Mein verwöhnter kleiner Bruder

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Engherzigkeit Familie Kinder

Ich bin knapp 20 und mein kleiner Bruder ist 10. Ich habe noch eine zwei Jahre ältere Schwester, die eine eigene Wohnung hat. Ich studiere und wohne noch zu Hause. Meine Schwester und ich wurden selbstständig erzogen, haben unsere Zimmer selber aufgeräumt, sind morgens aufgestanden und haben uns gewaschen, Zähne geputzt und so weiter. Mein Bruder wird von meiner Mutter dagegen total unselbstständig erzogen. Sie räumt ihm immer mal wieder Sachen im Zimmer auf. Er ist ein ganz Lieber, aber halt ziemlich schusselig und vergisst so etwas einfach. Dann vergisst er mit seinen zehn Jahren morgens öfter, sich zu waschen oder die Zähne zu putzen. Unsere Mutter erinnert ihn mit einer Engelsgeduld daran, aber es bringt nichts, denn wenn sie alles erledigt, wird er nicht selbstständiger! Sie packt ihm abends den Ranzen, sie weckt ihn jeden Morgen, obwohl er einen Kinderwecker hat. Uns Mädchen wurde gesagt, dass wir uns den Wecker stellen sollen, was wir auch gemacht haben. Am Anfang hat meine Mutter uns auch noch den Ranzen mitgepackt beziehungsweise kontrolliert - das Ziel war aber, dass wir ihn selbstständig packen können. Auch unser Bett sollten wir mit zehn Jahren selber machen und machten es. Meinem Bruder wird es gemacht.

Weder ich, noch meine Schwester, sind irgendwie eifersüchtig, denn sie tut ihm ja nichts Gutes. Meine Beichte: Vor ein paar Monaten - mein Bruder war in der 4. Klasse, jetzt kommt er in die 5. Klasse Gesamtschule - waren meine Eltern unter der Woche über Nacht weg. Mir wurde aufgetragen, auf meinen Bruder aufzupassen, ihn zu wecken, seinen Ranzen zu packen und darauf zu achten, dass er sich morgens wäscht und die Zähne putzt. Ich sagte ihm genau einmal, dass er jetzt bitte seinen Wecker stellt. Da saß er auf dem Bett und der Wecker war genau neben ihm. Er sagte: "Ja, mache ich." Dann legte ich ihm den Stundenplan hin und sagte ihm, dass er danach dann bitte für morgen seinen Ranzen packt. Wenn er nicht weiß, wo irgendwas ist oder Hilfe braucht, kann er gerne fragen. Ans Waschen oder Zähneputzen zu erinnern, dazu weigerte ich mich.

Am nächsten Morgen stand plötzlich Max, mein kleiner Bruder, ganz verschlafen vor mir. Es war kurz nach acht Uhr. Wecker hatte er nicht gestellt. Ranzen hatte er nicht gepackt. Er hatte das beim Spielen ganz vergessen. Pech, er sollte es direkt machen. Dann sagte ich ihm, dass er sich jetzt bitte fertigmacht und dann zur Schule geht. Die Schule ist übrigens 300 Meter entfernt, aber trotzdem bringt ihn meine Mutter immer hin. Letzten Endes hatte sich Max nicht gewaschen und sich einfach nur seine Hose und ein T-Shirt angezogen. Er hat nicht mal die Unterwäsche gewechselt! Meine Mutter war sauer auf mich. Ich habe ihr gesagt, was ich denke - dass Max noch mit 20 unselbstständig an ihrem Rockzipfel hängen wird, wenn sie so weitermacht. Ihn mal "ins offene Messer laufen zu lassen", das tat ihm vielleicht mal ganz gut. Mal abwarten. Aber wie ich meine Mutter kenne, wird sie weitermachen wie zuvor. Und leider liegt es einfach nur am Geschlecht. Wäre Max ein Mädchen, würde ihm nicht so viel hinterhergeräumt.

Beichthaus.com Beichte #00033788 vom 19.08.2014 um 18:08:35 Uhr (14 Kommentare).

