Die Wollmütze am Bahnhof

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Ekel Boshaftigkeit Vandalismus Unreinlichkeit Bahn & Co. Bremen

Vor ungefähr zehn Jahren war ich (m/28) mit ein paar Freunden am Wochenende in Bremen auf Sauftour. Nachdem wir zu Hause vorgeglüht hatten, sind wir mit dem Zug in die Stadt und haben erst mal einen schönen Burrito beim Mexikaner gegessen. Danach gingen wir feiern, wobei natürlich noch mehr Alkohol geflossen ist. Nach Hause sollte es auch mit dem Zug gehen. Auf dem Weg zum Zug im Bremer Hauptbahnhof merkte ich, dass diese Mischung aus Bier, Wodka und scharfem mexikanischem Essen, meiner Verdauung doch arg zugesetzt hatte und sich mit großem Druck Durchfall ankündigte. So kam es, dass ich eine der öffentlichen Toiletten des Bremer Hauptbahnhofes aufsuchte. Dort angekommen stand ich vor einem Drehkreuz, an dem man 50 Cent für die Toilettenbenutzung zahlen sollte. Ich bin der Auffassung, dass die Benutzung von Toiletten generell kostenlos sein muss. 50 Cent fürs Kacken finde ich einfach dreist von der Bahn. Die bereichern sich schon genug mit ihren überteuerten Fahrkarten. Also bin ich einfach über das Drehkreuz hinweg geklettert und habe mein Geschäft verrichtet. In meinem besoffenen Kopf war ich jedoch immer noch von der Benutzungsgebühr für die Toiletten angefressen, obwohl ich sie ja gar nicht bezahlt hatte. Als ich fertig war, fiel mir auf, dass jemand seine Wollmütze am Kleiderhaken in der Toilettenkabine vergessen hatte. So kam mir die großartige Idee, diese aus Rache an der Bahn mit ins Klo zu werfen, um Selbiges zu verstopfen. Der Plan ging auf: Beim Spülen stieg die ganze Brühe bis unter die Klobrille und blieb dort stehen. Gut gelaunt kam ich aus dem Bahnhofsklo und erzählte meinen Freunden von meiner Schandtat, welche mein Verhalten auch für sehr angebracht hielten. Ich habe also ein Bahnhofsklo zugeschissen und mit einer fremden Wollmütze absichtlich verstopft, weil die Bahn einfach dreist ist. Leidtut es mit nur für den Besitzer der Mütze und die arme Sau, die die Schweinerei wegmachen musste.

Beichthaus.com Beichte #00031255 vom 22.05.2013 um 15:45:05 Uhr in 28195 Bremen (Hauptbahnhof) (26 Kommentare).

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Das teure Sauerstoffwasser

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Betrug Habgier Geld

Ich (w/20) möchte beichten, dass ich das Fitnessstudio, in welchem ich Mitglied bin, regelmäßig um zehn Cent prelle. Man kann sich an der Theke ein Getränk bestellen, bekommt einen Becher und lässt es sich dann an einem Automaten neben der Theke selber raus. Ich kaufe immer ein stilles Wasser für 1,10 Euro und nehme mir aber ein Sauerstoffwasser für 1,20 Euro. Das bemerkt keiner, weil die Knöpfe direkt nebeneinanderliegen. Ich hoffe, dass mir vergeben wird, aber ich zahle monatlich fast 50 Euro Mitgliedsbeitrag und finde, dass dann die Getränke eigentlich inklusive sein sollten.

Beichthaus.com Beichte #00031253 vom 22.05.2013 um 14:13:19 Uhr (37 Kommentare).

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Die vermeintliche Spaßbremse

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Hass Trunksucht Verzweiflung Partnerschaft Oldenburg

Ich, fast 30, liebe meinen Freund sehr und auch seine Freunde mag ich, ab und zu hege ich ihnen gegenüber jedoch solche Hassgefühle, dass ich sie nur noch anschreien könnte. Die sind alle so zwischen 30-45 Jahre alt, aber ich habe echt das Gefühl, das ich es mit Menschen zu tun habe, die irgendwo zwischen 20-25 stehen geblieben sind und einfach nicht erwachsen werden wollen.

