Wenn der Neid zu Hass wird

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Neid Eifersucht Faulheit Hass

Hiermit beichte ich, dass ich total unzufrieden mit meinem Leben bin. Um mich herum bewegen sich alle Menschen fort, doch ich bleibe auf der Stelle stehen. Zumindest kommt es mir so vor. All meine Freunde - also die wenigen, die ich noch habe - stellen Sachen an, um die ich sie beneide. Ich selbst sitze immer noch im gleichen Ort fest und habe eigentlich den gesamten Tag nichts zu tun, da mein Studium erst in den nächsten Wochen losgeht. Ich beneide manche so extrem, dass es schon in tiefen Hass umschlägt und ich dann versuche, diesen Hass mit Alkohol zu ertränken. Ich würde zum Beispiel meinem besten Kumpel am liebsten so richtig eine verpassen, da er unsere Freundschaft seit fast einem Jahr total schleifen lässt. Er ist nur noch mit seiner Freundin unterwegs und jede weitere Absage für irgendwelche Treffen treibt mich fast zur Weißglut. Noch dazu nimmt er mich als total selbstverständlich. Er meldet sich bei mir nur, wenn er Hilfe braucht oder Ähnliches. Er hat schlicht und einfach jegliche Rituale für seine Freundin aufgegeben, was für mich ziemlich unverständlich ist. Wir waren auch schon ewig keinen mehr trinken. Bitte vergebt mir, dass ich totale Hassgefühle gegenüber der Art von Leuten habe, die für eine Beziehung ihren Freundeskreis vernachlässigen. Bitte vergebt mir auch, dass ich ein total fauler Mensch bin, dem es an Mumm fehlt, um mal etwas richtig anzufangen.

Beichthaus.com Beichte #00031991 vom 03.10.2013 um 00:38:42 Uhr (12 Kommentare).

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Hilfe, mein Freund würgt mich!

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Fetisch Aggression Gewalt Verzweiflung Ex

Hilfe, mein Freund würgt mich!
Als ich 19 Jahre alt war, war ich der festen Überzeugung, dass der Fetisch meines jetzigen Ex (23) auch meine wären. Ich ließ mich würgen, schlagen, mir an den Haaren ziehen, mich beißen und so hart anpacken, dass ich ständig blaue Flecken hatte oder meine Lippen danach von ihm blutig gebissen waren. Grundsätzlich packte er mich jedes Mal so hart an, dass ich das Gefühl hatte, er wäre nicht mit sich und mir zufrieden, wenn ich keine Blessuren hatte. Es verging kein einziges Mal, bei dem ich keine Tränen vor Schmerzen in den Augen hatte. Er war mein erster Freund und ich hatte keine Erfahrung - die Beziehung dauerte über drei Jahre, bis ich ihn dann mit circa 21 verließ. So etwas wie "durchschnittlichen" oder gar liebevollen Sex gab es nie, aber für mich war unser Sex ja auch normal. Dass er auf so etwas steht, lag wohl daran, dass er zu Hause ständig untergebuttert wurde und seine Eltern ihre Machtposition ausnutzten - und das hat er dann an mir kompensiert.

Erst Jahre später und mit meiner, inzwischen lange andauernden, liebevollen Beziehung auf Augenhöhe habe ich gemerkt, dass das, was mein Ex mit mir gemacht hat, falsch war - zumindest für mich. Ich mache ihm keine Vorwürfe, ich habe es ja sang- und klanglos über mich ergehen lassen, aber ich frage mich ernsthaft, ob mit mir irgendetwas nicht stimmte, weil ich das mitgemacht habe, ohne zu begreifen, dass ich das nicht will. Dafür schäme ich mich unendlich und ich kann mir selbst nicht verzeihen, dass ich mich so habe benutzen lassen. Ich habe deshalb ziemliche Angst davor, dass ich zu beeinflussbar bin und darüber meine eigenen Bedürfnisse einfach nicht mehr wahrnehme - und das nicht nur sexuell. Deshalb fürchte ich, dass es irgendwann auch in meiner Ehe ein böses Erwachen geben könnte.

Beichthaus.com Beichte #00031988 vom 02.10.2013 um 00:53:46 Uhr (27 Kommentare).

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“Beichte

Die Bremsspur vernichtet

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Ekel Unreinlichkeit Rache Engherzigkeit Kollegen

