Wien ist anders

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Zorn Aggression Hass Ungerechtigkeit Wien

Ich möchte heute auch etwas beichten und zwar, dass mich die Stadt in der ich lebe, zu einem anderen Menschen macht und ich dadurch viel Mist baue. Meine Vorgeschichte ist relativ kurz, ich wohne seit einigen Jahren in Wien (Österreich), bin nicht in dieser Stadt […]
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Beichthaus.com Beichte #00028533 vom 18.01.2011 um 02:21:24 Uhr in Wien (54 Kommentare).

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Arbeitskollegin auf Männerjagd

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Zwietracht Lügen Falschheit Kollegen Lübeck

Ich (w/20) habe eine Arbeitskollegin, die mir ziemlich auf die Nerven geht. Sie kommt auf die 30 zu und hatte bisher immer nur Pech mit den Männern - kein Wunder. Sie ist nämlich der Typ Mensch, der ständig von sich selbst redet. Die ganze Welt dreht sich um sie. Es ist einfach unmöglich, irgendwas zu erzählen oder zu kommentieren, während sie noch redet, weil sie einfach weiter quatscht und ihre Geschichten mindestens drei mal wiederholt. Sie selbst hat keine Freunde. Vor ein paar Monaten hat sie sich bei einem bekannten sozialen Netzwerk angemeldet, um ausführlicher zu sein, bei einer Jugendcommunity. Sie hat da verschiedene Kontakte aufgebaut, die so ziemlich nur das eine wollen und das auch klar rüberbringen, z.b. durch provokant perverse Fotos. Sie ist aber davon überzeugt, dass die Männer nur auf Macho machen, aber tief im Inneren nach einer festen und ehrlichen Beziehung suchen. Sie chattet maximal drei mal mit jemanden, bevor sie sich mit denjenigen trifft. Das reicht ihr schon, vorher zu telefonieren kommt ihr gar nicht in den Sinn. Nach jedem Chat mit einem Neuen überträgt sie Fotos aus deren Profil auf ihr Handy und läuft wie auf Wolke Sieben durch die Gegend und zeigt es jeden. Sie sagt jedes mal, sie sei verliebt und plant schon die Zukunft mit ihm. Als sie das erste mal wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen wurde und sie zur Arbeit kam, dachte ich, es sei irgendjemand gestorben. Sie hat so bitterlich geweint und konnte nicht darüber reden. Nach zwei Tagen hat sie dann wieder jemanden kennengelernt und alles war vergessen. Ich kann schon gar nicht mehr mitzählen, wie viele Typen es waren.


Nun zu meiner Beichte: Ich Beichte, dass ich ihr jämmerliches Spiel mitspiele. Am Anfang hat sie echt genervt und ich kam schon mit Migräne Abends heim. Irgendwann mal fing ich an, ihr vorzuspielen, total beeindruckt von ihren Stories und voll und ganz ihrer Meinung zu sein, die Männer verändern zu können. Sie fühlt sich total bestätigt in den Sachen. Ich sage ihr immer, das ich total neidisch sei, wenn sie wieder Fotos rumzeigt und das ich sie total beneide. Wenn ein Typ sie wieder abserviert hat, bestärke ich sie darin, den Typen hinterher zu laufen. Sie sei der Meinung, dass die Typen unsicher sind und fängt an zu stalken. Ich habe mir angewöhnt, während sie redet, auf andere Gedanken zu kommen und tue immer so, als ob ich zuhören würde und nicke ständig. In allem was sie sagt, bestärke ich sie und tue so, als sei ich voll und ganz ihrer Meinung und muss mich ständig zurückhalten, nicht in Gelächter auszubrechen. Zwar habe ich keine Migräne mehr, aber sie tut mir Leid und ich nehme mir ständig vor, damit aufzuhören. Aber ständig kommt sie mit irgendwelchen Geschichten, die sind einfach zum brüllen und da kann ich einfach nicht anders. Vergebt mir!

