Der Rosenkrieg meiner Eltern

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Hass Zorn Ungerechtigkeit Familie

Als ich 12 Jahre alt war, ließen meine Eltern sich unter großem Tamtam scheiden. Mein Vater war meiner Mutter mehrmals fremdgegangen und machte auch keinen Hehl daraus, dass sein Grund dafür war, dass meine Mutter in der Ehe 30 Kilo zugelegt hatte. Der folgende Rosenkrieg war gleichermaßen ziemlich gnadenlos von beiden Seiten, und auch irgendwie erbärmlich. Beide Parteien bewarfen sich öffentlich so lange mit Dreck, bis sie sich überall absolut lächerlich gemacht hatten. Natürlich war das eine bescheidene Zeit für mich, ich war haltlos hin- und hergeworfen, und konnte nicht verstehen, wieso die beiden Menschen, die ich neben meiner 5-jährigen Schwester am meisten liebte, sich plötzlich hassten. Sie versuchten, mich gegen den jeweilig anderen auszuspielen, aber nur so lange, bis ich schließlich mit 13 vollkommen aus der Bahn geriet. Ich begann mit Alkohol, Drogen, und Sex. Meine Eltern merkten das natürlich und schoben sich die Schuld gegenseitig zu.

Mittlerweile lebten sie in getrennten Wohnungen, mein Vater hatte zwei Affären und meine Mutter einen neuen Freund. Ich lebte größtenteils bei meiner Mutter, die zunehmend streng, unnachgiebig und unfair mir gegenüber wurde, gleichzeitig meine Schwester aber gnadenlos verhätschelte und bevorzugte. An den Wochenenden war ich bei meinem Vater, der es nicht auf die Reihe bekam, seine Affären, die nichts voneinander wissen durften, vor mir abzuschirmen. Ich merkte natürlich recht schnell, was gespielt wurde, und mein Vater erlaubte mir daraufhin gewisse Freiheiten, wie Rauchen, und ab und an etwas trinken, im Gegenzug dazu, dass ich den beiden Frauen nichts verriet. Meine Mutter versuchte indessen meine Schwester vor meinem Vater fernzuhalten und ihm war das wegen der Umstände ganz lieb.

Ich rutschte allerdings in dieser Zeit immer mehr ab. Meine Drogenkarriere erreichte ihren tragischen Höhepunkt, als ich mir mit 14 auf einer Party versehentlich im Mix mit etwas Alkohol und Marihuana eine Überdosis Koks zog und geistig vollkommen weggetreten war, währenddessen noch von meinem damaligen besten Freund mehr oder weniger vergewaltigt wurde, und schließlich einen Herzstillstand erlitt. Glücklicherweise war eine der Anwesenden Krankenschwester und mein bester Freund bemerkte meinen Herzstillstand rechtzeitig, sonst wäre die ganze Sache wohl anders ausgegangen. Danach wurde ich in eine Klinik für Suchtkranke eingewiesen, wo ich mehrere Monate blieb. Die Situation zwischen meinen Eltern eskalierte allerdings in der Zeit. Meine Mutter verklagte meinen Vater wegen irgendwelcher Unterhaltszahlungen und versuchte, ihm das Umgangsrecht zu entziehen. Sie verhätschelte meine Schwester nun noch mehr und versuchte, mich mithilfe ihres mittlerweile zweiten neuen Freundes, der recht viel Geld hatte, in ein kirchliches Internat abzuschieben.

Solange ich mich weigerte, dahin zu gehen, durfte ich so gut wie nicht mehr raus, nicht mehr Fernsehen - geschweige denn an den Computer, meine Hobbys wurden mir verboten und ich durfte keine Freunde oder Freundinnen mit nach Hause bringen. Schließlich kapitulierte ich vor den Zwängen und ging in das Internat. Dort sollte eigentlich alles besser werden, aber stattdessen wurde es nur noch schlimmer. Der Alltag war geprägt von Mobbing und Hass. Es gab eine Art Gang, die alle anderen einzuschüchtern versuchte und sie bestahl. Wenn die Erzieher nicht hinsahen, gab es schon einmal Handgreiflichkeiten, oder man wurde unter der Gemeinschaftsdusche mit nassen Handtüchern verdroschen, oder von der Gang sexuell belästigt. Die Gang vergewaltigte wohl sogar mal ein Mädchen mit ihrem eigenen Mobiltelefon, aber da war ich glücklicherweise nicht dabei. Ich bettelte in der Zeit regelrecht meinen Vater an, dass er mich wieder aufnahm, obwohl sein Umgangsrecht nach wie vor in der Schwebe war.

