Das Spiel mit den Gefühlen

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Falschheit Betrug Engherzigkeit Bonn

Seit einiger Zeit bin ich in einem sozialen Netzwerk angemeldet. Dort suche ich mir zwei Gesprächspartner, in der Regel männlich und weiblich, und schreibe diese an. Zuerst mal nichts Verwerfliches. Nachdem ich die Chatpartner ausgehorcht, und möglichst viele Infos gesammelt habe, erstelle ich zwei gefälschte Profile mit den Namen und Eigenschaften der Gesprächspartner. Diese hatte ich ja zuvor erfahren. Dann schreibe ich damit jeweils den Echten an. Also zum Beispiel mit dem erfundenen weiblichen Profil den echten männlichen und umgekehrt. Nachdem ich bereits vorher Informationen über die Personen sammeln konnte, täusche ich meine Rolle meist ziemlich überzeugend vor. Dann umgarne ich beide so lange, bis beide Personen zu einem Treffen mit dem Anderen bereit sind. Ich finde einen Zeitpunkt und einen Ort, der beiden passt, und verabrede mich jeweils im Namen des Anderen. Dann lege ich mich auf die Lauer und beobachte das Geschehen. Nach der Aktion lösche ich die gefälschten Profile unter einem Vorwand und verweise auf die realen Profile der Personen. Ich beichte also, dass ich in meiner Freizeit mit den Gefühlen anderer spiele. Und auch wenn es mir zeitweise echt Freude bereitet, überkommen mich mittlerweile doch so meine Zweifel.

Beichthaus.com Beichte #00031579 vom 10.07.2013 um 20:05:55 Uhr in 53111 Bonn (Alexanderstraße) (18 Kommentare).

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Rache für die Fehlinvestitionen

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Rache Aggression Betrug Boshaftigkeit Ockholm

Vor etlichen Jahren habe ich etwas getan, das mir immer noch nachgeht. Ein sehr guter Freund von mir, der eine Frau und drei Kinder hat, hatte sich von einem weiteren Bekannten überreden lassen, eine Wohnung als Altersanlage zu kaufen. Allerdings im damaligen Ostdeutschland und völlig überteuert. Die Wohnung entpuppte sich als katastrophale Fehlinvestition und mein Freund versuchte alles, aber auch wirklich alles, das wieder rückgängig zu machen. Allerdings ohne Chance, denn der Bekannte blieb stur und freute sich über seine horrende Provision. So erging es etlichen Leuten aus unserem Bekanntenkreis. Bis sich das rumgesprochen hatte, war es für viele Familien zu spät. Sie saßen in der Schuldenfalle fest! Und der gemeinsame Bekannte strich Provisionen ohne Ende ein, fuhr dicke Autos, prahlte und lachte die "dummen Familien" aus. Es kam so weit, dass ihm gedroht wurde und er deshalb weg zog. Niemand wusste, wo er war, er versuchte alle Spuren zu verwischen, was ihm auch gelang. Irgendwann kamen einige der Geprellten zu mir und baten mich um Hilfe. Da ich (w) seit Jahren bei einer gewissen Behörde arbeitete, benötigte ich nur einen Klick, um die neue und richtige Adresse zu finden. Dies habe ich auch getan und meinen Freunden die Adresse gegeben. Fazit der Geschichte ist, dass der Bekannte übelst zugerichtet im Krankenhaus landete. Viele Geprellte zahlte er dann teilweise aus und wohnt jetzt ganz weit weg. Immobilienvermittler ist er nicht mehr, er hat jetzt einen ganz normalen Job. Ich beichte hiermit, dass mir leidtut, was passiert ist, doch ich konnte einfach nicht anders. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031561 vom 05.07.2013 um 22:39:03 Uhr in Ockholm (21 Kommentare).

