Eine teuflische Zigarette

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Engherzigkeit Rache Sucht Maßlosigkeit Luzern

Ein Kumpel von mir schnorrt sich öfters Zigaretten bei mir, da er sich weigert, sich selbst welche zu kaufen. Angeblich will er nämlich nicht richtig anfangen zu rauchen. Das Ganze ging mir irgendwann jedoch ziemlich auf die Nerven und auf die Geldbörse, weshalb ich eine Zigarette mit einem Knallteufel präpariert habe und ihm diese dann anbot. Da ich meistens selber drehe, fiel es auch nicht auf. Etwa nach dem dritten Zug ist das Ding vor seiner Nase in die Luft geflogen - weiter ist nichts passiert. Er war darauf ziemlich geschockt, aber er fragt seit dem nicht mehr nach Zigaretten und plötzlich kauft er sich auch seine eigenen Päckchen. Therapeutisch gesehen ein voller Erfolg. Ich bitte um Absolution, dass ich meinen Kumpel so geschockt habe.

Beichthaus.com Beichte #00031747 vom 14.08.2013 um 13:04:56 Uhr in Luzern (Schweiz) (22 Kommentare).

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Mein Leben vor dem PC

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Faulheit Trägheit Sucht Verzweiflung

Ich beichte, dass ich glaube, dass ich allmählich Computer- bzw. Internetsüchtig geworden bin. Ich war schon seit meiner Kindheit viel im Internet unterwegs und habe auch gerne gespielt. Aber im Moment tue ich eigentlich nichts anderes mehr, als vor dem Computer zu sitzen, und auf ungefähr zehn Internetseiten rumzusurfen. Ich spiele fast nur noch Facebook-Spiele, besonders eines hat es mir angetan. Ich gebe zwar kein echtes Geld dafür aus, aber ich bin jeden Tag bestimmt fünf Stunden damit beschäftigt. Wenn ich mal nicht am Computer sein kann, weiß ich kaum, wie ich mich beschäftigen soll. Ich habe im Moment keine Freunde und generell kaum sozialen Kontakt. Ich lese zwar noch ein bisschen und spiele Keyboard, aber ohne Computer geht die Zeit so elend langsam vorbei und der Tag kommt mir leer vor. Auch wichtigere Aufgaben vernachlässige ich und schiebe fast alles so lange auf, wie es irgendwie geht und teilweise noch länger. Weil ich mich nicht vom Bildschirm losreißen kann. Ich würde gern unabhängiger vom Computer werden, aber ich weiß nicht, wie ich mir sonst die Zeit vertreiben soll.

Beichthaus.com Beichte #00031715 vom 08.08.2013 um 14:11:31 Uhr (27 Kommentare).

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Der Genuss von Alkohol

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Trunksucht Maßlosigkeit Trunksucht Sucht Studentenleben Haßmersheim

Seit längerer Zeit, genauer gesagt, seit ich für mein Studium vor zwei Jahren ausgezogen bin, trinke ich extrem viel Alkohol. An Wochenenden knallt es dann öfters so richtig und den Folgetag kann ich einfach völlig in die Tonne kloppen. Unter der Woche haue ich mich nicht weg, aber ich trinke dennoch jeden Abend ein oder zwei Bier, auch alleine. Wenn ich Besuch habe, fließt dementsprechend auch mehr Alkohol unsere Kehlen runter, aber richtig voll bin ich unter der Woche nicht. Das passiert nur, wenn ich am nächsten Tag freihabe. Meine Leistungen in der Uni und auf der Arbeit leiden nicht darunter, aber meiner Gesundheit tut das alles nicht gut. Ich kann aber nicht aufhören. Selbst wenn ich mir vornehme, mal eine Zeit lang nichts zu trinken, zische ich mir abends doch mal ein Bier. Mir macht der ständige Genuss von Alkohol irgendwie Angst. Ich weiß nicht, ob ich im Unterbewusstsein versuche, damit irgendwas zu verdrängen, oder sonst etwas. Manchmal glaube ich, dass mir der Alkohol einfach zu gut schmeckt und ich deshalb so viel trinke. Ich meine, was gibt es geileres als ein kühles Helles zum Feierabend?


