Traumfrau mit Prinzipien

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Lügen Verzweiflung Partnerschaft

Nach meinem Abi habe ich (m/26) ein Studium in Ökologie und Umweltschutz aufgenommen. Da ich aus einer Familie stamme, die seit jeher Landwirtschaft betrieben hat, komme ich auch aus der Praxis. Vor Jahren bereits habe ich begonnen, Artikel für Fachzeitschriften zu verfassen. Um mich auf diese vorzubereiten, muss ich mich auch mit vielen verwandten Themen befassen. Daher bilde ich mich auch außerhalb der Uni weiter. Bei einem medizinischen Fachvortrag über die Wirkung von Umweltgiften in Bekleidung vor sechs Monaten war der komplette Saal ausgebucht. Die Plätze waren nummeriert und neben mir saß eine junge Frau. Ich habe sie im ersten Moment gar nicht richtig wahrgenommen. Während der Pause habe ich mich dann mit ihr unterhalten. Als ich ihr in die himmelblauen Augen blickte, ging mir das Herz auf. Diese Frau war eine Traumfrau. Keinerlei Schminke, sondern reine pure Schönheit. Sie ist ein Jahr älter als ich und studiert Ernährungswissenschaften. Nach dem Vortrag haben wir uns noch lange unterhalten, wir hatten so viele Gemeinsamkeiten, dass wir dann in einem Nachtcafé bis in den Morgen plauderten. Natürlich war eine Verabredung in den nächsten Tagen selbstverständlich. Wir haben uns die nächsten Wochen sehr häufig getroffen. Irgendwann kam es dann zu den ersten Zärtlichkeiten - kurz darauf waren wir ein Paar.


Ich vergöttere diese Frau aufgrund ihrer Intelligenz, mit ihr habe ich Gesprächsthemen, absolut auf Augenhöhe. Jetzt möchte ich allerdings auch auf die negativen Seiten ihrer persönlichen Einstellung zu sprechen kommen. Wie bereits erwähnt, sieht sie blendend aus. Sie lehnt es ab, sich zu schminken - was sie auch gar nicht nötig hat - ebenfalls lehnt sie Parfum oder künstlich hergestellte Körperpflegemittel ab. Sie ernährt sich streng vegan, mir persönlich ist vegetarisch ausreichend. Fernsehen lehnt sie ab und das Autofahren soll am Besten auch unterlassen werden. Ich persönlich gehe mit meiner Einstellung nicht so streng um und sie verlangt dies auch nicht von mir, im Gegenteil, sie lässt mir genügend persönlichen Freiraum. Das Zusammensein mit dieser Frau ist schön, aber auch ganz schön anstrengend. Essen gehen funktioniert nur in ganz gewissen Gaststätten. Ins Kino will sie nicht. Verhütet wird nur natürlich, also bedeutet das Disziplin. Wie jede Frau hat sie auch einen natürlichen Haarwuchs. Aber sie rasiert weder die Achseln noch die Beine noch sonst irgendwas, deswegen möchte ich mit ihr auch nicht mehr in die Sauna. Wie gesagt, sie hat eine sehr strenge Einstellung sich selbst gegenüber, ist jedem Menschen gegenüber allerdings sehr tolerant eingestellt.


Jetzt, nach einem halben Jahr werde ich ziemlich unsicher. Einerseits ist diese Frau ein Glückstreffer, andererseits stelle ich mir ein Leben mit ihr unsagbar schwierig vor. Wenn einmal Kinder ins Spiel kommen sollten, dann umso mehr. Klar reden wir über diese Dinge, aber an ihrer Lebenseinstellung hält sie auf Gedeih und Verderb fest. Sie hat mich gestern gefragt, ob ich mir denn ein ganzes Leben mit ihr vorstellen kann und ich habe bejaht, denn ich wusste, dass sie das glücklich machen würde. Allerdings möchte ich beichten, dass das eine Lüge war, denn jetzt, nach genauerem Nachdenken, kann ich es mir tatsächlich nicht vorstellen.

