Der feministische Höhlentroll

22

anhören

Zorn Hass Gesellschaft

Ich (m/25) habe eine Freundin, die - ich drücke es jetzt mal vorsichtig aus - nicht den typischen Idealen einer Frau entspricht. Sie ist nicht hochgewachsen, hat nicht die Maße 90-60-90 und sieht nicht aus wie frisch aus dem Katalog entsprungen. Sie ist 1,65m groß, hat "etwas mehr auf den Hüften" und geht ohne Make-up aus dem Haus. Das ist allerdings überhaupt nicht der Grund meiner Beichte, denn ich liebe diese Frau abgöttisch, ich verehre sie quasi - habe sie mit 16 Jahren kennengelernt und teile mit ihr mehr Gemeinsamkeiten als mit meinen Kumpels. Im Grunde genommen kann man sagen, dass sie meine Freundin und mein bester Freund in einer Person ist. Wir verbringen verregnete Wochenenden auf der Couch und zocken von morgens bis abends, stopfen uns dabei mit Süßigkeiten voll und hören dabei komplette Diskografien mehrerer Metalbands auf einmal durch. Wir sind quasi Seelenverwandte, die sich auf ihrem Weg durchs Leben gesucht und gefunden haben.

Allerdings gibt es ein Ding, das mich stört: In meiner Heimatstadt scheint sich vor mehreren Monaten eine Art Hochburg des modernen Feminismus gebildet zu haben. Und wir alle wissen ja, was dieser uns eintrichtern will: Männer sind nur sexistische und schwanzgesteuerte Schweine, die nur auf eine schnelle Nummer aus sind und die Frauen sind das unterdrückte schwache Geschlecht, das sich von niemandem etwas eintrichtern lassen soll. Manchmal kommt es vor, dass wir an einem Abend nicht daheim essen, sondern uns dazu entscheiden, auszugehen. Also richten wir uns her, jeder auf seine Art und Weise, zwar schlicht aber dennoch stilvoll. Letztens ist es allerdings vorgekommen, dass wir in einem Restaurant saßen und dort unser Mahl verspeist haben, als sich plötzlich eine Gruppe Hardcore-Feministinnen in den Raum gesellten. Sie alle trugen Shirts mit Aufdrucken wie "Ich bade in den Tränen der Männer", "Starke Frauen an die Macht!" oder das allseits bekannte "This is what a feminist looks like". Ja, meinen herzlichen Glückwunsch, wenn eine stolze Feministin so aussieht, als hätte sie im Ringkrieg die Katapulte nach Minas Tirith gezogen. Ich übertreibe hier wirklich nicht, sie alle erfüllten das Klischee der frustrierten Feministen-Kuh, die ihre Tage hat oder sauer darüber ist, dass sie keinen abkriegt.

Nach einigen Minuten ging es dann auch schon los, als sie lauthals darüber redeten, was Männer doch für Schweine sind und eine der Frauen guckte immer wieder zu mir und meiner Freundin rüber. Für uns driftete die Situation schon langsam in eine Art Fremdschämen ab, und als einer der Kellner die Damen höflich und zuvorkommend darum bat, die Lautstärke etwas zu dämpfen, wurde er nur wüst beschimpft und ausgelacht. Mehrere Personen hatten den Laden schon verlassen, da die Frauen sich wie die letzten Vollidioten aufführten. Plötzlich erhob sich eine der Frauen, stapfte auf unseren Tisch zu, krallte sich in meine Schulter und sprach meine Freundin an, dass sie stolz darauf ist, dass sie sich als starke und unabhängige Frau nicht dazu überreden ließ, einen auf hübsch oder unnatürlich zu machen, um mich zu bekommen. Meine Freundin war vollkommen sprachlos und wir guckten uns dementsprechend verwundert an. Da ich ohnehin schon von ihr und ihren Artgenossinnen genervt war, löste ich mich aus ihrem Griff und fragte sie, ob sie ein Problem mit mir hätte, da ich ihr nichts getan habe. Sofort änderte sich ihre Stimmung und sie begann mich zu beschimpfen, was mir einfalle, so mit ihr zu reden und dass sie sich so etwas nicht bieten lassen müsse. Ich sei doch ohnehin nur ein schwanzgesteuerter Depp, der seine Freundin nur ausnutzt und vermutlich hinter ihrem Rücken mit einer viel heißeren Frau betrügen würde. Dabei schlug mir ein Atem entgegen, dass sich meine Zehennägel hochrollten.