Ich beschrieb ihm die Zustände in dem Internat und eines Tages kam er mich endlich holen. Meine Mutter hatte es nach langem Zögern doch erlaubt, wohl weil sie Angst hatte, dass ich wieder zu ihr zurückkommen und ihr neues Familienglück stören könnte. Sie war mit Anfang vierzig noch mal schwanger von ihrem neuen Mann. Ein halbes Jahr nach meinem Weggang wurde das Internat übrigens komplett umstrukturiert und die Mädchen der Gang erhielten Anzeigen und umfangreiche Disziplinarmaßnahmen. Aber da war ich schon längst in der nächsten Misere: Meine neue Stiefmutter war ein Hausdrachen sondergleichen, hatte eine verzogene, stinkend faule Tochter, und konnte mich überhaupt nicht leiden. Außer zum Putzen war ich für nichts gut genug. Meine Stiefschwester durfte sich alle möglichen Freiheiten herausnehmen - ich durfte gar nichts. Ich wurde mit Holz hacken und Hausputz getriezt, während meine Schwester vorm Fernseher hockte und sich einen Ranzen anfraß.

Bei jeder noch so kleinen Verfehlung gab es mächtigen Ärger, meine Stiefschwester konnte indessen regelrecht machen, was sie wollte. Sie kam am Wochenende abends zwei Stunden zu spät und mit einer Alkoholfahne heim, es gab einen Gutenachtkuss für sie und eine kleine Ermahnung. Ich hatte in der Woche ungelogene fünfzehn Minuten Verspätung wegen Blitzeis und bekam wochenlang Hausarrest und eine saftige Predigt. Mein Vater tat nie etwas gegen diese Ungerechtigkeiten. Ich hatte es satt. Als mich meine Stiefmutter zu schlagen begann, war das Maß endgültig voll. Ich verschwand von zu Hause, mit dem Ziel zu meinen Großeltern in einen anderen Teil Deutschlands zu ziehen. Ich trampte und lernte dabei einen äußerst attraktiven jungen Mann kennen, dem ich erzählte, ich sei 19, und machte Urlaub. In Wirklichkeit war ich noch nicht einmal 16. Meine Großeltern nahmen mich vorerst auf, waren bestürzt über meine Geschichte und zeigten deswegen auch sehr viel Verständnis.

Mein Leben verlief bald in geordneteren Bahnen. Ich blieb in Kontakt mit dem jungen Mann, er war übrigens 31, wir dateten uns ein paar Mal, waren auf einer Wellenlänge und schließlich schliefen wir miteinander. Er sah blendend aus, hatte einen tollen muskulösen Körper und gab mir selbst beim Sex das Gefühl von Geborgenheit. Wir begannen eine Beziehung, in der ich ihn allerdings wegen meines Alters anlog. Es stellte sich heraus, dass er Psychologe war und als ich ihm nach einem kleinen Zusammenbruch alles gestand, verließ er mich wider Erwarten nicht, sondern stellte mich einem Kollegen vor. Heute sind wir auf den Tag acht Jahre lang ein Paar, ich studiere selbst Psychologie und habe meine Vergangenheit hinter mir gelassen.

Die Einzige, mit der ich aus der Familie noch Kontakt habe, ist meine kleinere leibliche Schwester, die wegen des Ganzen an Borderline leidet. Durch sie habe ich letztens erfahren, dass meine Mutter an Brustkrebs erkrankt ist und die Prognosen nicht gut sind. Ich beichte, dass ich trotz dieser Tatsache keinesfalls wieder Kontakt mit meinen Eltern aufnehmen werde, dafür sind die Narben, die sie mir seelisch zugefügt haben, einfach zu schlimm.

