Zahnstocher

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Hass Gewalt Rache Familie Dortmund

Zahnstocher
Als ich sechs Jahre alt war verstarb mein Vater an Krebs und wir, meine Mutter, meine beiden Schwestern und ich mussten uns allein durchschlagen. Anfangs war es nicht leicht, doch das Leben ging weiter und wir hatten eine schöne Zeit.bBis meine Mutter, ich war gerade acht geworden, einen neuen Mann kennen lernte. Er war Schreiner und, wie oft in diesem Beruf, fehlten ihm an jeder Hand zwei Finger. Dies machte beim ersten Treffen keinen vertrauenserweckenden Eindruck auf ein Kind. Ich fürchtete mich vor ihm und war sehr zurückweisend. Es mag zwar kindlich naiv oder gemein sein, sich durch solche Sachen irritieren zu lassen, doch ziemlich schnell stellte sich heraus, dass der erste Eindruck nicht täuschte. Sein Äußeres war nicht annähernd so hässlich, wie sein Inneres. Er war verheiratet und weil seine Frau das Geld hatte, wollte er sich (Gott sei Dank) nicht scheiden lassen. Aber meine Mutter wollte er dennoch haben und so ließ sie sich auf die Dreiecksgeschichte ein. Obendrein war er ein fürchterlicher Despot, sah sich als Kopf der Familie und beanspruchte den Platz am Kopf des Tisches immer für sich. Das ihn diese Berechenbarkeit mal schaden könnte war ihm anscheinend nicht bewusst. Es gab in dieser Zeit oft Streit mit meinen älteren Schwestern mit herumbrüllen und sogar Handgreiflichkeiten. Ich sagte nie etwas dazu. Ich war ein ruhiges Kind das in dieser Zeit nicht sehr aus sich rauskam, natürlich auch, um Stress zu vermeiden. Durch diese Verhaltensweise galt ich bei ihm natürlich als "braves" Kind und eines Abends war er der Meinung, ich sollte nun endlich "Paps" zu ihm sagen. Doch ich weigerte mich und sagte wörtlich: "Du kannst mich mal am Arsch lecken!" Eine Ausdrucksweise, die ich sonst nie benutzte, doch ich sah mich im Recht es in so einer Situation sagen zu dürfen. Er brüllte sofort los, meine Mutter hielt sogar zu ihm und ich musste in mein Zimmer.

Und dann kam er der Hass. Ich war erst acht Jahre alt und fühlte richtigen Hass in meinem Herzen. Also beschloss ich, dass er bestraft werden sollte. Richtig bestraft. In unserer Küche befand sich als Sitzgelegenheit eine gepolsterte Eckbank und immer ein Döschen voller Zahnstocher auf dem Tisch. Da ich wusste das sich der dicke Schreiner auf den Stuhl fallen lässt ohne zu schauen, war die Rache einfach. Als meine Mutter das Abendessen zubereitete, tat ich so als ob ich mit den Zahnstochern spielen würde, aber steckte einen Zahnstocher mittig in die Polsterung der Eckbank. Genau auf den beanspruchten Platz des verhassten Typen. Die anderen Zahnstocher packte ich wieder in die Dose, ging in mein Zimmer und wartete. Meine Mutter rief zum Abendbrot, ich blieb im Zimmer und lauschte. Es gab ein ziemlich lautes Knacken, direkt gefolgt von einem brüllendem Aufschrei. Ich wollte, dass er sich, wie Kinder nun einmal so denken, mit dem Zahnstocher in den Po sticht. Doch es traf nicht seinen Po. Er hatte sich den rechten Hoden durchbohrt. Es blutete recht stark und meine Mutter rief den Notarzt.

Er fluchte total und beschuldigte sofort mich, aber weil er so große Schmerzen hatte, konnte er nichts machen. Meine beiden Schwestern bekamen ihr Grinsen nicht mehr vom Gesicht und ich war von diesem Tag an ihr Held. Der rechte Hoden wurde dann im Krankenhaus entfernt. Ich habe diesen Mann nie wieder gesehen. Ich weiß, dass es nicht richtig wa,r aber: Es tut mir bis heute nicht leid. Er hatte es verdient. Ich war nie wieder in meinem Leben gewalttätig oder habe irgendeinem anderen Menschen ein Leid zugefügt, aber ich bin bis heute der Überzeugung, dass er ein schlechter Mensch ist und freue mich darüber, dass ihm ein achtjähriges Kind gezeigt hat, was eine Harke ist.

Beichthaus.com Beichte #00027043 vom 28.09.2009 um 17:04:48 Uhr in 44388 Dortmund (Unterdelle 7) (65 Kommentare).