Beichthaus.com Beichte #00034759 vom 04.01.2015 um 11:28:57 Uhr (16 Kommentare).

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Tauchgang mit den Franzosen

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Eifersucht Fremdgehen Boshaftigkeit Urlaub Mikronesien

Ich (m/26) kann meine Eifersucht kaum bändigen. Jetzt muss ich aber etwas loswerden, was ich mir selbst kaum zugetraut hätte. Ich komme mit meiner Freundin gerade vom Wracktauchen, wir waren im Nordpazifik. Wir fahren seit vier Jahren regelmäßig dorthin. In das Camp kommen immer wieder die verschiedensten Leute, oftmals Pärchen, aber meistens auch kleinere Männergruppen. Abends wird es dann immer ganz lustig, es gibt Fisch vom Grill und Bier aus Dosen sowie Cocktails. Man bleibt auf dem Festplatz so lange man möchte und geht dann in seine Hütte. Ich bin an einem Abend nach einem längeren Tauchgang ziemlich müde gewesen und bin bereits um 22 Uhr ins Bett. Wir saßen am Tisch mit zwei Franzosen, einem Österreicher und einem Pärchen aus Deutschland. Es war ganz lustig und es wurden ziemlich viele Cocktails probiert. An einem Cocktail war eine blaue Blume zur Deko angebracht. Einer der Franzosen hatte so ein Getränk, allerdings war er auch der Einzige, der das Gesöff trank.


Irgendwann, gegen drei Uhr, schreckte ich hoch, denn meine Freundin hatte sturzbetrunken beim Betreten der Hütte einen Stuhl umgeworfen. Sie fiel praktisch ins Bett und war sofort weggetreten. Was ich dann am nächsten Morgen gesehen habe, hat mir die Sprache verschlagen. Sie hatte von dem Getränk des Franzosen drei blaue Blumen im Haar. Ich fragte sie, ob der Spaß nicht etwas zu weit gegangen sei, aber sie meinte, dass alles ganz harmlos gewesen sei. Ich habe sofort gemerkt, dass das eine Lüge war. Beim Frühstück schielten die Franzosen immer zu uns herüber, ich glaube, sie unterhielten sich über die Brüste meiner Freundin, wenn ich die wenigen Gesprächsbrocken richtig verstanden habe. Es begann in mir immer mehr zu kochen und ich malte mir die schlimmsten Bilder aus, wie sie zu zweit an ihr herumgegrapscht haben und so weiter.


Meine Laune verschlechterte sich von Tag zu Tag und ich war wirklich froh, als der letzte Tag anbrach. In diesem Camp werden die Ausrüstungsgegenstände immer gereinigt, die Flaschen gefüllt und alles direkt wieder für den nächsten Tag vorbereitet, denn oftmals geht es früh los. Als wir am Abend unsere Koffer gepackt hatten, ging ich in das Ausrüstungshaus und habe eine kleine Manipulation am Inflator und der Tarierweste des Franzosen vorgenommen. Ich will hier keine Details schildern, aber das kann unter Umständen schreckliche Folgen haben. Mir war das in dem Moment vollkommen egal - nein, ich hatte sogar Spaß dabei. Jetzt, nach unserer Rückkehr, plagt mich jedoch mein schlechtes Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00034749 vom 02.01.2015 um 19:16:07 Uhr in Mikronesien (Chuuk) (27 Kommentare).

