Deutsch-Unterricht mit Flüchtlingen

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Vorurteile Zorn Gesellschaft

Ich unterrichte Deutsch als Fremdsprache, habe vor einigen Monaten einen Vorkurs für Flüchtlinge geleitet und möchte hiermit beichten, dass ich kein moralisches Problem darin gesehen hätte, 80 Prozent der Kursteilnehmer wieder abzuschieben. Hätte mein Arbeitgeber über meine Einstellung Bescheid gewusst, wäre mir vermutlich gekündigt worden, da man mir vermutlich latenten Rassismus und Xenophobie unterstellt hätte. Es gibt mehrere Gründe, warum ich zu meinen Überzeugungen gelangt bin. Der erste Grund besteht darin, dass von 25 angemeldeten Kursteilnehmern nur 10 Leute regelmäßig anwesend waren. Hierbei muss ich sagen, dass ich es durchaus verstehe, wenn beispielsweise die Eltern kleiner Kinder oder auch andere Kursteilnehmer wegen eines Behörden- oder Arzttermins nicht an jeder Sitzung teilnehmen können, wenn aber von 25 Leuten täglich 15 fehlen, dann frage ich mich ernsthaft, welche sonstigen dringenden Pflichten Flüchtlinge zwischen 20 und 30 Jahren haben, dass sie trotz ihrer Ambitionen, dauerhaft in diesem Land zu leben, nicht am Deutsch-Unterricht teilnehmen können.


Grund Nr. 2: Von den zehn Leuten, die regelmäßig anwesend waren, konnten sieben nicht ansatzweise schreiben. Natürlich ist mir bewusst, dass im Irak und in Afghanistan eine andere Schrift verwendet wird, jedoch denke ich, dass das lateinische Alphabet mittlerweile so international ist, dass alle, die jemals eine Schule besucht haben, wenigstens grob mit lateinischen Buchstaben vertraut sein sollten. Leute aus Ostasien, die ich unterrichte, hatten beispielsweise nie Probleme mit dem lateinischen Alphabet, obwohl man dort auch andere Schriften verwendet. Jedenfalls hatte ich auch sonst den Eindruck, dass das Bildungsniveau der Kursteilnehmer sehr niedrig war, dass die meisten vermutlich nicht einmal eine Berufsausbildung hatten und daher dem deutschen Steuerzahler vermutlich noch sehr lange, wenn nicht für immer, auf der Tasche liegen werden.


Grund Nr. 3: Natürlich kann man alles lernen, auch die deutsche Sprache, Schreiben, oder einen Beruf. Allerdings fiel mir bei den meisten Kursteilnehmern auf, dass sie überhaupt keinen Bock hatten, irgendwas in meinem Kurs zu lernen, obwohl ich mir wirklich viel Mühe gegeben habe und weder davor noch danach mit anderen Lerngruppen (z. B. Jugendlichen an Schulen, Studenten etc.) Probleme hatte. Die meisten Kursteilnehmer kamen und gingen, wann sie wollten, haben sich von mir im Unterricht auch nicht beim Telefonieren, Schlafen oder Essen stören lassen und haben auch sonst nicht den Eindruck erweckt, als interessierten sich sich auch nur ansatzweise dafür, die Sprache zu lernen.


Grund Nr. 4: Weiterhin negativ aufgefallen ist mir das Verhalten. Es gab regelmäßig Beschwerden vom Hausmeister, weil die Kursteilnehmer benutztes Klopapier einfach auf den Boden geschmissen haben, ihre Zigaretten trotz deutlich sichtbarer Aschenbecher vor dem Hauseingang einfach ausgetreten haben, überall ihren Müll liegen lassen haben, Gegenstände wie Wasserkocher aus der Küche entwendet haben, in die zuvor erwähnten Aschenbecher gerotzt haben, und so weiter. Natürlich habe ich den Kursteilnehmern mehrmals die Hausordnung erklärt und nach einer Weile wurde es auch besser, trotzdem frage ich mich, auf welchem Stand eine Zivilisation sein muss, wenn erwachsene Menschen überhaupt auf solche Ideen kommen, wie zum Beispiel vollgeschissenes Papier einfach auf den Boden zu werfen.


