Der Kaffeebecher

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Diebstahl Schamlosigkeit Shopping Strausberg

Vor kurzem war ich im Kaufland einkaufen und kam auch in der Haushaltsabteilung vorbei. Dort sah ich diese Coffee-to-Go Thermobecher die ich echt richtig gut finde. Da ich täglich mit der Bahn zur Arbeit fahre ist es schon praktisch morgens frischen Kaffee dabei zu haben. Es gab dort billige Becher für 5 Euro und ein echtes Luxusmodell für stolze 25 Euro. Nach langem hin und her habe ich fix die aufgeklebten Barcodes vertauscht und ging mit etwas schlechtem Gewissen zur Kasse. Ich suchte mir eine junge Dame aus die ich dort noch nie gesehen habe (vermutlich Azubi). Als sie den Becher über den Scanner zog stutzte sie da der richtige Preis nochmal in Handschrift unter dem Firmenlogo stand, aber sagte weiter nichts. Schnell raus und nach Hause dachte ich mir. Seit dem genieße ich jeden morgen auf dem Weg zur Arbeit meinen Kaffee. Ob ich noch ein schlechtes Gewissen habe? Nein denn mein Betrug ist ja mehr ein Tropfen auf dem heißen Stein, oder?

Beichthaus.com Beichte #00029967 vom 02.05.2012 um 02:51:52 Uhr in 15344 Strausberg (Hohensteiner Chaussee 1) (42 Kommentare).

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Die Situation ausgenutzt

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Ignoranz Morallosigkeit Selbstsucht

Ich (m/23) habe mir vor circa 6 Jahren ein krasses Minus in der persönlichen Kharma-Buchhaltung geleistet. Ich kannte damals ein Mädchen (damals auch so um die 17), das wegen ihres perfekten Körpers und ihrer sympathischen Art allseits umschwärmt wurde. Jeder Junge, der sie kannte, war unweigerlich hinter ihr her. Unglücklicherweise für alle ihre Werber war sie jedoch wenigstens genauso unnahbar wie gut aussehend. Einen Typen nach dem anderen schmetterte sie mit einem Lachen ab. Ich, damals nicht gerade hübsch oder sportlich, machte mir gleich gar keine Hoffnungen. Doch durch ein krasses Unglück sollte sich das Blatt für mich wenden.

Durch ungünstige Umstände verlor besagtes Mädel innerhalb einer Woche ihre beiden Elternteile. Von dem daraus resultierenden Nervenzusammenbruch erholte sie sich nur äußerst langsam. Ich, damals von Hormonen und dem Teufel gelenkt und was Mädels angeht noch sehr unerfahren, begriff dies seltsamerweise, wie ich heute sagen muss, als Chance. In den folgenden Wochen erlog ich mir hartnäckigst und auf unverschämteste Art und Weise den Status des großen Trösters. Brauchte sie etwas, lief ich. Musste etwas handwerklich in der Wohnung gemacht werden, tat ich es. Bedurfte sie einer emotionalen Stütze, war ich da. Weinte sie, nahm ich sie in den Arm. Das Schlimme dabei war, dass ich die ganze Zeit nur daran dachte, wann sich das ganze endlich für mich auszahlen würde, das heißt im Klartext: wann ich auch im Bett ihr Tröster sein durfte. Nach einigen Wochen war es dann tatsächlich so weit und nachdem ich ihr bei einer besonders heftigen Heulattacke beigestanden hatte, landeten wir gemeinsam in der Kiste.

Die Nacht mit ihr war mein erstes sexuelles Abenteuer, sie eine echte Schönheit und ich war dementsprechend beeindruckt. Klar, dass ich noch mehrere Wochen weiter ihren Tröster spielte, um noch mehr Sex abzustauben, was auch gelang. Irgendwann wurde es zur Gewohnheit, dass wir, nachdem sie sich ausgeheult hatte, zwangsläufig Verkehr hatten, in 90 Prozent der Fälle jedoch auf mein Drängen hin. Manchmal weinte sie sogar etwas dabei. Einmal gestand sie mir unter Tränen, sie mache das alles nur mit, weil sie sich irgendwie für meinen emotionalen Beistand revanchieren wolle, obwohl es ihr eigentlich sehr unangenehm sei. Nun, ich dummer Esel gab damals jedenfalls nichts auf ihre Worte und führte das Spielchen weiter.
Dann irgendwann kam es zu der Nacht, in der sich alles nochmal schlagartig ändern sollte. Ich weiß noch, dass ich gerade auf dem Heimweg von einem Kumpel war und unter dem Sternenhimmel noch einen Joint rauchte, als mich die Einsicht traf. All die Trauer und Angst, die ich in der Vergangenheit so schamlos ausgenutzt und gleichzeitig effektiv verdrängt hatte, brachen auf einmal über mich herein. Hatte ich mir mein übles Verhalten bis zu diesem Zeitpunkt immer wieder schön geredet, so war ich nun umso angeekelter von mir selbst. Ich konnte nicht glauben, dass ich, ohne nachzudenken welch emotionale Schäden ich verurachen könnte, so lange ein so mieses Spielchen getrieben hatte. Vorher hatte ich mir ab und zu so meine Gedanken gemacht, aber richtig bewusst wurde mir all dies erst in jener Nacht. Leider hatte ich damals nicht den Verstand und die "Cochones", die Sache mit Weitblick zu beenden. Stattdessen schrieb ich in einer Kurzschlussreaktion einen unverblümt ehrlichen Brief, in dem ich meine von Anfang an vorhandenen Hintergedanken mit drastischen Worten offenlegte.