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Vom Kuhdorf in ein neues Leben

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Zorn Selbstsucht Hass Gesellschaft Familie

Ich (m/25) bin das schwarze Schaf der Familie. Ich stamme aus einer streng evangelischen Region in Bayern und wurde in einem Kuhdorf mit sechs Häusern religiös erzogen. Und wie das in solchen Dörfern nun mal der Fall ist, ist dort alles, egal was du machst, der gesamten Einwohnerschaft (25 Leute) bekannt. Also waren meinen lieben Nachbarn immer auf dem aktuellsten Stand, wenn ich z.B. nicht in die Kirche gehen wollte oder anstatt in den Kindergottesdienst viel lieber in die Natur gegangen bin und dort meinen Gedanken nachhing. Mit voranschreitendem Alter begann ich auch - besonders in der Pubertät - stark gegen dieses öde Spießer-Dasein zu rebellieren und gab einen feuchten Dreck auf sämtliche Regeln und Vorschriften. Ich begann, Metal zu hören, und mich schwarz anzuziehen. Auch diese Verwandtschaftsbesuche an Feiertagen wie Weihnachten und Ostern kotzten mich damals unglaublich an.

Ich war einfach nicht der Mensch für so etwas. Es ging mir einfach übelst auf den Keks, dass ich, der Dinge erleben wollte und die Welt sehen sollte, einfach nur den lieben langen Tag in diesem Kuhdorf verbringen musste. Die Kinder in meinem Alter konnte ich nicht leiden, da sie genau wie ihre Eltern einfach bloß langweilig waren. Ich wollte oft mit meinen Eltern darüber reden, wie ich mich fühle oder was meine Ansichten über die Welt und meine Ängste sind, allerdings haben diese immer abgeblockt, sodass es mir irgendwann egal war, was sie von mir denken. Egal, was ich getan habe, sie haben nur gemeckert. Sie sahen gar nicht das Positive in mir, sondern nur das Negative. Die Krönung des Ganzen war, als ich (damals 15) mit meinen Eltern in der Großstadt war und ich dort (im Winter) einen alten Obdachlosen sitzen sah und meine Eltern ihn eiskalt ignorierten. Also habe ich mir mein letztes Geld zusammengekratzt - ich bekam damals nicht viel Taschengeld - in einer Bäckerei etwas zum Essen und einen Kaffee gekauft und ihm das gegeben. Es gab, wegen einer Aktion, mit der ich etwas Gutes bewirken wollte, eine ordentliche Standpauke meiner Eltern, was mir einfalle, das Geld diesem Gesindel zu geben. Nur der Glaube an Gott könne diesen verlorenen Seelen helfen. Und ab da war es mit mir durch.

Wenn nicht mal meine eigenen Eltern die positiven Seiten in mir sehen, also Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und mein offenes Ohr für Menschen mit Problemen, dann konnten sie mich getrost am Arsch lecken. Ab da kapselte ich mich seelisch von ihnen ab, begann mit 16 eine Lehre als Fachkraft für Lagerlogistik und zog mit 19, nachdem ich meine Lehre mit Bravour bestanden habe, aus meinem verhassten Kuhdorf in die Stadt, in der ich arbeite. Ich habe mir ein schönes Leben aufgebaut, habe seit vier Jahren eine tolle Freundin und mit ihr helfe ich jedes Wochenende in der Tafel unserer Stadt aus. Und wenn wir zu Besuch bei meinen Eltern sind (was wirklich selten ist) oder bei ihnen die Verwandtschaft, dann ernte ich nichts als ablehnende Blicke. Ich ernte Hass für mich, für das, was ich bin. Würde ich mich verstellen und so sein wie sie, würden sie mich mögen. Aber ich, das schwarze Schaf, der anstatt eines teuren BMWs - wie mein verzogener Cousin - einen 15 Jahre alten VW Golf mit Motörhead-Heckscheibenaufkleber fährt und für sein Leben gerne auf Festivals ist, lange Haare und einen Vollbart hat, jedes Wochenende in der Tafel aushilft, weil er anderen Menschen etwas Gutes tun will und Menschen nicht nach ihrem Äußeren, ihrer Sexualität oder ihrer Herkunft beurteilt, werde von meiner Familie, die sich allesamt als gute Christen sehen, gemieden und verachtet.