Irgendwann merkte ich, dass es meiner Freundin ziemlich unbehaglich wurde, so im Mittelpunkt zu stehen - der ganze Raum hatte seine Augen auf uns gerichtet - und auch mir wurde es zu bunt, sodass ich aufsprang, die Frau wegschubste, mein Glas Wasser nahm und es auf sie schüttete. Anschließend keifte ich sie an, dass sie gefälligst ihr ungewaschenes und stinkendes Maul halten und sich wieder zu den anderen fetten Kühen gesellen solle, die sich selbst als unbeugsame Frauen bezeichnen. Zuerst schnappte sie nach Atem und warf mir dann an den Kopf, was ich doch nur für ein dummes Mannsbild sei und ich der Beweis dafür sei, dass alle Männer gleich sind und die Frauen nur anschnauzen, belügen und verletzen. Lange Rede, kurzer Sinn: Nach einem hitzigen Wortgefecht tauchte der (scheinbar) Besitzer des Restaurants auf und erkundigte sich nach der Situation. Ich erklärte ihm die Lage und gab an, dass diese Frau sehr aufdringlich zu mir und meiner Freundin war. Der Mann entschuldigte sich vielmals bei uns und nach mehreren Zustimmungen seitens der anderen Gäste wurden die "netten Damen" gebeten, das Lokal zu verlassen.

Da war der Stolz der Feministinnen scheinbar dahin, denn sie alle trollten sich im Gänsemarsch aus dem Lokal und der Besitzer entschuldigte sich nochmals tausendfach bei uns. Seit diesem Abend scheint meine Freundin allerdings unglücklich mit ihrem Aussehen zu sein und scheint sich wirklich Gedanken darüber zu machen, ob ich sie wirklich für eine Andere verlassen würde. Ich habe ihr schon oft erklärt, dass dies nicht der Fall ist, da wir erstens schon fast zehn Jahre eine Beziehung führen - was in unserem Alter ohnehin schon an eine Meisterleistung grenzt - und ich keine Bessere finden werde als sie. All das ist nur passiert, weil sich uns irgendein dahergelaufener Höhlentroll mit mehr Haaren im Gesicht als ich am Sack habe unnötig aufgedrängt hat und meiner Freundin solch starke Gewissensbisse bereitet, dass ich manchmal echt nicht weiß, wie ich ihr deutlich machen soll, dass ich sie genauso liebe, wie sie ist. Auch habe ich seit diesem Abend einen abgrundtiefen Hass für Hardcore-Feministinnen. Ich bitte um Absolution für meinen Hass.

Beichthaus.com Beichte #00035093 vom 16.02.2015 um 00:04:55 Uhr (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Pretty Woman an den einsamen Straßen der Großstadt

15

anhören

Begehrlichkeit

Ich (m/21) träume insgeheim davon, mal bei einem nächtlichen Spaziergang durch die einsamen Straßen einer Großstadt einer jungen Prostituierten zu begegnen, die womöglich von einer traurigen Vergangenheitsgeschichte verfolgt wird und sich deshalb in jenem Moment die Augen ausheult. Ich würde mich in diese verlorenen, aber tiefen Augen verlieben und die junge Frau mit einem sanften Kuss trösten. Nachdem ein gewisses Vertrauen zu spüren ist, würden wir uns öfter sehen und ich täte alles, um sie aus ihrem gottverdammten Loch zu befreien und ihr Selbstvertrauen zu stärken. Wenn die Dinge im Nachhinein gut verlaufen, wird sie meine Freundin, wir ziehen in ein Haus, heiraten und kriegen Kinder. Vielleicht habe ich zu oft "Pretty Woman" gesehen, aber wer möchte nicht auch eine solche Liebesgeschichte, wo man für die eigene Frau ein Held auf ewige Zeiten ist?

Beichthaus.com Beichte #00035092 vom 15.02.2015 um 23:20:33 Uhr (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Mein Hass auf Frauen und deren heuchlerisches Gerede

30

anhören

Hass Zorn Vorurteile Gesellschaft

Mein Hass auf Frauen und deren heuchlerisches Gerede
Ich gebe ehrlich zu, dass ich einen Hass auf Frauen habe. Ich machte mehrere schlechte Erfahrungen mit Frauen. Die Mieseste spielte nur mit mir, obwohl sie wusste, dass ich ein paar Wochen zuvor erst einen Selbstmordversuch unternommen hatte. Und das einfach nur, weil sie von ihrem Ex-Freund auf eine miese Art abserviert wurde. Ihr Selbstvertrauen musste sie auf meine Kosten wieder aufbauen, während sie zur selben Zeit schon mit einem anderen schlief und schlussendlich wieder mit ihrem Ex-Freund zusammenkam.

Wegen der schlechten Erfahrungen, die ich machte und den Erfahrungen, die andere so machten, nervt mich dieses heuchlerische Gerede von Frauen, die ständig den Eindruck erwecken wollen, dass Männer triebgesteuerte, oberflächliche Schweine sind, während es Frauen in erster Linie um den Charakter und Humor geht. Wie wichtig der Charakter ist, sieht man ja wunderbar an Schönlingen, die außer Aussehen nichts haben, aber trotzdem immer bei Frauen landen. Und noch nicht mal dann können es Frauen zugeben, dass ihnen Aussehen wichtig ist, lieber werden solchen Typen positive Eigenschaften angedichtet. Die können den letzten Mist reden und Frauen finden sie trotzdem witzig, die können Frauen auch bei jeder Gelegenheit den Arm um die Schulter legen und schmierig grinsen, sowas gilt dann plötzlich als aufmerksam.

Und wenn man dann noch mitbekommt, wie Frauen Ex-Freunde oder Ex-Männer vor Gericht ums Sorgerecht bescheißen, ohne Rücksicht auf die Gefühle der Männer und der Kinder, haben Frauen erst recht keinen Grund mehr, sich über die miesen Männer auszulassen. Aus all diesen Gründen ist es mir inzwischen meistens völlig egal, ob Frauen in der Arbeitswelt benachteiligt werden, auch was Frauen sonst noch so alles widerfährt, z.B. Sexual-Straftaten ist mir völlig egal. Was mich oftmals auch frustriert, da ich eigentlich mal ein sehr empathischer Mensch war. Soll heißen, ich schwanke hin und her zwischen Wut und schlechtem Gewissen, wegen meiner frauenverachtenden Einstellung.

Beichthaus.com Beichte #00035090 vom 15.02.2015 um 21:34:51 Uhr (30 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der Tod meiner Freundin

24

anhören

Gewalt Aggression Zorn Verzweiflung Tod Unterhaching

Vor einigen Tagen habe ich die Beichte der Mutter gelesen, die ihre neugeborene Tochter aufgrund einer Behinderung verloren hat. Auch ich möchte etwas in dieser Richtung beichten. Vor knapp zehn Jahren hatte meine damalige Freundin (20) einen schweren Autounfall. Die Ärzte sagten, dass es an ein Wunder grenze, dass sie noch leben würde, allerdings wurde mir und ihren Eltern kurz darauf offenbart, dass es wohl unmöglich sei, dass sie ohne schwere Behinderung weiterleben würde, falls sie es jemals aus dem Krankenhaus schaffen würde. Wie es das Schicksal so wollte, starb sie knapp zwei Wochen nach dem Unfall. Die Monate danach fiel ich in ein tiefes Loch und verlor meine Arbeit, da ich ständig fehlte oder mich krankschreiben ließ. Irgendwann war es meinem Chef wohl zu viel und er kündigte mir. Ich verbrachte die Tage in meinem dunklen Zimmer im Bett bei heruntergelassenen Jalousien, ging kaum noch aus dem Haus und heulte beinahe den ganzen Tag. Trotz meines Zustandes überredeten mich meine Eltern mehrere Wochen nach dem Tod meiner Freundin, auf den Geburtstag meines Onkels zu gehen. Dort war auch mein kleiner Cousin (13) anwesend. Man sollte vielleicht wissen, dass er ein absolut verzogener kleiner Bengel war, der von seinen Eltern wie ein Augapfel gehütet und von vorne bis hinten betüdelt wurde.


