Ich bin ein Stehkacker

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Verzweiflung

Ich bin ein Stehkacker
Ich (m/32) bin seit meiner Pubertät Stehkacker. Ich bin beschnitten und mein Pe*is ist im unsteifen Zustand 18 cm lang, weshalb er im Sitzen dauernd unversehens an die kalte Klobrille stößt. Ich hasse dieses Gefühl, obwohl es nicht wirklich wehtut, und kann deshalb Zeit meines Lebens weder auf dem Klo Zeitung lesen noch den allgemeinen Vorgang des Scheißens richtig genießen, weil das Abstützen ja doch irgendwie anstrengt.

Beichthaus.com Beichte #00025555 vom 10.01.2009 um 15:10:27 Uhr (55 Kommentare).

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Ich habe meine Großmutter umgebracht

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Gewalt Hass Mord Familie 50+

Ich habe meine schwer kranke, bettlägerige Großmutter 2 Monate gepflegt. Ich habe nie gewusst, obwohl manches Mal schon gehört, was für eine Anstrengung das ist, was es von einem fordert. Da meine Eltern leider schon ein paar Jahre tot sind und ich der einzige lebende Verwandte war, der für sie aufkommen konnte. Für das Verständnis meiner Lage ist es vielleicht von Belang, dass ich noch keine 25 Jahre zähle und seit 6 Jahren, dank Alkohols am Steuer (sie haben die Quittung bekommen und wenigstens niemand Anderen mitgenommen), eine Vollwaise bin. Trotz fehlender finanzieller Unterstützung der Angehörigen, welche die Alte, die nun ein paar Häuser weiter auf dem städtischen Friedhof liegt, spielend hätte übernehmen können, bestand ich das Abitur und habe seit 4 Monaten meinen Master, der es mir gestattet unter verschiedenen spannenden Stellen die für mich Beste zu wählen. Ich will nicht angeben, aber es war befriedigend nach den Jahren der Angewiesenheit auf staatliche Gelder und der Jobs bei Fast Food Ketten und Reinigungsdiensten auf Anhieb ein Gehalt über dem Lohndurchschnitt und, was noch wichtiger ist, Perspektive zu haben. Ich habe nun endlich eine hübsche Wohnung, kann mir leisten, was ich mir wünsche und da ich nicht allzu anspruchsvoll bin, erhöht sich der Stand des Kontos von Monat zu Monat trotz der ganzen Investitionen für die Wohnung. Der Job füllt mich aus, fordert mich jeden Tag aufs neue heraus und ich kann relativ frei arbeiten, die Ausrüstung ist erstklassig und die Kollegen ein wundervoller, irrer Haufen gleichgesinnter, von denen ein Jeder, obschon mit eigenen Projekten beschäftigt, das Gesamtziel nicht aus den Augen verliert, den Jungen Mitarbeitern seinen Rat nicht verweigert und mit Leidenschaft bei der Sache ist, sodass wir uns manchmal fast schon wie eine verschworene Gemeinschaft fühlen.

Die Situation war sehr befriedigend und vor 2 Monaten erleidet dieses Weib, dass ich nie leiden konnte, einen Schlaganfall. Ich war stets sehr froh darüber mit meinem einzigen Verwandten keinen Umgang zu haben, nachdem sie mich, als diese armen Narren in den Baum fuhren, gedemütigt und dann im Stich gelassen hat.
Tatsächlich erfuhr ich bald, dass dies schon ihr zweiter Schlaganfall war und dass sie bis dahin nur leicht behindert von einem Kreis junger Damen gepflegt wurde, denen sie wohl als Dank dafür (vielleicht in einer verrückten Anwandlung) bis auf ein paar Kleinigkeiten ihr gesamtes Vermögen geschenkt hat. Der Rechtsanwalt den ich aufsuchte, sagte mir, dass diese Schenkung vollkommen rechtmäßig sei und das es so wie es aussieht vollkommen unmöglich sei, das Geld für die weitere Pflege der Alten, von der die 4 Damen (wohl in der Befürchtung das dieses nun falls sie doch noch eine Zeit lang leben würde, ihren ganzen schwer verdienten Lohn aufzehren würde) nun nichts mehr wissen wollen, einzufordern, da die Schenkung nicht an irgendwelche Bedingungen geknüpft sei. Da ihr erster Schlaganfall schon 2 Jahre zurückliegt, kann ich den Frauen nicht mal verdenken, dass sie es leid sind die hinterhältige, boshafte, arrogante, herrische Vettel zu pflegen. Außerdem stünde ich, wie ich später zu meinem Entsetzen erfuhr, nun vor der Wahl einen beträchtlichen Teil meines Gehalts aufzugeben, um sie in eine professionelle Pflegeeinrichtung zu schicken oder sie mit der Unterstützung einer anerkannten Pflegerin, die nur alle 2 Tage ein/zwei Stunden nach ihr sieht zu Hause zu pflegen. Das war angesichts ihres Zustands, meiner geringen Kenntnisse und meines Berufs sowieso ausgeschlossen. Da Letzteres trotz der kleinen Wohnung möglich und bedeutend billiger war, wählte ich das. Ich glaube nicht, dass dies meine Wahl gewesen wäre, hätte ich gewusst was auf mich zukam - andererseits hätte ich das Ende gekannt, vielleicht schon. Die Aufgabe ist entsetzlich anstrengend. Sie wäre es wohl selbst wenn man wenigstens etwas Sympathie für den zu Pflegenden hätte und dieser wenigstens etwas Dankbarkeit zeigen würde. Es war wie ein zweiter Beruf und ich konnte nicht zulassen, dass meine Arbeit unter dieser alten Hexe leidet. Am Anfang gab ich mir Mühe mit dieser Situation zu recht zukommen, für uns beide das beste zu tun. Doch obwohl sie kaum sprechen konnte, wurde es die Hölle. Das pflegen hätte ich vielleicht ertragen, mitsamt der ekelhaften Aufgaben, wie das ständige Berühren dieses ekelhaften Leibs oder der Beseitigung der Windeln aber nicht das sprechen. Wie sie immer zischte, kaum fähig die Lippen zu bewegen, mich verhöhnte, das Kind der Eltern, die zu nichts Nütze gewesen wären als gegen einen Baum zu fahren. Das ich selbst nicht anders enden würde, ich wertloses Stück Dreck. Wenn die Pflegerin nicht da war, in deren Gegenwart sie ihren jungen Enkel übrigens ausgesprochen freundlich behandelte, sodass diese wohl möglich wahrhaft an ein funktionierendes Zusammenleben von jung und alt glaubte. Ja wenn sie nicht da war, spuckte sie mich manchmal an, lachte mich aus, schrie die ganze Nacht oder versuchte zu singen, um mir den Schlaf zu rauben. Einmal beging ich den Fehler Frauen zu mir mitzunehmen um in meiner Wohnung zu schlafen. An mehr als One-Night-Stands oder losen Bekanntschaften war ich nie interessiert - was ich den Frauen auch offen sage. Einmal fing sie an zu kreischen - nun hatte ich meine Gefährtinnen schon auf "meine ein wenig exzentrische Großmutter" wie ich das euphemistisch umschrieb, vorbereitet, in der Annahme sie würde das gleiche Schauspiel abliefern wie bei der Pflegerin - "Na will er deine süße Fotze lecken, der kleinen Hosenscheißer, meine wollte er auch immer schon als Junge, jetzt hat er sie immer" und etwas später "Sonst holt sich der Schwächling immer einen runter. Du musst ja ganz besonders hässlich sein, bei etwas Hübschem landet der sowieso nicht im Bett, der kleine Wichser." oder auch "Na, komm schneid' dir deine zarten Nippel ab, das macht mich viel geiler als wenn mein Enkel mich bumst, wenn du sie mir nicht gibst beiße ich sie dir heute Nacht ab." usw. Das nur einige Kostproben aus dem Arsenal meiner ehrwürdigen Frau Großmutter. Ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass es trotz meiner Ehrlichkeit nicht zu dem von mir gewünschten Ergebnis kam. Die Frau jedenfalls war nach 20 Minuten verschwunden. In gewisser Weise hoffe ich, dass sie betrunken wie sie (zum Glück) war, sich nicht mehr daran erinnern kann oder wenigstens den Weg zu dem Haus in dem ich lebe vergessen hat. Jedenfalls kannte sie meinen Namen nicht und ich nicht den ihren und wir hatten auch keine Telefonnummern ausgetauscht, worüber ich nun sehr froh bin. Hoffentlich muss ich nicht die Schande ertragen diese hübsche Frau jemals wieder zu sehen.