Ich beichte hiermit, dass ich so bin, wie ich bin und meine Verwandtschaft für ihr gehobenes Getue verabscheue. Und sollte es jemanden unter euch geben, der ebenfalls denkt, dass er in dem Umfeld, in dem er sich befindet, nicht glücklich ist oder der in einer ähnlichen Situation steckt, dem kann ich eins sagen: Beiß die Zähne zusammen und baue dir dein eigenes Leben auf. Höre nicht immer auf das, was andere sagen. Sei, wie du bist, Mitläufer in der Masse gibt es genügend.

Beichthaus.com Beichte #00034731 vom 31.12.2014 um 12:36:01 Uhr (15 Kommentare).

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Gammelig im Urlaub

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Ekel Unreinlichkeit Trägheit Faulheit Urlaub

Ich (w/18) bin eigentlich ein ziemlich gepflegter Mensch. Jeden Tag frische Klamotten, Zähne putzen, regelmäßig Hände waschen, duschen, Haare waschen, Deo, und so weiter. Ich muss jedoch beichten, dass ich mich an freien Tagen fast gar nicht pflege. Mich sieht kein Schwein - und außer frischen Klamotten, Katzenwäsche und Zähne putzen mache ich gar nichts. Ich laufe dann schon mal vier Tage mit ungewaschenen Haaren herum und an freien Tagen gammele ich eh meistens auf der Couch. Es ist irgendwie eklig, aber ich bin einfach zu faul und es stört mich überhaupt nicht. So spare ich wenigstens Wasser und Haarfarbe, die sich sonst auswäscht. Ich bitte um Absolution, weil ich in meinem Urlaub total gammlig aussehe.

Beichthaus.com Beichte #00034727 vom 30.12.2014 um 12:59:15 Uhr (9 Kommentare).

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Schweiß, Urin, Bakterien und Nachgeburten im Schwimmbad

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Ekel Unreinlichkeit Feigheit

Schweiß, Urin, Bakterien und Nachgeburten im Schwimmbad
Ich (m/27) möchte beichten, dass ich schon jahrelang in keinem Schwimmbad mehr war, da ich es dort einfach eklig finde. Einladungen von Freunden oder Bekannten lehne ich immer mit einem Vorwand ab, da ich mich nicht überwinden kann, ein Schwimmbad zu besuchen. Ich finde es abstoßend und widerlich, in der gleichen Brühe zu schwimmen, wie hundert andere Leute auch. Sicherlich ist Chlor im Wasser, was die ganzen Absonderungen unschädlich macht. Das ändert jedoch nichts daran, dass es diese Nebenprodukte gibt: Schweiß, Urin, Spucke, Fürze mit Nachgeburt, Bakterien, Haare von verschiedenen Körperstellen und was sonst noch alles vom menschlichen Körper abgegeben wird. Es widert mich an, in so eine Brühe zu steigen, trotz Chlor. Ich weiß nicht, wie man es schön finden kann, in dieser Siffe zu schwimmen. Sicherlich kann man sich danach gründlich duschen, aber vorher durchschwimmt man eine Brühe, die dreckiger ist als das gereinigte Wasser von einer Kläranlage.

Allein der Gedanke an inkontinente alte Leute, die mit jedem Schwimmzug einen Stoß Urin abgeben, verleiht mir einen Brechreiz. Auch ins Freibad gehe ich nicht. Dort sind zwar vermehrt junge Leute, aber ich habe keine Lust, in den Körperflüssigkeiten von zahlreichen Teenagern zu schwimmen. Wenn so ein stinkender pubertierender Junge in das Wasser steigt und sich dabei sämtliche Duftmarken im Becken auflösen, dann ist das einfach nur ekelhaft. Ich werde nie wieder ein Schwimmbad betreten. Ich bin kein Sauberkeitsfanatiker, aber ihr würdet auch nicht mit wildfremden Leuten das gleiche Badewasser benutzen, wenn es bei euch zuhause wäre! Viel Spaß beim nächsten Schwimmbadbesuch, vielleicht denkt ihr mal an mich. Widerlich!

Beichthaus.com Beichte #00034721 vom 29.12.2014 um 15:07:27 Uhr (29 Kommentare).

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