Von der Kellnerin erwischt

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Ekel Schamlosigkeit Morallosigkeit Waghalsigkeit

Als ich (m/30) damals meine erste richtige Beziehung hatte (ich war 19) habe ich etwas getan, was mich bis heute mit Scham und zugleich einem breiten Grinsen erfüllt. Ich war mit meiner Freundin in der Bar, in der wir uns damals das erste Mal getroffen hatten. Diese hatte einen vorderen Bereich, in dem auch der Tresen war, und einen getrennten Raum im hinteren Bereich mit Couch und Aquarium. Da es mitten in der Woche war, war die Bar erstaunlich leer und so gingen wir in den hinteren Bereich, um unsere Ruhe zu haben. Es kam, wie es kommen musste: Angeheitert von alkoholischen Getränken und gegenseitigem Necken befand sich irgendwann ihr Kopf zwischen meinen Beinen. Ich schaute immer mal wieder zur rechten Seite des Raumes, wo sich die Tür befand, habe aber nie jemanden gesehen. Mit einem Mal vernahm ich das Knarzen der Dielen, habe meiner Freundin aber nichts gesagt. Herein kam auch niemand - zumindest nicht, dass ich es mitbekommen hätte. Aber die Kellnerin muss wohl auf dem Weg zu uns gewesen sein, um sich nach unserem Wohlbefinden zu erkundigen. Scheinbar ist sie direkt nach einem Blick hinein wieder mucksmäuschenstill nach vorne verschwunden.


Irgendwann endete das Ganze im Mund meiner Freundin. Der Orgasmus war so heftig, dass ich dabei auch eine, vor mir auf dem Tisch stehende, Bierflasche umkippte. Meine Freundin und ich handelten geistesgegenwärtig, packten alles "gebrauchte" wieder ein und beseitigten die Sauerei mit mehreren Taschentüchern, die wir anschließend in den Aschenbecher packten. Nach ungefähr einer halben Stunde traute sich die Kellnerin dann vorsichtig wieder zu uns und guckte erst langsam und zögerlich um die Ecke, ehe sie den Raum betrat. Dabei entdeckte sie den Aschenbecher, gefüllt mit Taschentüchern. Ihren Blick werde ich nie vergessen. Ich beichte also, dass ich in einem öffentlichen Lokal befriedigt wurde und einer armen Kellnerin wohl einen ziemlich ekligen Moment beschert habe. Ich hoffe, sie fand es nicht zu widerlich, die Taschentücher zu entsorgen. Liebe Kellnerin: wenn du dich in dieser Beichte wiederfindest: Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00031584 vom 11.07.2013 um 16:28:52 Uhr (14 Kommentare).

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Die Geschichten, die das Leben schreibt

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Ehebruch Fremdgehen Falschheit Partnerschaft Maintal

Vor ungefähr zwei Jahren habe ich ziemlich viel mit meiner Schwägerin geschrieben, ich war mit ihr Paintball spielen und so weiter. Seitdem wir uns kennen, und das sind immerhin 20 Jahre, haben wir uns immer gegenseitig aufgezogen und zu kleinen Challenges herausgefordert. Ich fand sie schon immer klasse. Sie wurde auch immer kecker und irgendwann verabredeten wir uns zu einem Treffen zu zweit, ohne, dass unsere Partner davon wussten. Ja, sehr unmoralisch - doch eigentlich ging es mehr darum, wer zuerst den Schwanz einzieht. Jeder dachte, der andere wäre zu feige, zu erscheinen. Und dennoch kam sie total aufgeregt zu dem Treffen. Scheinbar fehlte nicht nur mir in der eigenen Ehe-WG etwas. Die Geschichten, die das Leben schreibt, sind oftmals sehr seltsam und für Unbeteiligte moralisch unverständlich, aber wir standen bestimmt einen ganzen Meter voneinander entfernt und niemand kann sagen, wie das passiert ist. Aber wir küssten uns. Alles andere war weg, wir wissen beide nicht, wie und warum. Es war wie ein Stromschlag und zwei menschliche Herzen sind verschmolzen. Und ja, das hört sich kitschig an - doch genau das ist geschehen. Dabei dachte ich selbst immer, dass es so etwas nur in schlechten Filmen gibt.