Vieles Andere wäre noch zu sagen, erbärmliche Episoden zu berichten, kranke Sprüche zu zitieren, die sie mir täglich an den Kopf warf oder ihre ekelhaften Geschichten nachzuerzählen, die sie brüllend von sich gab, mich jeglicher Konzentration und Entspannung beraubend. Ich möchte es hier bei den aufgeführten Beispielen belassen, schließlich trägt dies immer mehr den Charakter einer Rechtfertigung. Wollte ich anfangs noch schlicht berichten, was ich tat, fühle ich das Verlangen, zu erzählen was mich dazu trieb, doch nun genug davon; ich will es auch ersparen und zu Geschehnissen kommen, die mich dazu brachten - nein ich will es nicht beschönigen - die mich auf die Idee brachten das zu tun, wovon ich berichten will.
Nachdem die Pflegerin wieder einmal nach meiner Großmutter gesehen hatte, gab sie mir still zu verstehen, dass ich sie kurz nach draußen begleiten solle. Sie berichtete mir, dass der Zustand meiner Großmutter ihr Rätsel aufgebe, manchmal würde sie denken, dass sie noch Jahrzehnte leben könnte, manchmal fürchte sie jedoch, dass es auf einmal mit ihr vorbei sein könne, so schlecht gehe es ihr dann. Ich heuchelte Verständnis und Besorgnis, worauf sie sagte, daran erinnere ich mich gut: "Wie auch immer, sie tun immer ihr bestes, falls es also eines Tages, möglicherweise, da will ich ihnen keine falschen Hoffnungen machen, auch schon bald, passieren sollte, machen sie sich keine Vorwürfe. Sie sollen wissen, dass ich sie für das was mit ihrer Großmutter tun bewundere. Naja hoffen wir dass sie noch lang lebt, wir beide tun unser Menschenmögliches, wie gesagt manchmal denke ich sie könnte ewig leben.", verabschiedete sich freundlich und ging, nachdem ich noch meiner vermeintlichen Hoffnung für das Letzte Ausdruck verliehen hatte. - Während ich nichts sehnlicher erhoffte, dass diese widerwärtige Kreatur endlich ihren letzten Atemzug tun würde. Ein paar Tage später erzählte ich dann dem Rechtsanwalt, der überdies, ein guter Freund ist, das meine "schwierige Situation" bald vorbei sein könnte. Ich offenbarte Niemandem das volle Ausmaß, erzählte nur von der Mühe der normalen Pflegearbeit, ansonsten sagte ich jedem, dass meine Großmutter und ich Frieden geschlossen hätten. In Anbetracht des Gesundheitszustands von dem die Pflegerin berichtet hatte. Mein Freund sagte mir dann etwas, was mich letztlich den Pfad einschlagen ließ, den ich einschlug. Er sagte mir, dass so merkwürdig es sei, es dann sein könnte, dass etwas von dem Vermögen, dass sie einst besessen hatte, an mich übergehen würde, was ich "wegen meiner aufopfernden Pflege auch wirklich verdient hätte. Da die 4 Damen, die sie zuvor pflegten, im Falle ihres Sterbens vor Ablauf einer Frist von 10 Jahren nach der Schenkung, den gesetzlichen Erben - also mich - mit dem Pflichtteil ausbezahlen müssten. Er versprach mir von sich aus, ohne dass ich viel dazu gesagt hätte, dies zu prüfen. Bald darauf rief er mich an und bekräftige seine Aussage. Es sei nicht nur wahrscheinlich, sondern absolut klar, dass ich ausbezahlt werden müsste. Angesichts des vorherigen Vermögens meiner Großmutter, das ihm aus dem voran gegangen Konflikt bekannt war, konnte er später sogar eine Summe abschätzen. Er riet mir dringend mich darum zu kümmern, falls der bedauerliche Fall des Todes meiner Großmutter eintreten würde. "Es stünde mir nur zu und sie selbst wünsche doch sicher auch das ihr Enkel, selbst wenn er ihr einige Zeit entfremdet war, nun etwas von ihrem Erbe habe". Nun fing ich an selbst die Initiative zu ergreifen, ich beschäftige mich selbst noch einmal mit dem Thema, fand heraus dass mein Freund recht hatte, das ich eine Chance hatte doch noch einmal Gewinn aus dieser Situation zu schlagen, wenn die kranke Alte ins Gras gebissen hätte. Ich will euch nicht vormachen, ich hätte nicht schon damals daran gedacht den Vorgang eventuell etwas zu beschleunigen, aber es blieben Gedankenexperimente, Spielereien, Rachegedanken, wenn sie mich wieder einmal anspuckte oder von den Geschlechtskrankheiten ihrer früheren Liebhaber schrie.
Mir wurde schnell klar, dass ich mir zunächst darüber Klarheit verschaffen musste, dass bei den 4 Damen auch noch etwas zu holen sein würde. Da keine zuvor über nennenswerten Wohlstand verfügte, war es möglich, dass sie das Geld verschwendet, verspekuliert oder einem zu sehr auf Eigennutz bedachtem Verwalter anvertraut hätten. Ich heuerte also einen Detektiv an, der mit der Maßgabe größtmöglicher Diskretion, Auskünfte über den Vermögensstand der Frauen einzuziehen. Meine Befürchtungen erwiesen sich als begründet, aber zum Glück nur in einem Fall. Bei den anderen konnte mein Informationssöldner selbstverständlich nicht den Kontostand ermitteln aber es gelang ihm glaubhaft zu machen, dass noch genug von der Schenkung übrig sei, um mich auszubezahlen. Ich berechnete nun sehr genau die Summe, die ich erhalten würde und das sei gesagt, es handelte sich trotz allem noch um mehrere hunderttausend Euro. Plötzlich wurde ich mir all der Demütigungen und der Qual sehr bewusst die ich bis dahin erlitten hatte. Nicht das es mir nicht schon vorher bewusst gewesen wäre. Der Unterschied bestand viel mehr darin, dass ich jedesmal wenn ich sie kreischen hörte oder ihre Windeln wechselte, während sie vor gespielter Lust stöhnte, lachte und schimpfte, dass nur ihr schwacher Herzschlag, nur ihr kaum wahrnehmbares Atmen, nur das Arbeiten dieses zu Leben unwürdigen Verstandes und des schon längst kaum mehr lebensfähigen Körpers mich nicht nur von der wundervollen Zeit vor ihrem (zweiten) Schlaganfall trennte, sondern dass es für all diese Qualen auch noch eine – wie ich bisweilen dachte - gerechte Entlohnung geben würde. Mit der Zeit sah ich immer klarer wohin mich, diese unselige Situation führen würde. Die Zeit, die ich eigentlich für meinen Beruf verwenden sollte, verbrachte ich nun damit das Futter für das Tier zuzubereiten, das Geld welches ich sparen wollte gab ich für die Pflegerin aus und das Heim, das ich mir erschaffen hatte verwandelte sich in die Höhle einer irren Bestie, der nur genug Verstand geblieben war um ihren boshaften Wahnsinn vor der Pflegerin zu verbergen.
Meine glänzende Karriere würde bestenfalls stagnieren, das Feuer das mich antreibt würde verlöschen, erstickt von Schleim, Exkrementen und noch weit unappetitlicheren Dingen. Meine Zukunft zerbröseln wie mein Kontostand, während ich fürchten musste irgendwann genauso wahnsinnig und ekelhaft wie diese Alte zu werden. Eines Abends ertappte ich mich bei dem Gedanken eine Prostituierte zu bestellen und sie als Rache für den entgangen Abend mit der hübschen Frau direkt vor den Augen der Kreatur zu nehmen, sollte sie auch keifen und keuchen so viel sie wollte.
Entsetzt riss ich mich aus dieser Vorstellung. Wie tief war ich gesunken? Musste ich mich jetzt mit solch erbärmlichen Mitteln rächen? Und würde das den Wahnsinn nicht noch mehr anfachen? Würde es mich nicht auch damit beflecken? Nun ekelte ich mich allein bei dem Gedanken, das zu tun. Würde ich mich damit selbst entwürdigen?
Ich wäre noch krankem Spott und verrückter Lache ausgesetzt und was würde ich dann tun, vielleicht noch mehr? Wohin würde das führen? Ich beschloss besser nicht darüber nachzudenken. Ich musste einen Weg finden dieses Ding zu entfernen, bevor es mich noch weiter besudelte. Vielleicht sollte ich lieber auf so gut wie alles verzichten, sie in ein teures Heim schicken aber dafür frei leben. Ja das würde ich tun, das wäre eine Erlösung. Was hatte mich nur dazu gebracht die Alte überhaupt hierher zu holen oder gar sie hier zu lassen nach allem was vorgefallen war? Ich lebte immer noch recht bescheiden für mein Gehalt, ich müsste wahrscheinlich nicht mal auf etwas verzichten. Gut ich könnte kein Vermögen aufbauen, aber was ist schon der schnöde Mammon. Ja der Entschluss steht fest.