Grund Nr. 5: Ich hatte nicht wirklich das Gefühl, dass es sich bei den Kursteilnehmern um traumatisierte Kriegsflüchtlinge handelte. Die meisten hatten teure Smartphones, Schmuck und nicht gerade die billigsten Klamotten an. Auch sonst habe ich in Gesprächen einen komischen Eindruck gewonnen, als mir einer erzählte, dass ich mir irgendwann mal die schöne antike Architektur im Irak ansehen solle, oder als ich eine Gruppe von Eriträern dabei beobachtet habe, wie sie sich untereinander Witze erzählt und miteinander gelacht haben. Versteht mich nicht falsch: Natürlich müssen Flüchtlinge nicht unglücklich oder andauernd mit einer Fresse wie nach sieben Wochen Regenwetter herumlaufen, allerdings hatte ich bei den Leuten in meinem Kurs wirklich nicht das Gefühl, dass sie sehr bedürftig waren. Natürlich ist mir bewusst, dass meine Gruppe nur eine winzige Stichprobe war und man nicht auf alle Flüchtlinge schließen kann, allerdings konnte mir keiner aus meiner Gruppe wirklich die Hoffnung geben, sich hier jemals zu integrieren oder zu einem funktionierenden Teil unserer Gesellschaft zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00037716 vom 29.02.2016 um 05:25:26 Uhr (40 Kommentare).

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Wie man sich gegen das Jobcenter durchsetzt

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Rache Ungerechtigkeit Zorn Verzweiflung

Ich möchte euch heute meine Geschichte erzählen, die auch so einige Beichten beinhaltet. Gleich zwei Dinge vorweg: ich kann aus Gründen der Aktualität und zu meinem Schutz keine genauen Angaben zu meiner Person, Geschlecht oder Herkunft machen, es muss hier genügen, dass ich ein menschliches Wesen jenseits der 40 bin. Auch auf genaue Zeitangaben verzichte ich. Und zweitens, das hier wird lang und wird einige Dinge enthalten, die man schwer oder gar nicht glauben kann, doch ich schwöre beim Leben meiner Kinder, dass alles der Wahrheit entspricht.


Es fing vor etwa dreieinhalb Jahren an, als ich chronisch krank wurde. Auch auf meine Erkrankung kann ich nicht weiter eingehen, außer, dass sie unheilbar ist, mich aber nicht umbringen wird. Es handelt sich auch nicht um eine Suchterkrankung oder sonst etwas selbst verschuldetes. Aber ich wurde damals, vor der endgültigen Diagnose, plötzlich immer wieder mehrere Tage krank und war dann auch absolut arbeitsunfähig, teils bis zu zwei Wochen am Stück. Obwohl ich in meinem Betrieb seit der Ausbildung, einem Werksstudium, gearbeitet hatte, wurde ich daher "betriebsbedingt" gekündigt. Dieses Schicksal traf damals aber ausschließlich ältere und krankheitsanfällige Mitarbeiter.

Da die ersten Arztbesuche noch kein Ergebnis brachten, suchte ich weiter nach Arbeit, vor allem, da damals noch ein recht einfaches Medikament schnelle Linderung der Symptome brachte. Leider machte ich es damit aber schlimmer, das wusste damals nur keiner. In den folgenden zwei Jahren lebte ich also von ALG 1, meinen Ersparnissen und kurzem Engagement in meiner Branche, doch meine Krankheit wurde immer schlimmer und ich konnte bald nicht mehr. Man kam damals der endgültigen Diagnose zwar endlich näher, aber all das dauerte seine Zeit. Daher fiel ich nach einiger Zeit in die Zuständigkeit einer Behörde, mit der ich noch nie zu tun hatte: Das Jobcenter. Und damit ging der ganze Terror, unter dem ich bis heute leide, los.

