Ein harter Job mit den Gewürzgurken

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Prostitution Habgier Ekel Schamlosigkeit Studentenleben

Ich (w/22) studiere aktuell Kunstgeschichte an einer Universität in Sachsen. Das Geld reicht hinten und vorne nicht - trotz BAföG und kleineren Nebenjobs. Oft kann ich nur gerade so die Miete bezahlen und meine Eltern können, oder eher wollen, mir nicht helfen, was ich ihnen sehr ankreide. Aber gut, bei meiner Suche nach schnellem Geld bin ich auf ein Inserat in der lokalen Zeitung gestoßen. Dort bietet jemand an, "Taschengeld" für sexuelle Tätigkeiten zu bezahlen. Ich wusste sofort, dass es die unterste moralische Stufe ist, um an Geld zu kommen, aber das Leben ist ja bekanntlich kein Ponyhof. Sofort rief ich den Herren an und meinte, ich könnte sofort bei ihm einsteigen. Am nächsten Tag erklärte mir der Herr dann mein Aufgabengebiet. Meine Aufgabe war es, drei Stunden täglich gegen Abend in seiner Wohnung zu sein und Männer aller Art zu erleichtern. Schon am ersten Tag saß ich splitternackt im Wohnzimmer des Mannes und musste elf Gewürzgurken saugen. Obwohl ich in Sachen Blowjobs nicht untalentiert bin, war es trotzdem ein harter Bissen, da die Männer Körperpflege für ein Fremdwort hielten. Aber ich als ehrliche Arbeiterin saugte mich da schon durch. So ging es Wochen für Wochen weiter - immer nach demselben Spiel. Ich hatte schon Gefallen gefunden, so als mündliche Aushilfe. Mein Monatseinkommen verblieb bei etwa 2.500 Euro und das für ein bisschen Sperma schlucken. Mir ist bewusst, dass Prostitution eine Sünde ist, aber Blowjobs sind ja nicht so schlimm, und wenn man dafür noch Geld bekommt, schwebt man fast im siebten Himmel!

Beichthaus.com Beichte #00033138 vom 25.04.2014 um 21:46:11 Uhr (35 Kommentare).

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Journalismus vom Feinsten

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Hass Zorn Arbeit

Ich (w/26) bin Bürohilfskraft und arbeite bei einer lokalen Zeitung. Meine Beichte ist, dass ich mittlerweile einen totalen Hass auf Negativschlagzeilen und meinen Chef habe. Die Zeitung hat früher mal eine ganz normale Mischung für den ländlichen Raum gebracht, vor vier Jahren haben wir aber einen neuen Chef bekommen und der Mann ist eine Katastrophe. Er hat eine absolut negative Einstellung und positive Veröffentlichungen sind so eine Art Feindbild von ihm, als Begründung hören wir immer, dass das keiner lesen will und die Zeitung von solchen Nachrichten noch pleitegehen wird. Zwei Journalisten, die er als Gutmenschen und Ökos betrachtet hat, haben deswegen auch schon den Job verloren. Und das nur, weil sie einen Artikel darüber geschrieben haben, dass ein ländlicher Heimatverein Bäume an einer Straße gepflanzt hat. Stattdessen haben wir nun ständig Artikel über Mietnomaden in der Zeitung oder Wirtschaftsthemen. Früher hat die Zeitung auch mal jährlich über die Absolventen einer Universität berichtet, was auch gestrichen wurde, da das angeblich keiner lesen will, weil es zu akademisch ist.

Als dann ein Journalist mal einen richtig negativen Artikel über die schlechte Bezahlung bei einem regionalen Unternehmen geschrieben hat, bekam er eine Abmahnung und enorm viel Ärger. Mein Chef hat den ganzen Laden zusammengebrüllt und meinte, dass er ein linksextremer Spinner sei und er ihm die Zeit, in der er den Artikel verfasst hat, vom Lohn abzieht. Auf jeden Fall haben wir heute alle eine tolle Karikatur in unserem Fach gefunden, dort waren zwei Zeitungsstapel abgebildet. Auf dem einen stand als Schlagzeile ganz groß "Mord", der Stapel war noch einigermaßen hoch. Auf der anderen stand Doppelmord, die Zeitung war fast ausverkauft. Das kam vom Chef und er findet sich deswegen unglaublich lustig. Ganz am Rande, wir verlieren seit einiger Zeit deutlich an Lesern, der Chef hat da so seine Theorien - ich auch.