Diesen Gedanken hing ich in diesem Moment als ich plötzlich abgelenkt wurde. Ich hatte Fernsehen geschaut bevor ich zu meiner Misere abschweifte. Nun sah ich, dass der Bericht den ich gesehen hatte, längst vorbei war. Es war inzwischen tiefe Nacht und es lief etwas völlig anderes, schien eine Art Dokumentation zu sein. Gerade wurde der Titel eingeblendet: "Tote haben keine Lobby". Das war der Grund für meine Ablenkung. Für den Moment richtete ich meine Aufmerksamkeit darauf. Der Bericht stellte die These voran, dass jährlich tausende unentdeckte Morde in der Bundesrepublik geschehen würden. Die Tatsache, dass in den meisten Fällen nur der Hausarzt den Totenschein ausfüllt und Obduktion wegen Geldmangel immer seltener ausgeführt wird, würde dazu führen dass viele Mörder ungestraft davon kämen, Nach einer von Experten geschätzten Dunkelziffern würde die Aufklärungsquote von Morden daher nur bei 50% liegen - bestenfalls. Opfer seien vor allem Alte und Schwache, bei denen ein natürlicher Tod wahrscheinlich und daher eine genauere Überprüfung nur sehr selten durchgeführt wurde. Ich verschlang den Bericht. Nun war alles klar. Das Puzzle war vollständig. Das Rätsel gelöst. Die Folter vorbei.
Die Alte hatte selbstverständlich nichts von meiner plötzlichen Erleuchtung mitbekommen. Ich hatte sie in einem abgetrennten Raum untergebracht und benutzte zum Fernsehen, Musikhören, am Computer oder auch einfach so Kopfhörer um so dem elenden Gegacker zu entkommen. Als ich in ihrem Zimmer stand, schlief sie. Ein seltener und nicht nur unter diesen speziellen Umständen überaus wertvoller Zustand, so leise wie möglich ging ich zu dem Schrank mit dem Bettzeug und nahm eines der schon vorbereiten Kissen heraus, dann ging ich zum Bett. Ich stand über ihr. Gleich würde ich eine angemessene Rache haben. –
War ich denn völlig verrückt geworden? Was tat ich hier? Wie konnte ich auch nur in Erwägung ziehen das zu tun? Ich hätte beinahe den Verstand verloren. So leise wie ich gekommen war, legte ich das Kissen zurück in den Schrank und schlich wieder hinaus. Gut, das ich mich noch einmal von dieser Wahnsinnstat losgerissen hatte, beinahe hätte ich nicht mehr gut zu machenden Fehler begangen. Ich schaltete den Computer ein und aktivierte die Routing Software um die Zugriffe meines Browsers nicht zurück verfolgbar zu machen. Sicher ist schließlich sicher. Wie konnte ich so blöd sein, fragte ich mich währenddessen, aufgrund eines Fernsehberichts so eine Tat zu begehen? Nun suchte ich im Internet nach Bestätigung und Widerlegung für die Thesen des Berichts. Ich informierte mich und erkannte schnell, dass die Tendenz auf jeden Fall stimmte. Das Ausmaß ist selbstverständlich letztlich in Folge der Natur der Sache nicht genau bestimmbar, nur abschätzbar. Das Ergebnis meiner Suche war, dass die Chancen nicht schlecht standen - vorausgesetzt man ging es richtig an. Wenn ich die Alte wie ein Idiot einfach spontan erstickt hätte, wären sie weitaus schlechter als sie sein könnten. Nun galt es eine gute Art Durchführung zu finden. Hier hatte mich meine Intuition nicht getrogen. Das einfachste, war wohl tatsächlich das Beste. Andere Methoden wären zwar vielleicht schwieriger nachweisbar, bei einer Obduktion würden sie aber genauso festgestellt und andererseits eventuell nur unnötige Aufmerksamkeit erzeugen bzw. Spuren bei der Beschaffung der notwendigen Mittel hinterlassen. Also das Kissen. Nächster Punkt. Der Arzt, vielleicht der wichtigste Indikator für Erfolg oder Misserfolg der Maßnahme, selbstverständlich sollte er nicht erfahren auf dem Gebiet des unnatürlichen Ablebens sein, jemand Vertrauensseliges der den Totenschein eher als eine Formalität betrachtet wäre genau richtig. Als Letztes natürlich das Durchführungsobjekt. Hohes Alter und schon erwartet tot sind ideale Voraussetzungen. Letzteres sogar durch die Pflegerin, würde der (richtige) Arzt davon hören bevor oder während das Objekt untersucht wären die Erfolgsaussichten noch einmal wesentlich erhöht. Es würde allerdings kaum etwas oder vielleicht sogar das Gegenteil der erwünschten Wirkung eintreten, würde ich selbst davon berichten oder nur zitieren. Am besten wäre es die Pflegerin selbst sprechen zu lassen.
Ich holte mit Hilfe des Detektivs die benötigten Informationen ein. Der Arzt, der die Leichenschau vornehmen und den Schein ausfüllen würde war wie sich herausstellte ein alter Freund der Pflegerin der auf die Pensionierung zusteuerte und noch nie Zweifel an dem natürlichen Verscheiden eines seiner Untersuchungsobjekte geäußert hat. Er war der neue Hausarzt, seit die Bestie von den Damen zu mir kam.