Das unrühmliche i-Tüpfelchen: Als ich sie am nächsten Tag besuchte (eigentlich um mich zu entschuldigen und ihr den Brief zu geben), überkam mich erneut die Lust und ich überredete sie ein letztes Mal zum Sex. Dabei fühlte ich mich die ganze Zeit furchtbar schuldig und wie das letzte Arschloch des Planeten. Ich konnte ihr danach nicht mehr unter die Augen treten- ich schmiss nur schnell noch den Brief ein, wechselte in den kommenden Tagen meine Handynummer und tauschte mein Zimmer im Wohnheim mit einem Bekannten. In der nachfolgenden Zeit erfuhr ich von Freunden, dass besagtes Mädel einen erneuten Nervenzusammenbruch gehabt hatte - ob wegen meines Schriebs weiß ich nicht, nehme es aber an. Sie verbrachte daraufhin längere Zeit in einer psychiatrischen Einrichtung- keine Ahnung, wie lange genau. Ich verlor sie aus den Augen.
Warum ich jetzt - nach all der Zeit - beichte? Nun, ich habe von einem Bekannten erfahren, dass dieses Mädchen (jetzt wohl eher Frau) wieder aufgetaucht ist und demnächst (in circa einem Monat) in die Nähe der Gegend ziehen wird, in die es auch mich nach der Ausbildung verschlagen hat. Seit beinahe zwei Tagen kann ich nun schon nicht schlafen und überlege, wie ich mit der Situation umgehen soll. Hat das Schicksal das so eingerichtet, damit ich mich entschuldigen kann und gut machen, was noch gut zu machen ist? Oder riskiere ich bei einer Konfrontation eher, wieder alte Wunden aufzureißen, die vielleicht gerade wieder einigermaßen verheilt sind? Würde es ihr helfen, nach dem ganzen Mist, den ich abgezogen hab, wieder mit mir zu sprechen? Oder würde ich damit nur wieder alles kaputt machen? Ich weiß nicht weiter. Eins ist mir klar: Ich bin moralischer Abschaum, der eine emotionale Notlage wieder und wieder für Sex ausgenutzt hat und der kein gutes Ende verdient. Aber wie gehe ich jetzt damit um?

Beichthaus.com Beichte #00029966 vom 29.04.2012 um 23:06:47 Uhr (47 Kommentare).

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Das Handy und die Fotos

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Feigheit Vorurteile Neugier Emmerthal

Vor einigen Tagen hab ich in einem großen Auktionshaus ein Handy ersteigert, der Verkäufer betreibt anscheinend ein Pfandleihhaus und versteigert online die nicht wieder ausgelösten Waren. So habe ich ein ziemliches Schnäppchen gemacht und mich tierisch über mein neuwertiges Handy gefreut bis zu dem Punkt an dem ich das Datenkabel angeschlossen habe: Auf der mitgelieferten Speicherkarte befinden sich über 2.200 Fotos und 30 Videos von Teenie-Partybildern, über Urlaubsfotos, Familienfotos, Fotos aus der Schwangerschaft und der Tochter der offensichtlich Anfang 20 jährigen, türkisch-stämmigen Vorbesitzerin. Ich weiß nicht was ich tun soll, denn vieles davon sind Bilder die sie höchstwahrscheinlich nirgendwo anders gespeichert hat und die nun für immer weg wären, wenn ich sie lösche.


Meine Überlegung war zunächst, dass ich ihr die Fotos auf DVDs brenne und zusende, allerdings dürfte mir der Verkäufer aus Datenschutzgründen ihre Daten gar nicht geben, ließe sich aber vielleicht doch überreden, wenn ich ihm erzähle warum. Andererseits habe ich Schiss, dass er ihr auch meine Daten geben könnte und plötzlich ihre Brüder und andere Typen die sie so fotografiert hat vor meiner Tür stehen und das Handy zurückfordern oder sogar zur Wiederherstellung der Ehre lynchen wollen, da auch Nacktfotos der jungen Dame dabei sind. Ich möchte beichten, dass ich von der Berichterstattung über eine fremde Kultur bzw. Religion so eingeschüchtert bin, dass ich mich nicht traue menschlich und fair zu handeln und dieser jungen Dame mit der Rückgabe ihrer Fotos eine Freude mache.