Zuerst bekam ich, wie es scheinbar normal ist, die Anweisung - mitsamt meiner Familie - aus meiner Wohnung auszuziehen und sollte mir etwas Billigeres und Kleineres zu suchen. Unsere Wohnung ist nett, aber auch nichts Tolles. Eben das, was man sich von einem Gehalt im mittleren vierstelligen Bereich leisten kann. Und davon sparten wir noch und lebten zum Großteil vom Lohn meiner Frau. Dafür sollte ich uns beide im Alter versorgen. Den Umzug konnte ich mit dem Hinweis auf die schiere Unmöglichkeit in meiner Stadt, in der es von Studenten nur so wimmelt, noch abwenden. Mein Vermögen wurde mir angerechnet, sodass ich bis heute nur die Versicherungen bezahlt bekomme und einen kleinen Teil der Miete. Das wird, nach Stand der Dinge, auch etwa noch zwei Jahre so sein. Nun stand vor etwa 28 Monaten endgültig fest, dass ich in meinem Job nie mehr werde arbeiten können, und ich wurde daher zum Amtsarzt geschickt, um dies zu bestätigen. Allerdings attestierte dieser, dass ich bis zu sechs Stunden täglich leichte bis mittlere körperliche Arbeit leisten könne. Trotz gegenteiliger Atteste wurde mir die Anerkennung einer Frührente wegen Arbeitsunfähigkeit verweigert. Im Gegenteil, ich sollte einen 1-Euro-Job machen, den ich wegen der Anrechnung meiner nicht unerheblichen Ersparnisse nicht einmal bezahlt bekommen würde. Dieses Geld sollte eigentlich meine Altersvorsorge sein, über die Hälfte davon ist aber inzwischen weg.

Kurz nach dem Amtsarzt wurde ich daher das erste Mal zu einem Vermittler geladen. Dieser sollte ein Spezialist für schwer vermittelbare Menschen sein, und bei diesem Gespräch stellte sich der Grund heraus, warum es nicht anerkannt wird: Er will es einfach nicht. Er sagte mir wörtlich und grinsend ins Gesicht "Ich werde nicht zulassen, dass sie AU werden und ihre Versicherungen und Geld vom Staat kassieren! Solche wie Sie habe ich am Liebsten!" Als ich ihm sagte, ich habe seit meinem 18. Lebensjahr gearbeitet und nebenher studiert, unterbrach er mich nur mit "Jaja, ich kenne ihren Lebenslauf, Personen wie sie haben ab 40 oft keinen Bock mehr und legen sich auf die faule Haut, aber nicht bei mir!" Ich wurde daraufhin leicht sauer und sagte ihm in ähnlichem Tonfall, dass ich alles lückenlos belegen könne und mir sicher meinen letzten Rest Gesundheit nicht durch Arbeiten ruinieren würde, die ich nur unter der Wirkung extrem starker Schmerzmittel leisten könne und dabei auch eine Verschlimmerung riskieren müsste. Da grinste er erneut und sagte: "Ah, Opfer, die sich wehren, machen mir am meisten Spaß, mit uns beiden wird das sicher noch lustig!" und warf mich aus dem Büro. Kurz darauf bekam ich einen Bescheid, dass alle Leistungen eingestellt würden, da ich die Mitarbeit verweigern würde.

Klare Sache: Widerspruch, Anwalt, Drohung mit dem Sozialgericht und Gesprächstermin beim Boss des Vermittlers im Beisein des Anwalts. Dieser jedoch ist derselbe Mensch, nur eine Stufe höher, und sagte, er würde nichts tun, was die Autorität seiner Mitarbeiter untergrabe, solange diese im gesetzlichen Rahmen handeln würde, und erklärte das Gespräch für beendet. Auch die Überreste dessen, was man einst als Sozialamt kannte, sagten, dass sie erst zahlen können, wenn das Jobcenter meine AU anerkannt habe, und verwiesen mich zurück. Auch beide Zusatzversicherungen zahlen erst, wenn die AU von amtlicher Seite anerkannt wird. Atteste alleine reichen dazu nicht aus. Das Jobcenter wiederum erkennt ausschließlich Atteste von Ärzten an, die auf ihrer Liste stehen, und diese entscheiden fast immer im Sinne der Behörde. Das Sozialgericht entschied auf Wiederaufnahme der Leistungen, kann aber ebenfalls keine Anerkennung erzwingen.

Der Vermittler ging nach kurzer Zeit dazu über, mich bei den Gesprächen, wenn ich aus zeitlichen Gründen keinen Zeugen fand, nur zu beleidigen und versuchte mich auch zu demütigen. Beispielsweise verlangte er, ich solle seine Füße küssen, sonst würde der nächste Antrag nicht anerkannt, da er meinen Sachbearbeiter sehr gut kennen würde. Das tat ich natürlich nicht, denn mich hinzuknien alleine würde mich vor Schmerz fast ohnmächtig werden lassen, und das weiß er. Außerdem nannte er mich, weil ich durch die Medikamente Wasser einlagere und auch an Gewicht zunahm, eine widerliche fette Sau und ich solle doch rollend zu ihm kommen, dafür bräuchte ich dann kein Auto mehr. Und überhaupt hätte er sich an meiner Stelle längst aufgehängt, wenn er diesen Anblick im Spiegel ertragen müsse. Stinken würde ich auch. Das ist nicht wahr, da mir meine Frau bei der Hygiene hilft. Er weiß aber, dass ich alleine nicht mehr alles kann. Vor Zeugen dagegen tut er so, als wenn nichts wäre, und sagt Dinge wie "Aber Person XXXX, wenn ich so etwas tun würde, riskierte ich doch meinen Job und könnte armen Menschen wie ihnen nicht mehr helfen!", oder legt nahe, dass ich mich wegen Wahnvorstellungen untersuchen lassen soll. Er ist abgebrüht genug, nicht wütend zu werden, sondern macht mich indirekt lächerlich und unglaubwürdig, was aber seine Position stärkt.

Und nicht nur das, er wird auch körperlich gewalttätig, er schlägt mit den Knöcheln in die Nieren, wenn man ihm den Rücken zudreht. Einmal trat er mir auch die Füße weg und sah lachend zu, wie ich nur unter größter Mühe wieder hochkam. Zur Info: Er geht mit Männern und Frauen gleichermaßen um, wie ich inzwischen in Erfahrung bringen konnte. Alles natürlich nur, wenn wir alleine waren. Er sagte mir auch, alle, die sich mit ihm anlegen würden, seien am Ende im Gefängnis, in der Psychiatrie oder tot. Er sitze am längeren Hebel und das werde er mir beweisen. Ohne Rücksicht auf Verluste, es seien ja nicht die seinen.

Das war der Moment, in dem ich beschloss, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Ich kenne einige junge Leute, die für Geld zu moralisch und gesetzlich nicht einwandfreien Dingen bereit sind, über meine Kinder. Gleichzeitig fand ich andere Betroffene, die zum Teil völlig verängstigt und unsicher sind, was sie nun tun sollen und sich weigerten, bei Dingen mitzumachen, die man ihnen eventuell zur Last legen könnte. Erst als ich klarmachte, dass es, je größer der Kreis der Verdächtigen ist, unwahrscheinlicher wird, dass jemand zu Rechenschaft gezogen wird, machten einige tatsächlich mit. Hier muss ich jetzt sehr uneindeutig werden, aber er fährt nicht mehr das Auto, das er fuhr, als wir uns kennenlernten. Und er hat sich irgendwie auch mehrmals im Gesicht verletzt, als er wohl gegen Türen lief oder Treppen aus Unachtsamkeit herabfiel. Auch sein Haus sieht farblich anders aus und die Fenster waren wohl undicht. Er hat auch viel im Garten geändert, und einmal war sogar die Feuerwehr bei ihm, weil beim Grillen wohl durch Funkenflug seine Gartenlaube in Flammen aufging. All das in wiederholter Weise, er hatte wohl in kurzer Zeit wirklich viel Pech.

Dies zeigt endlich erste Erfolge, denn er deutete an, mich an das Sozialamt zu überstellen und damit meine AU anzuerkennen, wenn diese Vorfälle aufhörten. Gleichzeitig drohte er mir aber auch, dass es auf persönlicher Ebene dann erst richtig losgehen würde, denn niemand beginne einen Krieg mit ihm und könne danach noch davon erzählen. Ich werde mich allerdings örtlich, sobald ich ihn los bin, so weit es geht entfernen. Denn es ist klar, dass meine Ehe und die Kinder darunter leiden und wir wollen alle nur noch weg. Und da werde ich mich schon zu schützen wissen, denn jetzt bräuchte ich zu einem Umzug noch seine Genehmigung, und die bekäme ich niemals.

Beichthaus.com Beichte #00037709 vom 26.02.2016 um 17:58:58 Uhr (22 Kommentare).

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“Beichte

Ich wurde mit sozialen Netzwerken reich!

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Waghalsigkeit Hochmut Maßlosigkeit Internet Geld

Ich (m/28) bin absoluter Gegner der sozialen Netzwerke. Die grundlegende Idee dahinter mag ja nicht schlecht sein. Wie es jedoch genutzt wird, vermittelt mir den Eindruck, dass ein Großteil der Nutzer an ADS leiden muss. Da mir diese Sensationsgeilheit, viraler Exhibitionismus und die exzessive Befriedigung von Neugier total auf den Keks gehen, habe ich diese Internetseiten immer gemieden. Dies ist natürlich im Freundes- und Bekanntenkreis auf Unverständnis gestoßen, was mir aber egal war. Aber dies ist ja im Grunde keine Beichte, da es nur meine eigene Meinung ist. Was ich eigentlich beichten wollte, ist eine andere Geschichte, welche mit dem großen blauen F zu tun hat. Leider ist Ende 2011 meine geliebte Oma verstorben, und da sie sehr sparsam war, hat sie ein beträchtliches Vermögen angehäuft. Als dann das Erbe ausbezahlt wurde, bekamen meine Eltern meine Schwester und ich jeweils rund 100.000 Euro. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch im Studium, lebte bei meinen Eltern und mit meinem Nebenjob und Ferienjobs konnte ich all meine Ausgaben decken. Ich war also auf dieses Geld nicht angewiesen und überlegte, was ich damit anfangen könnte.


Anfang 2012 floppte der Börsengang dieses sozialen Netzwerks und die Aktienwerte brachen nach ihrer Ausgabe ordentlich ein. Als der Wert nahezu am Tiefpunkt war, habe ich das gesamte Geld investiert. Warum ich das getan habe? Ich setzte auf die Dummheit anderer, die bereitwillig alle Informationen über sich preisgeben, welche von dem besagten Unternehmen gesammelt und wohl gewinnbringend weiterverkauft werden. Mein Plan ging auf und der Kurs der Aktie ist stetig gestiegen. Anfang des Jahres habe ich meine gesamten Anteile wieder verkauft und mein eingesetztes Kapital nahezu verfünffacht.


Da es auch gewaltig hätte schiefgehen können, möchte ich beichten, dass ich das mühevoll gesparte Geld meine Oma in eine - meines Erachtens - Schnapsidee investiert und damit auf die Dummheit anderer gesetzt habe. Mittlerweile habe ich mein Studium abgeschlossen, einen guten Job gefunden, meine Freundin an unserem achten Jahrestag zu meiner Frau gemacht und diese Woche den Kaufvertrag zu unserem gemeinsamen Eigenheim unterschrieben. Somit bin ich, mit noch nicht einmal 30 Jahren, stolzer Besitzer eines bereits abgezahlten Eigenheims.

Beichthaus.com Beichte #00037708 vom 26.02.2016 um 14:54:40 Uhr (11 Kommentare).

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Als meine Verlobte plötzlich 180 Kilo wog!

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Völlerei Maßlosigkeit Ekel Partnerschaft

Ich (m/34) möchte hiermit beichten, dass ich meine langjährige Verlobung wegen Äußerlichkeiten gelöst habe. Als ich meine Ex kennenlernte, war sie 22. Sie war nur 163 Zentimeter groß, hatte aber eine tolle Figur, nicht dürr, aber auch kein Gramm Fett. Sie trug Kleidung Größe 38-40, wog ca 60 Kilo, hatte von Natur aus recht breite Hüften, aber einen festen, kugelrunden Hintern und wundervolle Brüste im Bereich C-Cup, alles also genau richtig. Dazu trug sie hüftlange, kupferrot gefärbte Haare, was ihr aber super stand. Damals war sie sportlich, fuhr viel Rad, ging zum Reiten und betrieb etwas Fitness. Ich selbst bin knapp 196 Zentimeter groß und wiege gut verteilte 95 Kilo, ohne dabei besonders muskulös zu wirken, aber bin auch nicht fett oder schwabbelig. Sie war trotz einem nicht so schönen Gesicht meine Traumfrau. Ich möchte hier gleich vorweg erwähnen, dass ich eine teils sehr sarkastische und kalt wirkende Schreibweise habe, diese aber nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass mich die im Folgenden beschriebenen Ereignisse stark mitgenommen haben, da ich trotz allem sehr gefühlvoll bin. Im Gegenteil, mir käme sonst alles noch stärker wieder hoch.

Als wir dann - nach der Verlobung - zusammenzogen, stellten sich schnell zwei Dinge heraus. Erstens: Sie, die gerne kocht, kann es gar nicht. Ich, der mich bisher entweder mit Fertiggerichten ernährt habe oder bei den Eltern zwei Häuser weiter gegessen habe, bin ein Naturtalent. Wie meine Mum koche ich intuitiv, nicht nach Rezept und von der Menge her großzügig. Man kann ja manches aufbewahren und am nächsten Tag noch einmal essen. Zweitens: Leider war meine Ex jemand, die nichts aufbewahren wollte und daher schnell Fett ansetzte. Sie nahm in einem halben Jahr die ersten 15 Kilo zu. Damals war sie aber noch selbstkritisch und außerdem hatten wir dicke Nachbarin mit einer Männerfrisur, über die sie sich regelmäßig lustig machte und sagte, so wolle sie nie enden. Die zog aber irgendwann weg. Ich kochte dann auch nicht mehr so oft und viel. Nachdem sie sogar fast 20 Kilo abgenommen hatte, dachte ich, okay, koche ich wieder, und dieses Mal nahm sie in einem Jahr 45 Kilo zu. Sie machte keinen Sport mehr, und nachdem ihr Pferd regelrecht unter ihr zusammenbrach, ließ sie auch das Reiten. Auch im Bett lief immer weniger, da alles, was ich liebte, extrem außer Form geraten war.

Ich hörte zwar wieder auf, täglich zu kochen, aber das spielte keine Rolle mehr, dann wurde das Essen eben bestellt. Da wir beide verdienten, gab es keine Probleme mit Geld. Drei Döner waren am Ende keine Herausforderung mehr für sie. Alle Versuche, mit ihr zu reden, schlugen fehl, sie nahm es entweder nicht ernst oder heulte, dass man dachte, die Welt ginge unter. Sie war der Fall, die dachte, wenn sie einen Mann hat, kann sie sich gehen lassen, denn sie wird ja geliebt. Ich liebte sie auch, aber ich selbst hielt mich gesund und fit und das erwartete sie ja sogar. Als sie dann bei 145 Kilo - oder mehr, unsere Waage gab auf - angekommen war, ließ sie sich auch noch die Haare raspelkurz abschneiden. Sie verkaufte sogar ihren Kleinwagen, einen bei Frauen sehr beliebten Franzosen, weil sie kaum noch hinter das Steuer passte, und ließ sich einen uralten 190er Diesel von Mercedes andrehen, der sich fuhr wie ein kaputter Traktor, aber Platz genug hatte.

Auch die Körperpflege ließ extrem zu wünschen übrig. Sie wuchtete ihren Körper nur noch dann in die Duschkabine, wenn sie von Freunden und Kollegen angesprochen wurde. Wenn ich vorsichtig anmerkte, dass sie leicht nach Schweiß riechen würde (in Wirklichkeit stank es aus ihrer nicht mehr rasierten Achselhöhle nach mehreren Arten von Tod), wurde sie teils hysterisch. Auch Kuscheln war nicht mehr möglich, da sie mir entweder mit ihrem Ranzen den Rücken zu ruinieren drohte, oder es für mich unbequem war, den Arm, den ich eigentlich um sie legen wollte, fast gerade nach oben zu strecken, da sie seitlich liegend fast um die Hälfte höher war als ich. Sie war nicht nur zu der ehemaligen Nachbarin geworden, sie hatte sie weit übertroffen. Außerdem hatte sie kaum noch passende Kleidung und lief zu Hause nur noch im Slip durch die Gegend, und hielt mir das Fett so dauernd vor Augen. Wenn Leute zu Besuch kamen, zog sie sich ein langes Shirt - immer das gleiche - mit den Ausmaßen eines mittleren Zirkuszeltes darüber und sonst nichts. Dieses sah nach einiger Zeit trotz Waschen grausig aus, gräulich, fleckig und ausgeleiert. Die peinlich berührten Blicke bemerkte sie nicht.