Beichthaus.com Beichte #00034585 vom 12.12.2014 um 13:29:16 Uhr (18 Kommentare).

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Pech in der Liebe

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Engherzigkeit Verzweiflung Prostitution Hamburg

Leider habe ich mit Frauen kein großes Glück. Vermutlich sehe ich für die Damenwelt nicht gut genug aus - oder es ist, weil ich zu nett bin und auch mal etwas durchgehen lasse. Aus lauter Frust ging ich mal zu einer Prostituierten. Als ich auf ihr lag, konnte ich es kaum glauben, mal einer Dame überhaupt so nahe zu sein. Doch sie schaute immer weg und schloss die Augen. Da es Monate bzw. Jahre später immer noch nicht mit einer Freundin klappt, besuche ich die Prostituierten öfters. Auf einer Webseite kann man die Damen schon im Vorfeld begutachten. Es ist ein Wechselbad der Gefühle, wenn ich bei ihnen bin, zum einen bin ich sehr froh über die netten Gespräche und die Möglichkeit des Besuchs, zum Anderen lasse ich meinen ganzen Hass aus und drücke ihn je nach Frau (z.B. bei Arroganten) auch mal härter rein, bis es ihr wehtut. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00034567 vom 10.12.2014 um 19:04:09 Uhr in 20359 Hamburg (Herbertstraße) (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Prügel für den dicken Jungen

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Aggression Gewalt Boshaftigkeit Hass Ernährung

Als ich (m/22) in der achten Klasse war, spielte sich eine dunkle Zeit in meinem Leben ab. Meine Mutter war stark übergewichtig und aß sehr viel und ich bekam kaum etwas und musste hungrig schlafen gehen. Leider war mein Vater weggezogen, weil er es nicht mehr ertrug, dass meine Mutter immer weiter zugenommen hat. Sie war deshalb frustriert und aß absolut hemmungslos. In der achten Klasse gab es dann allerdings einen ganz dicken Schüler. Er aß immer Unmengen an Schokolade in der Pause und war auch sonst sehr faul. Da ich ein schlechtes Bild von meiner Mutter hatte, entwickelte ich so einen Hass auf Dicke. Es fing damit an, dass ich seine Schokolade in den Dreck geworfen habe und ihm mit Schlägen drohte, wenn er mich verpetzt. Weiter ging es mit körperlicher Gewalt. Erst waren es "Gehfehler", aber nach einer Zeit waren es auch Schläge. Natürlich heimlich. Ich hatte so eine unglaubliche Wut auf ihn. Der traurige Höhepunkt war, als ich den eingeschüchterten Jungen zu mir bestellt habe. Endlich wollte ich meiner kranken Fantasie Ausdruck verleihen. "Keiner darf erfahren, dass du hier bist", sagte ich ihm drohend. Wir gingen dann auf eine Wiese und er war den Tränen nahe. Er fragte mich, was ich mit ihm anstellen werde. Ich brüllte ihn aber nur an, dass er rennen solle!


Schon nach einem kurzen Moment war er außer Puste, welch eine Überraschung! Er keuchte und ich schlug auf ihn ein und schrie, er solle gefälligst weiterlaufen. Aber weit kam er auch dieses Mal nicht. Im Glücksrausch nahm ich einen Stock und schlug damit auf ihn ein, damals war es eine Befreiung für mich. Er war wirklich außer Puste und rannte auch nicht weiter. Langsam sah ich ein, dass ich echt zu weit gegangen war, und sagte ihm, er könne jetzt gehen. Geschockt und mit Tränen in den Augen "rannte" er dann weg. Dann nahmen die Schikanen auch ein Ende und ich ließ ihn in Ruhe. Entschuldigt habe ich mich aber nie, weil ich mich einfach zu sehr geschämt habe, um ihm noch einmal in die Augen zu schauen und Entschuldigung zu sagen. Ich trage das schon so lange mit mir herum und leide richtig. Ich war ein furchtbares Monster. Es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00034540 vom 07.12.2014 um 21:36:48 Uhr (13 Kommentare).

