses "unheimliche Geschrei" gerade auch gehört hätte. Es wäre voll laut gewesen und hätte echt total böse geklungen und sie habe Angst. Ich sagte ja, irgendwas habe ich gehört, wäre aber wohl vom Hinterhof gekommen, wo mein Bad rausgeht, aber ich wäre im Wohnzimmer gewesen, das zur Straße rausgeht. Sie fragte dann, ob sie reinkommen dürfe. Nach zwei Tassen Kaffee sind wir dann wieder im Bett gelandet. Hätte ich ihr gesagt, ich hätte gerade beinahe die Kloschüssel in die Luft gejagt, wäre sie wohl mit einem seltsamen Blick wieder gegangen.

Beichthaus.com Beichte #00038152 vom 28.04.2016 um 09:34:46 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Wir sind kein gutes Team

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Verzweiflung Engherzigkeit Maßlosigkeit Ex Partnerschaft

Mir (w/23) ist heute ganz plötzlich wieder eingefallen, wieso die Beziehung mit meinem Ex-Freund jahrelang - trotz einiger Schwierigkeiten - so gut funktioniert hat: Wir waren ein Team. Immer. Wir haben alles gemeinsam gemacht und dem anderen alles erzählt, unwichtig oder nicht. Auch haben wir uns stets und ständig abgesprochen, indem man beispielsweise den Partner fragte, ob er Zeit und Lust hat, zusammen auf eine Party zu gehen, bevor man dem Gastgeber zusagte oder gemeinsam plante, wen man zu einem Treffen einlädt. Ich wusste immer über seine aktuelle Gemütslage Bescheid, egal ob es Streit in der Familie gab oder er ein positives Gespräch mit einer Freundin hatte, mit der er zuvor lange keinen Kontakt gehabt hatte. Die Beziehung ging aus anderen Gründen auseinander, worüber ich im Übrigen auch sehr froh bin.


Inzwischen bin ich in einer neuen Beziehung und habe oft das Gefühl, gar nicht zu wissen, was mein Partner treibt oder wie es ihm geht, wenn wir uns nicht sehen können. Natürlich unterhalten wir uns, jedoch haben wir uns selten wirklich etwas zu erzählen. Ich bin mir bewusst, dass ich selbst nicht der gesprächigste Mensch auf der Welt bin, jedoch fühle ich mich manchmal etwas ausgeschlossen. Steht eine Party oder einfach ein Treffen mit Freunden an, werde ich erst gar nicht nach meiner Zustimmung gefragt und erfahre oft auch erst einen Tag zuvor davon, obwohl er schon wochenlang davon wusste. Frage ich ihn beispielsweise nach einem Telefonat, wer denn angerufen hätte oder worum es ging, bekomme ich oft gar keine oder eine blöde Antwort nach dem Motto: das geht dich nichts an. Dabei geht es mir in keinster Weise darum, ihn zu kontrollieren. Entscheidungen trifft er grundsätzlich allein. Jede Information muss ich ihm aus der Nase ziehen.

Versteht mich nicht falsch, ich weiß, dass er es nicht böse meint. Er ist halt ein pragmatischer Typ und oft sind es auch keine wirklich wichtigen Informationen, die er mir vorenthält. Ich liebe ihn sehr und würde ihn um nichts in der Welt eintauschen wollen, doch ich beichte, dass mir dieser Zusammenhalt und die Vertrautheit, die Sicherheit, zu wissen, was im Kopf des Partners vorgeht, manchmal fehlen. Mag sein, dass ich ihm in dieser Hinsicht etwas mehr Freiheiten zugestehen sollte. Er ist schließlich nicht mein Ex und das ist gut so. Ich werde mich morgen dafür entschuldigen, ihn deswegen angezickt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00038046 vom 13.04.2016 um 02:02:27 Uhr (6 Kommentare).

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Spezialitäten aus der Bundeswehrkantine

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Ekel Maßlosigkeit Unreinlichkeit Zivi & Bund Ernährung

Ich arbeite in einer Bundeswehrkantine als Koch. Wir, meine Kollegen und ich, lecken jedes Mal nach einem Spülgang das Besteck ab oder reiben es uns unter die Achseln. Wenn es Gulasch oder einen Eintopf gibt, rotzen wir ständig in den Topf rein, oder ein Kollege hat auch die komische Angewohnheit, sein Smegma in einem kleinen Fläschchen zu sammeln und es dann in den Topf zu mischen. Das ist richtig eklig und ich finde, dass dies ein bisschen zu weit geht. Bei diesen Sachen macht wirklich jeder mit, vom Küchenchef bis zu den Aushilfskräften. Ich habe allerdings echt Angst, dass uns dabei mal einer erwischt - aber es macht einfach viel zu viel Spaß diesen ganzen Lackaffen beim Essen zuzuschauen, während wir uns einen Ast ablachen.

Beichthaus.com Beichte #00038028 vom 10.04.2016 um 10:13:57 Uhr (24 Kommentare).

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“Folge

Du hast sie missbraucht!

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Lügen Vorurteile Boshaftigkeit Missbrauch Gesellschaft

Ich möchte beichten, dass ich es erschreckend finde, wie schnell die Gesellschaft beim Thema "Missbrauch" Leute vorverurteilt und wie schnell man jemanden beschuldigen und sein Leben zerstören kann. Es ist in meinen Augen wirklich ein Machtinstrument, um unbeliebte Menschen loszuwerden. Und besonders Männer sind betroffen. Ich will jetzt Missbrauch nicht gutheißen, wer wirklich solche Taten begeht, gehört auch bestraft, keine Frage. Nur man kann ja heutzutage alleine mit bloßen Anschuldigungen jemanden fertigmachen. Ich möchte hier gerne beim Beispiel eines ehemaligen Freundes bleiben. Er hatte eigentlich ein schönes Leben eine Freundin, zwei Kinder, gutes Einkommen und eine große Wohnung. Nun hat sich aber seine Freundin in einen anderen Kerl verguckt und es gab eben Streit zwischen den beiden. Sie wollte das Sorgerecht für beide Kinder haben, um mit ihrem neuen Kerl woanders hinzuziehen.


Was hat sie gemacht? Sie hat ihn beschuldigt, dass er seine Kinder missbraucht und sie angeblich bedroht hat, keinem etwas zu erzählen und sie deshalb völlig verstört wären. Um die Geschichte etwas abzukürzen: Die Frau hat Anzeige erstattet, die Polizei hat die Wohnung durchsucht und ihn auf die Wache mitgenommen, das hat natürlich jeder mitbekommen. Kurzum, er hat seine Arbeitsstelle verloren, seine Wohnung wurde ihm gekündigt, und auch konnte er kaum noch einkaufen, ohne bedroht oder angefeindet zu werden. Er wurde zwar später von der Staatsanwaltschaft freigesprochen, weil keine Hinweise auf Missbrauch gedeutet haben, aber er hat sich dann das Leben genommen, weil er nicht mehr konnte. Also wenn ihr jemanden loswerden wollt, einfach des Missbrauchs beschuldigen. Das ist einfach nur eine kranke Gesellschaft.

Beichthaus.com Beichte #00038011 vom 08.04.2016 um 16:36:08 Uhr (33 Kommentare).

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