Einschlafen mit Bob Ross

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Peinlichkeit Verzweiflung Last Night

Einschlafen mit Bob Ross
Ich (w/20) habe schon seit knapp zwei Jahren ziemliche Schlafprobleme. Ganz egal, wie früh ich auch aufstehe, ich kriege es einfach nicht gebacken, abends vor drei oder vier Uhr morgens einzuschlafen. Dabei bin ich zum Teil eigentlich auch echt müde, aber ich schlafe einfach nicht ein. Stattdessen liege ich nur stundenlang im Bett rum und langweile mich. Manchmal bin ich aber auch so frustriert, dass ich einfach nur heule und mich wütend hin und her werfe, weil ich einfach so sauer auf mich selbst und meine Unfähigkeit zu schlafen bin. Ich meine, morgens klappt es doch auch! Da brauche ich nur auf meinen Wecker hauen, um fünf Minuten länger dösen zu können, und ZACK, bin ich wieder eingeschlafen und wache erst Stunden später auf, dann natürlich viel zu spät. Aber Abends? No way. Egal, was ich ausprobiert habe - Beruhigungstee, warme Milch, irgendwelcher Baldrian-Mist - nichts, aber rein gar nichts hat geholfen.

Ich war also eigentlich schon am Rande des Wahnsinns, als ich Ihn entdeckt habe: meinen ganz persönlichen Helden und Retter in Not. Bob Ross. Ich kann das gar nicht so richtig in Worte fassen, wie das für mich war, als ich seine phänomenale Wirkung auf mich entdeckte. Ich klickte lustlos irgendwelche Videos auf Youtube an, als mein Blick auf die Empfehlungen rechts an der Leiste fiel. Ein "Joy of Painting" - Video von Bob Ross, 26 Minuten lang. Ich weiß nicht, was mich geritten hat, aber ich dachte mir "Na gut, was soll's. Wenn du schon nicht schlafen kannst, kannst du ja wenigstens irgendwas nützliches mit der Zeit anstellen und Malen lernen oder so."
Ich klickte das Video also an und war auf der Stelle verzaubert. Diese beruhigende Stimme. Diese netten, belanglosen Aussagen. Dieses wunderbar sanfte Gerede über irgendwelche Wolken, die da und da "leben" und dieses Kichern, wenn er seinen Pinsel abschlug. Ich war sofort verliebt. Und fiel nach knapp zehn Minuten in einen tiefen Schlaf. Seitdem schlafe ich perfekt. Ich brauche nur meine tägliche Dosis Bob Ross und alles ist gut. Das einzige Problem ist nur - ohne ihn kann ich einfach gar nicht mehr schlafen. Wann immer ich jetzt also bei meinem Freund übernachte oder bei irgendeiner anderen Freundin bin, muss ich also warten, bis sie eingeschlafen sind, damit ich heimlich auf meinem Handy Bob Ross hören kann. Mir wäre es viel zu peinlich, zuzugeben, dass ich so abhängig von diesem Typen geworden bin, dabei habe ich mir alles auf das Handy geladen, was ich von ihm finden konnte. Mittlerweile habe ich alle Folgen durch und jetzt höre ich mir die gleichen Folgen einfach immer und immer wieder an. Ich kann sie eigentlich schon auswendig. Eigentlich wäre das alles nicht wirklich schlimm, aber seit neuestem flüstere ich den Text auch noch mit. Ich finde das irgendwie gruselig und habe echt Angst, dass jemand herausfindet, dass ich nachts im Bett liege und "clouds are very free" vor mich hinwispere wie so eine verrückte Alte.

Beichthaus.com Beichte #00031101 vom 29.04.2013 um 21:15:21 Uhr (48 Kommentare).

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The Ring & The Shining

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Betrug Peinlichkeit Feigheit Medien

The Ring & The Shining
Ich (w/24) möchte beichten, dass ich mir durch regelmäßigen Genuss diverser Horrorfilme mein Nervenkostüm ziemlich zerrüttet habe. Bereits in der frühen Teenagerzeit, geschätzt ab einem Alter von elf Jahren, übten diese Filme eine besondere Anziehungskraft auf mich aus. Mit fortschreitendem Alter bekam ich dann öfters die Gelegenheit, mich auf diese Art gepflegt zu gruseln - notfalls auch im Kino durch Manipulation des Geburtsdatums im Schülerausweis. Blöderweise bin ich aber von Natur aus eigentlich eher sensibel und schreckhaft veranlagt, sodass auf den Genuss eines dieser Filme meist mehrere schlaflose Nächte und verschiedene paranoide Einbildungen folgten. Beispiele sind: Bevor ich abends ins Bett gehe, schaue ich mindestens zweimal vorher nach, ob ein Monster drunter liegt. Der Blick in den Spiegel wird seit dem Erscheinen von "Mirrors" auch von leichtem Unbehagen begleitet.

