Schwierige Liebschaft

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Falschheit Begehrlichkeit Verzweiflung

Ich bin in einen ehemaligen Arbeitskollegen verliebt. Das ist aus vielen Gründen völlig aussichtslos, ich hatte auch nie vor, mich ihm zu offenbaren. Trotzdem, diese Gefühle waren da. Mehr als bloße Schwärmerei. Deswegen war ich sowohl geschockt, verletzt als auch erleichtert, als er gekündigt hat. Hatte übrigens nichts mit mir zu tun. Und nun kommt er zurück. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Aus dem Weg gehen kann ich ihm nicht, wir sind ein sehr kleines Unternehmen und würden praktisch Seite an Seite arbeiten. Es wäre das Beste, ich würde kündigen, denn wie ich geschrieben habe, es wird nie etwas zwischen uns sein. Aber ich liebe meine Arbeit, ich liebe, was ich tue. Ich mag die anderen Kollegen. Ganz zu schweigen davon, dass ich froh bin, diesen Job zu haben. Ich bin zeitlich und mobil sehr eingeschränkt. Ich will auch gar nicht kündigen, aber ich weiß nicht, wie ich mit ihm zusammenarbeiten soll, teilweise neun Stunden am Tag, Seite an Seite. Ich wünschte diese Gefühle würden verschwinden und ich wünschte, wir könnten zusammen sein und dass dann alles gut wird.

Beichthaus.com Beichte #00036686 vom 22.09.2015 um 16:33:53 Uhr (11 Kommentare).

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Die legendäre Zahnbürste

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Gammelsdorf

Damals, mit 20 Jahren, hatte ich (m) ein spezielles Hobby. Jeder meiner Eroberungen, die ich mit in meine Wohnung genommen habe, habe ich morgens dieselbe Zahnbürste verabreicht. Immer mit der Story dahinter, dass ich ja noch eine "frische" Zahnbürste hätte. Ich muss heute immer noch darüber lachen, wie dankbar die Mädels damals die benutzte Zahnbürste verwendet haben. Meiner jetzigen Freundin habe ich die Zahnbürste damals übrigens nicht gegeben - ich hatte es so im Gefühl, dass sie doch etwas Gutes ist. Deswegen wurde mit ihr die legendäre Zahnbürste auch entsorgt.

Beichthaus.com Beichte #00036682 vom 22.09.2015 um 03:20:54 Uhr in Gammelsdorf (17 Kommentare).

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Die Single-Mütter und der heiße Erzieher

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Engherzigkeit Ungerechtigkeit Kindergarten Arbeit

Ich (w/44) bin Leiterin einer Kindertagesstätte und beichte, dass ich einen beliebten und fähigen Erzieher unter einem nichtigen Vorwand entlassen habe, da er den Single-Müttern den Kopf verdreht hat, was zu einem Zickenkrieg und der Verschlechterung des Kita-Klimas geführt hat. Dabei lagen keine Hinweise auf diesbezügliches Verhalten seinerseits vor, ich habe also keinen Grund zur Annahme, dass er irgendeiner von diesen Frauen Avancen oder Hoffnungen gemacht hat. Um ihn tut es mir besonders leid, da er ehemaliger Asylbewerber ist und sich sehr gut integriert hatte. Er konnte wirklich sehr gut mit den Kindern umgehen und männliche Erzieher sind ja sowieso eine wertvolle Rarität. Es tut mir leid, dass ich den Kindern ihren liebsten Erzieher genommen habe. Aber ich bin ja als Leiterin schließlich auch für eine gute Atmosphäre in meinem Betrieb verantwortlich. Ich selbst würde ihn übrigens auch nicht von der Bettkante stoßen.

Beichthaus.com Beichte #00036678 vom 21.09.2015 um 13:44:06 Uhr (30 Kommentare).

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Wird das Bargeld abgeschafft?

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Betrug Dummheit Zorn

Ich beichte, dass es mir Spaß macht, bei dieser momentanen Falschgeldhysterie die Geschäfte in den Wahnsinn zu treiben. Es ist ja mittlerweile so, das selbst schon 100 Euro Scheine "zu groß" sind und das obwohl doch nun wirklich jeder ein Prüfgerät haben sollte. Falschgeld erkennt man übrigens in 99 Prozent der Fälle am Papier. Ich lasse mir dann bei der Bank extra 500-Euro-Scheine geben, und gehe dann in Läden, wo draußen eben nicht ausdrücklich drauf hingewiesen wird, dass diese nicht genommen werden. Denn dann schreibt das Gesetz vor, müssen diese akzeptiert werden. Läuft dann ungefähr so ab: Die Verkäuferin nennt die Summe, ich lege den Schein hin, die macht erstmal große Augen und sagt dann: "Oh, den dürfen wir aber nicht annehmen." Darauf sage ich, dass draußen kein Hinweis angebracht ist und sie somit verpflichtet ist, den Schein als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Dann fängt meistens die Diskussion an, bis ich sage, dass ich das Zeug einfach hierlasse und woanders hingehe. Woraus sie dann meistens ziemlich blöd dastehen und nicht wissen, was sie machen sollen. Meistens kommt dann eine Kollegin zu Hilfe oder der Chef wird angerufen. Und witzigerweise, sobald man damit droht die Sachen stehen zu lassen, geht es dann plötzlich doch - mithilfe des Prüfgerätes. Ich frage mich, wo das noch endet. Demnächst darf nur noch mit 5 und 10 Euro Scheinen bezahlt werden? Oder ist das langsam die komplette Abschaffung des Bargeldes?

Beichthaus.com Beichte #00036649 vom 17.09.2015 um 09:05:19 Uhr (21 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Kann Rassismus abfärben?

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Vorurteile Zorn Ungerechtigkeit Dummheit Gesellschaft

Ich beichte, dass ich mich sehr für die Ignoranz meiner Familie schäme. Letztens kam eine Doku über politisch verfolgte Flüchtlinge. Daraufhin meinte meine Mutter, dass sie alle selbst Schuld seien: "Sollen sie halt ihren Mund halten, dann passiert ihnen nichts." Genauso war es auch damals mit dem Blogger aus Saudi Arabien, der zu 1.000 Peitschenhieben und 10 Jahren Haft verurteilt wurde. Sie hat kein Mitleid für solche Leute übrig, nur Kopfschütteln. Mein Opa, der immer sehr nett war und sich bis heute immer für uns da ist, ist leider einer der größten Verschwörungstheoretiker. Er glaubt, die Medien fälschen die Geburtenrate, damit Deutschland mehr Ausländer aufnimmt und dass wir eigentlich auch in der Zukunft genug junge Leute hätten. Zudem würden in 20 Jahren keine Schwimmbäder, wie wir sie kennen, existieren und Frauen könnten keine Bikinis oder kurze Sachen tragen, wegen der Muslime. Außerdem leben laut ihm eigentlich mehrere Millionen Juden in Deutschland - die Medien hätten diese Zahl allerdings auf 50.000 runtergefälscht.


Eine Bekannte erzählte ihm, dass diese Leute, genau wie die Zigeuner, wegen des Krieges alles umsonst bekommen und null Steuern zahlen müssen. Er meinte ernsthaft: "Nur weil sie damals ein paar umgebracht haben." Die Krankenversicherung zahlt angeblich auch nur wegen den ganzen Asylanten so schlecht. Das sagte er vor etwa sieben Jahren! Als noch sehr wenige Flüchtlinge kamen. Gegen Schwule ist er auch, findet das aber nicht so schlimm wie die Tatsache, dass ich in 30 Jahren mal sehr wenig Geld haben werde und überall um mich herum "Lauter Asylanten sein werden, die nicht arbeiten". Zehn Minuten nachdem er so etwas rausgehauen hat, kommt dann aber plötzlich: "Ich akzeptiere jeden wie er ist, solange er mir nichts tut. Leben und leben lassen. Die Menschen sind heutzutage so gehässig. Man sollte die Unterschiede akzeptieren. Es ist doch egal, wie ein Mensch aussieht, woher er kommt oder was er sonst noch für Eigenheiten hat." Hört er sich überhaupt noch reden?! Und nein, er hat keine Demenz. So krass ist meine Mutter nicht, aber sie gibt ihm in vielem Recht. Irgendwas hat da abgefärbt.

Beichthaus.com Beichte #00036647 vom 17.09.2015 um 00:12:29 Uhr (10 Kommentare).

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