Gebeichtet von teakus aus Mönchengladbach
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Unsere lieben Patienten

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Boshaftigkeit Hass Arbeit Gesundheit

Ich (w, über 20) arbeite in einer Praxis. Hinter dem Rücken von Patienten lästern wir immer total (mein Chef und ich). Da mein Chef sich keine Namen merken kann, erfinden wir immer lustige abwertende Namen für blöde Patienten, wie z.B.: Weichei Nr.1/2/3, Klappspaten, Oberspießer, Arschkeks, Pilzmauken, "der mit der gekauften Frau", "der, der aussieht wie ein Kindervergewaltiger", "die stinkt aus dem Maul, wie ein Indianer aus der Hose", Simulant, etc.. Immer wenn so ein unbeliebter Patient die Parxis verlässt, verstecken wir uns in unserem Pausenraum und lästern drauf los, zeigen Stinkefinger, oder erschiessen sie mit imaginären Maschinenpistolen. Wir haben ein idiotisches Spiel mittlerweile. Wenn er einen besonders ekligen/nervigen Patienten hat, trägt er ihn bei mir ein, andersherum mache ich das ebenfalls. Wenn ein besonders Dummer dabei ist, schicke ich ihn zu meinem Chef, der demjenigen dann mit irgendwelchen homöopathischen Zeug die Kohle aus der Tasche zieht. Eigentlich gemein. Manche Patienten tun mir Leid, andere nicht. Nämlich die, die uns behandeln wie ihre letzten Lakaien.

Beichthaus.com Beichte #00027039 vom 26.09.2009 um 19:17:46 Uhr (40 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Das brennende Plumsklo

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Dummheit Peinlichkeit Waghalsigkeit Silvester Schweden

Das brennende Plumsklo
Als ich 13 war feierte meine Schwester gerade ihren Schulabschluss in unserem schwedischen Ferienhaus. Wir hatten dort einen alten Schuppen mit traditionellem Plumpsklo. Auf jeden Fall war das eigentliche Klo besetzt weshalb ich dort hin ging um ein notwendiges Geschäft zu erledigen. Plötzlich überkam mich die Langeweile. Ich zog ein Feuerzeug von Silvester aus der Tasche und dachte mir, es wäre doch witzig etwas Klopapier an zu zünden und es dann aus zu pinkeln. Als ich also das nächste mal aufs Klo musste ging ich wieder in das Plumpsklohäusschen. Ich zündete etwas Klopapier an und warf es in das Scheißloch. Dann strullerte ich los, aber mein Wasserspeicher reichte nicht aus. Das Feuer wurde größer, obwohl ich dachte dass es bei dieser feuchten Umgebung von alleine wieder aus gehen würde, aber falsch gedacht, in Chemie sah das ganze so aus: Feuer Scheiße Holzhütte = Großes Feuer. Während das Feuerchen sich in aller Ruhe ausbreitete lief ich unauffällig in das Haus um Wasser zu holen. Dort stand meine Oma am Waschbecken und füllte sich in aller Ruhe Wasser für Kaffee auf. Ich sagte nur "Oma, mach' mal kurz Platz, ich habe da einen kleinen Notfall..." Da sagte sie nur:" Jaja, du und dein Notfall, ich werd dir gleich Notfall..." Also musste ich warten bis sie ihr Wasser aufgefüllt hat, dann bemerkte sie jedoch wie Rauch aus den Plumsklo kam, sprintete mit den vollen Wasserkocher dort hin und kippte es in das Scheißloch. Ich tat das selbe. Wir mussten insgesamt 5 Eimer Wasser reinkippen um das ganze zu löschen. Ich werde nie vergessen wie mich die Freunde meiner Schwester noch heute dafür auslachen.

Beichthaus.com Beichte #00027038 vom 26.09.2009 um 17:39:18 Uhr in Schweden (30 Kommentare).

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Der Dudelsackspieler

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Hass Eitelkeit Habgier 50+

Der Dudelsackspieler
Ich bin schottischer Dudelsackspieler (m/26) und ich habe gestern einen Auftritt für das Seniorenheim in unserer Stadt vergessen. Ich musste extra 40 Kilometer von einem Bekannten zurück, mich ins Kilt schmeißen, notdürftig mein Instrument stimmen und als ich da war mich arschkriechend bei der Heimbetreuerin entschuldigen. Die Mumien saßen schon alle da und warteten - obwohl das machen die ja eh den ganzen Tag! Als ich spielte, hielt es keiner für nötig mal zu klatschen, selbst wenn ich ein Lied fertig hatte. Ich fand es so zum Kotzen. Zu Essen bekam ich bei dem Grillfest auch nichts. Als ich nach etwas zu trinken fragte, sollte ich auch nichts bekommen, bis eine der Heimbewohnerinnen sich darüber aufregte und mir etwas kaufte, denn ich hatte in der Eile mein Geld zu Hause gelassen. Dass mir die nette Bewohnerin etwas ausgab, war der Heimbetreuerin wohl peinlich, die nächste Cola ging aufs Haus.

