Diebstahl statt des Nebenjobs

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Diebstahl Habgier Morallosigkeit Shopping

Ich (w) beichte, dass ich fast alles nur noch klaue. Wir sind keine arme Familie, eher über dem Durchschnitt, aber meine Eltern sind sehr geizig. Ich bekomme 30 Euro Taschengeld, soll aber mein Handy, das Essen in der Schule, meine Klamotten, die Kosmetik und so weiter selbst zahlen, während sie sich lieber jeden Montag einen neuen Fernseher, ein neues Auto oder Ähnliches kaufen. Im Schlafzimmer haben sie inzwischen zwei Plasma-TVs und eine Leinwand. Nein, ich bin nicht faul, ich hatte bis vor Kurzem auch neben der Schule einen Job als Bedienung, aber ich habe es nicht mehr eingesehen, während der Schule bis nachts um ein Uhr zu bedienen - gerne auch mal zehn Stunden ohne Pause, aber der Verdienst war sehr gut - Schwarzarbeit halt. Nun ja - da wir sehr früh Prüfungen schreiben und es in unserer Stadt nicht viele Angebote gibt, habe ich da keine Lust mehr, mir etwas zu suchen.


Meine beste Freundin und ich klauen deshalb. Alles an Tabakwaren, was wir besitzen, teure Kosmetikartikel, Schmuck, Klamotten, ab und zu mal Alkohol oder Süßigkeiten, Snacks, Handyhüllen, teure Dekoartikel und so weiter. In unserer Stadt ist das ziemlich einfach - aufgrund mangelnder Überwachung, aber wir fahren auch öfters in die nahegelegene Großstadt und zahlen auch dort kaum etwas. Unsere Stadt haben wir fast durch - abgesehen von kleinen, privaten Geschäften, denen so etwas echt im Geld schaden würde. Ich genieße dieses Leben, das meiste brauche ich gar nicht, aber wenn es umsonst ist und ich es hinkriege, wieso nicht? Zwar will ich bald mal damit aufhören, aber ich glaube, ganz lassen werde ich es nie. Andere bewundern uns um das, was wir haben. In den letzten drei Monaten haben wir zu zweit für ungefähr 3.000 bis 4.000 Euro geklaut. Kaum jemand weiß etwas davon, meine Eltern merken es auch nicht.

Beichthaus.com Beichte #00032983 vom 02.04.2014 um 21:05:39 Uhr (30 Kommentare).

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Der falsche Uropa

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Zorn Engherzigkeit Falschheit 50+ Familie

Ich (m) möchte beichten, dass es mir egal war, als meine Uroma gestorben ist. Das ist jetzt etwa ein Jahr her. Ich hatte zu meinem "Uropa", der 101 Jahre alt wurde, immer ein gutes Verhältnis. Dieser ist schon vor ungefähr zwei Jahren verstorben. Aber zurück zum eigentlichen Grund meiner Beichte: Man hat mir lange Zeit verschwiegen, dass dieser Uropa nicht mit mir verwandt ist, meine Uroma hatte ihn nach dem Tod meines richtigen Uropas als Freund genommen. Mein richtiger Uropa ist leider vier Jahre vor meiner Geburt verstorben, weil meine Uroma ihn, trotz seiner Kriegsverletzungen und sonstigen Klagen und Krankheiten, bis zu seinem Tod getriezt hat. Selbst im Alter, als er kaum noch laufen konnte, musste er sie von vorne bis hinten bedienen, er hatte nie seine Ruhe. Er muss ein toller Mensch gewesen sein und ich hätte ihn zu gerne kennengelernt, seine Lebensgeschichte von ihm erfahren und ihn nicht nur auf Bildern gesehen.

Beichthaus.com Beichte #00032981 vom 01.04.2014 um 22:55:30 Uhr (2 Kommentare).

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Emotionen bei FIFA 14

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Aggression Zorn Vandalismus Games

Ja, ich habe hier auch etwas zu beichten. Ich habe so das Gefühl, dass ihr euch meine Tat vorstellen könnt, wenn ich den Grund dafür schreibe: FIFA 14! Ja, dieses verrückte Videospiel, auf das alle Fußballfans abfahren. Ich war bei einem guten Freund, der mich des Öfteren zu sich einlädt - er hatte sich kurz zuvor FIFA 14 gekauft und wollte mich auf der Playstation herausfordern. Ich habe keine große Begeisterung für Fußball, und FIFA hatte ich bislang noch nie gespielt. Doch als wir starteten, schlug ich mich gegen meinen Kumpel recht gut. Da ich das erste Mal FIFA spielte, hätte ich mich schon mit einer nicht allzu erniedrigenden Niederlage angefreundet, aber weil ich so gut spielte, stieg die Lust meinem Freund zu schlagen mehr und mehr. Die Lust wurde schon bald Besessenheit - da geht es recht schnell nicht mehr um den Spaß oder um Können, sondern um die Ehre und deinem Freund zu zeigen, was eine Harke ist.


Wie ging es aus? Ich schwitzte wie verrückt, mein Kumpel schien meine verstörte Haltung zu bemerken. Gegen Ende des Spiels wurde es fast schon hitzig, bei jeder Ballgewinnung von ihm setzte er einen Spruch ab, und ich wurde zorniger. Und dann? Es war die letzte Minute und er schießt so ein dämliches Sonntagstörchen. Er stand vom Sofa auf, jubelte laut und stieß regelrechte Jubelschreie aus. Da habe ich es nicht mehr ausgehalten und habe den Kontroller mit voller Wucht gegen den Fernseher geschmissen. Glassplitter - sein Sony HD Fernseher futsch. Was ich aber noch schlimmer finde, war die Tatsache, dass ich mich gleich danach nicht einmal entschuldigte, sondern wegen der Niederlage seufzte und den Boden anstarrte. So habe ich mir aber wenigstens den Blick meines entsetzten Kumpels erspart.


