Hilfe, ich bin ein Totalversager

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Faulheit Verzweiflung Dummheit Gesundheit Studentenleben

Was ich dringend beichten möchte, ist, dass ich (m/40) das Klischee eines Totalversagers schon in geradezu absurder Weise übererfülle. Ich habe nach endlosen Jahren des Studiums (Medizin) immer noch keinen Abschluss, außerdem keinen (Neben-)Job mehr (und dementsprechend nur sehr wenig Geld zur Verfügung), bin darüber hinaus stark übergewichtig und beginne mittlerweile auch meine Haare zu verlieren. Dass ich alleine in einer zusehends abgegammelten Wohnung lebe und keine Kinder habe, bedarf dabei wohl keiner besonderen Erwähnung mehr. Als vorläufige Krönung meiner Situation leide ich seit Jahren unter Depressionen, die mein Leben mehr und mehr beeinträchtigen. Selbstmordgedanken begleiten mich derzeit nahezu ständig - mein alltägliches Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen, fällt mir immer schwerer und sogar den Kontakt zu Freunden und Familie aufrechtzuerhalten, wird gefühlterweise schon zu einem kleinen bis größeren Kraftakt.

Mittlerweile schon seit Jahren hänge ich bei ein und derselben Prüfung fest, die seitens des sie abhaltenden Instituts tatsächlich noch zusehends schwerer gestaltet wird. Da ich in einem auslaufenden Studienplan studiere, gibt es nur noch relativ wenige Kolleginnen und Kollegen, die in einer vergleichbaren Situation sind. Unter diesen Verbündete für die Prüfung zu finden, scheint nahezu unmöglich - die lieben KollegInnen jammern und beschweren sich zwar leidenschaftlich gerne; geht es aber darum, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinschaftlich auf das Bestehen der Prüfung hinzuarbeiten, dann sind sie einfach nur zu vergessen.

Kurz gesagt: Mein Leben fühlt sich an, als würde ich inmitten einer endlosen Schlammwüste feststecken und verzweifelt versuchen, voranzukommen. Doch das Einzige, was sich voranbewegt, ist die Zeit - die läuft dafür aber rasant und unbarmherzig. Ich schäme mich so sehr - so abgrundtief - dafür, was ich aus meinem Leben gemacht habe und empfinde mir selbst gegenüber nur noch bodenlose Verachtung. Vielleicht gibt es ja einen Weg heraus aus dieser Misere, leider kann ich ihn aber momentan beim besten Willen nicht entdecken. So bleibt mir nur, meine in der Vergangenheit gemachten Fehler, Versäumnisse und schlechten Entscheidungen, die mich in diese völlig verfahrene Situation gebracht haben, jeden Tag aufs Neue von ganzem Herzen zu bereuen.

Beichthaus.com Beichte #00038156 vom 28.04.2016 um 21:16:00 Uhr (17 Kommentare).

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Bestätigte Klischees bei der Arbeit

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Ungerechtigkeit Rache Morallosigkeit Faulheit Arbeit

Ich (m) habe bereits in jungen Jahren viel miterlebt. Da das den Rahmen sprengen würde, gehe ich nicht weiter darauf ein. Ich mache zurzeit ein Praktikum in einem großen aber unbekannten Unternehmen - also es ist nur bekannt, wenn man in dieser Szene ist. Nun muss ich dort auch im Lager einige Aufgaben erledigen, was natürlich alles kein Problem ist. Dann gibt es aber noch diese gewisse Art Mensch, welche lieber den Betrieb ausnutzt und nichts tut, außer zu arbeiten. Ich war und bin niemals ein Rassist gewesen, aber dieses Mal trifft es eine gewisse Gruppe an Türken, welche lieber andere blöd auslachen, wenn sie etwas fallen lassen, anstatt ihnen zu helfen oder einfach zu arbeiten. Ich, als Praktikant, kann mehr Arbeitsstunden am Tag aufweisen, als diese Sorte Mensch. Natürlich stehe ich darüber und mache meine Arbeit wie gehabt, denn das Karma oder Gott oder wer auch immer wird sie für dieses Benehmen und die Respektlosigkeit der anderen Mitarbeiter bestrafen.

