Der Zwang zu lügen

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Lügen Falschheit Verzweiflung Engherzigkeit Partnerschaft Garrel

Ich habe eine Zeit lang ziemlich krumme Dinger gedreht, wie Urkundenfälschung und Drogenhandel, und bin es daher gewohnt, niemandem zu vertrauen. Denn egal, ob der Typ seit Kindheitstagen dein bester Freund ist - wenn es um Drogen geht, werden alle zu Tieren. Also habe ich jahrelang eigentlich permanent gelogen, was meine Vergangenheit, meine Gegenwart und sogar meinen Namen angeht. Ich wollte niemanden auch nur einen Zentimeter an mich ranlassen, um nicht verraten oder verletzt zu werden. Seit zwei Jahren ungefähr bin ich aber raus aus der Kriminalität und habe einen legalen, ganz normalen, Job und führe ein ziemlich durchschnittliches Leben. Was aber nicht heißt, dass ich aufgehört habe, zu lügen. Vor ein paar Monaten lernte ich dann eine Frau kennen.


Ich zog dieselbe Nummer ab wie immer und erzählte ihr quasi das Blaue vom Himmel. Was ich alles gemacht habe und wo ich schon überall war - normalerweise lassen sich die Frauen dann auch auf eine Nacht mit mir ein, bis ich sie morgens wieder nach Hause schicke. Aber diese Frau war ganz anders. Anstatt alles, das ich erzählte, nur bewundernd hinzunehmen, ging sie darauf ein, hakte nach und betrachtete vieles mit Skepsis. Sie las irgendwie in mir, wie in einem Buch und ging nach dem Abend dann alleine zu sich. Ich verabredete mich immer wieder mit ihr, weil sie mich so faszinierte, und verliebte mich in sie. Aber, obwohl ich sie wirklich vergöttere, kann ich einfach nicht damit aufhören, sie zu belügen. Das fängt bei völlig nichtigen Kleinigkeiten an geht dann aber bis zu ganzen Lebensabschnitten, die einfach erstunken und erlogen sind. Ich glaube, dass sie insgeheim weiß, dass ich eigentlich nie wirklich die Wahrheit sage und mich trotzdem liebt. Ich versuche wirklich, es zu lassen, weil sie mir echt am Herzen liegt, aber es ist unheimlich schwer, diese Gewohnheit abzulegen. Momentan denke ich über eine Therapie nach, kann mich aber noch nicht ganz dazu durchringen.

Beichthaus.com Beichte #00031757 vom 17.08.2013 um 02:10:14 Uhr in Garrel (13 Kommentare).

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Meine perfekte Mutter

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Hass Zorn Verzweiflung Familie Backnang

Ich möchte hier beichten, dass ich meine Mutter hasse. Sie ist jemand, der sich nach außen hin immer weltoffen und tolerant gibt, aber in Wirklichkeit eine Heuchlerin ist. Zum Beispiel wurde ich als kleines Kind als hochbegabt diagnostiziert und habe ein paar Schulklassen […]
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Beichthaus.com Beichte #00031709 vom 06.08.2013 um 13:38:22 Uhr in Backnang (35 Kommentare).

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“Folge

Besser als die anderen

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Dummheit Falschheit Hochmut Schule Penig

Ich möchte beichten, dass ich mich eine Zeit lang heuchlerisch und selbstverliebt benommen habe. Ich war in meiner Kindheit und frühen Jugend fast immer und überall eine Außenseiterin. Ich wurde gemobbt, belächelt und ausgeschlossen, weil ich mich unweiblich kleidete und benahm, kurze Haare hatte und eine Brille trug. Außerdem machte ich mir aus Mode und Popstars nichts und las stattdessen lieber. Darunter litt ich mit fortlaufender Zeit immer mehr und hatte schließlich Angst vor Menschengruppen und ein miserables Selbstwertgefühl. Oft hört man ja, dass Leute, die mobben, früher selbst gemobbt wurden oder sich zumindest unsicher fühlen. Das konnte ich nie richtig glauben und wenn, hielt ich es für sehr verachtenswert. Wer tut denn jemandem so etwas an, wenn man es selbst durchlitten hat? Unvorstellbar. Naja, schließlich wechselte ich zur zehnten Klasse die Schule und langsam wurde alles besser. Am Anfang wurde ich auch hier eher ausgegrenzt, aber schließlich, langsam aber sicher, in die Klasse integriert und war dann, als ich mein Abi machte, ein vollwertiges Mitglied. Ich wurde auch zu Klassenaktivitäten eingeladen, kurz, es war ein Traum für mich. Auch auf der Fachhochschule, auf die ich danach ging, war nach anfänglichen Schwierigkeiten alles super. Zusätzlich nahm ich ordentlich ab, hatte mittlerweile lange rote Haare und war scheinbar einfach recht attraktiv und unmissverständlich weiblich geworden. Ich wurde gemocht, bekam Komplimente und fühlte mich einfach pudelwohl.


