Brennende Türme im Krankenhaus

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Dummheit Vandalismus Kinder

Als ich (m) ungefähr 12 Jahre alt war, kam mein Vater ins Krankenhaus - wegen eines Arbeitsunfalls. Ein paar Tage später kam zufällig der Vater meines Kumpels aus der Klasse ebenfalls in dasselbe Krankenhaus. Das Krankenhaus war ungefähr 40 Kilometer von unserem Wohnort entfernt und wir fuhren dann fast jeden Tag, nachdem wir von der Schule kamen, gemeinsam dorthin, da beide noch viele Monate dort sein würden. Anfangs war es sehr langweilig dort, aber mit der Zeit liefen wir gemeinsam durch das Krankenhaus und erkundeten erst einmal alles, was es dort so gab. Es gab dann halt auch ein Stockwerk, das meistens leer war, da dieses für Konferenzen usw. genutzt wurde. Wir sind dann ab und zu dort hochgegangen und haben ein bisschen Scheiße gebaut, wie man es von kleinen Jungs halt kennt, aber nichts beschädigt oder so etwas.


Wir fanden dann auch heraus, dass das Desinfektionsmittel in den ganzen WCs sehr schön brannte, dazu komme ich später. Das Krankenhaus hatte einen Hinterhof mit Garten, da gab es auch einen Holzturm mit einer Rutsche und unten in dem Turm konnte man sich halt hinsetzen und an der Seite hochklettern. Eines Tages gingen unsere beiden Mütter vor dem Krankenhaus erst einmal einkaufen und wir haben dann beide je einen großen, leeren Milchkarton (in den zehn Milch-Packungen passen) genommen und mit den Werbeblättern des Ladens gefüllt. Im Krankenhaus angekommen ging es ins leere WC und dort haben wir ein paar Flaschen Desinfektionssmittel eingepackt. Wir sind dann in den Holzturm, haben unsere Kartons mit dem Mittel eingesprüht und ein kleines Lagerfeuer gemacht. Jetzt kommt es zur Beichte: Wir sind dann aus Angst, dass uns jemand gesehen hat, schnell abgehauen. Als wir am nächsten Tag ankamen, war der Spielplatz abgesperrt und wir konnten nicht glauben, was wir da sahen.


Der halbe Turm war weg. Einfach verbrannt. Wir hatten ziemlich Angst, dass man uns erwischt, und haben uns lange Zeit nur in den Zimmern unserer Väter aufgehalten. Nach ein paar Monaten wurden sie entlassen und wir waren nie wieder dort. Mir tut es leid, dass wir als Jungenstreich das Eigentum des Krankenhauses zerstört haben und wenn ich könnte, würde ich es aufhalten, da mich mein Gewissen lange Zeit sehr geplagt hat. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00036905 vom 23.10.2015 um 21:20:39 Uhr (2 Kommentare).

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Chaos in der Kindheit

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Dummheit Neugier Schamlosigkeit Kinder

Als Kind habe ich mit meiner besten Freundin immer unglaublichen Mist gebaut. Klingelmännchen, Leute verscherzen. Einmal haben wir uns, dumm wie wir waren, nackig im Garten an den Turnstangen gefilmt, mit der Kamera, die ihrem Papa gehörte - ein Glück, dass er nicht deswegen rechtlich belangt wurde. Etwas besonders Schlimmes taten wir an einem langweiligen Nachmittag: Da bei ihrem Haus die Hintergärten in der Straße an die Hintergärten der Parallelstraße grenzten, konnte man einfach mit etwas Mühe über den Zaun steigen und in die Nachbarsgärten. Wir haben dann unbemerkt Spielhäuser demontiert, Solarlampen aus der Erde gezogen und Gegenstände der einen Nachbarn in die Gärten der anderen gelegt. Also nichts zerstört, aber vollkommenes Chaos angerichtet. Wir haben Tränen gelacht und uns fast in die Hosen gemacht, bei der Vorstellung was die Leute sagen würden. Als ich dann abends schon zu Hause war, sind die Nachbarn wohl von Haus zu Haus gegangen, um zu fragen, ob jemand etwas gesehen hatte, weil randaliert worden wäre. Die Eltern meiner Freundin wussten natürlich von nichts und haben deswegen auch nichts sagen können.