Ständig dreht sich bei denen alles um Alkohol und jede Möglichkeit wird dazu genutzt, sich mal wieder ordentlich abzuschießen. Ich kenne kein Wochenende, keine Veranstaltung oder Ähnliches, wo seine Freunde sich nicht ordentlich abschießen. Es wird teilweise auch schon während der Woche damit angefangen und dann übers Wochenende weitergeführt. Und wehe, du trinkst mal nicht mit, dann wirst du als Spaßbremse bezeichnet und die können es dann nicht verstehen, warum man keine Lust hat, Alkohol zu trinken. Ich komme mir dann immer so vor, als müsste ich mich für mein Verhalten rechtfertigen und das kotzt mich so etwas von an! Es ist doch jedem Selbst überlassen, ob er was trinken will oder nicht und das müssen die Anderen dann auch verstehen, ob ihnen das nun passt, oder nicht? Sie sehen das Trinken so normal an, dass ich mittlerweile das Gefühl habe, dass alle ein echtes Alkoholproblem haben, dies aber nicht einsehen wollen. Er wird öfters auch mal geärgert, weil er nicht mehr so oft mit denen trinkt, sondern das Wochenende lieber mit mir verbringt. Was ist daran so schlimm, dass er nun ein Leben mit seiner Freundin aufbauen möchte und seine Zeit nicht damit verbringen will, sich sinnlos zu betrinken und dann irgendwelche Dummheiten anzustellen?

Mein Freund hat das nun jahrelang mitgemacht und versucht, sich zu ändern, nur merke ich, dass ihm das nicht leicht fällt. Seine Trinkgewohnheiten sind mittlerweile so krass, dass ich mich immer frage, ob er nicht schon alkoholsüchtig ist. Es ist nicht so, dass ich selber nichts trinke. Ich gehe auch gerne feiern und trinke mal etwas zu viel, nur stelle ich das Trinken nicht über alles und verherrliche den Alkohol nicht so dermaßen wie diese Leute. Ich traue mich aber nicht zu sagen, wie ich so über deren Trinkverhalten denke, weil ich Angst davor habe, meinen Freund dadurch zu verlieren.

Beichthaus.com Beichte #00031250 vom 22.05.2013 um 09:24:15 Uhr in Oldenburg (14 Kommentare).

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Mein zerrüttetes Leben

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Verzweiflung Fremdgehen Misstrauen München

Ich (w/18) bin jetzt seit über einem Jahr glücklich mit meinem Freund (20) und liebe ihn über alles. Ich habe, auch wenn es sich nach der kurzen Zeit vielleicht komisch anhört, vor, mit ihm zusammenzuziehen und auch eine Familie mit ihm zu gründen. Alles läuft perfekt, er ist liebevoll, lustig und auch vom Äußeren her ist er mein absoluter Traummann. Ich bin wirklich überglücklich, mit ihm zusammen zu sein. All diese Gefühle wieder ausleben zu können, musste ich über eine riesige Zeitspanne lernen, und er ist, zusammen mit meiner Mutter, die einzige Person, die ich aufrichtig lieben kann.

Was nun folgt, sind eine Reihe erbärmlicher Rechtfertigungen für mein Verhalten, welches ich im Folgenden weiter erläutern möchte. Ich habe einen riesigen Vaterkomplex, der daher rührt, dass mein Erzeuger wirklich der schlechteste Mensch ist, den ich in meinem Leben kennengelernt habe. Eigentlich alles, was ich für diesen Mann empfinde, ist die Hoffnung, dass er bald ablebt und ich an das nicht zu knappe Erbe komme. Dies scheint beim ersten Lesen hart zu klingen, doch wer seine eigene Frau schlägt, sie dann schwanger sitzen lässt und sich dann im schönen Osten mit der nächstbesten Chantal eine achtköpfige Familie zusammenvögelt, hat es nicht anders verdient. Er ist über dies hinaus nicht fähig, ein nettes Wort für seine Erstgeborene, ein von ihm gewolltes Wunschkind, übrig zu haben und wirft ihr stattdessen nur an den Kopf, dass er sich wünscht, sie sei nie geboren worden. Er verdient es in meinen Augen nicht, mit mehr als Verachtung behandelt zu werden. Mein Grundvertrauen ist also das erste Mal erschüttert worden. Als meiner Mutter dann aus beruflichen Gründen noch der zweite Mann samt meiner kleinen Schwester abhaute, was sie in Depressionen stürzte, war alles aus. Mit meinen sieben Jahren durfte ich täglich die Wohnung aufräumen, Essen einkaufen und Zigaretten holen. Meine Mutter saß lange am PC und flüchtete sich in Online-Rollenspiele. Das Jugendamt bekam von der Sache mit, holte mich hinaus und steckte mich dafür in eine Pflegefamilie, die mit allen Mitteln versuchte, meine ohnehin labile Mutter mit abfälligen Kommentaren wie: "Sie bekommen Ihre Tochter niemals wieder, das versprechen wir Ihnen", in den Selbstmord zu treiben.