Nun waren in dieser Klasse, es war ein Informatikstudium, zwei etwas "komische" Typen. Aufgrund ihrer Art und ihres Aussehens wurden sie schnell Außenseiter. Man muss dazu sagen, dass sie sich auch tatsächlich nicht gerade beliebt machten. Einer wusste zum Beispiel immer alles besser und zog recht heftig über die Meinungen von anderen her, der andere pries sich immer als absoluter Superprogrammierer an, setzte aber regelmäßig Aufgaben in den Sand. Hauptsächlich war es aber das komische Aussehen und Verhalten der beiden. Sie wurden nicht direkt gemobbt, aber doch ausgeschlossen und öfter belächelt, und natürlich wurde hinter ihrem Rücken ausgiebig gelästert. Und ich beteiligte mich daran. Ich rechtfertigte das damit, dass ich ihnen gegenüber ja immer normal und sogar freundlich war - was auch stimmte. Da wäre ein bisschen Lästern und insgeheim auslachen ja nicht so tragisch. Aber eigentlich fand ich es nur geil, mal selber eine gewisse Position zu haben, von der aus man nicht das unterste Glied der Kette war. Ich wollte sozusagen auch mal Macht ausüben. Und ich blickte ganz eindeutig auf sie herab, innerlich. Auch eine Freundin von der Schule davor vernachlässigte ich. Sie war auch etwas unattraktiv und "seltsam", war zu mir aber immer nett und ehrlich. Jetzt aber schien sie mir lächerlich. Ich ließ den Kontakt einschlafen, obwohl ich genau wusste, dass ich ihre einzige Freundin war. Naja, irgendwann merkte ich dann von selber, dass ich im Begriff war, abzuheben und erschrak vor mir selbst. Ich hatte zwar niemanden wirklich gemobbt, aber ich habe mich schon wie etwas Besseres gefühlt, was ich sehr bereue. Ich werde so etwas nie wieder tun und bereue diese Phase.

Beichthaus.com Beichte #00031643 vom 24.07.2013 um 20:03:20 Uhr in Penig (18 Kommentare).

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Die aufdringliche Flirt-Bekanntschaft

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Lügen Falschheit Dating Partnerschaft

Ich (w/20) beichte, dass ich meinen Freund schon vor unserer Beziehung belogen habe. Ich habe über eine Handy-App einige Männer kennengelernt und mit ihnen gechattet. Mit einigen verstand ich mich gut, mit anderen weniger. Und dann gab es noch den einen, der sich immer wieder bei mir gemeldet hat und immer aufdringlicher wurde. Zuerst wollte er nur schreiben, doch irgendwann drängte er mich dazu, Fotos von mir zu machen. Das ging eine Weile so, bis ich die Nase voll hatte und ihn blockierte. Jedoch nicht überall und so ließ ich mich dazu breitschlagen, wieder mit ihm zu schreiben. Ich lernte irgendwann meinen potenziellen Freund kennen und machte dem Anderen dann klar, dass ich mich verliebt habe und für ihn nicht mehr als Freundschaft empfinden könnte. Er erwiderte, dass das für ihn in Ordnung wäre. Irgendwann habe ich meinem jetzigen Freund dann erzählt, dass ich mich mit dem aufdringlichen Typen getroffen hätte und wie schlecht das Date gewesen sei, was jedoch nicht stimmte. Schließlich waren wir überhaupt nicht verabredet. Ich beschwerte mich über ihn und übertrieb vieles, bis mein Freund den Namen des Kerls rausfand und ihm auf Facebook eine Nachricht zukommen ließ, in der er ihm riet, sich mir besser nicht zu nähern. Ich habe den Kerl letztendlich überall blockiert und gelöscht und erzählte meinem Freund, dass seine Drohung geholfen hat. Es tut mir leid, aber diese Aktion hat uns nur noch näher zusammengebracht.