Beichthaus.com Beichte #00032721 vom 14.02.2014 um 17:21:06 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Erfolgreich in der Forschung

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Falschheit Lügen Stolz Arbeit Geld Pyrbaum

Ich (m/33) möchte beichten, dass ich mein gesamtes Umfeld über meine finanzielle Situation und damit auch allgemein belüge. Zur Situation: Ich habe 2011 im Bereich der neuen organischen Synthesen promoviert und arbeite seither an verschiedenen deutschen Universitäten. Mein Fachgebiet ist die Entwicklung neuer, effektiver Synthesemethoden bei kleinem und mittlerem Produktionsvolumen. Diese können eingesetzt werden, um beispielsweise pharmazeutische Wirkstoffe herzustellen - für lokal begrenzt auftretende Krankheiten, für die sich die großindustrielle Produktion nicht lohnt. Leider hat die deutsche Industrie daran wenig Interesse, weshalb meiner Forschungsarbeit keine industrielle Förderung zukommt. Deshalb bin ich rein auf staatliche Forschungsfinanzierung angewiesen, was für mich finanziell gesehen bedeutet, dass ich als Forschungsgruppenleiter auf Basis eines zwanzig Wochenstundenvertrags eingestellt bin, und mir nach den Steuern gut 1000 Euro zur Verfügung stehen, von denen mir nach Abzug monatlicher Fixkosten 350 Euro bleiben. Tatsächlich arbeite ich übrigens zwischen 50-60 Stunden, was aber kein Problem darstellt, da ich meine Forschung liebe und ein tolles Team habe.


Das Problem ist einfach das soziale Leben. Meine Familie, Freunde und Freundin denken, dass ich es ja nun geschafft habe und erfolgreich bin. Doch wenn ich zu diversen sozialen Veranstaltungen eingeladen werde, wie zum Beispiel Hochzeiten, Taufen, oder Jubiläen, sage ich ab - meist unter dem Vorwand, auf Konferenzen zu fahren oder an wichtigen Projekten zu arbeiten. Einfach nur, weil ich mir die Fahrt, das erwartete Präsent und sonstige Kosten nicht leisten kann. Diese Ausreden bestärken die Leute dann noch in ihrem Glauben, wie erfolgreich ich sei. Meine langjährige Freundin, die sich eine festere Beziehung und vermutlich eine Familie wünscht, muss ich auch unter diversen Vorwänden von kostspieligen Plänen wie Urlaub oder weiteren Schritten in der Beziehung abhalten. Warum ich nicht einfach reinen Tisch mache? Weil ich problemlos - und das weiß mein Umfeld - in der Wirtschaft eine Stelle bekäme, wo ich mit weniger Arbeit das zehnfache verdiene. Meine Entscheidung für die Forschung würde meine Familie, Partnerin und Freunde als eine Entscheidung gegen sie und für meine Arbeit betrachten.

Beichthaus.com Beichte #00032650 vom 31.01.2014 um 01:05:49 Uhr in Pyrbaum (29 Kommentare).

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Ich bin ein feiger Waschlappen

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Feigheit Lügen Verzweiflung Partnerschaft

Ich möchte beichten, dass ich jetzt ein 25 Jahre alter Mann bin - aber ich bin auch ein ziemlicher Waschlappen. Ich lasse mir viel gefallen und habe nur selten den Mut, mich gegen jemanden aufzulehnen. Ich habe zum Beispiel eine Freundin, die ich nur habe, weil sie sowieso jeden nimmt. Sie hat mich vor fast zehn Jahren, als sie vierzehn war, angeschrieben, nachdem sie mit einem meiner Freunde im Bett war und dadurch mein Foto sah, das sie süß fand. Ich habe mir die Chance aber entgehen lassen, weil sie mir zu jung war. Das Ergebnis war dann, dass sie mit zwei weiteren meiner Freunde schlief und, als sie sich mit siebzehn Jahren dann wieder für mich interessierte, mit bestimmt zwanzig Kerlen gevögelt hatte. Mit einem Großteil wohl sogar ohne Kondom. Und trotzdem spiele ich ihr seit Jahren die große Liebe vor. Ich habe zwar schon einige Male angesprochen, dass ich die Beziehung beenden will, ich konnte es aber nie durchziehen und ihr damit das Herz brechen. Nicht einmal, nachdem sie mich betrogen hatte, konnte ich das Ganze beenden. Einmal hat mich sogar ihre Mutter darauf angesprochen, warum ich mit diesem Gedanken spiele. Aber der konnte ich ja schlecht sagen, dass ihre Tochter die größte Schlampe auf dieser Erde ist. Womit ich auch schon beim nächsten Punkt wäre.