Ich musste mir teils von anderen anhören, ich wäre ein "Feeder". Ich musste erst einmal googeln, was das ist. Es sind Männer, die eine Frau absichtlich mästen, was bis zum Tod gehen kann. Die finden das sogar erotisch anregend. Ich war erschrocken, denn eine solche Intention hatte und habe ich nicht. Alle Versuche, mit ihr zu reden, waren vergebens. Da reichte es mir. Ich sagte ihr, die Verlobung sei aufgelöst und sie habe drei Monate, um sich etwas Neues zum Wohnen zu suchen. Da wir ein Gästezimmer hatten, habe ich sie mit sofortiger Wirkung dahin verbannt. Sie fing an zu heulen und schreien. Ich solle sie gefälligst nehmen, wie sie wäre und nicht auf Äußerlichkeiten achten. Hätte ich doch angeblich früher auch nicht gemacht, sie sei ja hässlich.

Wie gesagt, sie ist vom Gesicht her kein Model, aber auch nicht hässlich gewesen. Sie fiel dann auch noch auf die Knie, dass die Fensterscheiben wackelten, und umklammerte meine Beine. Sie sah heulend zu mir hoch und bat mich um eine letzte Chance, sie würde auch abnehmen. Ihre Haare mussten ja ab, weil sie kaputt gewesen wären, auch die würde sie wieder wachsen lassen. Ich sah nach unten, und was ich sah, ließ nur noch Verachtung in mir hochsteigen. Ein feistes, verquollenes Gesicht, an dem man nicht mal mehr sah, ob es männlich oder weiblich war, mit einem mehrfachen Doppelkinn und Augen, die man vor lauter Fettwülsten kaum mehr sah. Ich sagte ihr, sie solle mich loslassen, und zwar sofort. Da ging sie in die Küche und holte ein Messer. Dieses hielt sie sich ans Handgelenk und schnitt sich leicht. Sie meinte, sie ziehe das durch, wenn ich sie rauswerfen würde. So, wie ich sie kannte, war sie dazu auch tatsächlich fähig.

Da sagte ich, sie solle sich beruhigen, ich würde jetzt eine Runde spazieren gehen und dann würden wir in Ruhe reden. Kaum aus der Haustür und außer Hörweite, holte ich mein Handy raus, rief die Polizei an und sagte meine Ex-Verlobte habe wegen der Trennung gedroht sich, das Leben zu nehmen und habe sich bereits verletzt. Ich hätte die Wohnung verlassen und ein schlechtes Gewissen. Die sagten, sie kämen sofort und ich solle vor der Tür warten und mit ihnen hochgehen. Ich sollte zuerst rein, um eine Panikreaktion zu vermeiden. Ein paar Minuten danach standen zwei Polizisten, eine Frau und ein Mann, vor der Tür, sowie zwei Sanitäter. Ich lieferte einen kurzen Abriss der Ereignisse und Gründe. Dabei merkte ich, dass die junge Polizistin noch etwas säuerlich war.

Das legte sich aber schnell, als sie sahen, was los war. Sie saß da, weinend und in sich zusammengesunken und wirkte fast wie ein traurige Karikatur von Jabba dem Hutten aus Krieg der Sterne. Als die junge Beamtin das sah, bat sie erst einmal ihren Kollegen aus dem Zimmer, da es so aussah, als wäre meine Ex nackt. Sie trug den Slip, aber man sah ihn nicht unter dem Bauch im Sitzen. Mich bat sie, etwas zum Anziehen zu suchen. Sie setze sich zu meiner Ex und sprach sehr lieb mit ihr. Als meine Ex allerdings die Sanitäter sah, wurde sie hysterisch und schlug um sich und versuchte wieder, an das Messer zu gelangen. Das Ende vom Lied an diesem Tag war, dass ein Notarzt hinzugezogen wurde, sie eine Spritze bekam und mehr tragend als laufen die Wohnung verließ.