Ich will euch nicht mit weiteren Einzelheiten langweilen. Schließlich stellte ich fest, dass die Bedingungen für mein Vorhaben im Rahmen des Erwartbaren an das Optimum grenzten und die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Arzt als Todesart natürlich ankreuzen würde sich zwischen 90 und 100% bewegte. Also ging ich etwa 2 Stunden vor der üblichen Ankunft der Pflegerin in das Zimmer der Kreatur, die mich so lange heimsuchte, achtete nicht auf die bösen Worte, die sie ausspuckte, nahm ein frisches Kissen aus dem Schrank, drückte es dem widerwärtigen Vieh, von dem ich einen Moment noch einen überraschten Blick sah, ins Gesicht. In Kriminalfilmen oder Büchern liest man oft, dass einem die Zeit dabei entweder entsetzlich lang vorkommt oder wenn sie in Wut geschieht alles unglaublich schnell vorüber geht. Ich kann beides nicht bestätigen. Die 6 Minuten, die ich das Kissen an Ort und Stelle ließ kamen mir weder besonders kurz noch besonders lang vor. Lediglich meine gebeugte Haltung war unbequem und um die Uhr an der Wand abzulesen musste ich den Kopf ziemlich in den Nacken legen. Ansonsten war es recht gewöhnlich, inbegriffen dass dieses grässliche Wesen bei seinem Abtreten weitaus kooperativer war als im Leben, da es sich sowieso kaum noch bewegen konnte und ich halte es für gut möglich das es schon nach einer Minute tot war, jedenfalls ließ keine Regung auf das Gegenteil schließen, aber ich ging aber selbstverständlich lieber sicher und verharrte auch den Rest der Zeit. Danach tauschte ich das neue und das alte Kissen, brachte letzteres ins Bad zur Schmutzwäsche und beschäftige mich mit dem Verfassen eines beruflichen Aufsatzes. Als die Pflegerin kam, ließ ich sie meine Beschäftigung schnell merken, worauf sie wie üblich bemerkte, das meine Anwesenheit bei der Erledigung ihrer Aufgaben nicht erforderlich wäre. Ich widmete mich als wieder für kurze Zeit meinem Text, bis der traurige aber meinerseits nicht ganz unerwartete Ruf kam, ich solle nun doch ins Zimmer der Alten eilen. Ich ließ mir kurz Zeit bis ich dem nachkam und fragte beim eintreten leicht erstaunt und mit nur einem Hauch Verärgerung in meiner Stimme, worauf mir die Pflegerin ins Wort fiel. "Es tut mir so leid, Ihre Großmutter ist verstorben." Ich heuchelte für ein paar Augenblicke ohne etwas zu sagen Verwirrung, Erstaunen, Ungläubigkeit, Entsetzen in dieser Reihenfolge vor, um dann etwas länger mit Trauer abzuschließen. Die etwas geschwätzige Pflegerin fing an zu erzählen, dass sie wohl friedlich im Schlaf weggedämmert sei und sich nicht gequält habe und plapperte dann endlos davon, dass ich alles getan hätte und mir keine Vorwürfe zu machen bräuchte. Ich musste nicht viel sagen, mein hauptsächliches Schweigen wurde so günstigerweise interpretiert, dass ich wohl mitgenommen vom Tod eines geliebten Menschen sei. Daher kümmerte sich die Pflegerin auch um die nötigen Anrufe. Der Arzt kreuzte später nach der Leichenschau und ausführlicher Instruktion durch die Pflegerin betreffend einiger Krankheiten und der allgemeinen Schwäche der Alten wie vorgesehen auf dem Totenschein als Todesart "natürlich" an und ich bekam nach kleineren juristischen Streitereien sogar fast den von mir berechneten nicht gerade unerheblichen Geldbetrag von den 3 solventen der 4 Damen. Das Risiko der zweiten Leichenbeschauung durch Urnenbestattung habe ich mir gespart und lasse das verhasste Ding in einem Sarg vermodern, das ist sicherer zu mal nicht einmal die Damen irgendwelche Zweifel am natürlichen Verscheiden geäußert haben und eine Obduktion wohl nie durchgeführt wird.
Ich bin nun zufrieden mit meinem Lohn für die Qual und konzentriere mich voll auf den Beruf. Die letzten beiden One-Night-Stands verliefen auch in Hinsicht auf den Berichteten einigermaßen gewöhnlich, was ich als Erfolg verbuchen möchte. Mein nun sehr hübscher Kontostand ist dabei sich Monat für Monat weiter zu erhöhen und es steht eine Beförderung ins Haus.