Ich kürze das Ganze etwas ab. Seit diesem Tag konnten wir nur noch aneinander denken und trafen uns heimlich. Und das, so oft es nur ging. Aber unser schlechtes Gewissen fraß uns langsam auf. Es sagte uns jeden Tag aufs neue, dass wir etwas tun müssen. Nämlich eine einsame Entscheidung treffen. Uns war natürlich bewusst, dass das tief greifende Konsequenzen haben würde. Wir haben es uns nicht einfach gemacht, aber wir haben uns, jetzt, nach fast zwei Jahren, von unseren Partnern getrennt. Ich wurde zwar nach dem Motto "Männer weinen nicht" erzogen und musste nach dem frühen Tod meines Vaters sehr schnell erwachsen werden. Doch bis zu dem Moment der Trennung von unseren Partnern sind viele Tränen geflossen und ich war am Ende meiner Kräfte. Es war ein Kampf zwischen Herz und Verstand. Doch der Verstand konnte nicht gewinnen, wenn ich mich nicht selbst aufgeben wollte. Jetzt sind wir die Bösen für alle. Doch es gab keinen anderen Ausweg. Ich möchte allen, die jetzt nicht mehr mit uns reden, und unseren langjährigen Partnern sagen, dass wir sie nie zuvor betrogen haben. Und dass es lediglich aus einer Leichtsinnigkeit heraus passiert ist. Wir lieben uns abgöttisch, sind glücklich und auch ihr seid es wert, nicht betrogen und belogen zu werden. Wir konnten nicht bei euch bleiben, weil wir morgens in den Spiegel sehen müssen. - Es war der einzige Weg, auch wenn es weh tut. Und wir gehen diesen Weg.

Beichthaus.com Beichte #00031582 vom 10.07.2013 um 11:58:04 Uhr in 63477 Maintal (40 Kommentare).

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Die Qualen meines Pferdes

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Rache Ekel Engherzigkeit Ignoranz Tiere Marburg

Seit mehreren Jahren habe ich die Reitbeteiligung eines tollen Pferdes. Alles hat immer bestens geklappt, nur über den Schmied und dessen Unzuverlässigkeit habe ich mich einige Male geärgert. Da die Besitzer des Pferdes nicht einfach sind, und sie sich stets geweigert haben, den Schmied zu wechseln, musste ich mich also immer wieder mit ihm herumschlagen. Letzte Woche waren die Hufeisen vorne bereits locker, und weil er gerade da war, habe ich ihn gebeten, sie zu beschlagen. Er meinte nur, er hätte jetzt keine Zeit, würde aber die Tage vorbei kommen und wenn nicht, hätten wir in einer Woche ja eh einen Termin. Zwei Tage danach kam, was kommen musste: Beide Eisen brachen ab, und dabei ist die halbe Hufwand mit ausgebrochen, was bedeutet, dass das Tier nur noch auf Strahl und Sohle stand - eine extrem schmerzhafte Sache. Ich habe ihn natürlich sofort angerufen und er meinte, er würde sofort vorbeikommen. Was war? Nichts. Nachdem ich ewig gewartet hatte, rief ich erneut an und er sagte mir, dass er das jetzt nicht mehr geschafft hätte und schon Feierabend hat. Dann verwies er mich wieder auf den bereits gemachten Termin. Ich hatte schon einen mächtigen Stehkragen, aber angesichts der schwierigen Besitzer habe ich das Beste aus der Situation gemacht: Hufe eingepackt, Boxenruhe. Am liebsten hätte ich einfach einen anderen Schmied gerufen. Alle anderen Leute aus dem Stall konnten ihren Augen nicht trauen, so katastrophal sahen die Hufe aus - ganz zu schweigen von den Schmerzen, die die Stute gehabt haben muss!

Am Tag des besagten Termins erschien der Schmied nach zwei Stunden des Wartens auch nicht. Ich habe vollkommen die Krätze bekommen und mit den Besitzern telefoniert, die momentan nicht im Lande sind. Nein, das müsse so gehen, der Schmied würde das Pferd seit 15 Jahren kennen und sie würden auch jetzt nicht umsteigen. Heute, rund fünf Tage, nachdem die Eisen ausgebrochen sind, kam der Schmied endlich. Vorher war ich mit der Stute noch vor dem Stall und habe sie dort etwas Gras knabbern lassen. Dabei fiel mir das frische, warme Häufchen ins Auge, dass der Hofhund gerade dort platziert hatte. Einmal umgesehen, eine Tüte geschnappt, das Häufchen genommen und volle Lotte beide Vorderhufe richtig schön damit eingeschmiert. Die Stute tat mir ein bisschen Leid, aber die Rachegelüste waren größer. In alle Ritzen habe ich die Kacke gedrückt. Kaum, dass ich fertig war, bog der Schmied um die Ecke und begann, die Hufe zu bearbeiten. Nach kurzer Zeit musste er eine Pause machen, weil ihm von dem bestialischen Gestank schlecht war. Seine Hände hatten auch einiges abbekommen, aber er hat mich nicht darauf angesprochen.

Fazit: Die Stute hat wieder blitzeblanke Hufe mit speziellen, aufgeklebten Hufschuhen und kann wieder laufen, und ich hab die Genugtuung, ihm wenigstens eine ausgewischt zu haben. Das wird unser Verhältnis zwar definitiv nicht verbessern, aber ich habe genug überzeugende Fotos der katastrophalen Hufe gemacht, um die Besitzer zu überzeugen, den Schmied zu wechseln. So im Nachhinein tut mir das auch irgendwie Leid, aber nachdem ich die halbe letzte Woche damit verbracht hab, auf ihn zu warten, musste ich ihm irgendwie eine reinwürgen.

Beichthaus.com Beichte #00031576 vom 10.07.2013 um 01:44:17 Uhr in Marburg (23 Kommentare).

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Der heiße Spendensammler

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Begehrlichkeit Lügen Falschheit Mainz

Ich (w/20) habe mal einen Mann (ungefähr 23), der bei einer Firma arbeitet, die an Haustüren klopft und Spenden eintreiben will, nur in mein Haus gelassen, weil er sehr gut aussieht. Wir haben uns dann unterhalten und ich habe ihm versprochen, jeden Monat einen bestimmten Betrag zu spenden. Er freute sich sehr darüber, ließ alle Unterlagen da und ging nach etwa 45 Minuten wieder. Mann - sah der gut aus! Am nächsten Tag habe ich bei der Firma angerufen und gesagt, dass ich doch nichts spenden möchte.

Beichthaus.com Beichte #00031572 vom 08.07.2013 um 21:58:58 Uhr in Mainz (Welschnonnengasse) (15 Kommentare).

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Die verschiedenen Freundeskreise

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Engherzigkeit Zorn Verrat Freunde

Ich (w) habe zwei verschiedene Freundeskreise. Der eine ist "meiner", weil ich die Leute schon lange kenne. Allerdings sind sie etwas langweilig, gehen nicht fort und Party machen bedeutet bei denen, zusammenzusitzen, einen Film anzusehen und ein bisschen was zu trinken. Der andere gehört quasi meinem Freund, aber die sind dort so nett und haben mich gleich voll akzeptiert und integriert. Sie sind das komplette Gegenteil der anderen. Sie machen jedes Wochenende Riesen-Partys - wenn dort dann 30 Leute sind, ist es schon klein. Das ist immer ziemlich witzig, auch wenn man selbst nüchtern bleibt. Jedenfalls, mein Freund und ich sehen uns nur am Wochenende und so kam es, dass ich eine Zeit lang nur mit seinen Freunden unterwegs war und meine mehr oder weniger vernachlässigt habe. Ich verstehe zwar nicht ganz, wieso sie mir vorwerfen, nichts mit ihnen unternehmen zu wollen, da sie ja ohnehin nie etwas vorhatten, aber gut. Mein Freund machte dann eine dreimonatige Auslandsreise. In dieser Zeit habe ich mich zwar mit den "neuen" Freunden getroffen, aber auch probiert, mit den "alten" Freunden etwas zu unternehmen. Aber jedes Mal, wenn ich etwas vorgeschlagen habe, hieß es von deren Seite, dass sie keine Zeit oder kein Geld hätten. Einmal kam sogar die Meldung, dass es sowieso nichts werden würde. Auf diesen Kommentar hin habe ich mich dort wieder zurückgezogen, bis dann erneut Vorwürfe aufkamen. Ich beließ es vorerst dabei, antwortete nicht darauf und wartete ab, was passieren würde. Es passierte nichts. Ich saß drei Wochen zu Hause und wartete darauf, dass meine "alten" Freunde etwas unternehmen wollten.

Nächste Woche kommt mein Freund wieder, eigentlich logisch, dass ich das Wochenende dann bei ihm verbringen werde. Und wer kommt jetzt auf die Idee, sich bei mir zu melden? Richtig, die alten Freunde. Ich habe ihnen dann ins Gesicht gesagt, dass mich diese Spielchen nicht mehr interessieren und dass sie mich mal kreuzweise können. Daraufhin wurde mir vorgeworfen, dass ich mir ja vorkäme, als sei ich etwas Besseres und dass ich nichts mehr mit ihnen zu tun haben wolle. Da brannten meine Sicherungen durch. Ich erklärte ihnen in äußerst schroffem Ton und mit jeder Menge Schimpfwörter, dass ich immer und immer wieder etwas vorgeschlagen habe und nie jemand bereit war, etwas zu tun. Und dass ich einfach die Schnauze voll habe, von ihrem dämlichen Rumgeheule, wie gemein ich doch sei. Ich habe viel Zeit und Energie in die Aufrechterhaltung dieser Freundschaften gesteckt und nie kam etwas zurück!
Jetzt habe ich nur noch einen Freundeskreis. Allerdings gehören die "Alten" zu der Gruppe, mit der ich im August auf ein internationales Sommerlager fahre. Natürlich ist es nicht mehr möglich, dies zu stornieren. Aber vielleicht haben die "Neuen" ja einen Platz in ihrem Zelt.

Beichthaus.com Beichte #00031570 vom 07.07.2013 um 17:54:49 Uhr (21 Kommentare).

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