Die schlimmste Folter

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Hass Verzweiflung

Ich hasse meine Umwelt, da: Einer aus meinem Freundeskreis, zu dem ich eigentlich ein enges Verhältnis hatte, mein Vertrauen mit Füßen getreten hat, und mir immer mit seiner "ach so tollen" unsterblichen Liebe zu einer Vollbratze, die blond und noch mal genauso dumm ist, auf den Sack gegangen ist. Ich ersehne und fürchte den Tag, an dem ich ihm die Fresse poliere. Zweitens hasse ich diese eine Frau, in die ich mich unsterblich verliebt habe. Sie ist die treueste und reinste Seele, die ich jemals kennengelernt habe. Ich bin mir sehr sicher, dass sie checkt, was ich von ihr will, doch trotzdem macht sie im Geheimen mit diesem Bastard von Kurden rum. Ich sterbe vor Sehnsucht nach ihr. Ich selber hasse mich dafür, dass ich meinen Großvater drei Monate vor dem Sterben das letzte Mal gesehen habe, obwohl jeder wusste, dass er sterben würde. Ich habe an einem scheiß Musikprojekt gearbeitet, anstatt bei ihm zu sein, als er starb! Ich hasse meinen Körper dafür, dass er eine Form der Muskeldystrophie entwickelt hat. Ich kann mir keine schlimmere Folter vorstellen, als langsam die Muskeln degenerieren zu spüren.

Letztens hatte ich Probleme, einen kleinen Fünf-Zeilen-Absatz zu schreiben. Meine Hand hat einfach versagt. Ich darf keinen Sport machen, sehe auch dementsprechend aus, obwohl ich früher ins Fitnessstudio gegangen bin und recht ansehnlich war. Ich hasse es, nichts tun zu dürfen, ich hasse es, langsam dahinzufaulen - und niemand kann was dagegen tun. Ich fühle nur noch Hass in mir und Verzweiflung. Denn eigentlich liebe ich das Leben, ich liebe meine Mitmenschen und diesen Planeten. Ich möchte Niemandem etwas Böses tun, doch ich weiß nicht mehr, was ich noch machen soll. Ich würde so gerne weg von hier, weg von Deutschland. Eine Dattelplantage in Syrien wäre schön, ein einfaches Leben in Ruhe, wo ich endlich all die scheiße und geistigen Tiefschläge, die ich erlebt habe, vergessen kann. Ich ersticke hier. Ich ersticke innerlich. Ich kann nicht mehr, ich will nur Liebe.

Beichthaus.com Beichte #00025069 vom 05.11.2008 um 20:27:26 Uhr (13 Kommentare).

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Krankfeiern im Kino

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Rache Hass Zwietracht Köln

Krankfeiern im Kino
Ich habe die beste Freundin meiner Freundin auf ihrer Stelle im Krankenhaus angeschwärzt. Eigentlich mache ich so etwas nicht, aber sie hatte es echt verdient. Sie hat mich damals mit meiner Freundin auseinandergebracht. Ich bin Besitzer einer Dauerkarte beim KEC (Kölner Eishockey Club) mit zwei weiteren Freunden. Der Eine davon hat längere blonde Haare. Zumindest war diese tolle Freundin auch mal beim KEC in einem anderen Block und hat mich gesehen. Wie Frauen dann so sind, hat sie mich beobachtet und gesehen, wie ich vor Freude bei einem Tor meine Freunde umarmte, und den Typen mit den blonden Haaren hochgehoben habe. Sie hat nichts Besseres zu tun, als direkt zu meiner Freundin zu rennen und zu sagen: Dein Freund geht Dir beim Eishockey mit einer Blondine fremd. Dazu hatte sie noch viel Mist erzählt, von wegen, dass ich sie geküsst hätte und so weiter. Echt hinterhältig, ich bin nicht schwul und liebe meine Freundin, von daher küsse ich keinen Typ. Nach ein paar Wochen und Langem hin und her sind wir dann eben wieder zusammengekommen.

Jetzt zur eigentlichen Beichte: Die Freundin meiner Freundin, ich nenne sie mal X ist krankgeschrieben. Nasennebenhöhlen-Entzündung. Als meine Freundin mir dann erzählte, dass X krank ist, war ich voller Freude: "Ist es denn wenigstens schlimm?" Ja, sie ist ja so krank und meine Freundin hatte total Mitleid. Dann kam die Höhe: ich eben mit meiner Freundin unterwegs da klingelt ihr Handy. X ruft an. Verbieten mit der Alten zu telefonieren kann ich ihr ja leider nicht. Das Schöne an der Sache ist, dass mich meine Freundin so halb stehen lassen hat, und mit X ins Kino gefahren ist. Dann kam meine Rache. Ich bin ins Internet, habe die Telefonnummer vom Krankenhaus rausgesucht und direkt mal angerufen. Ich wusste ja, wo ich mich verbinden lassen musste, meine Freundin redet ja fast nur von ihr. Ich habe mich dann direkt mit der Stationsleitung verbinden lassen, und ihr mein Anliegen geschildert:

Stationsleitung: Was kann ich für Sie tun?
Ich: Wunderschönen guten Tag, ich hoffe, Ihnen geht es genauso gut wie Frau X.
Stationsleitung: Die ist krank, die ist gar nicht im Hause.
Ich: Och, das weiß ich doch, ich wollte ja auch nur kurz durchgeben, dass sie im Kino sitzt und sich einen Gemütlichen macht.