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Verfängliche Karikaturen

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Fremdgehen Hass Ehebruch Rache

So, jetzt ist es raus, mein Mann hat mich (w/41) vermutlich seit mehreren Jahren betrogen. Die Frechheit ist, dass ausgerechnet unsere Dame für Stadtentwicklung, die bei uns auf der Gemeinde arbeitet, ihn verführt hat. Warum das so schlimm ist? Er arbeitet auch auf dem Rathaus und ich ebenfalls. Vor zehn Tagen hat er einfach seinen Koffer gepackt und meinte, dass unsere Ehe schon seit Jahren nicht mehr läuft. Mir ist das gar nicht aufgefallen - okay, die Intimitäten sind zurückgegangen, aber mehr eigentlich nicht. Kinder waren für uns nie ein Thema. Ich habe ihn angefleht, zuerst mit mir zu reden, aber er meinte nur, dass er darauf jetzt schon viele Jahre wartet und dass es jetzt zu spät sei. Er nannte mich blind, weil ich die Zeichen nicht erkannt habe. So, dann war ich erst einmal bedient. Wut, Zorn und Schmerz mischten sich, ich brauchte das ganze Wochenende, um wieder klar im Kopf zu werden.


Er kam nicht zur Arbeit, sondern hatte eine Woche Urlaub eingereicht. Diese Zeit hat er wohl genutzt, um sich bei seiner neuen Schlampe häuslich einzurichten. Er hat mich dann angerufen und wollte sich mit mir zum Essen treffen, damit alles Weitere besprochen werden kann. Ich bin natürlich nicht hingegangen. Am nächsten Tag folgte ein weiterer Anruf, dabei habe ich ihn angeschrien und gesagt, dass es Kontakt nur noch über den Anwalt gibt - dort hatte ich vorsorglich bereits vorgesprochen. Am gleichen Abend habe ich meine Kündigung in den Briefkasten der Gemeinde geworfen. Ich bin zurzeit krankgeschrieben und schaue mich nach einem neuen Arbeitgeber um, was nicht sehr schwer werden dürfte.


Aber jetzt kommt der Hammer. Heute Vormittag klingelte es bei mir an der Tür. Besagte Kollegin von der Stadtentwicklung stand vor der Haustür. Sie erklärte mir, dass mein Mann und sie jetzt zusammenwohnen, und bat mich inständig, ruhig zu bleiben. Sie wollte dann anfangen zu erklären. Er mit dieser hässlichen, flachbrüstigen eingefallenen Schachtel, die sogar noch zwei Jahre älter ist als ich. Mir blieben die Worte im Hals stecken. Ich schlug ihr die Tür vor der Nase zu und schrie zum Fenster hinaus, dass mein Anwalt auch für Miststücke zuständig sei. Mein Ex hatte immer einen Hang zur Karikatur. Er zeichnete immer in seiner Freizeit. Wenn er auf seinen Chef, also unseren Bürgermeister, wieder wütend war, hat er ihn gezeichnet. Er hat dafür mehr als ein Talent. Manche Zeichnungen waren Nacktkarikaturen mit einem Lineal im Hintern, manche zeigten wiederum, wie er vollgefressen auf dem Schreibtisch schläft - oder auch mit einer Flasche Bier in der Hand. Toll, diese Bilder hatte er im Wohnzimmerschrank liegen lassen. Jetzt liegen sie im Briefkasten unserer Gemeinde, unterschrieben von mir, natürlich leserlich mit seinem Namen.

Beichthaus.com Beichte #00034489 vom 03.12.2014 um 19:50:13 Uhr (14 Kommentare).

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Die dicke Verlobte und die Pizza

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Völlerei Maßlosigkeit Boshaftigkeit Ernährung