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“35.000

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Das Saxophon

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Diebstahl Falschheit Betrug Trägheit Musik

Ich ging bis vor vier Jahren jede Woche in den Saxophon-Unterricht in der Musikschule. Da meine Eltern mir kein eigenes Saxophon kaufen wollten, mieteten sie eines der Schule für einen monatlichen Beitrag. Als ich die Mitgliedschaft vor vier Jahren kündigte, vergaß ich, mein Instrument abzugeben. Ich schob es immer weiter hinaus, bis es irgendwann nicht mehr ging, da zu viel Zeit vergangen war. Ich habe das Saxophon heute noch zu Hause. Es tut mir leid, jedoch hat es auch nie jemand vermisst.

Beichthaus.com Beichte #00031549 vom 03.07.2013 um 15:35:14 Uhr (10 Kommentare).

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Sparen mit den gelben Engeln

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Betrug Ungerechtigkeit Geiz Falschheit Pirmasens

Nachdem ich (w/20) mit 17 Jahren meinen Führerschein gemacht habe, gab es von meiner Fahrschule aus ein Probejahr bei den "gelben Engeln" gratis. Natürlich habe ich das Angebot angenommen und bekam auch sofort die zugehörige Mitgliedskarte für "young driver". Aber genauso natürlich habe ich die Mitgliedschaft nach dem Probejahr gekündigt, die Karte wurde aber bisher nicht zurückverlangt. Bei einer bekannten königlichen Fast-Food-Kette bekommt man auf jedes Menü auch einen Euro Vergünstigung, wenn man diese Karte vorzeigt. Ich beichte also, dass ich mir, ohne Mitgliedschaft oder Mitgliedsbeitrag, immer diesen einen Euro spare und mich super freue. Es ist aber so lecker und ich als Studentin muss leider sparen. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00031543 vom 02.07.2013 um 03:09:48 Uhr in 66955 Pirmasens (14 Kommentare).

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Dreist gewinnt

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Betrug Falschheit Schule

Dreist gewinnt
Ich habe in der zehnten Klasse sehr dreist gehandelt um meine Jahresendnote zu verbessern. Nachdem wir im Deutschunterricht einen Test wiederbekommen haben und ich knapp an der Zwei vorbeigeschrammt bin, habe ich einfach etwas Richtiges dazu geschrieben und mich beim Lehrer beschwert, dass er etwas übersehen hätte. Dafür bekam ich dann eine Zwei minus. Soweit, so gut. Allerdings stellte sich nach schnellem Durchrechnen raus, dass ich noch eine gute bis sehr gute Note benötigte, um auf dem Endjahreszeugnis eine Zwei zu erhalten. Also entschloss ich mich, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Mein Lehrer befand sich gerade an einem anderen Tisch, also nicht am Lehrertisch, und erklärte einer Mitschülerin etwas über besagten Test. Alle anderen Schüler schauten sich ebenfalls ihre Tests an. Ich bin also relativ unbeobachtet zum Lehrertisch gegangen und habe gesehen, dass in einer Spalte des Notenhefts - es lag dort offen, da der Lehrer die Noten kurz vor dem Zurückgeben übertragen hat - nur einige Schüler eine Note hatten. Ich kombinierte: Vor etwa drei Wochen hielten nur etwa sechs Schüler einen benoteten Vortrag. Ich gehörte nicht dazu. Die Noten waren mit schwarzem Kuli geschrieben. Ich bin also schnell zu meinem Platz, habe einen schwarzen Kuli geholt und bin dreist nach vorne gegangen. Nachdem ich kurz überprüft habe, ob der Lehrer mich beobachtet, habe ich mir eine Eins in die Spalte für den Vortrag eingetragen und habe mich dann wieder hingesetzt. Mehrere Schüler haben es gesehen, aber alle haben dicht gehalten. Der Lehrer war eh recht verplant und ich wusste, dass er nie darauf gekommen wäre. So kam ich dann zu meiner unverdienten Zwei auf dem Zeugnis. Ich bereue mein Handeln schon. Allerdings sind seitdem schon viele Jahre vergangen, und im Nachhinein betrachtet ist die Geschichte definitiv eine Anekdote wert: Dreist gewinnt.

Beichthaus.com Beichte #00031539 vom 30.06.2013 um 18:41:47 Uhr (30 Kommentare).

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