Einen Vorteil hat das Ganze allerdings doch: Oft werde ich auf Partys zum Wetttrinken herausgefordert. Diese Typen denken immer, sie könnten mich dabei abziehen, weil sie sich ganz geil und cool finden und sich profilieren müssen. Ich dagegen bin niemand mit großem Selbstbewusstsein und auch nicht der Attraktivste. Aber durch meine kleine "Sucht" bin ich mittlerweile sehr abgehärtet und kann saufen wie ein Loch. Und dann stelle ich diese selbstverliebten Machos, die einen auf dicke Hose machen, ständig bloß und genieße es dann, wenn die völlig am Ende sind und zur Krönung noch mal richtig reihern. Keine Ahnung, was mir das bringen soll, denn eigentlich bin ich ja selbst verantwortlich für mein Trinkverhalten, aber trotzdem bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031691 vom 03.08.2013 um 21:39:58 Uhr in Haßmersheim (17 Kommentare).

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Mit Methamphetaminen über die Grenze

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Drogen Selbstsucht Stolz Sucht

In meinen Teenagerjahren (ca. 15-19) hatte ich drei beste Freundinnen, wir waren eine richtig coole Mädels-Clique damals. Wir sind durch dick und dünn gegangen und waren unzertrennlich. Ich hatte aber außerhalb der Schule noch einen anderen Freundeskreis, weil ich […]
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Beichthaus.com Beichte #00031587 vom 12.07.2013 um 11:07:10 Uhr (18 Kommentare).

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“Folge

Meine Mutter, der Messie

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Ignoranz Verzweiflung Sucht Maßlosigkeit Familie Bietigheim-Bissingen 74321

Meine Mutter ist ein Messie. Angefangen hat alles, als mein Vater und meine Mutter sich trennten. Ich war noch klein, ging gerade erst zur Grundschule. Es gab schon immer heftige Streitereien zwischen meinen Eltern. Denn einer war immer zu ordentlich, während der andere diese Ordnung einfach nicht verstehen konnte. Dabei ist sie extrem pingelig, was Sauberkeit angeht! Mein Vater verließ uns dann und meine Mutter war ganz alleine mit meinem Bruder und mir. Ihre Verwandten aus Russland sind nämlich alle dort geblieben, während mein Vater seine Familie in Deutschland hatte. Es fing langsam an und häufte sich dann immer mehr. Natürlich fiel es mir auf, aber ich dachte mir nichts dabei. Nach der Renovierung meines Zimmers blieben alle Sachen im Wohnzimmer liegen, die Küche wurde dreckiger und irgendwann warf sie nicht einmal die abgelaufenen Lebensmittel weg.


An einem Tag, als ich beschloss, ihr einen Gefallen zu tun und die Küche zu putzen, kam sie von der Arbeit und schrie mich zusammen, dass ich gefälligst alles wieder aus der Mülltonne holen sollte. Ich rannte davon, aus Angst, sie könnte noch wütender werden. So ging es, bis ich kurz vor meinem Realschulabschluss stand. Jeden Tag stritt ich mit ihr darüber. Ich konnte nicht mehr. Mein Bruder mischte sich nicht ein. Nach vielen Versuchen, Ordnung in die Wohnung zu bekommen und sogar, nachdem ich das Jugendamt anrief, änderte sich nichts. Eine "Messie-Expertin" ließ uns im Stich, aber wir versuchten trotzdem alles. Irgendwann eskalierte es und sie meinte, ich solle doch zu meinem Vater ziehen, wenn alles so schlimm wäre. Ich packte sofort meine Sachen und die neue Wohnung war purer Luxus für mich. Doch nun, da auch seit einem Jahr mein Bruder ausgezogen war, ist sie allein in der vollgestellten Wohnung. Erneut haben wir versucht, ihr zu helfen - wieder ohne Erfolg. Nun lebe ich tagtäglich mit einem schlechten Gewissen. Ich habe sie im Stich gelassen und ignoriert - allerdings mit der Angst, dass sie von einer Brücke springen könnte. Ich fühle mich schuldig, da ich jeden Tag daheim bin und sie alleine in dieser Wohnung versauert. Aber ich habe es aufgegeben, ihr helfen zu wollen. Meine Beichte ist also, dass ich die Hoffnung, meiner Mutter helfen zu können, jeden Tag ein bisschen mehr verliere.

Beichthaus.com Beichte #00031585 vom 12.07.2013 um 00:34:28 Uhr in Bietigheim-Bissingen 74321 (13 Kommentare).

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