Beichthaus.com Beichte #00028526 vom 16.01.2011 um 21:18:04 Uhr in Lübeck (21 Kommentare).

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“Beichte

Die Flachzangen

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Ignoranz Zorn Hass Kollegen Arbeit

Ich arbeite in der Gastro und habe wirklich sehr viele Kollegen. So an die 80 oder so - und wenn von anderen Niederlassungen angefordert werden, dann sind es bestimmt an die 500. Die meisten kenne ich nicht einmal beim Vornamen. Die Teams werden immer zufällig von […]
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Beichthaus.com Beichte #00028518 vom 13.01.2011 um 21:03:10 Uhr (25 Kommentare).

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Das Spielzeugauto

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Feigheit Ignoranz Ekel Unreinlichkeit Glauburg

Das Spielzeugauto
Vor zwei Wochen war ich im Baumarkt. Meinen Sohn (4 Jahre alt) hatte ich mitgenommen, weil der Baumarkt sein Lieblingsort ist. Er will alle Artikel dort genau erklärt bekommen (stöhn!). Mittendrin musste er aufs Klo. Ich ließ mir an der Information den Schlüssel geben und ging mit ihm aufs Kundenklo. Hose runter, Pippi in die Kloschüssel gemacht. Als wir die Hose hochzogen, klapperte es: eines seiner Spielzeugautos war in die Kloschüssel gefallen. Er hat es gemerkt und verlangte, dass ich das Auto wieder aus der Kloschüssel raushole. Dazu hatte ich keinen Bock, denn die Schüssel samt Abflussrohr war total eingesaut, braune Streifen und so. Deswegen habe ich schnell abgezogen und ihm gesagt, jetzt sei alles weggespült, erledigt. Er heulte auf wie eine Sirene, worauf die Mitarbeiterin von der Information angerannt kam, weil sie dachte, es hätte sich ein Unglück ereignet. Nachdem ich ihr den Sachverhalt erklärt hatte, meinte sie: "Kein Problem!", krempelte sich die Ärmel hoch, fasste in das Abflussrohr, steckte dann bis zur Achsel drin, fingerte eine Weile, sah zu mir hoch, fing an zu keuchen und sagte dann strahlend: "Ich habs!"
Ich bedankte mich überschwänglich, wusch am Waschbecken Hände und Spielzeugauto und machte dann Platz für sie. Sie machte aber nur mit dem Arm ein paar Schwingbewegungen, um die Flüssigkeit abzuschütteln, krempelte sich die Ärmel wieder runter und ging zurück zur Rezeption. Ich möchte mich bei allen Kunden entschuldigen, die ihr danach die Hand schüttelten.

Beichthaus.com Beichte #00028513 vom 12.01.2011 um 19:51:06 Uhr in Glauburg (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Begegnungen mit alten Menschen

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Ignoranz Vorurteile Zorn 50+