Beichthaus.com Beichte #00029964 vom 27.04.2012 um 23:22:41 Uhr in Emmerthal (38 Kommentare).

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Mein Mitbewohner mit dem Erbsenhirn

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Habgier Engherzigkeit WG Dresden

Ich hasse meinen Mitbewohner abgrundtief. Er wohnt im Zimmer nebenan und ist die reinste Plage. Der Typ weiß weder, was eine Klobürste ist, noch was man alles mit dieser genialen Erfindung anstellen kann. Wenn er von der Uni "nach Hause" kommt, macht er sofort den Fernseher an und genießt lautstark die Fußballspiele. Dabei lacht er sich auch mal ab und an halbtot über seine eigenen geistreichen Kommentare wie "Aber das gibts doch nicht!" und andere unschönen Wörter, die ich alles durch die papierdünnen Wände hören kann. Der Typ hat ein ziemlich lautes Organ und führt gern Selbstgespräche. Sowohl meine andere Mitbewohnerin als auch ich haben mit ihm geredet, doch das kommt scheinbar nie in seinem Erbsenhirn an, da er "sich gar nicht vorstellen kann, dass er so laut sein soll". Ich hege ihm gegenüber ernsthafte Mordgedanken und habe ihm immer wieder üble Krankheiten gewünscht. Einmal habe ich davon geträumt, wie ich ihn mit einer Klobürste erstickt habe. Herr im Himmel vergib mir.

Beichthaus.com Beichte #00029956 vom 23.04.2012 um 22:10:01 Uhr in 01069 Dresden (Fritz-Löffler Straße) (18 Kommentare).

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Schwanger mit 15

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Morallosigkeit Schwangerschaft

Ich beichte, dass ich im Alter von 15 Jahren schwanger war und abgetrieben habe. Zu besagtem Zeitpunkt hatte ich bereits ein Jahr lang eine feste Beziehung, habe ihn nie betrogen, es war ganz sicher sein Kind. Ich hatte das Gefühl, dass alle von mir erwarteten, dass ich das Kind abtreiben lasse. Es kam mir vor, als gäbe es keine andere Möglichkeit. Selbstverständlich war es unter den gegebenen Umständen das Vernünftigste, was ich hätte tun können und wenn man berücksichtigt, dass ich gerade die 9. Klasse eines Gymnasiums besuchte, keine finanziellen Rücklagen hatte, von meiner Familie keine Unterstützung erwarten konnte und meine Beziehung voraussichtlich in dem Alter nicht ewig halten würde, ist meine Entscheidung wohl sogar für viele Abtreibungsgegner nachvollziehbar. Diesbezüglich bereue ich es nicht, jedoch bekomme ich mein schlechtes Gewissen nicht los.
Noch immer, nun schon drei Jahre später, kann ich nicht umhin und heule los, sobald im Fernsehen eine Dokumentation über Geburt, wie Leben entsteht und wie sich das Kind im Laufe der Schwangerschaft entwickelt, sehe. Auch wenn im Biologieunterricht ein Video über das besagte Themengebiet läuft, fange ich vor versammelter Mannschaft an zu flennen und wenn sie es merken, fragen sich alle, warum. Normalerweise weine ich nie und bin eine Spezialistin im Gefühle-unterdrücken, sogar während einer festen Beziehung, jedoch hat sich dieser Vorfall so unglaublich tief hineingebrannt, sodass, obwohl ich mittlerweile die Oberstufe besuche und bald Abitur mache, ich niemals wieder abtreiben würde, nicht einmal, wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt schwanger werden würde, obwohl die Umstände sich nicht großartig geändert haben.


Ich habe die Beziehung zu meinem mittlerweile Ex-Freund nach insgesamt 3 Jahren beendet, mit einem Kind wäre das zwischen uns, keine Frage, anders gelaufen. Ich habe mit einigen Frauen (Mädchen) geredet, die eine Abtreibung hinter sich haben und keine von ihnen hat so ein extremes schlechtes Gewissen, wie ich es habe. Lediglich Frauen, die bereits ein Kind haben, leiden vergleichbar ähnlich stark unter der Abtreibung. Ich hasse Frauen, denen so etwas quasi "egal" ist und die das fast ständig machen, weil sie zu dumm zum Verhüten sind. Und wenn ich sehe, welche Mädchen heutzutage Kinder bekommen, die nicht annähernd so reflektiert sind wie ich es mit 15 war, die würde ich am liebsten an den Schultern packen und kräftig durchschütteln. Die eigenen Eltern Hartz IV Empfänger, der Freund, insofern vorhanden, in der Schule oder mitten in der Ausbildung, selbst ohne Abschluss und ohne Plan. Wenn ich so etwas sehe weiß ich genau, ich hätte es geschafft. Es raubt mir bis heute den Schlaf und ich wünsche keiner Frau diese Erfahrung.

Beichthaus.com Beichte #00029953 vom 22.04.2012 um 15:51:23 Uhr (48 Kommentare).

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