Mein geheimer Auslands-Urlaub

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Lügen Falschheit Verzweiflung Urlaub Familie

Ich bin eine Woche ins Ausland gefahren, obwohl ich meinen Eltern gesagt habe, dass ich mit einer Freundin ganz in der Nähe sein würde. Nachdem meine Mutter in meinem Koffer herumgeschnüffelt hat, fand sie aber heraus, dass ich im Ausland war. Was sie aber nicht weiß, ist, dass ich das bereits zum dritten Mal getan habe. Sie sind ziemlich wütend, und enttäuscht, dass ich sie angelogen habe. Dabei wäre es mindestens genauso zum Streit gekommen, hätte ich von Anfang an die Wahrheit gesagt. Sie lügen mich übrigens auch andauernd an und erzählen mir nur die halbe Wahrheit, beleidigen mich oder spielen Psycho-Spielchen mit mir...

Beichthaus.com Beichte #00037469 vom 24.01.2016 um 17:55:53 Uhr (11 Kommentare).

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Tagträume beim Lernen

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Trägheit Studentenleben

Ich (m/24) bin Jurastudent in der Examensvorbereitung. Demzufolge verbringe ich die meiste Zeit am Schreibtisch und löse Klausuren oder sonstige Fälle. Insbesondere in den eher trockenen Fächern, wie AGB-Recht und Kommunalrecht, schweife ich sehr häufig mit den Gedanken ab. In meinen Tagträumen male ich mir meistens die kühnsten Szenarien aus, beispielsweise wie ich später als Staatsanwalt Plädoyers halte und dabei sehr souverän und abgebrüht rüberkomme oder wie ich mit ein paar Zwillingsmädels aus dem weiteren Freundeskreis eine wilde Ehe in einem großen Haus führe. Gerne überlege ich mir auch, welches Auto ich fahren möchte, was dann nicht selten in einer intensiven Recherche endet. <br /> <br /> Natürlich ist mir dabei klar, dass alle diese Träume nie wahr werden, wenn ich den ganzen Tag in Gedanken schwelge, anstatt zu lernen. Manchmal vergeht eine Stunde, die ich so vertrödle. Ich habe auch schon versucht, in der Bibliothek zu lernen, aber selbst dort erwische ich mich dabei, wie ich längere Zeit gedankenverloren an die Decke starre und träume. Außerdem muss ich einräumen, dass ich keine Lust habe mir ein Hemd anzuziehen, nur um dem Standard meiner spießigen Kommilitonen gerecht zu werden und lieber zu Hause in Jogginghose und T-Shirt lerne. Ich hoffe, dass diese Beichte mir dabei hilft, meinem Laster der Tagträumerei abtrünnig zu werden!

Beichthaus.com Beichte #00037466 vom 24.01.2016 um 14:55:14 Uhr (25 Kommentare).

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“Beichte

Von Zicken und Ratten

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Maßlosigkeit Selbstsucht Tiere Internet