Nach der Pause spielte ich meinen zweiten Programmteil, aber auch hier mal wieder kaum Reaktionen, obwohl ich mir echt Mühe gab und sich mein Dudelsack echt schön anhörte. Selbst bei "Muss i denn zum Städtele hinaus", wo sonst immer alle halbtoten Omas und Opas wach werden, haben sie kaum mitgeklatscht. Später verlangten einige der Bewohner Zugabe, weil man sie nicht wie die anderen in den Garten gesetzt hat, so bekam ich doch noch ein bisschen Anerkennung, wenigstens die waren nett. Die blöde Heimbetreuerin sagte mir, ich bekäme mein Gel. 20 Euro weniger als vereinbart. Und dafür drei Stunden Arbeit, Fahrt, Warten und ich bin noch in den Kackhaufen eines Mops von so einer Oma getreten. Mit polnischem Akzent sagte sie: "Weil hast du gehabt Verspätung. Nicht, Junge. Schöne Tag. Machst aber schäne Musik." Ich hätte mir die Veranstaltung besser gespart. Wäre ich bloß in der Großstadt geblieben, statt 40 km hirnlos zu rasen, ein Strafgeld zu riskieren und hätte dort in der Fußgängerzone gespielt. Dass hätte auch Geld gebracht bei lebendigem Publikum. Nie wieder Seniorenheim, auch Dudelsackspieler haben ihren Stolz!

Beichthaus.com Beichte #00027035 vom 25.09.2009 um 15:16:06 Uhr (38 Kommentare).

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700 km umsonst gefahren

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Feigheit Engherzigkeit Dating Berlin

700 km umsonst gefahren
Vor etwa 4-5 Jahren war ich nach einem Onlinerollenspiel süchtig. Auf einem großen Schlachtzug im Spiel lernte ich eine Frau kennen mit der ich wie wild flirtete. Da ich wissen wollte wie Sie ausschaut, fragte ich nach einem Bild von ihr. Sie konnte mir keines schicken aber verwies auf die Webseite ihrer Firma, auf der ein Bild von ihr zu sehen sei. Ich war angenehm überrascht als ich das Bild sah. Sie war wirklich hübsch. Letztendlich lud sie mich zu sich nach hause nach Berlin ein. Wir hatten vorher schon telefoniert und wussten schon was wir alles mit uns anstellen wollten. So fuhr ich also an einem Samstag morgen recht früh los. Nach Berlin waren es immerhin ca. 700 km. Gegen Mittag bin schließlich in Berlin angekommen und fand ihre Adresse auch auf Anhieb. Voller Vorfreude klingelte ich also an der Tür. Leider sah sie in real etwas anders aus. Man konnte zwar erkennen dass es sich um die selbe Frau handelt, aber sie hat wohl seit dem Foto geschätzte 100 kg zugenommen. Ich wollte eigentlich auf der Stelle wegrennen aber hatte irgendwie nicht die Eier in der Hose. Hinzu kommt dass in ihrer Wohnung wahrscheinlich vor 6 Monaten das letzte mal Staub gewischt wurde. Da ich wie schon erwähnt keine Eier in der Hose hatte, haben wir rumgemacht und sie wollte mehr. Für mich war das rummachen schon schlimm genug und meinte ich müsse mich erstmal ein bisschen von der Fahrt erholen. Während sie uns etwas zu essen machte, überlegte ich Fieberhaft wie ich aus der Nummer wieder raus komme. Ich wollte nur noch weg und das besser sofort als erst in einer Minute. Endlich kam mir dann eine Idee und ich meinte ich müsse mein Handyladegerät aus dem Auto holen, da mein Akku leer sei. Da ich aber bereits bei der Ankunft meine gepackte Tasche mit reingenommen hatte, war an einfach abhauen nicht zu denken. Auf dem Weg zum Auto also schnell das Handy raus und einen Kumpel angerufen er solle mich bitte in 10 Minuten anrufen und ignorieren was ich von mir gebe. Wieder zurück in der Wohnung klingelte endlich das Handy. Total entsetzt und mit ernster Miene machte ich mich daran ihr glaubhaft zu machen, dass mein Vater am Morgen einen Herzinfarkt hatte und ich so schnell wie möglich nach hause müsse. Sie war voller Sorge und ich tat ihr Leid. Also schnell meine Sachen gepackt und abgezischt. Ich hätte feiern können als ich endlich wieder im Auto saß. Es tut mir Leid dass ich so etwas schreckliches wie einen Herzinfarkt als Vorwand benutzt habe um aus dieser Situation zu entkommen. Ich hoffe dass es meinem Vater noch viele Jahre gut gehen wird. Ebenfalls tut mir die Frau ein bisschen Leid, weil ich sie so verarscht habe. Doch andererseits hat sie mich im Grunde zuerst mit Ihrem Aussehen verarscht. 2x 700km an einem Tag gefahren. Macht soetwas dummes bloß nicht nach. Für das Geld, das ihr für Sprit liegen lasst, könnt ihr billiger in den Puff gehen!

Beichthaus.com Beichte #00027034 vom 25.09.2009 um 14:23:11 Uhr in Berlin (48 Kommentare).

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