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HINWEIS: Beichthaus hat den Text sofort nach Eingang an die zuständige Strafverfolgungsbehörde in Deutschland weitergeleitet.

Beichthaus.com Beichte #00025528 vom 07.01.2009 um 01:43:43 Uhr (98 Kommentare).

Gebeichtet von elcolto
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“Beichte

Der Duft von Höschen und Söckchen

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Fetisch Masturbation Begehrlichkeit Schamlosigkeit Darmstadt

Seit meiner Kindheit bin ich fasziniert vom Duft der Frauen, was an sich für einen Mann normal ist, denke ich. Das Ganze fing, an als eine Familie mit drei Töchtern in unsere Nachbarschaft zog. Wir verbrachten viel Zeit miteinander. Mit den zwei Jüngsten, die eine ca. 2 Jahre jünger als ich, die andere ca. 2 Jahre älter als ich, hatte ich auch "intimere" Kontakte. Die typischen Doktorspiele und später dann auch konkrete erste sexuelle Erfahrungen. Dabei lernte ich auch ihren Duft kennen. Der Duft ihres Unterkörpers und ihrer Füße. Das ganze Haus duftete irgendwie weiblich, oft sehr angenehm, manchmal aber auch streng wie ein Puma-Käfig. Das hat mich wohl geprägt. Erst Jahre später fing ich an mich für die getragenen Höschen und Söckchen von Frauen zu interessieren und damit zu onanieren.