Danach kam dann nichts mehr Interessantes. Habe mich eben gewundert, dass meine Freundin schon so früh nach Hause kam, sie fing direkt an, zu erzählen. Während des Films hat die Stationsleitung angerufen. Irgendjemand hat wohl im Krankenhaus angerufen und gesagt, dass X krankfeiert. Sie soll morgen, trotz Attest zur Arbeit kommen und ihre Kündigung abholen (sie ist ja noch in der Probezeit). Mensch, als sie mir das erzählte, musste ich mich so zusammenreißen. Aber das Schöne an der Sache war, dass X mit zu uns gekommen ist und voll am Heulen war. Ich musste dann noch in der Wunde herumbohren und habe Sachen gefragt, wie "Bist du denn wirklich so krank?" Zehn Minuten später ist sie heulend abgehauen. Achja was fühle ich mich gut. Ich habe schließlich die Wahrheit gesagt und finde es eine Frechheit, dass ich Tag täglich hart für mein Geld arbeite und sie den Lenz raushängen lässt. Rache ist eben Süß, sie hat gelogen, ich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00025063 vom 04.11.2008 um 20:43:24 Uhr in Köln (35 Kommentare).

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“Beichte

Männer sind so naiv!

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Selbstsucht Falschheit Engherzigkeit

Ich bin nicht ganz 180 cm groß, habe einen athletischen Körper, kurze Haare, sehr dunkelbraune Augen und sehe für meine zwanzig Jahre etwas zu jung aus. Außerdem habe ich ein sehr ansprechendes Gesicht und ein hinreißendes Lächeln. Kurzum: ich sehe vermutlich genau so aus, wie sich ein Schwuler seinen Traumtyp vorstellt. Zu dieser Vermutung komme ich, weil ich tatsächlich quasi jeden Schwulen irgendwie nahezu magisch anziehe. Verstärkt wird das Ganze noch dadurch, dass ich auf Frauen stehe. Und manchmal, das mache ich nicht absichtlich, merke ich, dass ich mit ihnen spiele. Ich hasse Frauen, die das mit mir tun. Und nun tue ich es selbst. Natürlich ermahne ich mich selbst, wenn ich es merke und lasse es dann sofort. Aber es bietet sich einfach an! Männer sind so verdammt naiv, leichtgläubig und schwanzgesteuert. Es kommt quasi von allein. Manchmal glaube ich, sie wollen das sogar. Und trotzdem sind wir Männer danach irgendwie immer verletzt. Ich bringe jetzt mehr Verständnis für euch Frauen auf, wenn ihr mit Männern spielt. Gut finde ich es dennoch nicht.

Beichthaus.com Beichte #00025051 vom 03.11.2008 um 20:47:15 Uhr (10 Kommentare).

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Wer kann mich motivieren?

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Völlerei Trägheit Faulheit Verzweiflung

Also, es ist so, ich bin sehr sehr unsportlich. Ich packe nicht einmal eine Rolle rückwärts. Schokolade stopfe ich auch in mich rein. Ich esse bestimmt bis zu 4.000 Kalorien am Tag. Außerdem bin ich Vegetarier. Ich weiß nicht einmal, wieso. Und Salat, Obst etc. kann ich auch nicht leiden. Also ein sehr ungesunder Lebensstil. Und trotzdem bin ich dünn und groß, man kann sogar meine Rippen sehen. Eigentlich müsste ich ja froh drüber sein, dass ich nicht fett werde. Aber das kann ich nicht. Achja, ich sitze oft am PC und Freunde habe ich trotzdem, auch auf dem Gymnasium bin ich. Ich lerne kein bisschen - vielleicht 10 Minuten vor Arbeiten oder bei Vokabeltests. Ich bin nie sitzen geblieben. Ich würde mal behaupten, dass wenn ich etwas Sport machen würde und etwas lernen würde, es wirklich zu etwas bringen könnte. Aber ich habe keine Motivation. Falls mich je einer dazu motivieren kann, ordentlich zu lernen und wenigstens ein bisschen Sport zu treiben, bekommt einen Zehner von mir.

Beichthaus.com Beichte #00025042 vom 02.11.2008 um 17:54:42 Uhr (24 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein

Das katholische Gymnasium

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Hass Dummheit Feigheit Gesellschaft Schule Berlin

Das alles hat angefangen, als ich auf ein katholisches Gymnasium kam, also vor circa vier Jahren. Da ich extrem anti-katholisch bin, habe ich mich von Anfang an von meinen Klassenkameraden abgeschottet. Zudem bin ich im ersten G8 Jahrgang und habe deswegen seit vier Jahren jeden Tag sieben Stunden. Auch ist unsere Schule eine der besten Berlins, soweit ich weiß.
Doch nun zu der eigentlichen Beichte: Ich möchte beichten, dass ich fast jedem aus meinem Umfeld verabscheue! Denn trotz der oben genannten Umstände war ich die einzige, die im Matheunterricht wusste, dass -2³ Acht ist. Dazu sollte ich erwähnen, dass ich eine Vier in Mathe habe und selber nicht kurz für diese Antwort brauchte. Doch das ist ja nicht das einzige, doch das alles aufzuzählen wäre zu viel.
Manchmal denke ich, dass es einfacher wäre, sich umzubringen, als in einer solchen Gesellschaft zu leben, in der man selbst von den besten "Freunden" als "unzuverlässige, assoziale Fotze/Schlampe" beschimpft wird!? Aber ich warte noch auf den Tag, an dem ich meine Feigheit überwinden und allen sagen werde, wie sehr sie mich anwidern!

Beichthaus.com Beichte #00025032 vom 02.11.2008 um 01:18:11 Uhr in Berlin (38 Kommentare).

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