Gestank im KZ

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Morallosigkeit Ekel Schamlosigkeit Falschheit Schule Oranienburg

Vor etwa 16 Jahren war unsere Klasse, gemeinsam mit der Nachbarklasse, im KZ Sachsenhausen. Ich hatte an dem Tag ziemlich starke und äußerst delikat anmutende Blähungen und war froh, dass wir die ganze Zeit draußen waren. Nun begab es sich, dass beide Klassen in einen kleinen Vorführraum gebracht wurden, um einen etwa 45-minütigen Film über die Verbrechen der Nazis anzuschauen. Es freuten sich natürlich alle tierisch darüber, denn es war doch recht kalt draußen - nur ich nicht. Es fing nach wenigen Minuten schon an, dass sich gewisse Geruchsbringer am Ausgang meiner Rosette versammelten und über die Zeit des Films zu einer monströsen Ansammlung von stinkender Luft anwuchsen. Unter Aufbringung all meiner Kraft, damit verbundenen Bauchschmerzen und dem Gefühl, als würde ich im Sekundentakt von der Wüste in die Arktis wechseln, hielt ich das, was da kommen mochte, zurück. Aber ich wusste, das würde nicht gut enden. In meiner kindlichen Blödheit wagte ich es jedoch nicht, den Raum zu verlassen und mich meiner Qual zu entledigen - nein, ich stand den ganzen Film durch, ohne auch nur ein Tönchen von mir zu geben.


Als der Film nach gefühlten sieben Stunden dann endlich zu Ende war, versuchte ich so schnell wie möglich nach draußen zu kommen. Jedoch war die Tür zu klein, um die Massen von zwei Schulklassen mit je 25 Schülern auf einmal durchzulassen, also stand ich mitten drin und konnte nicht mehr an mich halten. Das Ergebnis war ein sehr langer, unhörbar leiser Ziehfurz mit dem Aroma von verfaulten Eiern, gepaart mit wochenaltem Harzer Käse inmitten zweier Schulklassen. Innerlich fing ich an zu grinsen, äußerlich schaffte ich es dann doch recht schnell, den Ort des Geschehens zu verlassen, und, draußen angekommen, fingen die meisten schon an zu meckern, welches Schwein denn da geschissen hätte. Was mir dabei leid tut, ist, dass keiner auf die Idee kam, dass ich der Übeltäter war, denn den Anschiss dafür bekam einer meiner Freunde. Ich fand das damals so lustig, dass ich den ganzen Tag vor mich hingegrinst habe und noch heute anfange zu lachen, wenn ich daran denke. Sorry mein alter Schulfreund.

Beichthaus.com Beichte #00032150 vom 31.10.2013 um 13:08:07 Uhr in 16515 Oranienburg (Straße der Nationen) (24 Kommentare).

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Überraschung nach dem Gottesdienst

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Peinlichkeit Dummheit Waghalsigkeit Sex

An einem schönen Sonntagmorgen war ich (m/20) bei meiner damaligen Freundin (17). Ich möchte beichten, dass ich ihrer sehr konservativen Familie wohl den Schock ihres Lebens eingebracht habe. An besagtem Morgen waren die Eltern mitsamt ihrer jüngeren Geschwister zum Gottesdienst in die Kirche gegangen. Und da wir nicht oft die Gelegenheit einer sturmfreien Bude haben, wollten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen. Also geschwind mit ihr auf den Küchentisch und los ging es! Aber wie das so ist, waren wir zu beschäftigt, um auf die Uhr zu schauen - und so eine Messe ist dann leider auch recht schnell vorbei. Kurz bevor dann auch bei uns die Glocken schlugen, spazierte die Familie rein. Natürlich nicht wie sonst durch die Haustür - nein, sie wählten den Weg über die Terrasse, die durch eine Glastür mit der Küche verbunden ist. Leider bemerkten wir das Ganze erst, als es schon zu spät war. Deshalb kam ihre Mutter, gefolgt von den beiden Kleinen, schnurstracks in die Küche marschiert, als wir noch zugange waren. Ich fasse das Ende kurz: Ich wurde unter wütenden Sätzen und Beschimpfungen aus der Küche gejagt und mir wurde sonst etwas angedroht, wenn man mich wieder auf ihrer Tochter erwischt. Im Gegensatz zu dieser Tirade verlief das Mittagessen eher schweigsam.

Beichthaus.com Beichte #00032126 vom 27.10.2013 um 13:48:44 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Widerrechtliches Parken

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Engherzigkeit Falschheit Arbeit Auto & Co.