Höschen von Klassenkameradinnen, Freundinnen und dann auch die der Mütter von Klassenkameraden/dinnen. Mit der Zeit merkte ich, dass der Duft der älteren Frauen im Allgemeinen stärker und angenehmer war. Besonders der Duft einer Französin in den Vierzigern war heftig. Sie hatte extrem viel cremigen Ausfluss und der Duft war stark und hypnotisierte mich regelrecht. Seitdem überkommt es mich regelmäßig und ich stöbere in der Schmutzwäsche, um mir ein duftendes Höschen oder zumindest ein paar Söckchen zu ergattern. Leider sind die meisten Frauen meiner Altersklasse, und Jüngere, zu sauber und haben überhaupt keinen natürlichen Duft mehr.

Beichthaus.com Beichte #00025503 vom 03.01.2009 um 13:24:17 Uhr in Darmstadt (39 Kommentare).

Gebeichtet von lucy0815
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Hügelgräber in Thüringen

31

Hochmut Ignoranz Stolz Lügen Selbstsucht Th&uuml;ringen

Dies beichte ich (w/25) nun stellvertretend für meine gesamte Familie. Meine Großeltern besitzen in Thüringen einen relativ großen Wald, mit einem Tal und einem Bach in der Mitte und einer Hochebene mit einem Buchenhain drauf. Dieser Wald ist seit sechs Generationen in unserer Familie. Mein Urururgroßvater hat ihn damals dem Grafen von Henneberg abgekauft, nachdem dieser ihm ein gutes Angebot gemacht hatte. Wir sind als Familie sehr stolz auf diesen Wald, weil er u.a. meiner Urgroßmutter und meiner Großmutter als Versteck im Zweiten Weltkrieg diente, vor den Russen, die ja alle Frauen vergewaltigt hatten. Auch mein Urgroßvater konnte sich vor seiner Heimkehr dort mehrere Wochen verstecken, und entkam so der Festnahme durch die Besatzer. Vor ein paar Jahren haben wir sogar ein Waffenversteck aus dem Ersten Weltkrieg noch gefunden, von meinem Ururgroßvater, ein altes Gewehr, Messer und jede Menge Munition - natürlich haben wir das nicht gemeldet, warum auch. Damals war jagen verboten und Waffenbesitz im Allgemeinen, also versteckte er es dort in der Nähe seiner Hütte. Heute noch gibt es unzählige Familiengeschichten, die sich um den Wald ranken und wir zehren im wahrsten Sinne des Wortes von ihm, denn mein Onkel ist Jäger und er schießt zu Festtagen ab und zu ein Reh oder ein Wildschwein. Was wir auch wussten, war, dass in unserem Wald mehrere Hügelgräber, also Gräber aus der Keltenzeit, sind, was in Thüringen gar nicht so selten ist, dort findet man in beinahe jedem dritten Wald ein Hügelgrabfeld (die Hügel sind so ca 3-4 Meter hoch). Meine Oma nahm mich als Kind immer dorthin und zeigte mir die manchmal ganz offensichtlichen Hügelgräber und auch die unter Bäumen und Gebüsch versteckten.

Und sie sagte mir auch, dass es merkwürdig sei, dass man in manchen Erdlöchern vor und unter den Gräbern eine Art Zement erkennen konnte, wenn auch sehr groben. Der wurde ja eigentlich von den Römern erfunden, aber irgendwie musste der ja auch den Kelten bekannt gewesen sein und in Thüringen waren die Römer ja nie. Meine Theorie ist auf jeden Fall, dass diese Idee eben von den Römern übernommen wurde und die Kelten bzw. die Germanen haben es sich dann auch gemischt. Für uns war die Sache klar, doch es gab wohl einige Archäologen, die das sehr interessant fanden. Eines Tages fuhren wir in den Wald und wir mussten zu unserem Entsetzen feststellen, dass sich eine Horde Archäologen (vom Land Thüringen) gerade über unseren Wald hermachte. Sie waren bei den Hügelgräbern mit den Zementstollen untendrunter und fingen an mit Spitzhacke und Schaufel den Stollen zu bearbeiten und wollten die Gräber darüber öffnen. Noch dazu nagelten sie an die schönen alten Buchen Schilder mit der Aufschrift "Archäologisches Grabungsgebiet, bitte nicht betreten". Natürlich gab es keinen Bescheid vom Land Thüringen, wir wurden nicht informiert, obwohl der Wald Privatbesitz unserer Familie ist. Meine Großeltern nahmen diese Sache dann rechtlich in die Hand und haben es doch tatsächlich geschafft, mit verschiedenen Bescheiden und hoher Überredungs- und Lügenkunst die Archäologen loszuwerden.

Sie behaupteten, dass der Zement aus den 50ern stamme, um die Jagd zu erleichtern und dass mein Urgroßvater das selbst mit einfachen Mitteln zusammengemischt hätte. Das war natürlich der totale Blödsinn, aber überprüfen konnten sie es nicht, es war ja kein organisches Material und primitiven Zement kann sich ja jeder selbst zusammenmischen. Sie sagten weiterhin, dass die Hügelgräber ja auch nichts Besonderes seien, da sie ja nicht so selten sind und in unserem Wald auch nicht ungewöhnlich groß seien und somit wohl nicht so wertvoll. Die Archäologen mussten abziehen. Wir nahmen die Schilder wieder ab und buddelten die Löcher wieder zu. Tja, wenn wir nun die Menschheit um eine archäologische Sensation gebracht haben, tut es uns sehr leid, aber das ist ja schließlich unser Wald und außerdem haben wir diese Maulwürfe wahrscheinlich noch vor Schaden bewahrt, denn wer weiß, was meine Vorwahren noch für Munition dort vergraben haben. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00025477 vom 28.12.2008 um 19:35:28 Uhr in Thüringen (31 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Skurriles im Krankenhaus

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Ekel Aggression Peinlichkeit Gesundheit Müllrose