Beichthaus.com Beichte #00038097 vom 19.04.2016 um 13:54:40 Uhr (9 Kommentare).

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Sie gehört freiwillig dem Islam an

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Unglaube Engherzigkeit Falschheit Vorurteile

Ich (m/40) habe letztens einer hübschen und klugen Frau den Laufpass gegeben, mit der alles nach einer festen und guten Beziehung aussah, weil sie mir beim etwa siebten oder achten Treffen sagte, muslimischen Glaubens zu sein, obwohl sie "Biodeutsch" geboren wurde. Sie war jedoch mit einem Mann aus dem Nahen Osten verheiratet und hat auch ein Kind mit ihm. Ich dachte dann: "Okay, die Sache ist klar, er und seine Familie wollten es so." Als ich das sagte, erklärte sie mir jedoch, dass die Familie des Mannes, allesamt wohlhabend und hochgebildet, extrem säkular lebt, nicht betet, nie in die Moschee geht und sogar zu ihren Kindern, die sich für atheistisch erklärt haben, weiterhin völlig normalen Kontakt hat.

Sie dagegen hat sich bei den vielen Besuchen in der Heimat von einem Imam einwickeln lassen, sich den Koran in deutscher und später arabischer Sprache gekauft und schließlich ganz offiziell den Glauben angenommen. Dabei ist diese Frau selbst eine hochintelligente Naturwissenschaftlerin und trägt zwar kein Kopftuch, sagt aber, es sei eine Überzeugung. Das Einzige, was ich zu ihrer Verteidigung sagen kann, ist, dass sie das tut, was man sonst von den angeblich gemäßigten Muslimen vergeblich erwartet: Sie stellt sich offen gegen Terror und Glaubenskriege. Dennoch habe ich ihr gesagt, dass ich mir keine nähere Bekanntschaft mit einer Frau vorstellen kann, die der übelsten Religion der Welt freiwillig angehört und ihr auch gesagt habe, dass das ein dauernder Streitpunkt wäre und ich mich deswegen nicht zwischen sie und ihren imaginären Freund stellen möchte. Sie hat es akzeptiert und mir sogar noch freundliche Worte mit auf den Weg gegeben. Das hat mich zum Grübeln gebracht, denn wären alle so wie sie, wäre es friedlicher auf diesem Planeten. Andererseits kann auch sie radikalisiert werden, und wenn das der Fall wäre, möchte ich einfach kein Teil ihres Lebens sein. Schade nur in einem Punkt: Der Sex mit ihr war unglaublich, aber das ist halt nicht alles, was zählt.

Beichthaus.com Beichte #00037790 vom 10.03.2016 um 16:00:02 Uhr (42 Kommentare).

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Ich brauchte doch ein Bett!

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Selbstsucht Lügen Falschheit

Ich (m/24) lebte bis vor einem Jahr noch bei meinen Eltern. Knapp vier Monate vor meinem Auszug gab mein altes Kinderbett den Geist auf und brach ausgerechnet - und klischeehaft - beim Sex mit meiner Süßen zusammen. Leider stellte sich heraus, dass die Matratze so durch gelegen war, dass sie ohne Lattenrost unbenutzbar war, und auch der war so beschädigt, dass man ihn nicht darunterlegen konnte. Das geplante Bett für die neue Wohnung war aber für mein winziges Kinderzimmer zu groß. Außerdem hatte auf meine Oma auf das Konto dafür die Hand und ich bekam das Geld erst nach bestandenem Abschluss. Da ich nämlich, wie man dem Alter nach sehen kann, vorher schon eine andere Lehre abgebrochen hatte, hat sie als zusätzlichen Ansporn jeden Monat 150 Euro auf ein Sparkonto eingezahlt.