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Das Geld aus dem Biergarten

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Diebstahl Morallosigkeit Habgier Selbstsucht

Ich (m/34) bin oftmals mit Familie und Bekannten in den Kneipen, die es bei mir in der Ortschaft gibt, unterwegs. Besonders im Sommer macht es ja recht viel Spaß im Biergarten zu sitzen. Das bedeutet, dass auch die Besitzer die das hier jeweils führen, sich auch im Biergarten befinden und nur zum Zapfen von Bier oder Sonstigem innen aufhalten. Jedes Mal, wenn ich auf Toilette gehen muss, muss ich direkt durch die ganze Kneipe am Tresen vorbei, um die Toilette zu erreichen. In den Tresen der Kneipen befindet sich jeweils eine Schublade, worin das gesamte Geld aufbewahrt wird. Da die Kneipen auch Hotelzimmer anbieten und diese meistens von irgendwelchen Gästen belegt sind, und im Biergarten immer etwas geht, sind die Kassen demnach gut gefüllt. Ich möchte beichten, dass ich, wenn ich auf die Toilette gehe, das Geld einstecke und schnell in mein Auto bringe, damit es nicht auffällt. Es kam zwar schon oft vor, dass die Besitzer merkten, dass das Geld fehlt - auch inklusive Polizeieinsatz - jedoch wurde auch bei Durchsuchung der Personen nie mehr als das gesuchte Geld gefunden und somit habe ich es immer wieder gemacht. Es tut mir wirklich leid für die Besitzer, aber es gibt mir irgendwie einen Kick, wenn ich das Geld nehme. Dadurch habe ich mir im letzten Jahr ein neues Auto kaufen können. Ich glaube aber, dass ich mich wohl in Behandlung begeben werde. Aber das kostet ja auch Geld, was ich mir wohl vorher noch beschaffen muss.

Beichthaus.com Beichte #00033787 vom 19.08.2014 um 17:18:52 Uhr (19 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Das Geld des großen Bruders

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Diebstahl Neid Rache Familie

Ich bin ab und zu ziemlich knapp bei Kasse, denn ich gehe noch zur Schule und habe leider keine Zeit für einen Nebenjob. Irgendwie ist mein Konto deshalb schon vor Monatsanfang leer. Es ist hauptsächlich das Ausgehen am Wochenende, das mir die Haare vom Kopf frisst. Mein älterer Bruder hingegen, der gerade seine Ausbildung abgeschlossen hat, hat eigentlich Kohle im Überfluss. Ich meine - was gibt es, das näher liegt, als ihn ab und zu etwas finanziell zu erleichtern. Ich hatte sowieso nie ein gutes Verhältnis zu meinem Bruder, ich war sehr temperamentvoll und leicht zu provozieren und mein Bruder hatte das gnadenlos ausgenutzt. Er hatte immer so einen großen Pott, der voll war mit Kleingeld und kleinen Scheinen. Als er im Urlaub war, habe ich mir dann mit einer Pinzette oder einer Haarklammer gegen Monatsende vielleicht zwanzig Euro geholt. Ich denke, er hat da nie etwas von gemerkt. Und wenn er mich in einem Wortgefecht oder so fertigmacht, nehme ich meinen Schlüssel und ziehe damit einmal schön am Rand seines Vehikels entlang. Es tut jedes Mal so unglaublich gut, als würde man auf Wolke 7 zurück in das Haus fliegen, einfach göttlich.

Beichthaus.com Beichte #00033785 vom 19.08.2014 um 16:47:05 Uhr (11 Kommentare).

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Poser mit Macht

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Hochmut Zorn Aggression Hass Berchtesgaden

In meiner Kindheit hatte ich es nicht leicht mit meinen Eltern. Ich habe erst mit fünf Jahren erfahren, dass der damalige Freund meiner Mutter nicht mein richtiger Vater ist, sondern jemand, den ich bis dahin für meinen Onkel gehalten habe. Als meine Eltern dann wieder zusammen waren, bestand Erziehung in erster Linie aus übertrieben vielen Regeln - wie lange ich PC spielen darf, ich durfte nicht in die Vereine, denen ich beitreten wollte und auch noch mit achtzehn Jahren schrieben mir meine Eltern vor, wann ich zu Hause sein musste. Dazu noch die ständige Schreierei meiner alkoholkranken Mutter. Das Gefühl, kotzen zu müssen, war ein Dauerzustand. Aber der Stress zu Hause reichte anscheinend nicht, denn ich wurde fast meine gesamte Schulzeit über schikaniert. Den Frust, den ich empfand, versuchte ich immer zu überspielen, indem ich mich über andere stellte. Ich versuchte anderen immer auf eine hochnäsige Art davon zu überzeugen, dass ich besser bin. Dass ich einen höheren IQ habe, dass meine Eltern gute Kontakte zu wichtigen Leuten haben und so weiter - es würde zu lange dauern, alles aufzuschreiben, aber kurz gesagt bin ich ein typischer Poser. Heute verdiene ich mein Geld, indem ich Jäger, also Gebirgsjäger in der Grundausbildung, für alles, was bei mir schlecht gelaufen ist, büßen lasse. Denn hier habe ich die Macht. Ich beichte also, dass aus mir ein machtgeiles Arschloch geworden ist, das persönlichen Frust mit zur Arbeit nimmt, um ihn dort an Leuten auszulassen, die in der Rangordnung weit unter mir stehen, weil ich selbst oftmals rumgeschupst wurde. Und wahrscheinlich werde ich auch so weitermachen, obwohl es mir manchmal leidtut.

