Angespornt durch Hemd und Hose

2

Trägheit Hochmut Arbeit

Ich beichte hiermit, dass ich auf der Arbeit nie wirklich viel zu tun habe. Gestern hatte ich z.B. Arbeit für knapp zwei Stunden, die ich allerdings auf den ganzen Tag, also acht Stunden ausweiten musste. Zwischendurch habe ich mir dann einen Zettel geschnappt und bin vom Büro runter in die Produktion gegangen und habe einen auf wichtig gemacht. Ich beichte hiermit auch, dass ich es verdammt amüsant finde, wie sich die Produktionshelfer benehmen, sobald dort einer mit Hemd und Hose auftaucht. Ich hab im Grunde nichts zu sagen, und sobald ich den Produktionsabteil betrete, arbeiten sie alle mit doppeltem Tempo. Im Grunde ist es mir scheiß egal, ob die da schnell arbeiten, ob die viel machen, ob die wenig machen, das interessiert mich nicht. Damit plagen sich andere Leute ab. Aber trotzdem muss ich da nur heruntergehen und einen auf wichtig machen, schon läuft die Kurve nach oben. Wenn man dann noch etwas ernst guckt und dem einen oder anderen eine Weile zusieht, kann man förmlich sehen, wie sich die Schweißtropfen auf der Stirn bilden. Leute, nicht alle Bürohengste sind geil auf Stückzahlen und es interessiert 90 Prozent der Leute nicht, was ihr wie macht, so lange der Kunde beliefert werden kann. Aber das kann man wohl lange erzählen...

Beichthaus.com Beichte #00004548 vom 20.01.2006 um 06:50:33 Uhr (2 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Das Landei und das Stadtkind

2

Peinlichkeit Dummheit Kinder

Ich (m/30) bin auf dem Land in Bayern aufgewachsen. Man konnte mich als Kind und Jugendliche zu Recht ein richtiges Landei nennen, denn ich war einfach die Unschuld in Person. Ich gehöre zu den Menschen, die mit 13, 14 Jahren mit Lego gebaut haben, auf Bäume geklettert sind und keine Ahnung hatten, was z. B. ein Blowjob ist. Ich war einfach noch kindlich. Kindisch nein, kindlich ja. Nun war es so, dass ein älteres Ehepaar, das zwei Häuser weiter wohnte, fünf Kinder hat, von denen eine Tochter in München alleinerziehend war. Ihr Sohn, das gleiche Geburtsjahr wie ich, verbrachte die Ferien immer bei den Großeltern. Wir verstanden uns eigentlich recht gut. Nur war er eben das absolute Gegenteil zu mir. Schon unsere Vornamen sind sehr unterschiedlich - während ich einen typisch "bayerischen", altmodischen Vornamen habe, der mit Korb... beginnt, trägt er einen englischen Vornamen, der mit Jus.. beginnt und mit ...in endet.

Und wir waren einfach ein ungleiches Paar, das Landkind und das Stadtkind. Er kannte Dinge, die ich noch nie gehört hatte. Und einmal wollte er wissen, ob ich denn schon mal geraucht hätte. Hatte ich bis dato noch nicht, ich habe mich überreden lassen, mal an seiner Zigarette zu ziehen. War eklig. Dann fragte er, ob ich denn mal ausprobieren will, Gras zu rauchen. Und der naive, etwa 13-jährige Junge dachte, dass er mit "Gras" das Gras auf der Wiese meint. Was hat der andere gelacht. Bei seinen Besuchen wurde mir schon klar, dass ich hier ein wenig hinter dem Mond lebe. Allerdings bereue ich es heute nicht. Ich habe ein wirklich ausgefülltes Leben mit Frau (seit einem Jahr mit Trauschein) und hoffentlich bald Kindern, und einem Beruf, der mir Spaß macht. Dass ich so lange Kind war, hat mir alles andere als geschadet. Und übrigens hat das Stadtkind seinen Weg ebenfalls gemacht, hat einen tollen Beruf und eine tolle Partnerin. Aber die Geschichte mit dem Gras, und auch andere Geschichten, die vergessen wir wohl nie. Und wir müssen immer mal wieder darüber lachen.

Beichthaus.com Beichte #00004394 vom 14.01.2006 um 01:56:31 Uhr (2 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Ich will ihren Freund!

3

Selbstsucht Fremdgehen Veringenstadt

Ich verliebe mich immer in die falschen Kerle. Jedes Mal hat er eine Freundin! Jetzt schon wieder, aber ich will und kann ihn nicht vergessen. Ich weiß aber, dass er geil auf mich ist - mehr allerdings nicht. Deswegen spiele ich schon lange mit dem Gedanken, mit ihm zu schlafen und ihn so rumzukriegen. Ich kenne zwar seine Freundin und sie ist echt nett, aber ich kann nicht anders.

Beichthaus.com Beichte #00004330 vom 12.01.2006 um 07:04:34 Uhr in Veringenstadt (3 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der Geldbeutel auf der Straße

6

Diebstahl Habgier Morallosigkeit Trunksucht Geld

Ich muss etwas beichten. In meiner Jugendzeit habe ich, auf dem Heimweg, als ich frisch den Autoführerschein hatte, mitten auf der Hauptstraße im Ort etwas liegen sehen. Nach einer starken Vollbremsung mitten auf der Straße stieg ich aus, um mir das anzusehen, was auf der Straße lag - nicht ohne Grund, denn meine Annahme wurde nicht getäuscht. Es hat sich um einen Geldbeutel gehandelt. Gut gefüllt. Zu dieser Zeit ist das Geld natürlich rar und man ist über jeden Extracent dankbar. Im Geldbeutel waren knappe 200 Euro in Scheinen, EC, Kreditkarten, Führerschein, Personalausweis und viel mehr. Jenen habe ich in einen Acker geworfen und einen Teil des Geldes abends mit einem Kollegen versoffen. Zwei Wochen später war der Acker, auf dem Getreide stand, abgemäht und der Geldbeutel voll zerfetzt worden. Rückblickend auf diese Zeit tut mir diese Aktion sehr leid - hätte ich doch bloß den Besitzer ausfindig gemacht. Der Suff abends war allerdings klasse.

Beichthaus.com Beichte #00004292 vom 11.01.2006 um 09:46:44 Uhr (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Die perfekte Art für ein Beziehungsende

3

Selbstsucht Morallosigkeit Falschheit Wolfegg

Nachdem ich meiner Freundin das Heck geföhnt habe, habe ich Schluss gemacht, weil ich nichts mehr für sie empfinde. Schade nur, dass es das 17. Mal war, dass ich diese Vorgehensweise gewählt habe. Ich bereue allerdings nichts. Die doofen Gesichter möchte ich am Liebsten fotografieren.

Beichthaus.com Beichte #00004290 vom 11.01.2006 um 08:22:50 Uhr in Wolfegg (3 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge