Der harte Kerl ganz schüchtern

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Feigheit Begehrlichkeit Verzweiflung

Ich (m) bin 185cm groß, ziemlich muskulös und die meisten Leute halten mich für einen total harten Kerl. Was viele nicht wissen, ist, dass ich total schüchtern bin. Die meisten Leute denken bei mir immer, das wäre Arroganz und keine Schüchternheit. Das stimmt aber wirklich nicht, ich rede mit vielen Leuten nicht, weil ich so gehemmt bin, und nicht, weil ich mich für was Besseres halte. Nun zur Beichte. Bei mir im Fitnessstudio ist ein Mädchen, in das ich mich total verschossen habe. Ich bin manchmal, nachdem mein Training beendet ist, noch eine Stunde da, und mache nur Alibi-Training um sie anzuschmachten. Mir ist das so peinlich, dass ich auf eine Art Angst vor einem Mädel habe, dessen Oberschenkel vielleicht halb so dick sind, wie meine Arme.

Beichthaus.com Beichte #00031513 vom 25.06.2013 um 23:25:17 Uhr (32 Kommentare).

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Die Vorurteile der Männer

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Zorn Hass Aggression Ungerechtigkeit Vorurteile

Ich (w) habe einen unbeschreiblichen Hass auf Männer, die sich darüber lustig machen, wie unerträglich und zickig Frauen einmal im Monat sind. Jeder Mensch, der nur ein bisschen Grips in der Birne hat, weiß, dass diese Hormon-Achterbahn nun wirklich nichts ist, worauf sich Frauen freiwillig einlassen. Oder glaubt ihr, mir macht es Spaß, eine Woche lang mit Bauchkrämpfen herumzuliegen und gefühlte hundert Mal täglich einen rasanten Stimmungswechsel durchzumachen? Ich weiß, dass ich dann ziemlich schnell auf 180 bin, und bemühe mich, zumindest meinem Freund gegenüber fair zu bleiben und ihn nicht zu verletzen. Er ist auch immer ganz lieb zu mir, kuschelt mit mir, streichelt meinen Bauch, macht mir einen Tee und bringt mir eine Wärmflasche. Er findet mich sogar in Jogginghosen und Schlabber-Shirt sexy, was ich wiederum absolut nicht verstehen kann. Ich verachte mich selbst, wenn ich dann mal schnippisch bin, weil er echt nichts dafürkann und wirklich ganz lieb zu mir ist. Aber die größten Deppen sind eh die, die sich immer über Frauen am Steuer aufregen. Ich kann perfekt rückwärts einparken, wisst ihr warum? Weil mein Freund mir, anstatt dämlich zu motzen, hilfreiche Tipps gegeben hat. Sind Männer nicht die, die gerne Lösungen anbieten? Ich beichte also, dass ich dumme Männer hasse und meinen Freund manchmal anmotze, obwohl er es echt nicht verdient hat. Tut mir leid, mein Schatz.

Beichthaus.com Beichte #00031510 vom 25.06.2013 um 19:44:22 Uhr (59 Kommentare).

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“Beichte

Ich hasse Vordrängler

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Hass Zorn Aggression Engherzigkeit Schule Regensburg

Ich (w) gehe noch zur Schule. Bei uns am Pausenverkauf läuft es folgendermaßen: Wer nicht vordrängelt, kriegt nichts. Allerdings finde ich Vordrängeln unglaublich ignorant gegenüber Leuten, die sich tatsächlich die Mühe geben, sich anzustellen. Deshalb lasse ich es mir nicht gefallen, wenn sich Leute vor mich drängeln und muss Leute regelmäßig zurechtweisen. Aber heute ist mir wirklich der Kragen geplatzt. Ein Kleiner, ich schätze so siebte Klasse, hat sich vorgedrängelt. Ich habe ihm gesagt, er solle sich richtig anstellen, das hat er aber nur mit einem dummen Blick gewürdigt und sich umgedreht. Ich habe ihn an der Schultasche gepackt und ihn hinter mir aus der Schlange gezogen. Er hat mich geschockt angeschaut, aber ein paar Sekunden später haben ihm seine Freunde gesagt, er solle wieder nach vorne kommen. Davon habe ich ihn abgehalten, indem ich ihm mit meinem Ellbogen den Weg versperrt habe. Eigentlich sollte ab da genug sein, aber er hat einen Kreis um mich gemacht, ist unter einer der Eisenstangen durchgerutscht, die uns wohl helfen sollen, eine ordentliche Schlange zu bilden, und ist wieder vor mir stehen geblieben. Dann hat es mir echt gereicht. Wieso kann es nicht so sein, wie bei uns früher, als wir noch Angst vor den "Größeren" hatten? Also habe ich das Gummiband, das ich am Handgelenk trug, abgestreift, es zwischen zwei Fingern eingespannt, an seinen Hals gehalten und angezogen. Einmal losgelassen und RATSCH. Schon hatte der Kleine einen roten Strich im Nacken. Erneut hat er mich geschockt angeschaut - und sich hoffentlich mein Gesicht gemerkt.


Eigentlich war ich selbst davon geschockt, dass ich einem Wildfremden einfach so ein Gummiband in den Nacken geschnalzt habe. Aber in dem Moment hat mich seine Respektlosigkeit einfach so sauer gemacht, dass es sein musste. Und bevor wieder irgendwie Leute kommen, die meinen, vorschnell verurteilen zu müssen: Ich hätte das auch getan, wenn der "Vordrängler" kein Siebtklässer gewesen wäre, sondern jemand, der älter ist als ich. Und außerdem ist man am Pausenverkauf generell genervt, weil sich innerhalb von drei Minuten mindestens fünf Leute einfach so vor einen stellen. Man muss Prioritäten setzen.

Beichthaus.com Beichte #00031502 vom 24.06.2013 um 22:20:29 Uhr in 93047 Regensburg (Hauzensteinerstraße) (17 Kommentare).

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Die Jungfrau in der Gesellschaft

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Hass Morallosigkeit Schamlosigkeit Gesellschaft Neuzelle

Ich (w/19) bin immer noch Jungfrau und hatte auch noch keinen Freund. An meinem Aussehen oder meinem Charakter liegt es nicht, tatsächlich sehe ich ziemlich gut aus, habe viele Freunde und komme bei den Männern gut an. Wenn ich also jemandem davon erzähle, sind immer alle total entsetzt, als könnten sie es nicht fassen, was ich da erzähle. Dann habe ich immer das Gefühl, als müsste ich mich dafür schämen, noch Jungfrau zu sein, oder keinen Freund zu haben. Der Grund ist aber der: Ich war noch nie verliebt. Und eine Beziehung oder mein erstes Mal ist für mich ohne Liebe nicht drin. Klar, für einen Typen geschwärmt habe ich schon oft, aber das war meist oberflächlich, und über Rumknutschen auf einer Party ging es bei mir aus Prinzip nie hinaus. Was den Sex angeht, ich bin kein Mensch der One-Night-Stands total verachtet. Ich gedenke nur nicht, mein erstes Mal auf dem dreckigen Parkplatz einer Schmuddeldisco zwischen zwei Blechbeulen zu haben, mit einem besoffenen Typen, den ich zuvor beim Reihern vorm Klo abgeschleppt habe, während seine Kumpels grölend zusehen, sondern mit einem Kerl, den ich wirklich gern habe. Nennt mich ruhig altmodisch.
Wenn ich mir aber diese ganzen frühpubertären Kinder anschaue, die mit 13 schon in einer Beziehung stecken und am besten nach einem Tag schon Sex haben, frage ich mich, ob Vergebensein nicht eher ein Modephänomen wird und ob Liebe überhaupt noch eine Rolle spielt. Möglichst früh Sex haben ist in. Jungfrau sein out. Oder was? War es nicht mal anders rum? Nennt mich ruhig verkorkst, aber ich hasse diesen Trend, dass das Wort Jungfrau einen negativen Beigeschmack bekommen hat und ich angeschaut werde, als sollte ich mich schämen, wenn ich sage, dass ich noch nie einen Freund hatte.
Nun zu meiner "Beichte": Wenn es inzwischen eine Sünde ist, Single oder Jungfrau zu sein, dann bin ich wohl schuldig, aber ich bereue gar nichts. Immer noch besser, als meine Unschuld frühzeitig der sexualisierten Gesellschaft zu opfern, nur um kein Outsider zu sein. Besonders die Leser, die nur hier sind, um irgendwelche erfundenen Sexgeschichten zu lesen, können mich jetzt gerne steinigen.

Beichthaus.com Beichte #00031497 vom 24.06.2013 um 15:11:27 Uhr in Neuzelle (42 Kommentare).

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5.475 Tage Sehnsucht

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Begehrlichkeit Verzweiflung Liebe Schule

5.475 Tage Sehnsucht
Ich weiß es noch ganz genau. Nach den Sommerferien kam ich in die 13. Klasse meiner neuen Schule. Verplant, wie ich war, kam ich selbstverständlich zu spät und hatte dann noch damit zu kämpfen, dass ich den Raum nicht finden konnte. Ich öffnete die Tür und alle schauten mich an, als wäre ich von einem anderen Planeten. Peinlich berührt setzte ich mich auf den verbleibenden freien Platz. Dabei musterte ich meine neuen Mitschüler. Und dann entdeckte ich sie. Noch nie in meinem Leben hatte ich ein so schönes Mädchen gesehen, ich war wie erstarrt. Die wunderschönen braunen Haare, die ihr himmlisches Gesicht ummantelten. Ich erinnere mich noch sehr gut an ihre Augen, ihre prachtvoll glänzenden Augen, die in einer Mischung aus Grau und Grün, in einigen Winkeln auch Blau, schimmerten. Sie hatten mich gefesselt. Ihre Nase, ihr Kinn, ihre Ohren, ihre vollen Lippen. Alles spielte in einer wunderbaren Harmonie miteinander, sie war wie gemalt, heute würde ich sagen, sie war photoshopped.

Meine Klassenlehrerin riss mich aus meiner Tagträumerei, als sie mich bat, mich vorzustellen, da ich immerhin zu spät gekommen war. "Eli heiße ich. Ich bin 19 Jahre alt und komme aus dem Süden Iraks. Meine Hobbies sind (…)".

Der erste Schultag verging und ich wechselte mit ihr erste Blicke, manchmal schaute sie mich mit ihren wunderschönen Augen leicht lächelnd an und blickte kurz darauf schnell wieder weg. Ich lächelte immer zurück. Allerdings, so dachte ich mir, brauche ich mir keine allzu großen Hoffnungen zu machen. Wir spielten nicht in derselben Liga. Sie, das fantastische, hübsche, beliebte Mädchen und ich, das komplette Gegenteil. Der Tollpatsch, der ständig unpünktlich war und auf niemanden zugehen konnte. Ich fragte mich, warum jemand wie sie etwas mit mir zu tun haben sollte. Dann kam ich wieder einmal zu spät, doch als ich die Klassentür vorsichtig öffnete, erkannte ich, dass wir wohl eine Freistunde hatten. Geradewegs ging ich in den Raum und fragte, wo denn unser Lehrer bliebe. Sie, Alyena, antwortete mir. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass ausgerechnet sie mich darüber aufklären würde, dass unser Lehrer krank ist und welche Aufgaben wir lösen sollten. Perplex starrte ich sie an und krächzte nur ein halblautes "Danke". Dann setzte ich mich hin und fing an, im Buch zu arbeiten. Plötzlich setzte sie sich neben mich und verwickelte mich in ein Gespräch. Sie kam ursprünglich aus der Türkei. Ihre Mutter ist Türkin, ihr Vater Grieche. Ihre Eltern leben getrennt und sie hat noch vier weitere Geschwister. Ich denke noch heute an ihr Haar. Es flatterte im Durchzug in unserer Klasse und streifte leicht durch mein Gesicht, so nah saß sie neben mir. Mein Herz pochte, und es pocht immer noch, wenn ich an sie denke.
Die Zeit verging und wir kamen uns immer näher. Allerdings heimlich, nicht einmal ihre besten Freundinnen wussten davon. Ich genoss die Zeit. Sechs lange Monate hat es gedauert, bis ich ihr Herz erobert hatte und man uns als Pärchen bezeichnen konnte. Dann wurde ich immer leichtsinniger, ich Idiot ließ sie des Öfteren sitzen, gab ihr nicht mehr die Aufmerksamkeit, die sie verdient hatte. Sie glaubte gen Ende unserer Beziehung sogar, dass ich sie nicht mehr liebte. Dabei war sie nicht nur meine erste Liebe, sondern meine Einzige. Ich weiß noch genau, dass wir uns das erste Mal wegen etwas ganz Banalem stritten, weswegen ich mich heute noch in den Allerwertesten treten könnte.