Ich (m/30) will hier beichten, dass ich etwas ausgenutzt habe, das ich aber nie so geplant hatte. Und zwar habe ich mir vor knapp sechs Jahren mal drei Farbratten gekauft, merkte aber schnell, dass ich mit der Haltung dieser extrem eigensinnigen und intelligenten Tiere überfordert war. Da ich aber Tiere nicht einfach weggebe, die ich mir angeschafft habe, suchte ich im Netz nach entsprechenden Seiten und fand auch recht schnell ein mittelgroßes Forum mit etwa 5.000 Mitgliedern im deutschsprachigen Raum. Aufgrund der freundlichen, wenn auch teils etwas ruppigen Art mit Anfängern waren die Haltungsfehler recht schnell ausgeräumt. Was mir nicht entgehen konnte, war jedoch, dass dieses Forum zu mindestens 98 Prozent aus weiblichen Usern besteht, wenn nicht sogar noch mehr. <br /> <br /> Im Laufe der drei Jahre, die meine Ratten etwa lebten, sah ich zumindest keine 20 Männer in diesem Forum. Dazu kommt, dass viele der Mädels der links angehauchten, alternativen Szene oder auch der Gothic-Szene angehören, und für diese Frauen habe ich lebenslang eine Schwäche. Ich will hier nicht mit Details angeben oder irgendwelche Zahlen nennen, aber über das gemeinsame Thema Tiere kam man sich teilweise schnell nahe. Leider stellte sich auch nach etwa zwei Jahren heraus, dass unter der vermeintlichen Harmonie in diesem Forum eine gewaltige Stutenbissigkeit steckt, und es kam meinetwegen aus Eifersucht und Besitzdenken einiger Frauen heraus zu üblen Streits zwischen einigen, teils langjährigen Userinnen, was auch im Abgang einiger Frauen endete, die anderen Usern bisher mit ihrem Erfahrungsschatz in Sachen Haltung, Ernährung und Gesundheit der Tiere echt weitergeholfen hatten. <br /> <br /> Da es vorkam, dass manche eigentlich private Sachen öffentlich besprochen wurden, zuerst in Andeutungen, dann ganz offen, mischten sich zum Teil Dutzende anderer, teils beschwichtigend, teils hämisch, teils auch trollend, in diese Threads ein und es ging heftig drunter und drüber. Angefangen hatte es, dass eine Frau sich beschwerte, ihre Gefühle seien von einem "leider immer noch in diesem Forum anwesenden Mann" verletzt worden. Eine andere erkannte mich darin und meinte nur, man müsse halt vorher klären was man wolle, und die Dritte war die Frau, mit der ich zu dem Zeitpunkt eine Freundschaft mit Vorzügen hatte und schon war der Ärger perfekt. Seltsamerweise war der Schuldige, ich, gar kein wichtiger Teil der Diskussion. Nein, sondern die Mädels warfen sich gegenseitig vor, Schlampen, Lügnerinnen und sonst was zu sein. Die Moderatorinnen schlossen solche Threads zwar schnell, aber gesehen hatten es dann schon viele. Ich selbst schrieb dazu kein Wort, das war wohl auch besser. <br /> <br /> Das Einzige, was ich selbst dazu sagen kann, ist, dass ich niemals etwas mir mehreren gleichzeitig hatte, keiner Frau etwas versprochen habe, das ich nicht einhalten konnte und es waren jetzt auch keine hohen Zahlen, um die es geht, aber meine Anwesenheit hatte unter anderem den Rattenstammtisch in meiner Umgebung für fast drei Jahre zerstört und eine langjährige Freundschaft zwischen zwei Frauen ging deswegen auch in die Brüche. Als ich meine letzte Ratte einschläfern lies, habe ich am selben Tag um Löschung meines Accounts gebeten und seitdem nie wieder in dieses Forum geschaut. Rückblickend finde ich es fast gruselig, was da abging.

Beichthaus.com Beichte #00037464 vom 24.01.2016 um 00:19:06 Uhr (16 Kommentare).