Und mit 13 war er mitten in der Pubertät und bildete sich ein, der größte Macker zu sein. Auf die Nachfrage nach meinem Zustand seitens meiner Verwandtschaft brach ich in Tränen aus und erklärte, dass es mir einfach nur Scheiße ging. Kaum hatte ich ausgeredet, platzte schon mein Cousin dazwischen und sagte Dinge wie: "Ach die blöde Fotze ist doch selber schuld, wenn sie zu doof zum Autofahren ist", und "Man sollte doch wissen, dass Frauen nicht Auto fahren können, die sind doch behindert." Seine Eltern wiesen ihn zwar in die Schranken, doch das hinderte ihn nicht daran, mich als Memme, Weichei und Muschi zu bezeichnen. Irgendwann gingen meine Sicherungen durch, ich sprang auf, packte ihn, knallte seinen Kopf auf den Tisch und verpasste ihm ein paar heftige Faustschläge ins Gesicht. Er verlor mehrere Zähne und ich brach ihm damals den Kiefer. Als er wimmernd am Boden lag, stand ich über ihm und fragte ihn, wer jetzt das Weichei sei. Danach ging ich aus dem Haus, rannte einfach nur noch weg und brach anschließend auf einem Feldweg hinter dem Haus zusammen. Bis heute hat sich dank dieses Vorfalls eine unglaubliche Kluft zwischen meiner Familie und unseren Verwandten aufgetan, die sich vermutlich nicht wieder schließen wird. Zwar tut es mir heute leid, dass ich damals so überreagiert habe und ich bin mittlerweile auch über den Tod meiner damaligen Freundin hinweg, dennoch hoffe ich, dass mein Cousin etwas aus dieser Lektion gelernt hat. Ich bitte euch um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00035082 vom 13.02.2015 um 18:25:07 Uhr in 82008 Unterhaching (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Taubstumme Zigeuner in Prag

25

anhören

Aggression Zorn Tschechische Republik

Ich (m/27) studiere seit zwei Wochen in Prag Medizinhistorik. Da wir nur am Morgen Vorlesungen haben, habe ich die Nachmittage jeweils zu meiner freien Verfügung. Zum Mittag kaufe ich immer ein leckeres XXL Ei-Schinken-Sandwich und begebe mich alleine in einen Park in der Nähe eines großen Platzes, wo es auch gratis WLAN gibt und verbringe dort gemütliche Stunden. Nun ist es leider so, dass aus irgendeinem Grund ständig Zigeuner auf dem Platz und dem danebenliegenden Park herumlungern und einem sehr aufdringlich einen Unterschriftsbogen zur angeblichen Unterstützung von Taubstummen unter die Nase halten. Dabei stellen sie sich selbst taubstumm, rufen sich aber gegenseitig lautstark Dinge zu. Was sie damit bezwecken wollen, weiß ich nicht. Dies geschieht wirklich fast im Minutentakt. Zuerst habe ich denen auch freundlich auf Englisch mitgeteilt, dass ich nichts von diesem Angebot halte, was aber nichts half. Jeden Tag werde ich unzählige Male belästigt und somit auch beim Konsum meines wohlverdienten Mittagssandwichs gestört. Auch nicht zu reagieren half nichts, die belästigten mich einfach weiter.


Heute Mittag hat es mir nun gereicht: es war kurz vor dem Wochenende und somit gönnte ich mir zusätzlich zu dem Mittagssandwich noch einen schönen Dosenprosecco. Als dann wieder so ein Zigeuner kam, wurde ich verständlicherweise höchst aggressiv und warf ihm einige englische Schimpfwörter an den Kopf, was er merkwürdigerweise verstand. Darauf schlug er mir den gerade geöffneten Dosenprosecco aus den Händen. Da reichte es mir. Ich schlug dem Zigeuner genau auf den Solarplexus, wie ich es einmal im Internet als Tipp gesehen habe. Augenscheinlich tat es seine Wirkung, da der Mann zusammenklappte. Ich hatte große Lust, ihn zusammenzutreten, aber da kamen schon seine Mitzigeuner, woraufhin ich mich aus dem Park entfernte. Reue verspüre ich eigentlich nur ein bisschen, und zwar wenn der Zigeuner zu der Aktion gezwungen wurde. Dann täte mir mein Ausraster auch leid.

Beichthaus.com Beichte #00035081 vom 13.02.2015 um 17:25:56 Uhr in Tschechische Republik (Prag) (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000