Ich wurde vor Kurzem das zweite Mal an der gleichen Stelle operiert. Eine denkbar ungünstige Stelle für einen Eingriff - für mich, nicht für die allgemeine Chirurgie des Hospitals meiner Wahl. So wurde ich also ein zweites Mal am Steißbein operiert. Ich würde mich deswegen in diesem Metier schon als "alten Hasen" bezeichnen. Auf den Eingriff selbst kann und will ich hier nicht weiter eingehen, aber die Geschehnisse davor und danach sind hoffentlich die paar Zeilen und eure Zeit wert. So wurde mir, nach Entdeckung des Befundes von diversen, meist osteuropäischen Chirurgen (was mich schon hätte stutzig machen müssen) versichert, dass die später entstehende Wunde klein, wenn nicht sogar minimal ausfallen würde (im besten Falle hätte genäht werden können und meine Wenigkeit wäre glücklich und zufrieden von dannen gezogen). Dem war natürlich nicht so.

Eher das Gegenteil war der Fall. Auch die Tatsache, dass beide Narkoseschwestern - von denen einer ein Kerl zu sein schien, sich jedoch scheinbar jeglichen männlichen Merkmalen entledigt hatte - bekennende Dortmund-Fans waren und meinem Verein sämtliche Chancen auf den Meistertitel absprachen, machte meine Situation vor der Operation nicht wirklich erträglicher. Auch nach der OP schien meine Glückssträhne nicht reißen zu wollen und ich landete in einem Zimmer, ich nenne es dezent "das Zimmer der lebenden Toten", aus dem ich, selbst noch in nachwirkender Trance der Narkose, zu fliehen versuchte. Die Bettgitter, die besonders aktive Narkosepatienten in Zaum halten sollen, taten ihre Sache gut, für meine erdachten Vorhaben leider zu gut. So lag zu meiner rechten ein Herr, ich schätze ihn auf Mitte 80, der sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen Geräusche von sich gab, die jeder Form menschlicher Natur, ob hier oder in den fernsten Teilen der Erde, entbehrten. Zu meiner linken hingegen lag ein, nicht viel jüngeres Opfer der Zeit, welches mir quasi schon im Hereingeschoben werden ein Gespräch über seine Vergangenheit, seine gegenwärtigen Gefühle und die Zeit nach diesem, unserem Krankenhausaufenthalt auf Station 6, aufzwang. Aber der Schwierigkeitsgrad ließ sich noch erhöhen, denn dieser, mein linker Bettnachbar, kam, wie schon die halbe Belegschaft, aus einem ehemals von uns besetztem Ostgebiet. So versuchte ich Wortfetzen aus polnischer und altdeutscher Sprache, hervorgebracht durch eine mangelhaft arritierte Zahnprothese, zu deuten und konnte mich meist nur zu einem gezwungenen Lächeln und einem leichten Kopfnicken durchringen. Was er scheinbar deutlich als Aufforderung verstand weiter zu sprechen.

Unterbrochen wurden wir zum Glück von einer Schwester, die ihm das karge Frühstück servierte. Zwei trockene Brötchen und eine Birne. Nun eine der skurrilsten Szenen meines Aufenthalts in diesem Hospital. Der alte, zierlich wirkende ältere Mann, polnischer Herkunft fing an die Schwester, ob seines abwechslungsarmen Frühstücks, in seiner Landessprache zu beschimpfen. Danach folgte ein verbaler Disput in unsere Sprache, den ich liebend gerne wiedergeben würde, mich aber leider nicht an alle Einzelheiten erinnern kann. Darum nur eine gekürzte Fassung um wenigstens den Inhalt (sofern es ihn denn gibt) des Gesprächs wiederzugeben:

Alter Mann: "Is nix haben zwei trocken Brotchen."
Schwester: "Das haben sie gestern so bestellt."
Alter Mann: "Nix bestellt das Brotchen!"
Schwester: "Sie haben gestern zwei trockene Brötchen ohne Auflage und ein Teil frisches Obst bestellt."
Alter Mann: "NIX!! NIX IS HABEN DAS...MIT NUR TROCKEN!!! IS EST EGAL...NIX VERSTEHST! IS ESSEN!"
Schwester: "Das geht auch ruhiger und freundlicher! Hier liegen noch andere Patienten!...Möchten sie für morgen Auflage?? Marmelade???"
Alter Mann: "Jaaaaa...das...Marmelade! Jaaaja...!"
Schwester: "Wurst?"
Alter Mann: "Jaaaaaaaaa..ja."

Leider kann man die Situationskomik nicht so gut rüberbringen, weil ich weder den Akzent des Mannes noch die grenzenlose Unsinnigkeit seiner Worte schriftlich zum Besten geben kann - leider. Aber das war eindeutig ein Highlight meines Krankenhausaufenthaltes.
Die beiden Herren wurden aber zum Glück am nächsten Tag entlassen und ich dachte, ich würde übers Wochenende wohl ein schönes Einzelzimmer bewohnen. Weit gefehlt. Erst kam ein ca. 40 Jahre alter Kiffer (wie er mir später stolz erzählte) und später der 82 Jahre alte Herr Voigt mit seiner 54 Jahre alten Liebschaft Agathe auf mein Zimmer. Doch zu beiden später mehr. Denn nun war der Zeitpunkt gekommen, meine Wunde das erste Mal zu versorgen. So suchte ich die Dusche auf, zog mich aus, nahm den Verband ab und zog die Tamponage aus der offenen Wunde (Tja, war doch nicht klein genug, um genäht zu werden - welch Wunder). Nach kurzzeitigen Schwindelgefühlen und dem dringenden Bedürfnis, mich zu übergeben, sah ich mir das volle Ausmaß an und mich überlief ein leichter Schauer. Das Leiden, das mich zum zweiten Mal zu einer OP zwang, "eröffnete" sich mir in einer doppelt so großen Wunde, wie sie mir schon vor einigen Monaten zu teil wurde. Doch das konnte mich nicht schocken, tapfer spülte und tamponierte ich sie aus.