Begegnungen mit alten Menschen
Ich (w) bin Studentin im zweiten Semester. Jeden Tag fahre ich circa eine Stunde Zug, um von meinem Heimatort zu meiner Uni zu gelangen. Vorgestern saß ich mit einer Freundin auf einem Vierersitz neben dem Fahrradabteil mit den Klappsitzen. Das Fahrradabteil war komplett leer, bis auf einen jungen Mann. An einer Haltestelle stieg dann ein älterer Mann mit seinem Fahrrad ein, dem ich eigentlich nicht weiter Beachtung geschenkt hätte. Aber der ging ins praktisch leere Fahrradabteil und motzte den jungen Mann, der allein dort saß, an, er sollte (wörtlich!) "Den Arsch bewegen, der Platz ist für Fahrräder reserviert". Kein "Guten Tag", kein "Bitte". Sowohl meine Freundin als auch der junge Mann als auch ich waren erst mal ziemlich fassungslos, da die Reihe gegenüber komplett leer war aber der ältere Herr sein Fahrrad natürlich genau dahin stellen wollte, wo der junge Mann saß. Von dem netten Herrn kam dann noch "Ich hab immer Recht, also mach gefälligst was ich sag!". Der junge Mann stand dann wortlos auf und setzte sich auf die Reihe gegenüber und der freundliche Mensch hatte also "endlich" Platz für sein Fahrrad - und bedankte sich noch nicht mal.
Meine Freundin und ich tauschten Blicke aus und dachten uns unseren Teil. Da hörte ich auf einmal "Da braucht ihr gar nicht so dumm zu gucken!" Verdutzt blickte ich mich um und tatsächlich: Der ältere Herr fixierte uns und diese unverschämten Worte waren an uns gerichtet! Da konnte ich mich endgültig nicht mehr zurückhalten und sagte: "Entschuldigen Sie mal, aber beleidigen lassen muss ich mich nicht! Und ihr Verhalten ist unter aller Sau, Sie hätten den jungen Mann nur freundlich bitten brauchen!" Stand der nette Mann doch im Ernst auf, kam auf uns zu, setzt sich zu uns auf den Vierer und sagt zu mir: "Okay, Mädel, dann werde ich dir das jetzt mal erklären!" Ich darauf: "Danke, ich verzichte. Auf ihre Gesellschaft auch." und meine Freundin und ich wechselten das Abteil.

Für den Rest der Heimfahrt war ich relativ schlecht gelaunt, was sich auch nicht dadurch gebessert hat, dass meine Mutter mich anrief und bat, auf dem Rückweg was aus dem Supermarkt mitzubringen. Als ich dann an der Kasse stand, wurde ich von einer älteren Dame mit zwei Sachen angesprochen: "Darf ich mal vor?". Da ich auch relativ wenig auf dem Band hatte sagte ich "Nein", da ich der Meinung war, dass sich die nette Frau die zwei Minuten auch gedulden kann. Daraufhin knallte sie ihre Sachen aufs Band und fauchte: "Rotzgöre! Was suchst du überhaupt hier? Solltest du nicht in der Schule sein?" In dem Moment hätte ich fast glauben können, dass es heute alle alten Menschen auf mich abgesehen haben. Am Ende meiner Geduld fauchte ich dann: "Ich bin volljährig und Studentin, gute Frau! Und was machen Sie hier? Sollten Sie nicht im Altersheim sein?". Alle an der Kasse inklusive Kassiererin haben sich sehr offensichtlich das Grinsen verkneifen müssen, zudem die nette Dame knallrot anlief und mich anschrie: "Also diese Jugend von heute hat einfach kein Respekt mehr vor dem Alter!". Ich wurde glücklicherweise gerade abkassiert und als ich dann meine Sachen in aller Ruhe eingepackt hatte hab ich der netten Frau noch reingedrückt: "Das Alter hat doch offensichtlich auch keinen Respekt vor der Jugend, warum also sollte es umgekehrt so sein?" und hab den Laden verlassen. Die Alte hat mir dann noch fröhlich hinterhergezetert.

Ich möchte beichten, dass ich mich zwei Mal an einem Tag älteren Menschen gegenüber verhältnismäßig respektlos verhalten habe, was eigentlich absolut nicht meine Art ist. Im Gegenteil, ich habe eigentlich großen Respekt vor älteren Menschen und beschäftige mich auch gerne mit unserer älteren Dame von nebenan. Ich kann es nur einfach absolut nicht abhaben, wenn diese älteren Herrschaften sich jede Frechheit herausnehmen und glauben, sie können sich Jugendlichen oder jungen Erwachsenen gegenüber jede Frechheit erlauben. Richtig Leid tut mir eigentlich nur die Kassiererin, die nach der Aktion im Supermarkt noch die unverschämte Frau am Hals hatte. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00028512 vom 12.01.2011 um 14:11:19 Uhr (58 Kommentare).

Gebeichtet von Verus
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