Ihr Vater und Bruder holten eine Woche später ihre Sachen und zeigten sich zum Glück verständnisvoll. Sie erzählten mir, dass meine Ex erst einmal für sechs Wochen in der Psychiatrie bleiben müsse und dort auf eine strenge Diät gesetzt wurde. Dort wurde sie nämlich auf 178 Kilo gewogen. Nach dieser Zeit kam sie für ein Jahr in eine Spezialklinik, wo sie erst wieder auf 80, dann 65 Kilo runtergebracht und bei jedem erfolgreichen Schritt, also insgesamt zwei Mal operiert wurde, um die überschüssige Haut loszuwerden. Wir haben uns in dieser Zeit auch mehrmals mit und ohne psychologische Begleitung getroffen, da ich gebeten wurde, zu kommen, weil ihr das helfen sollte, was es wohl auch tat. Ihr Selbstbild war völlig zerstört und musste komplett neu eingestellt werden. Sie verstand so nach und nach auch, was sie sowohl sich selber, aber auch mir und anderen, die sie liebten und lieben und sich Sorgen machten, angetan hat.

Heute sieht sie wieder normal aus, hat aber zwei große Narben und sehr schlaffe Brüste, die aber noch gestrafft werden sollen, und ernährt sich streng nach einem für ihre Bedürfnisse erstellten Plan. Sie darf sich da auch einmal die Woche gönnen, was und wie viel sie will, aber gerade dieser Freiraum hilft ihr, selbstständig zu handeln und es nicht zu übertreiben. Ich wünsche ihr alles erdenklich Gute, denn ich habe sie immer noch irgendwie gern, und ich weiß, dass sie derzeit vorsichtig eine neue Beziehung zu einem sehr netten Mann aufbaut, den ich flüchtig kenne, und der auch Bescheid weiß und sie unterstützt. Das sei ihr von Herzen gegönnt. Aber ich frage mich oft, ob ich nicht mehr oder anderes hätte tun können und bitte daher um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037706 vom 26.02.2016 um 14:08:44 Uhr (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meine Freundin sieht aus wie ein Kind!

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Eitelkeit Vorurteile Peinlichkeit Partnerschaft

Ich habe seit vier Monaten eine Freundin. Kennengelernt habe ich sie, als mein Auto von einem Rückruf betroffen war und mehrere Tage in die Werkstatt musste. Ich bekam kostenlos einen Mietwagen, weil die Werkstatt keinen Leihwagen mehr hatte. Bei der Autovermietung saß meine Freundin am Schalter. Eines kam zum anderen, und nachdem wir uns ein paar Mal getroffen hatten, kamen wir zusammen. Meine Freundin ist eigentlich perfekt - bis auf eine Tatsache. Sie hat den Körperbau eines Kindes. Ich bin 182 Zentimeter groß und sie gerade mal 150. Sie braucht zum Autofahren eine Sitzerhöhung und ihr Sitz ist ganz nach vorne geschoben, weil sie sonst die Pedale nicht erreichen könnte.


Sie ist der liebste Mensch auf der Welt, aber wenn sie neben mir steht, sieht sie aus, als ob sie meine Tochter wäre. Sie sagt, das sei bei ihr so und sie werde mit 23 Jahren auch nicht mehr wachsen. Sie ist zwar bildhübsch, hat aber kaum Busen und durch ihre Körpergröße trägt sie eher Teenagerkleidung. Ich freue mich immer, wenn wir gemeinsam Zeit verbringen können, aber in der Öffentlichkeit ist es mir peinlich, mit ihr gesehen zu werden. Ich möchte hiermit beichten, dass ich mich schäme, mit meiner Freundin in der Öffentlichkeit gesehen zu werden. Ich bitte um Vergebung und hoffe, dass ich auch in Zukunft stark genug sein kann, um die fragenden Blicke der Menschen in der Öffentlichkeit zu überstehen und mit dieser Frau vielleicht den Rest meines Lebens zu verbringen.

Beichthaus.com Beichte #00037704 vom 26.02.2016 um 08:13:29 Uhr (33 Kommentare).

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