Wir, ein männlicher Freundeskreis im besten Alter, haben unmoralisch gehandelt und eventuell Beihilfe zur Aufhebung einer Verlobung geleistet. Was passiert ist? Wir, das sind drei Freunde, die nach langen Beziehungen ihre Freiheit voll und ganz ausgekostet haben, während unser vierter Freund noch "glücklich" in seiner Beziehung gefangen war. Es begab sich nun also, dass unser Lebensstil natürlich auch Begehrlichkeiten bei unserem "Vergebenen" geweckt hat - wieder frei sein, wieder Spaß haben. Aber warum? Wir alle haben die glücklichen Zeiten und den Beginn mitbekommen, als er seine superschlanke Freundin kennengelernt hat und alles gepasst hat. Nach und nach, wie das nun leider mal läuft, konnte er sich dem domestizierenden Verhalten seiner Freundin nicht erwehren. Und so lebten sie Jahr für Jahr immer abgeschiedener in ihrer eigenen kleinen heilen Welt - fernab von uns. Sah man sie noch anfänglich bei unseren gemeinsamen Aktivitäten, so änderte sich das alsbald und sie verschwanden von unserer Bildfläche. Eine Situation, mit der wir uns arrangieren konnten. Der Kontakt blieb bestehen, war aber nicht mehr so intensiv und nur noch durch das gemeinsame Hobby gegeben.


Durch einen Zufall begegneten zwei von uns ihm auf einem Fest. In der Erwartung, dass auch seine Verlobte anwesend sei, schauten sich die beiden um und fragten sich, wo sie denn sei, bis ein "Hallo Jungs" aus dem Hintergrund kam, das sie nicht zuordnen konnten. Warum sie das nicht konnten? Das "Hallo Jungs" kam von einer unglaublich dicken Frau. Es dauerte einen kurzen Moment, bis sie realisierten, wen sie da vor sich hatten. Es war die besagte - und in der Vergangenheit superschlanke - Freundin. Geschockt ob der Tatsachen brachte keiner einen Ton heraus. Nach einiger Zeit und dieser monströsen Verwandlung, die uns alle beschäftigte, mussten wir ihn darauf ansprechen. Es war, als öffnete sich nun das Höllentor - alles brach aus ihm heraus. Obwohl er mit der Situation unglücklich war, wollte er sie und die Beziehung nicht aufgeben. Gemeinsam besprach man das weitere Vorgehen und wir wurden über ihre tägliche Nahrungsaufnahme informiert und seine Versuche, das in normale Bahnen zu lenken. Pizza Spaghetti Carbonara war eines der vielen Highlights, bei denen wir nicht wussten, ob wir Lachen oder Weinen sollen. Es vergingen wieder Monate und frustriert musste er feststellen, dass er nicht einmal durch das Vorleben eines gesunden Lebensstils etwas verändern konnte. Bei uns führte das schon früher zu Galgenhumor.


Kommen wir also nun zu unserer Beichte: Im Angesicht dieser Maßlosigkeit und der Unabänderlichkeit dieser Situation kam uns beim Vortrinken eine teuflische Idee, die uns den Abend versüßen sollte. Wir wollten ihr etwas "Gutes" tun und so riefen wir eine der großen Pizzabestellseiten auf und bestellten die abartigste und fettigste Pizza, die es je gegeben haben muss: Hackfleisch, extra Käse, Creme Fraiche, Salami, Speck, Bolognese, BBQ-Sauce, Käserand - natürlich auch extragroß. Dazu gab es Pizzabrötchen mit Salami und Käse und der dreifachen Portion Kräuterbutter. Bezahlt wurde natürlich im Voraus und ab da malten wir uns, reichlich angeheitert, alle möglichen Szenarien aus. Wir warteten gebannt auf die Meldung unseres Freundes und die Reaktionen - leider blieb diese aus, diesen "Erfolg" wollte er uns nicht gönnen. Das Einzige, was bei uns mit wochenlanger Verzögerung ankam: Die Pizza und die Pizzabrötchen wurden wohl genüsslich von ihr gegessen. Das wiederum hat ihr wohl den Todesstoß gegeben, er hat keine Zukunft mehr mit ihr gesehen und wenig später war die Verlobung aufgelöst. Wir beichten also, dass wir eventuell den letzten Tropfen Öl ins Feuer gegossen haben, um eine Verlobung auf ungewöhnliche Art und Weise aufzulösen - durch eine Pizza. Man möge uns vergeben und ihr hoffentlich die Kraft schenken, wieder auf den richtigen Pfad zu finden. Das ist aber nun nicht mehr unsere Sache.

Beichthaus.com Beichte #00034446 vom 28.11.2014 um 18:01:30 Uhr (28 Kommentare).

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