Gehe ich nachts ins Bad, muss der Duschvorhang geöffnet sein, es könnte ja die Wasserleiche aus "The Shining" plötzlich in der Badewanne liegen. Dieser Film hat mich übrigens besonders verstört, sodass ich das Bad nachts manchmal auch komplett abschließe. Den Fernseher habe ich schon 2002 aus dem Schlafzimmer entfernt, nachdem ich "The Ring" gesehen hatte. In den Keller gehe ich auch nur, wenn ich es unbedingt muss. Und ist mein Freund abends nicht da, mache ich überall das Licht an, sowie den Fernseher und Musik. Und ich grusele mich dann trotzdem noch. Alles in allem ist mir das Ganze sehr peinlich. Da das Problem aber nur besonders ausgeprägt ist, wenn ich alleine bin, ist bis jetzt noch niemand hinter mein Geheimnis gekommen. Die Beichte ist vielmehr, dass ich auch in Zukunft nicht aufhören werde, diese Filme zu schauen. Dafür gucke ich sie einfach zu gerne.

Beichthaus.com Beichte #00031100 vom 29.04.2013 um 10:15:28 Uhr (36 Kommentare).

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Sehenden Auges in die Krankheit

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Maßlosigkeit Selbstverletzung Ernährung Regensburg

Ich (w/20) war lange Zeit extrem übergewichtig. Ich war während meiner Pubertät von schlimmen Gefühlsschwankungen geplagt - die meisten Mädchen werden das wohl kennen - und habe sie durch übermäßiges Essen versucht zu kompensieren. Damals habe ich bei einer Größe von 1,78 Meter über 90 Kilo gewogen und ein Ende war nicht in Sicht. Mit 17 Jahren habe ich einen unglaublich tollen Jungen kennengelernt. Er war der erste, der mich so sah, wie noch niemand zuvor: als die schöne junge Frau, die ich wohl irgendwo unter der Oberfläche die ganze Zeit gewesen war. Ich habe mit seiner Hilfe und angespornt durch seine Liebe über 20 Kilo abgenommen, ich stehe in der Blüte meines Lebens und werde endlich von der Gesellschaft voll akzeptiert. Wir sind jetzt seit drei wundervollen Jahren zusammen, wir sind glücklich und planen momentan unsere Hochzeit. Alessandro, ich liebe dich und will dich um jeden Preis heiraten.


Bis dahin wäre es eine wundervolle Geschichte, nicht wahr? Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan. Nun aber zu meiner Beichte: Obwohl mir mein Freund jeden Tag sagt, dass ich schön bin, bin ich nicht zufrieden mit meinem Körper. Mein Kopf kann den Gedanken nicht lassen, dass jedes Gramm Fett, jedes Stückchen Schokolade, jedes Eis im Sommer, jedes Plätzchen zur Weihnachtszeit Gift ist und strikt vermieden werden sollte. Ich arbeite als Krankenschwester in einer Kinderklinik, bin den ganzen Tag nur am Laufen und gehe nach der Arbeit noch Joggen. Ich war seit einem Vierteljahr nicht mehr bei meinen Eltern, weil da jedes Mal aufgekocht wird, dass man eine ganze Armee verköstigen könnte. Und und und. Ich bin auf dem besten Weg, sehenden Auges in eine Essstörung zu laufen. Und ich kann es niemandem sagen.

Beichthaus.com Beichte #00031099 vom 28.04.2013 um 22:15:09 Uhr in Regensburg (19 Kommentare).

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Ich liebte einen verheirateten Mann

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Ehebruch Liebe Selbstsucht München

Ich war vor ein paar Jahren in der Reha. Eigentlich hatte ich schon seit drei bis vier Jahren den Männern abgeschworen. Aber dann traf ich ihn! Es war unglaublich. Noch nie zuvor hatte ich so etwas empfunden. Er hat mich akzeptiert, respektiert und begehrt, genau so, wie ich bin. Wir haben uns nach einander gesehnt. Es hat einfach alles gepasst. Ich habe ihn geliebt obwohl wir nur ein paar Wochen hatten. Ihm ging es erst nicht gut, doch als wir uns kennenlernten, blühte er richtig auf. Die Ärzte meinten, egal, was es ist, er solle es genau so weiter machen. Bis zur letzten Woche, da ist er um zehn Jahre gealtert, weil er sich nicht zwischen Kopf und Herz entscheiden konnte.