Die Bremsspur vernichtet
Bei mir (w/26) auf der Arbeit gibt es eine Kollegin, die kaum einer leiden kann. Sie ist ständig krank, unzufrieden, erledigt Aufgaben nur, wenn man dabei sitzt, und verunglimpft mit Vorliebe andere Kollegen. Leider gibt es in unseren Arbeitsfeldern einige Schnittstellen, sodass ich häufig ihre Fehler und Versäumnisse ausbaden darf. Zusätzlich zu ihrer Arbeitseinstellung scheint sie auch menschlich eher defizitär aufgestellt zu sein. Aussagen wie "Frauen, die Miniröcke tragen, sind selbst schuld, wenn sie vergewaltigt werden" gehören bei ihr zur Tagesordnung. Der Betrieb, in dem wir arbeiten, hat dann einen Betriebsausflug ins Ausland unternommen, und wie das bei dieser Art von Veranstaltungen so ist, gab es Doppelzimmer. Und mich hat das Los getroffen, mit eben dieser Arbeitskollegin ein Zimmer zu teilen. Direkt, nachdem wir den Zimmerschlüssel bekamen, ging das Gezeter los: Sie bräuchte wegen ihres Asthmas das Bett am Fenster. Ich müsse meinen Zeitplan mit ihrem abgleichen, damit sie ausreichend Zeit im Bad und ausreichend Schlaf bekäme, dementsprechend müsste sie von sieben bis acht Uhr morgens das Bad benutzen. Und da unser Programm immer um halb neun startete, blieb mir nichts anderes übrig, als vorher zu duschen - natürlich leise! Mein persönlicher Höhepunkt war dann, dass sie mich bat, mich umzudrehen, damit sie die Kombination in das Zahlenschloss ihres Schminkkoffers eingeben konnte.

Zwei Tage lang habe ich mir ihre diversen Dramen (Wasser zu heiß, Wasserdruck zu niedrig, schlechtes Personal, dreckige Stadt, unbequeme Betten, schlechtes Essen, Wetter zu warm, Wetter zu kalt, mein Atmen stört beim Schlafen, meine Zahnpasta hat eine eklige Farbe etc.) gegeben, aber irgendwann rastet jeder normale, friedliche Mensch aus. Ich habe mich dann irgendwann für fünf Minuten alleine auf das Zimmer zurückgezogen, weil sich ein größeres Geschäft ankündigte. Nach Vollendung des Geschäftes fiel mir auf, dass es keine Toilettenbürste gab. Ich bin ziemlich hektisch geworden, weil die Vorstellung, dass die Olle vor dem gesamten Betrieb erzählt, dass ich Bremsstreifen im Klo zurückgelassen hätte, doch eher übel war. Ich beichte also, dass ich mit der Zahnbürste meiner Kollegin das WC von sämtlichen Bremsspuren befreit habe, die zwei Tage des ungewohnten Essen so verursachen können. Ich beichte auch, dass ich am Abend mit Genugtuung dabei zugesehen habe, wie sie sich die Zähne damit geputzte. Und als ich keine zehn Minuten später das nächste Genörgel zu hören bekam, war auch das schlechte Gewissen wie weggeblasen.

Beichthaus.com Beichte #00031937 vom 23.09.2013 um 13:51:57 Uhr (20 Kommentare).

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Verschenkter Käse

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Zorn Betrug Ungerechtigkeit Restaurant Arbeit Sinsheim

Verschenkter Käse
Ich arbeite bei einer bekannten Sandwich-Kette und habe aus allgemeiner Unzufriedenheit seit Monaten keinen doppelten Käse mehr berechnet. Was bedeutet, dass ich den Laden bei jedem halben Sandwich um dreißig Cent betrogen habe. Allerdings ist die Bezahlung furchtbar und ich schenke den Leuten eigentlich nur das Geld, das ich nicht erhalte.

Beichthaus.com Beichte #00031935 vom 23.09.2013 um 11:57:48 Uhr in 74889 Sinsheim (14 Kommentare).

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Die etwas andere Apfelschorle

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Boshaftigkeit Ekel Rache Engherzigkeit Schule

Es ist zwar schon eine Weile her, aber trotzdem möchte ich das loswerden. Als ich in der siebten Klasse war, und wir wieder unseren wöchentlichen Sportunterricht hatten, bat ich meinen Klassenkameraden um einen Schluck seiner Apfelschorle. Meine Familie verdiente nicht so sonderlich viel und ich war zur Hälfte des Monats meistens pleite, da ich nicht viel Taschengeld bekam. Ich hatte nur Wasser dabei, welches ich trinken sollte, und eben kein Geld, um mir etwas anderes zu kaufen - die Reaktion des Klassenkameraden war allerdings nur, dass er die halbe Flasche genüsslich leer trank. Während des Sportunterrichts musste ich dann auf die Toilette, und auf das folgende bin ich wirklich nicht stolz. Ich nahm nämlich einen großen Schluck von der Apfelschorle, und damit nicht sofort rauskam, dass da jemand von getrunken hatte, füllte ich den Rest wieder auf, und sparte mir den Gang zum Klo. Als unsere Sportstunde dann vorbei war, gingen wir alle wieder zurück zu unseren Klassenzimmern, und wer lief neben mir? Genau, der Schüler, dem ich in die Apfelschorle gepinkelt hatte. Und um mir noch einmal zu demonstrieren, wie lecker sein Getränk ist, und dass ich nichts davon bekommen hatte, trank er noch den letzten Rest der Flasche, gab ein zufriedenes "Aaaah" von sich und grinste mich selbstgefällig an. Im Nachhinein betrachtet war das Ganze unglaublich eklig und deshalb tut es mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00031928 vom 21.09.2013 um 22:42:03 Uhr (16 Kommentare).

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