Mir wurde immer erzählt, meine Mutter sei eine schlechte Person, und ich solle dem Jugendamt immer fein erzählen, dass ich sie nie wieder sehen möchte. Wie sehr sie mich dabei unter Druck setzten und meine ohnehin angeknackste Kinderseele Stück für Stück weiter auseinanderrissen, störte sie nicht. Hauptsache das Kindergeld und das Geld durch die Unterstützung vom Jugendamt stimmte. Nach langem Kämpfen und vielem Hin und Her bekam meine Mutter mich nach einer langen Kur und vielen Therapien dann doch wieder - nach beinahe vier Jahren in der Hölle. Auf der einen Seite sehe ich diese Situation als Weckruf, der zur Genesung meiner Mutter führte, andererseits war es für mich die Hölle auf Erden. Durch viele Schulwechsel hatte ich nie Freunde und auch keine erwachsenen Bezugspersonen. In Psychotherapien wurde mir, ich war damals um die elf oder zwölf, immer gesagt, wie furchtbar erwachsen ich doch sei. Doch dass das alles die Schuld von jahrelangem Hin- und Herschieben und zunehmender emotionaler Abstumpfung war, darauf kam natürlich niemand. Ich konnte nicht mit den Kindern in meinem Alter spielen. Ich verachtete sie mehr oder weniger für ihre unbekümmerte Lebensweise. Tief in Innerem jedoch war ich wohl aus heutiger Sicht betrachtet nur neidisch, weil sie ein perfektes Leben hatten und ich aus einer zerrütteten Familie kam. Mit jungen Jahren hatte ich also schon mehrere Selbstmordversuche hinter mir, weil ich alles nicht mehr ertragen konnte. Ich vermisste meine Mama, die Liebe und Zuneigung und das befreite Lachen, die Sicherheit eines Zuhauses, welches mir in jedem Moment wieder unter den Füßen weggerissen werden konnte.

Lange Rede, kurzer Sinn - mein Inneres war zerrissen. Vertrauen fassen konnte ich zu niemandem. Ich bin nie fähig gewesen, "verknallt zu sein", auch Schmetterlinge im Bauch sind mir fremd. Ich habe eine riesige Bindungsangst und Vertrauensprobleme. Ich habe meine erste Beziehung mit meinem eifersüchtigen Verhalten zerstört. Im Grunde fing ich sie nur an, um endlich jemanden zu haben, der mir gehört, wie ein Gegenstand, also zu meiner freien Verfügung. Bald schon begann ich, ihn willkürlich zu verletzen, um zu sehen, dass auch ich die Macht habe, anderen Menschen wehzutun, nicht nur andere mir. Ich weiß, wie grausam das ist, und ich bereue dies zutiefst. Der Junge kann glücklich sein, vor mir geflohen zu sein, als es noch möglich war. Nach dieser Beziehung begann ich vor lauter Frustration und gebrochenem Selbstbewusstsein, wie wild rumzuvögeln, bald hatte ich meinen Ruf als Schlampe weg, was mir egal war. Ich ließ mich mit Zarten 15 und 16 abfüllen und wie eine billige N*tte benutzen, um Zuneigung zu bekommen. In viele dieser Jungen verliebte ich mich. Nicht direkt, es war keine Liebe, nur wieder die Angst, verlassen zu werden. Trotz allem fand ich vor über einem Jahr in dem oben beschriebenen Mann meine große Liebe - der erste Mensch neben meiner Mutter, den ich aufrichtig lieben kann. Doch hier beginnt meine eigentliche Beichte, der Rest war, wie die meisten User es wohl abstempeln werden, nur Rechtfertigungsgehabe und Selbstmitleid. Durch meine Bindungsängste kann ich nicht treu sein. Ich bin es bis jetzt, doch ich weiß nicht, ob ich das unter gegebenen Umständen sein könnte. Mir bricht es das Herz. Mein Selbstbewusstsein ist einfach so gering, dass ich mich in jeglicher Anerkennung suhle, die ich finden kann. Mir fehlt nichts sexuell, mir fehlt einfach die Zuneigung. Es geht soweit, dass ich für ihn 180 Euro für ein Ticket eines bekannten Festivals ausgegeben habe, welches ich eigentlich nur mit zwei Freundinnen besuchen wollte, unter dem Vorwand, dass ich ihn dabeihaben wollte. In Wirklichkeit jedoch möchte ich ihn nur dabeihaben, weil ich weiß, ich würde ihn sonst mit 100 prozentiger Wahrscheinlichkeit betrügen. Würde er jedoch solche Gedanken hegen, wüsste ich, wie mich das fertigmachen würde.

Für die meisten ist es einfach, zu sagen, ich solle mich doch einfach zurückhalten, aber ich verstecke mich hinter meinem Aussehen, meinem Körper und meinen guten Noten, weil ich nichts anderes habe als das. Es ist leicht, zu sagen, wenn ich meinen Freund lieben würde, hätte ich solche Gedanken wohl kaum. Ich möchte beichten, dass ich Menschen gegenüber so bin, wie ich bin. Dass ich meiner Mama damals nicht helfen konnte, als sie mich brauchte. Dass ich emotional so abgestumpft bin, dass ich nicht einmal merke, wie kaputt meine Denkweise eigentlich ist. Und, zu guter Letzt, dass ich euch mit meiner wirr geschriebenen, nicht wirklich auf den Punkt gebrachten Beichte wahrscheinlich dazu anrege, mich, meine Glaubwürdigkeit und meine Situation anzuzweifeln. Ich bin momentan dabei, mir professionelle Hilfe zu suchen.

Beichthaus.com Beichte #00031248 vom 22.05.2013 um 01:12:33 Uhr in 80333 München (Weinstrasse) (21 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Robo-Style & Magerquark

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Peinlichkeit Zwang Neurosen Mössingen

Robo-Style & Magerquark
Da ich (m/25) Raucher bin und in einem großen Mietshaus in einer WG wohne, muss ich zum rauchen immer einen Stock runter laufen und vor die Haustür. Wenn ich dann fertig bin, freue ich mich manchmal, die Treppe wieder hinaufgehen zu müssen, denn ich laufe dann, natürlich nur, wenn ich mich unbeobachtet fühle, im Robo-Style die Treppe hoch, mit abgehackten Schritten und dem Robo-Move. Manchmal flüstere ich dann noch sinnlose Dinge dazu wie "Mager! ... Quark!" oder "Nicht?!" und finde das echt lustig. Mir ist völlig bewusst, dass das irgendwie beknackt ist, aber ich habe meinen Spaß.
Sobald ich dann wieder auf Höhe der ersten Türspione bin, laufe ich normal weiter, so als wäre nichts gewesen. Auch in Aufzügen habe ich meinen Spaß. Wenn ich alleine bin, drehe ich mich zum Spiegel, sofern vorhanden, und glotze mich an, hebe und senke dabei die Augenbrauen oder schneide Grimassen. Manchmal sage ich auch laut etwas, weil ich ja genau weiß, dass mich niemand hören kann. Aber selbst wenn mich jemand hören würde, er würde mich ja nicht sehen und ich würde an ihm vorbeifahren und schnell in meine Wohnung huschen.

Beichthaus.com Beichte #00031245 vom 21.05.2013 um 22:54:50 Uhr in Mössingen (13 Kommentare).

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