Er ist ein Kopfmensch. Es ging nicht um Sex, weil den hatten wir nicht. Der Grund war seine Frau. Er war verheiratet und hat zwei Kinder. Er wollte sie nicht endgültig betrügen, weil er sie nicht noch mehr verletzen wollte, als er es schon getan hatte. Sie hatte wohl schon was von uns geahnt. Wobei seine Vorgehensweise natürlich Quatsch ist, weil betrogen hat er sie ja sowieso. Sie haben sich über die Jahre auseinandergelebt. Er wollte sich aber der Kinder wegen nicht trennen. Dieser Mann bedeutet mir heute noch viel. Es gibt kaum Tage, an denen ich nicht an ihn denke. Aber ich habe immer noch ein unglaublich schlechtes Gewissen seiner Frau gegenüber. Ich mache so etwas normal nicht, aber er war es einfach! Ich erwische mich heute noch dabei, ihn zu suchen. Liebe Ehefrau, es tut mir leid, aber ich habe Ihren Mann geliebt!

Beichthaus.com Beichte #00031098 vom 28.04.2013 um 21:16:06 Uhr in München (Offenbachstraße) (11 Kommentare).

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Meine unausstehliche Kollegin

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Verrat Zorn Arbeit Hofgeismar

Meine unausstehliche Kollegin
Ich (w/28) habe dafür gesorgt, das einer Kollegin fristlos gekündigt wurde. Ich arbeite in einer Gemeinschaftspraxis und vor einiger Zeit schied eine gute und liebe Kollegin aus, weil sie schwanger wurde und sich danach auch nur noch ihrem Kind und ihrer Mutterrolle widmen wollte. Der Chef stellte daraufhin eine neue Kollegin ein, die sich von Anfang an absolut nicht ins Team einfügen wollte. Ständig machte sie uns Vorhaltungen, dass wir dieses oder jenes anders machen sollten, dass ihre früheren Kolleginnen alle viel effizienter gearbeitet hätten und wollte uns ständig ihre Meinung aufzwingen. Am Anfang haben wir wirklich noch versucht mit ihr zu reden und uns ihre Vorschläge anzuhören, wenn man lange irgendwo arbeitet wird man schließlich Stallblind und offen für Neues sollte jeder sein. Aber zum Teil schlug sie solchen Unsinn vor, dass wir nicht darauf eingehen konnten. Aber anstatt mal ein Nein zu akzeptieren, diskutierte sie immer weiter.

Das ging soweit, dass sie einem den ganzen Tag hinterherrannte und immer wieder mit dem gleichen Thema anfing. Eines Tages fing sie dann damit an, uns vorzuwerfen wir würden ihre Arbeit manipulieren und sabotieren. Sie griff eine Kollegin sogar so mit Worten an, das diese anfing zu weinen. Bei den Patienten war sie auch alles andere als beliebt. Null Feingefühl, patzige Anworten und nicht selten begann warf sie mit richtig üblen Schimpfwörtern um sich. Unsere Chefs bekamen davon wenig mit oder sagten nichts dazu, die Stimmung im Team wurde immer schlechter, jeden Tag gab es Streit und Gezänk mit ihr. Eines Tages warf sie mir dann vor, absichtlich Sachen vor ihr zu verstecken und behauptete, Ich würde Sie mobben. Daraufhin hab ich zu ihr gesagt, dass ich so etwas noch nie getan hätte, aber ich könne ja mal damit anfangen und bin am selben Abend noch zum Chef gegangen und hab ihm alles, wirklich alles, das diese paranoide Ziege in der Praxis über Monate so verbockt hat, aufgetischt. Jede Beschwerde von Patienten, jeden Fehler.

Ja, ich habe gepetzt, ich gebe es zu, etwas anderes war das nicht. Am nächsten Tag musste die Kollegin zum Chef ins Büro, Ergebnis: Fristlose Kündigung! Ich war geschockt, ich hatte ehrlich gesagt erst mit einer Abmahnung gerechnet, damit sie sich mal am Riemen reißt, aber gleich der Rauswurf? Im Nachhinein tut mir die Sache ziemlich Leid.

Beichthaus.com Beichte #00031094 vom 29.04.2013 um 00:26:45 Uhr in 34369 Hofgeismar (Oberer Graben) (29 Kommentare).

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