Und es musste sofort etwas Neues her: Ich kann als hart arbeitender Azubi schließlich nicht auf dem Boden pennen. Also kaufte ich für 45 Euro ein Luftbett, das gerade so in mein Zimmer passte. Man muss jetzt kurz dazu erwähnen, dass es neun Tage vor Monatsende war und das Geld etwas knapper. Das Ding war zu meiner Überraschung superbequem. Leider vergaß ich die Kleinigkeit, dass ich einen Kater habe. Es kam also, wie es zu erwarten war: Nur einen Tag nach dem Kauf lag das schöne, neue Luftbett flach am Boden und der Übeltäter saß mit großen Augen daneben. Toll, meine letzte Kohle war auch weg, und meine Eltern waren auch erst den Samstag vorher beim Großeinkauf gewesen und hatten trotz voller Vorräte nur noch knapp 30 Euro. Also, was tun? Ich sah, dass in der Packung ein Flickset war und beschloss, das Problem so zu lösen. Aber ich fand das Loch nicht.


Da dachte ich mir, dass, wenn ich es nicht finde, auch der Laden es nicht findet, und brachte das Luftbett zurück. Tatsächlich tauschten sie das Luftbett gegen ein Neues ein. Obwohl ich meinen Kater in dieser Nacht nicht ins Zimmer ließ, passierte wieder das Gleiche: Bett kaputt, Loch nicht auffindbar. Ihr ahnt es: Ich tauschte es um. Das Spiel ging dann noch zwei Mal so, bis mein Lohn da war und ich mir ein billiges Sperrholzbett kaufte, das noch heute als Gästebett dient. Allerdings hat der Geschäftsführer nach dem vierten Umtausch gesagt, er schicke die ganze Charge jetzt zurück. Ich fragte beiläufig, wie viele das seien und ob noch mehr Kunden welche abgegeben hätten. Er verneinte und erklärte mir, dass ich der Einzige sei. Aber man habe keine Löcher gefunden, also gehen die restlichen 350 Luftbetten zurück, außerdem gab es im Prospekt eine Umtauschaktion. Bei den Kosten, die dafür fällig wurden (Druck der Prospekte, und knapp 16.000 Euro Umsatzeinbuße), wurde mir dann ehrlich gesagt schon etwas blümerant zumute. Aber ich brauchte doch ein Bett.

Beichthaus.com Beichte #00037592 vom 12.02.2016 um 17:45:04 Uhr (9 Kommentare).

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Gespräche über richtige Männer

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Falschheit Lügen Peinlichkeit Feigheit

Ich (m/32) bin von Beruf Soldat und in meiner Freizeit spiele ich American Football. Da es dieses typische klischeehafte Denken gibt, wie ein "richtiger" Mann sei, würde ich in dieses Denken gut hineinpassen. Jetzt zu der Beichte: Während andere Leute am Liebsten in Jogginghosen zu Hause rumlaufen, ziehe ich meine Mikrofaser-Strumpfhose an und gammele zu Hause darin herum. Ich finde diese Dinger total gemütlich und bequem. Meine Verlobte ist der einzige Mensch, der das weiß und sie stört es absolut nicht. Bei Besuch ziehe ich mir natürlich immer was drüber. Ich meine, keinen Menschen geht es etwas an, was ich zu Hause trage und ich binde es auch niemanden auf die Nase. Nur es nervt einfach, wenn beispielsweise ihre Freundinnen zu Besuch sind und dann auch Gespräche über "richtige" Männer aufkommen. Während ich dann also unter der Jogginghose meine Strumpfhose trage, muss ich immer zustimmen, dass ich ja ein richtiger Kerl sei. Da ich aber keinen Arsch in der Hose habe und es mir peinlich wäre, halte ich brav meinen Mund und muss sogar lügen, was mir leidtut.

Beichthaus.com Beichte #00037499 vom 30.01.2016 um 13:37:35 Uhr (16 Kommentare).

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