Beichthaus.com Beichte #00033784 vom 19.08.2014 um 13:51:26 Uhr in 83471 Berchtesgaden (10 Kommentare).

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“Beichte

Filme im realen Leben

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Dummheit Kinder

Seit zwei Jahren spiele ich (m/25) einmal die Woche den Babysitter für einen amerikanischen Freund, der hierher gezogen ist. Umsonst, versteht sich. Er hat zwei anständige Söhne im Alter von 9 und 8 Jahren. Da ich mit ihrem Vater gut befreundet bin, verstehe ich mich auch mit den Kindern bestens. Meistens spiele ich nur mit ihnen, da sie für Hausaufgaben oder Tests zu gescheite Burschen sind. Wir haben es meistens gechillt, ich langweile mich nicht. Nun aber geschah etwas, das mir jetzt noch die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und das einfach nur brüllend komisch ist. Ihr müsst wissen, dass ich ein riesiger Anime-Fan bin. Ich erinnere mich, wie ich kürzlich mit den Jungs spontan über meinen Lieblingsanime "Sword Art Online" gequatscht habe. Kurz gesagt geht es dort um ein virtuelles Spiel - etwa wie World of Warcraft, in dem man Monster töten muss. Dabei setzt sich der Spieler eine Art Helm auf, der sich an die sensorischen und motorischen Gehirnareale verbindet und wodurch man die Vorstellung hat, in einer Fantasiewelt zu sein. Im Verlauf der Geschichte können sich die Spieler nicht mehr ausloggen, weil der Spielhersteller und Antagonist der Serie den Log-out-Button entfernt hat. Zudem führt ein Tod in jener virtuellen Welt automatisch zum Tod in der realen Welt, da die Programmierung so umgestellt wurde, dass bei einem virtuellen Sterben gegen ein Monster das Gehirn tödliche Stromschläge erleidet.


Etwa so erzählte ich den Kindern von diesem Anime. Ich meinte auch zu ihnen, dass mich die Vorstellung, in einer virtuellen Welt zu sein, fasziniert. Wie es mir erscheint, waren die Jungs von dieser Fantasiegeschichte begeistert und befragten mich noch zu den Charakteren, Helden und Antihelden, Episoden und so weiter, wobei ich gerne ausführlich berichtete. Ich dachte mir nichts dabei. Als ich wieder zur Familie fuhr, nahm mich mein Kumpel beiseite und wollte mich sprechen. Er wollte wissen, ob ich seinen Kindern von so einer Art "Zukunftswelt" und einem "virtuellen Helm" erzählt habe, was ich bejahte. Danach brachte er mich ins Kinderzimmer und zeigte mir Kratzer, die der jüngere Knabe vom älteren Bruder eingesteckt hatte. Ich verstand nur Bahnhof. Der Vater klärte mich auf, indem er mir erzählte, wie die beiden vor ein paar Tagen in der Garage ihre Fahrradhelme geholt hätten und meine erzählte Geschichte nachspielen wollten. Dabei wäre der Ältere der Spieler und der Jüngere der Bösewicht gewesen. Um die vermeintlichen Stromschläge zu simulieren, begann der jüngere Bursche plötzlich auf dem vom Bruder aufgesetzten Helm rumzufausten. Danach hätten sich die beiden heftig zerstritten und dem Vater folglich alles erzählt. Als ich die Story gehört hatte, konnte ich nicht anders als den Lacher meines Lebens freizulassen. Der Vater gesellte sich schnell dazu, während die Kinder uns verdutzt anglotzten.


Nun ist alles wie vorher. Mir tut es leid, dass meine erzählte Geschichte einen Streit ausgelöst hat. Aber ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass zwei helle Köpfchen, die angeblich in der Schule die Klügsten sind, zu so einem unnötigen Tohuwabohu fähig gewesen wären. Hat das was mit der amerikanischen, ernstnehmenden Mentalität zu tun? Ich muss wohl aufpassen, was die beiden von mir in Zukunft hören. Wer weiß, was passieren könnte, wenn ich denen von Filmen wie "Fight Club" oder "Machete" erzähle.

Beichthaus.com Beichte #00033778 vom 18.08.2014 um 11:23:22 Uhr (10 Kommentare).

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