Wir redeten Ewigkeiten nicht miteinander. Ich dachte mir immer, dass sie zu mir zurückkommen wird. Bis zu dem Tag, an dem bekannt wurde, dass sie umgezogen ist. Sie hatte anscheinend Probleme mit ihrer Familie und deshalb sind sie kurzerhand umgezogen. Sie war weg. Weit weg. Plötzlich lagen zwischen uns über 700 Kilometer. Wo genau sie wohnte, weiß ich bis heute nicht - aus Datenschutzgründen. Das Königreich, das ich mit ihr aufgebaut habe, brach in sich zusammen als bestünde es nur aus Sand. Meine Prinzessin war fort, und mit ihr mein Herz. Die nächsten Tage verbrachte ich in Selbstmitleid und dem Versuch, sie irgendwie zu erreichen. Aber nichts. Kein Anruf wurde entgegengenommen, kein Brief beantwortet. Und es konnte mir keiner helfen, schließlich wusste niemand, dass wir zusammen waren. Ich machte mein Abitur mit einem guten Schnitt und begann ein Studium der Zahnmedizin, das ich erfolgreich beendete. Ich dachte jeden Tag an sie. Die Gedanken zerfraßen mich innerlich, doch ich lebte mein Leben weiter. Ich gründete später sogar eine Praxis mit einem ehemaligen Kommilitonen. Heute bin ich 35 und habe eine Tochter, die ich über alles liebe. Ich lebe allerdings geschieden, denn meine Frau betrog mich.

Alyena, ich denke immer noch an dich. Es verging kein Tag in den letzten fünfzehn Jahren, an dem ich nicht an Dich gedacht habe. Bei jedem Klingeln, bei jedem Anruf, bei jedem Brief, bei jeder SMS entflammt mein Herz aufs Neue, in der Hoffnung, es könnte eine Antwort von dir sein. Doch nein. Rund 5.475 Tage habe ich gehofft und gebetet, dass du wieder in mein Leben trittst. Es passierte leider nichts. Bitte verzeihe mir, Alyena, ich hatte nicht einmal die Gelegenheit, mich bei dir zu entschuldigen. Und es zerfrisst jeden Tag ein weiteres Stück von mir, zu wissen, dass du nicht bei mir bist. Es tut mir so leid. Ich habe erst zu spät bemerkt, wie wichtig du bist. Jedes Mal, wenn ich einschlafe, bete ich, am nächsten Tag neben dir aufzustehen und deine wunderschöne Gestalt neben mir zu spüren. Zu sehen, wie glücklich du bist. Denn ich werde dich immer lieben. Manchmal schlafe ich unter Tränen ein und wünschte mir, am nächsten Tag nichtmehr aufzustehen. Doch meine Tochter braucht mich. Und das, obwohl bis heute niemand von unserer Liebe weiß. Nur sie und ich. Lebe wohl, doch bitte vergiss jenen, der dich zu lieben lernte, nicht.

Beichthaus.com Beichte #00031493 vom 24.06.2013 um 11:53:20 Uhr (38 Kommentare).

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