Am Ende wurde es auf eine Horde trinkender Teenies geschoben, die jemand aus der Nachbarschaft gesehen hatte. Heute weiß ich, dass das total falsch war, obwohl nichts kaputt gegangen ist und mir tun auch die Teenies leid, die danach sicher Ärger bekamen, obwohl wir Fünftklässler den Mist gebaut hatten. Dennoch irgendwie eine glorreiche Erinnerung, bei der ich etwas schmunzele - auf die Idee, dass die Gärten ja von außen gar nicht zugänglich waren und es deshalb schlicht jemand aus den Nachbargärten gewesen sein muss, ist damals einfach niemand gekommen. Der Kontakt zu der Freundin ist leider vor Jahren durch schulische Gründe abgerissen.

Beichthaus.com Beichte #00036898 vom 23.10.2015 um 00:05:04 Uhr (7 Kommentare).

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Schande über den Baumfesslerclub

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Verrat Engherzigkeit Schamlosigkeit Schule Kinder

Ich (m/21) und meine Freunde waren damals alle so etwa acht Jahre alt und hatten in der Grundschule unseren Baumfesslerclub. Um Mitglied zu werden, musste man sich mit den Händen an einem Zaun festhalten und dann genug Kraft aufbringen, um mit den Beinen rückwärts einen Baum, welcher ganz nah an besagtem Zaun stand, hoch zu laufen, bis man etwa einen 90-Grad-Winkel zum Baum erreicht hat. Das Ganze hört sich bescheuert an und ist es auch. Auf jeden Fall war im Baumfesslerclub der Name Programm. Wir schnappten uns die Erstklässler und fesselten diese mit Springseilen - und was eben so herumlag - an Bäume. Das war ja an sich immer ganz witzig, bis wir eines Tages den kleinen Bruder eines Freundes an einen Baum fesselten und die Fesseln nicht mehr aufbekamen. Es war bereits Herbst und die Temperaturen waren bereits im einstelligen Bereich. Nach unserer 15-minütigen Pause hatten wir ihr immer noch nicht losbekommen und aus Angst, eine Strafe für eine eventuelle Verspätung zu bekommen, überließen wir ihn seinem Schicksal.


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Bis heute weiß ich nicht, wer ihn schlussendlich losgebunden hat, geschweige denn, wann es jemandem auffiel, dass ein Erstklässler an einen Baum gefesselt war. Ich habe ihn nun ewig nicht mehr gesehen und ich bezweifle, dass er das noch weiß, er war etwa fünf oder sechs Jahre alt. Sollten aber nun bei jemandem traumatische Erinnerungen wach werden, so tut es mir ehrlich leid, dass wir dich in der Kälte frieren ließen. Wir haben an diesem Tag Schande über den Baumfesslerclub gebracht.

Beichthaus.com Beichte #00036870 vom 19.10.2015 um 05:34:03 Uhr (11 Kommentare).

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Warum gibt es keine gerechte Strafe für Kinder-Vergewaltiger?

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Hass Verzweiflung Aggression Missbrauch Kinder Münster

Vor zwei Tagen habe ich erfahren, dass die Enkelkinder der guten Freundin meiner Mutter sexuell missbraucht wurden. Ihre Enkelin ist 6, ihr Enkel 8, und beide leiden unter einer geistigen Spätentwicklung. Es sind zwei herzige, liebe, unschuldige Kinder. Als sie in der Nähe ihres Hauses spielten, kamen mehrere 12- und 13-jährige Nachbarsjungen, und zwangen sie, zusammen mit ihnen in einen nahe gelegenen Wald zu gehen. Diese abartigen Kreaturen missbrauchten die beiden, das Mädchen musste ihnen einen blasen, und übergab sich dabei. Das war den Jungen egal, sie zwangen sie, weiterzumachen. Mehr Einzelheiten möchte ich nicht nennen. Dies geschah zwei Mal, bis die beiden Opfer sich trauten, ihrer Großmutter davon zu erzählen. Diese rief die Polizei, doch da die Täter strafunmündig sind, haben diese Taten quasi keinerlei Folgen für sie. Die Psyche dieser armen Kinder ist für ihr Leben zerstört! Ich war und bin so außer mir! Ich habe mit diesen Kindern gespielt! Das Justizsystem in Deutschland ist schlichtweg ungenügend, lächerlich, es gilt Täter- und nicht Opferschutz. Selbstjustiz wird geradezu heraufbeschworen.


Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Als ich davon erfuhr, wollte ich die Täter am liebsten ausfindig machen und sie eigenhändig mit einem stumpfen Messer ohne Betäubung kastrieren. Ich bin selbst ein wenig schockiert, welche Fantasien sich da noch in meinem Kopf abspielten. Von Foltern bis Erhängen. Ich bin eigentlich ein sehr sozialer, friedfertiger Mensch. Doch von Kreaturen, die sich an wehrlosen Kindern vergreifen, bin ich zutiefst erschüttert und angewidert! Ich weiß aber, dass ich nicht das Recht habe, ein Urteil über andere zu fällen, oder gar Rache zu üben. Ich will mir gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn jemand so etwas mit meinen Nichten tun würde! Doch ich bemühe mich, mich zu beruhigen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036853 vom 16.10.2015 um 11:47:57 Uhr in 48149 Münster (Orleans-Ring) (33 Kommentare).

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“Beichte

Rassistische Hinterwäldler

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Vorurteile Zorn Rache Nachbarn

Ich (m/28) habe mir vor einem Jahr, in einem netten Vorort ein nettes Häuschen gekauft. Viel Freude hatte ich damit zunächst nicht, denn ich bin aufgrund meines Berufs unter der Woche eigentlich immer unterwegs. Nach knapp drei Monaten hielt ich es für angebracht, meinen Geburtstag und die Einweihung des Hauses zusammenzulegen und eine kleine Party zu feiern. Ich habe meine Nachbarn vorgewarnt, dass es lauter werden kann und diese auch zur Party eingeladen. Von denen jedoch keiner kam. Nach einer eigentlich recht ruhigen Party, zeigte sich jedoch, dass ich es mit knallharten Hinterwäldler-Rassisten zu tun habe. Den zweiten Beigeordneten des Ortes, der wie ich Unternehmensberater ist, kannte ich zufällig aus einem größeren Beratungsprojekt. Der berichtete über massive Beschwerden aus der Nachbarschaft - es würden ständige laute Partys gefeiert werden, Autos meiner Freunde würden laut tönend die Straße hoch und runterrasen und mein Vorgarten wäre komplett zugemüllt. (Zugegeben, er hat mehr Liebe verdient, aber zugemüllt ist er nicht!) Und warum "So etwas hier überhaupt ein Haus bekommt". Nun ich bin marokkanischer Herkunft, was den Nachbarn wohl sehr zuwider war, diese haben in ihren Beschwerden alle Klischees aus den Nachrichten und dem Internet aufgegriffen und dem Bürgermeister auf den Teppich gekotzt. Diese Beschwerden würden wöchentlich dort eingehen, wurde mir berichtet.


Ich war danach erst einmal drei Wochen in Bern. Einige Nachbarn habe ich sogar darauf angesprochen, jedoch wusste natürlich keiner etwas von irgendwelchen Beschwerden. Typische deutsche Vergesslichkeit, was solche Themen betrifft, dachte ich mir nur. Zu meiner Beichte: Nachdem ich die Klischees angedichtet bekommen habe, sah ich mich gezwungen, diese auch zu bestätigen. Ich habe tatsächlich laute Partys gefeiert und habe dann, als erwartungsgemäß die Polizei gerufen wurde, meine gesamte Partygesellschaft in den Keller geschickt und die Musik ausgemacht. Die Polizei fand jedes Mal einen ruhigen, alleinstehenden Mann vor. Zwei Mal tat ich sogar so, als wurde ich gerade aus dem Schlaf geklingelt. Das passierte drei Wochenenden aufeinander, mehrere Male in der Nacht. Die Polizei unterstellte, ohne mein Zutun, der Nachbarschaft den besagten Rassismus und teilte mir mit, dass der Anrufer nun ernsthafte Schwierigkeiten bekommen würde. Ich weiß, dass das nicht edel ist, aber so einen Rassismus habe ich in meiner Heimatstadt nie erlebt. Ich habe in einem gemischten Viertel gewohnt, in dem alle miteinander auskamen - ohne Vorurteile. Irgendwie muss man sich ja wehren, gleichwohl tun mir die unschuldigen Nachbarn leid, wegen denen ich auch um Entschuldigung bitte.

Beichthaus.com Beichte #00036850 vom 16.10.2015 um 00:16:40 Uhr (19 Kommentare).

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