Das zweite Mal ausduschen wurde auch zu meinem zweiten, wenn auch zweifelhaften Highlight, meines Zwangsurlaubs. Denn unter der Dusche angekommen spürte und sah ich dann, dass meine Tamponage, mein Wundabdeckungspolster und ein guter Teil meines überaus ansehnlichen Krankenhaushemdes voller Blut war. Das allein schockierte mich noch nicht vollends, als ich mich aber zur Wand und wieder zurückdrehte, meinen Blick über die Schulter schweifen ließ und die vorhin weiße Wand, als rot gesprenkelt erkannte, stieg doch eine gewisse Panik in mir auf. Noch einmal im Kreis gedreht, die Backen zusammengepresst und wieder lockerlassen, hatte ich dann dem Rest des Badezimmers den gleichen Anstrich wie zuvor erwähnter Wand gegeben. Ein letzter kontrollierender Blick in den Spiegel überzeugte mich, dass tatsächlich eine kleine Blutfontäne aus dem Loch überhalb meines Afters kam. Das versetzte mich, gelinde gesagt, doch etwas in Panik. Zum Glück gab es in jedem Raum den "Schwestern-Knopf". Ich versicherte mich mit ein, zwei gezielten Faustschlägen, dass ich diesen auch wirklich betätigt hatte. Nach nagenden Minuten des "Backen-Zusammenpressens" tat sich jedoch leider nichts. So ging ich mit leicht watschelndem Gang zur Tür, wohlgemerkt splitterfasernackt, und rief erst leise und flehentlich und danach doch etwas lauter und ich glaube mit einigen Flüchen versehrt, das diensthabende Personal. Einige "verfickte Scheiße!" und "meine Fresse kommt ma ran hier eeeey" später schlug die erste Schwester auf. Trotz der Notsituation, in der ich mich augenscheinlich befand, traf der erste Blick der Pflegerin zielgerichtet mein Glied, (stutzig macht mich, dass ich scheinbar ihrem ersten Blick gefolgt sein muss, da ich es sonst ja nicht hätte weitergeben können) was ich sonst relaxt über mich hätte ergehen lassen, wenn da nicht der Springbrunnen unterhalb meines letzten Rückenwirbels gewesen wäre. Ihr zweiter Blick, deutlich professioneller, erfasste dann die Situation bis ins kleinste Detail und sie riet mir, ein Handtuch fest auf die Wunde zu drücken. Ich war kurz davor zu sagen: "Hey Schatz, toll das du da bist, haste nicht noch so einen Geistesblitz auf Lager?!" Doch die Situation, man höre und staune, verschlug mir doch etwas die Sprache.

So wurde dann nach kurzem Zögern, die diensthabende Ärztin zurate gezogen. Da stand ich also im Bad mit einer durchaus attraktiven Ärztin, einer noch attraktiveren Schwestern - nackt - und mit sprudelnder Wunde knapp über dem Arsch. Noch nicht skurril genug, die Szene?! Stimmt! Kurz nach eingehender Betrachtung der ganzen Szenerie, d.h. das komplett rot gesprenkelte Bad, der verwirrten Schwester und dem nackten Jugendlichen, der sich jetzt lediglich das Handtuch vor das Gemächt hielt, damit die junge Ärztin Platz zum Siagnostizieren hatte, fing ebendiese lauthals an zu lachen. Und auch die Schwester viel wenig später in das Gelächter ein. Auch ich konnte mir dann ein Schmunzeln nicht verkneifen. Laut Frau Doktor war nur ein kleines Äderchen geplatzt, das "viel Lärm um nichts machen würde" das heißt ich war deutlich außer Lebensgefahr, in der ich mich natürlich nur gefühlt befand. Trotz alledem musste die "undichte Stelle" genäht werden, was auch prompt im Bad erledigt wurde. Ich stand leicht vorgebeugt mit einer Hand aufs Waschbecken gestützt (die andere Hand hielt das Handtuch) während die Ärztin mit Nadel und Faden das kleine Äderchen bearbeitete. Die Schwester stellte dann, im Zuge ihrer Untätigkeit, die allerbeste Frage, die sie unter diesen Bedingungen hätte stellen können: "Kann ich auch etwas halten?" In dem Moment sah die Ärztin auf und unsere Blicke trafen sich im Spiegel und trotz oder gerade wegen der vielen Antwortmöglichkeiten (die ihr euch sicher denken könnt) mussten wir beide so dermaßen loslachen, dass die Ärztin sogar das Nähen kurz einstellen musste. Diese Situation werde ich meinen Lebtag nicht vergessen.

So verbrachte ich dann noch zwei weitere Tage ohne große Zwischenfälle auf meinem Zimmer und musste mir von dem Kiffer stolz erzählen lassen, dass ihm die dreifache "Dröhnung"(=Narkose) verabreicht werden musste. Zudem erklärte mir Agathe, die Freundin meines 82 jährigen Nachbars, der übrigens beim Saunagang abgeklappt war und die Notarztbelegschaft beim Abtransportieren komplett vollkotzte, dass sie eigentlich bei ihrer Mutter hätte Rasen mähen müssen, aber ihr aufgrund des Wetters die Hände gebunden waren. Da dachte ich quasi: ALTER, WAYNE. BITCH! Mir schoss gestern eine verfickte Blutfontäne aus dem Arsch, aber ich binde es dir auch nicht auf die Nase! Meine Beichte: Ich hasse Krankenhäuser und will nie wieder eines von innen sehen. Was mir aber definitiv nicht vergönnt sein wird!

Beichthaus.com Beichte #00025392 vom 15.12.2008 um 18:46:52 Uhr in Müllrose (50 Kommentare).

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