Wir haben aber nach diesem Vorfall einen Schlussstrich gezogen, ich habe mich logischerweise bei ihm entschuldigt und ihm das Geld für einen neuen TV gegeben. Wir sind nach wie vor gute Kumpels. Trotzdem bin ich der Ansicht, dass solche Videogames manchmal sogar beste Freunde zu unnötigem Wahnsinn und Stolz treiben. Bei unserem nächsten Treffen gingen wir "ausnahmsweise" auswärts und haben so richtig was getrunken. Ich muss zugeben, dass mich meine Tat selbst überrascht hat. Von wegen, dass man aufgrund eines Videogames nicht gleich ausrastet! Alles Unfug. Ich denke, wer mal selbst FIFA gegen einen guten Freund gespielt hat, der weiß, wovon ich rede und kann meine Tat nicht ganz, aber vielleicht einigermaßen verstehen.

Beichthaus.com Beichte #00032980 vom 01.04.2014 um 18:27:42 Uhr (17 Kommentare).

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Die neue Identität

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Lügen Falschheit Schule

Ich (m/20) wohne in einem kleinen Dorf und bin dort jemand, der keinem auffällt und ein langweiliges Leben führt. Letzten September habe ich aber eine Schule in München begonnen und ich kannte keinen meiner Mitschüler. Nach anfänglicher Zurückhaltung fiel mir auf, dass ja niemand weiß, wie ich wirklich bin, und ich begann, ein neues "Ich" für die Leute in München zu schaffen. Angefangen von supergeilen Wochenenden, bis hin zu diversen Frauengeschichten - die natürlich alle frei erfunden waren - glaubten sie mir alles. Mittlerweile bin ich ein angesehenes Mitglied der Klassengemeinschaft und nicht, wie all die Jahre davor, nur der unscheinbarer Mitläufer. Auch wenn ich im Inneren genau weiß, dass dieses Bild von mir selbst nicht existiert, gefällt es mir trotzdem sehr gut. Warum also immer in derselben Haut gefangen bleiben, wenn man doch einen Neuanfang hat. Es tut mir nur für meine Klassenkameraden leid, weil ich sie seit Monaten belüge und keiner ahnt, dass ich in keiner Weise so bin, wie alle denken, dass ich es bin. Entschuldigung, aber mittlerweile gibt es kein zurück mehr.

Beichthaus.com Beichte #00032973 vom 31.03.2014 um 20:13:26 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Überfordert vom Leben

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Verzweiflung Selbstsucht Trägheit Neurosen

Ich (w/19) habe das Gefühl, dass mir alles über den Kopf wächst. Ich habe fruchtbare Zukunftsängste, obwohl ich gerade mein Abitur gemacht habe. Dennoch bekomme ich meinen Arsch nicht hoch, um etwas zu tun. Ich sollte mich bewerben, stattdessen würde ich am liebsten den ganzen Tag schlafen. Auch in die Schule gehe ich nicht mehr, ich ziehe mich aus meinem sozialen Umfeld langsam zurück, weil ich Angst vor Ablehnung habe. Einschneidende familiäre Probleme machen mir das Leben noch zusätzlich schwer. Mein ganzes Leben dreht sich darum, was andere von mir denken - ich habe keine eigenen Werte mehr, ich habe mich irgendwie selbst verloren. Ich bin nicht mehr in der Lage, echte Freude zu empfinden, meist tue ich nur erfreut, weil es von mir erwartet wird. War ich früher nie der exzessive Partygänger, so flüchte ich mich seit einigen Monaten in den Alkohol. Wenn ich betrunken bin, kann ich mich endlich öffnen, schockiere dann aber durch meine Depression die Leute, denen ich davon ehrlich erzähle. Meistens sage ich einfach, dass das nicht meine echten Gefühle waren, und dass alles nur vom Alkohol käme. In Wirklichkeit sage ich jedoch immer, was mich wirklich beschäftigt und was ich wirklich denke.


Ich halte eine Fassade aufrecht, die mich selbst zugrunde richtet und mich unter sich begräbt. Da ich selbst weiß, dass irgendetwas nicht stimmt, habe ich mich meinem Freund anvertraut, der zwar so tat, als würde er mich verstehen, aber eigentlich nichts nachvollziehen kann. Muss auch echt schwierig mit mir sein, das weiß ich selbst. Da wir noch nicht lange zusammen sind und auch eine sehr unterschiedliche Denkweise haben, habe ich Angst, dass er mich wegen meiner Krankheit verlassen könnte. Denn durch meine Antriebslosigkeit habe ich das Gefühl, ihn auszubremsen, und bin ihm gegenüber oft nicht fair. Eigentlich hätte er etwas Besseres verdient, dennoch bin ich nicht bereit, ihn gehen zu lassen. Ich beichte, dass ich meinen Freund belaste und ihn damit auch irgendwie sehr verletze, da er ja will, dass es mir gut geht. Hoffentlich habe ich bald den Mut, einen Psychiater aufzusuchen, denn sonst geht letztendlich alles, was mir wichtig war, kaputt. Und das Schlimmste: Dann werde ich selbst schuld sein!

Beichthaus.com Beichte #00032972 vom 31.03.2014 um 15:31:23 Uhr (12 Kommentare).

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