Die Mutter meiner Freundin hält sehr viel von mir, ihr Vater dagegen gar nichts. Er hat nach einigen Flaschen Bier schon oft gesagt, dass ihr Ex in seinen Augen ein richtiger Kerl ist - im Gegensatz zu mir. Er konnte ihr Autos und viel Geld bieten, ich nicht. Ich schweige dazu einfach und versuche, es zu ignorieren. Ein weiteres Problem ist, dass besagter Ex-Freund zu meinem Freundeskreis zählt. Und er lässt mich nicht vergessen, dass er meine Freundin in allen Stellungen durchgenommen hat und dass es teilweise auch Fotos und Videos davon gibt. Aber genug von meiner Freundin. Ich mache auch sonst viel, aber eben nur, um anderen zu gefallen - vor allem meiner Familie. Meiner Großmutter zuliebe gehe ich jeden Sonntag in die Kirche, obwohl ich damit eigentlich nichts am Hut habe. Meinen Eltern zuliebe studiere ich an einer guten Universität eine Studienrichtung mit sehr guten Jobaussichten, obwohl mich auch das nicht interessiert. Nach meinem Studium würde ich einen Haufen Kohle machen und zum Wirtschaftswachstum beitragen. Ich würde aber lieber armen Menschen helfen, als selbst zu den reichen Säcken zu gehören. Meinen Eltern kann ich das aber nicht beibringen, und bei meiner Freundin wäre ich dann wohl auch abgeschrieben. Ich bitte um Absolution und den Mumm in der Hose, den ich endlich brauche.

Beichthaus.com Beichte #00032456 vom 24.12.2013 um 02:44:46 Uhr (22 Kommentare).

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“Beichte

Der Hellseher an der Haltestelle

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Falschheit Peinlichkeit Dummheit Bahn & Co.

Ich (m/19) fahre jeden Tag mit dem Bus zur Universität und muss unterwegs einmal umsteigen. Bei der Rückfahrt erlaube ich mir meist einen Spaß an der Haltestelle, an der ich umsteige. Ich versetze die Leute in den Glauben, dass ich ein Hellseher sei. Ich packe extra ein Buch aus und lege möglichst viele Sachen auf die Sitzplätze an der Haltestelle, damit ich schön gechillt aussehe. Ganz plötzlich und panisch nehme ich dann zu einem bestimmten Zeitpunkt alle meine Sachen wieder schnell in die Hand und stelle mich an den Straßenrand, als wäre der Bus schon da, und siehe da, auf einmal kommt dann der Bus! Durch eine Rechtskurve kann man den Bus nämlich erst viel zu spät sehen und hören schon gar nicht. Die Leute schauen mich dann immer ganz seltsam an und haben total verwirrte Gesichter - und einmal hat mich ein Mann eben als Hellseher bezeichnet. Da die Haltestelle außerdem an einem Bahnhof ist, sind dort meistens recht viele Leute, und vor allem sind selten die gleichen Personen am Warten. Das sind dann jeden Tag andere Menschen, die ich mit meinen "hellseherischen Fähigkeiten" reinlege. Dabei ist der Trick ganz einfach. Auf der anderen Straßenseite ist die Haltestelle für die Gegenrichtung und dort steht ein Wartehäuschen aus Glas. Dieses spiegelt den Bereich hinter der Kurve, sodass man den Bus gut erkennen kann. Ich verstehe einfach nicht, warum das niemand merkt. Ein halbes Jahr lang hat dieses tägliche Szenario auch echt gut geklappt - als es dann aber ein weiteres Mal so weit war, habe ich unseren Linienbus mit einem Schulbus verwechselt und habe ganz umsonst die hektische Panik gespielt. Als dann dieser Schulbus ankam, war mir das sehr peinlich, und auch die Leute um mich herum haben mich dieses Mal nicht verblüfft, sondern eher schadenfroh angesehen. Aber diesen Moment habe ich wohl verdient. Ich beichte hiermit also, dass ich mir auf Kosten anderer einen Spaß erlaubt habe.

Beichthaus.com Beichte #00032421 vom 18.12.2013 um 16:30:33 Uhr (15 Kommentare).

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