Beichthaus.com Beichte #00031621 vom 19.07.2013 um 22:17:49 Uhr (11 Kommentare).

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Der Verlust meiner Seelenverwandten

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Engherzigkeit Falschheit Selbstsucht Verzweiflung Ungerechtigkeit

Ich möchte beichten, dass ich meine ehemalige beste Freundin aus egoistischen Gründen in einer für sie schweren Zeit allein gelassen habe, was ich nun seit Jahren bereue. Ich war damals ungefähr 11 oder 12 Jahre alt, sie war etwas älter. Wir waren schon seit Jahren sehr gut befreundet und ich habe mich noch nie einer Person so nahe gefühlt. Nun war es so, dass ich damals, außer ihr, gar keine wirklichen Freunde hatte, da ich in der Schule gemobbt wurde. Ich war das komische, etwas dicke, hässliche Kind, das seltsame Dinge tut - ich verstand damals viele soziale Dinge wie Freundschaft oder Gemeinschaft nicht richtig. Im Gegensatz dazu war sie schlank, hübsch, immer super angezogen und sehr beliebt. Obwohl sie mir öfter sagte, ich sei ihre allerbeste Freundin, war ich eifersüchtig auf ihren riesigen Bekanntenkreis. Ich steigerte mich in den Gedanken hinein, dass sie mich sicher nicht wirklich mögen würde und ich ihr eigentlich peinlich wäre. Dann kamen für sie sehr schwere Zeiten.


Ihr Vater war schon lange querschnittsgelähmt und ihre Mutter seit jeher sehr dominant und kein einfacher Mensch. Doch dann kamen noch andere gesundheitliche Probleme auf ihren Vater zu und er lag schlussendlich mit künstlichem Koma im Krankenhaus. Gerade diese Zeit suchte ich mir aus, um aus irgendeinem bescheuerten Grund Streit zu provozieren und dann den Kontakt komplett abzubrechen. Wahrscheinlich wollte ich mir selbst beweisen, dass ich sie nicht brauche, wirklich verstehe ich das heute auch nicht mehr. Ich ließ sie von einem Tag auf den anderen komplett fallen und zog mich zurück. Ich stieg auch von unserem Gruppenunterricht in der Musikschule auf Einzelunterricht um, ohne ihr etwas zu sagen. Nachdem sie das erfahren hatte, saß sie wohl noch eine Weile weinend draußen vor der Musikschule und da wurde mir das erste Mal ansatzweise klar, dass ich da etwas sehr Dummes getan hatte. Aber aus Stolz und Angst tat ich nichts weiter. Eine Weile später kontaktierte ich sie mit einer halbherzigen Entschuldigung und ohne Erklärung. Sie meinte aber, was da gelaufen war, wäre zu krass, und sie wollte erst mal keinen Kontakt mehr. Davon fühlte ich mich dann auch noch total gekränkt. Wenn wir uns später wiedersahen ignorierte ich sie total, obwohl sie immer freundlich zu mir war. Mittlerweile habe ich sie schon lange nicht mehr gesehen, wir leben inzwischen auch in verschiedenen Teilen Deutschlands. Hin und wieder suche ich online nach Informationen über sie, aber sie scheint überall abgemeldet zu sein.


Ich bereue es sehr oft, dass ich sie so behandelte und meine einzig wahre Freundin dadurch verlor. Ich komme nun wirklich nicht mit vielen Menschen klar und so habe ich mich noch nie mit jemandem verstanden. Ich würde fast sagen, wir wären Seelenverwandte. Ich stelle mir nun oft vor, wie es wäre, wenn wir noch befreundet wären, und wünsche mir sehr, dass wir uns mal wiedersehen oder irgendwie wieder Kontakt bekommen. Aber ich bin zu feige, sie noch mal zu kontaktieren und mich zu entschuldigen. Ich habe Angst, dass ich sie gar nicht mehr interessiere oder dass wir nichts mehr gemeinsam haben. Ich habe zwar aus meinen Fehlern gelernt und würde mich nie wieder so verhalten, aber mein Verhalten damals ist mir extrem peinlich und ich finde es einfach traurig, dass ein dummer Kinderfehler so etwas kaputt gemacht hat.

Beichthaus.com Beichte #00031599 vom 15.07.2013 um 02:23:38 Uhr (18 Kommentare).

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