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Ein zehn Jahre alter Held

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Gewalt Rache Kinder Familie

Mein (m/34) Onkel war ein komischer Kauz. Mit 42 aus dem Kinderzimmer ausgezogen, bis Ende 40 nie eine Freundin gehabt, immer laut und oft boshaft gewesen, und dann plötzlich mit einer Frau von den Philippinen nach Hause gekommen und geprahlt: Das ist jetzt meine Frau. Ich war zehn, als ich mitbekommen habe, wie er seine Frau mehrfach ins Gesicht geschlagen hat. Ich hatte solches Mitleid. Ich mochte sie und habe dann versucht, ihr zu helfen, sie hat so geweint und ich habe auch ihre anderen Blutergüsse gesehen. In meiner kindlichen Blauäugigkeit dachte ich, den Retter in der Not spielen und meiner Tante helfen zu können und habe meinen Onkel nachts mit dem Stiel des Besens verkloppt. <br /> <br /> <br /> Er hatte tatsächlich eine stark blutende Platzwunde am Kopf, doch letztlich hat er mich noch in derselben Nacht so dermaßen verdroschen, dass ich auch Blutergüsse hatte. Geholfen hat es also nicht viel und ich stand, verzweifelt, wie ich war, eines Tages, als beim Onkel bei uns war, ein Nickerchen gemacht hat und meine Eltern grad nicht im Raum waren, mit einem Kissen in der Hand vor ihm und wollte es auf sein Gesicht drücken - ich wusste zu diesem Zeitpunkt, dass man dann ersticken kann, und hatte das tatsächlich auch vor. <br /> <br /> <br /> Ein paar Augenblicke später habe ich, richtig erschrocken von mir selbst, das Kissen zurückgesteckt und bin in mein Zimmer gegangen. Ich war monatelang sehr verstört, was meine Eltern gemerkt haben. Sie haben nach gefragt, warum das so ist und ich habe es auf einen Horrorfilm geschoben, den ich angeblich gesehen hatte, als ich mal alleine zu Hause war. Das Ganze ging nun einige Jahre so weiter, die beiden haben zwei Kinder bekommen, bis ein Herzanfall meinen Onkel aus dem Leben gerissen hat (starker Raucher, sehr dick, Bluthochdruck). Danach war ich tatsächlich erleichtert und für meine Tante und meinen Neffen und meine Nichte wurde das Leben dann endlich lebenswert, da er sie nie gut behandelt hat. Bis heute verfolgt mich das Bild mit dem Kissen in der Hand, der Umstand, für ein paar Augenblicke als Kind solche Mordgedanken gehabt zu haben. Außer mir selbst weiß übrigens niemand davon.

Beichthaus.com Beichte #00037463 vom 23.01.2016 um 23:30:21 Uhr (11 Kommentare).

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Nachbarskinder mit Böllern

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Gewalt Zorn Maßlosigkeit Nachbarn

Ich bin Schichtarbeiter, habe abwechselnd Früh- und Spätschicht. Diese Woche Dienstag kam es schon wieder vor, dass ich nach meiner Spätschicht todmüde ins Bett gefallen bin und gegen drei Uhr nachts kerzengerade im Bett stand, denn die tollen Burschen aus dem Haus gegenüber meinten, dass sie mal wieder böllern müssten. Es hörte sich an, als ob da jemand abgeknallt wurde. Ich bin dann im Morgenmantel raus zur Tür, genauso wie andere Nachbarn, und klar - es waren natürlich wieder die drei Nachbarsburschen. Wer denkt, es seien kleine vorpubertäre Kinder, der täuscht, einer ist um die 16, einer hatte vor Kurzem die Volljährigkeit gefeiert und der andere müsste so 20 sein. Erwachsene Männer, die sich wie Babys benehmen. Da wir mit den Typen selbst und mit den Eltern des 16-Jährigen und des 18-Jährigen bereits geredet haben und das nicht fruchtet, haben mein Nachbar und ich noch einmal Klartext mit den Jungs reden wollen, doch die haben uns nur ausgelacht. Dumm wie Brot. <br /> <br /> <br /> Meine Wut war so dermaßen stark in dem Moment, dass ich der 16-jährigen Kröte einen dermaßen heftigen Tritt in den Schritt verpasst habe, dass der nur noch jaulend am Boden lag. Ich schäme mich dafür, dass ich mich von drei Spätentwicklern, die ihrem geistigen Horizont entsprechend wahrscheinlich mal lediglich bei Mäcces an der Kasse enden werden, so habe provozieren lassen. Ein Gutes hat die Sache - es wurde seit dem Vorfall nicht mehr geböllert. Durch die Vorfälle bin ich auch zu einem richtigen Böllerhasser geworden und kann den Dingern selbst nichts mehr abgewinnen, obwohl ich früher selbst an Silvester die eine oder andere Rakete gezündet habe. Doch da viele dumme Kinder oder Zurückgebliebene nicht verstehen, dass die Dinger lediglich an Silvester zu gebrauchen sind, hätte ich nichts gegen ein generelles Verbot.

Beichthaus.com Beichte #00037461 vom 23.01.2016 um 16:49:56 Uhr (12 Kommentare).

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