Ich arbeite in einem Betrieb, der täglich auch knapp 150 anderen Leuten einen Arbeitsplatz bietet. Auf der einen Seite ist ein Wohngebiet mit dreißiger Zone - also kleine Nebenstraßen. Und auf der anderen Seite verläuft die sechsspurige Bundesstraße. Die einzigen Parkmöglichkeiten sind also die knapp 30 Parkplätze auf dem Firmengelände. Davon sind allerdings 12 für die Obrigkeit reserviert! Die einzige wirkliche Alternative dazu war immer das Wohngebiet, aber dort wird inzwischen gerne mal was abgeschleppt. Deswegen parke ich seit einiger Zeit immer auf dem riesigen Parkplatz einer uns allen bekannten Fast-Food-Kette, der fast direkt nebenan ist. Da steht zwar ein Schild, dass man abgeschleppt wird, wenn man dort widerrechtlich parkt, aber es ist seit sieben Monaten nichts passiert.

Beichthaus.com Beichte #00032022 vom 09.10.2013 um 15:19:40 Uhr (5 Kommentare).

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Mit Angie in ein besseres Leben

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Verzweiflung Peinlichkeit Intim Politik Essen

Mit Angie in ein besseres Leben
Seit Neustem habe ich wieder eine Freundin. Zwar ist es noch nicht ganz offiziell, aber alles läuft super und dieses Ergebnis ist abzusehen. Wir verbringen nahezu jeden Tag mindestens einmal kurz miteinander und das Wochenende besteht aus purer Zweisamkeit. Selbstverständlich schlafen wir auch miteinander, wovor ich mich allerdings etwas gefürchtet hatte. Denn ich bin einer der Männer, die einfach viel zu schnell kommen. Das war seit meinem ersten Mal vor sieben Jahren so und änderte sich auch mit der Zeit nicht. Da mir drei Minuten Sex aber zu wenig sind, habe ich angefangen zu recherchieren.

Zuerst natürlich das "Vorher-Kommen" Prinzip. Das fand ich schon von der Überlegung her dämlich, da ich mir in Hektik einen runterholen sollte und dann am Besten direkt, wenn meine Freundin eintrifft, mit ihr ins Bett springe. Selbst als das Mal der Fall war, hat es dann irgendwie doch nicht seinen Zweck erfüllt. Dann ist da natürlich die Start-Stopp-Technik, bei der ich eben kurz vor dem Ende eine Pause einlege. Also direkt ausprobiert und festgestellt, dass das auch nicht das Wahre ist, da ich so viel zu viele kurze Pausen einlegen musste. Der nächste Tipp war, dass ich mir den Muskel am Damm trainiere. Darüber soll man die Prostata "steuern" können und mit entsprechenden Übungen über Tage und Wochen verteilt, soll das Ganze wirken. Das habe ich knapp einen Monat lang ausprobiert, doch das Ergebnis war genauso ernüchternd wie die vorherigen Versuche. In Rücksprache mit meinem Urologen, dem ich von dem Problem erzählt habe, habe ich dann zunächst betäubende Kondome getestet. Nachdem auch das enttäuschend endete, bin ich einen Schritt weitergegangen und habe mir Lidocain-Ähnliche Salben besorgt, die auch für den Penis geeignet sind. Auch hier war mein persönlicher Erfolg der, dass ich entweder keine Veränderung bemerkt habe, oder so betäubt war, dass ich nichts mehr gespürt habe und meine Erektion nicht halten konnte.

Dann, eines Tages und vollkommen aus Zufall, als ich mit meiner neuen Freundin Sex hatte, habe ich es geschafft, für meine Verhältnisse unfassbar lange durchzuhalten. Ich habe versucht, mir selbst den Druck zu nehmen, sie befriedigen zu müssen. Denn die Befriedigung der Frau steht bei mir an erster Stelle und die Erklärungen, warum ich nicht länger kann, wurden immer blöder und vor allem peinlicher. Wenn dann von der Frau gut gemeinte Worte wie "Das ist nicht so schlimm" oder "Es gibt wichtigere Sachen!" kamen, machte es das noch schlimmer. Es erschütterte einfach mein Selbstbewusstsein. Bis ich versucht habe, an etwas anderes zu denken - und da an jeder zweiten Laterne derzeit die Wahlplakate hängen, verfingen sich meine Gedanken bei der Wahl. Der Sex mit meiner Freundin lief genauso ab, wie immer - nur führte ich in meinem Kopf eine Debatte, in der ich als Vertreter von allen möglichen Parteien eine hitzige Diskussion mit Frau Merkel führte und sie politisch fertigmachte. Dabei ist mir aufgefallen, wie unattraktiv und unerotisch ich diese Frau finde. Länger als eine halben Stunde führte ich also eine Diskussion mit unserer Bundeskanzlerin und sprach mit ihr dabei über Philipp Rösler und das Konzept der FDP. Über die AfD, über Wirtschaftswachstum, über Einwanderer, über das deutsche Sozialsystem, über Subventionen und so weiter. Da ich gedanklich voll in Fahrt war, habe ich dies auch körperlich an meiner Freundin ausgelassen, was dazu führte, dass wir beide, als ich dann endlich kam, total nass geschwitzt waren. Laut meiner Freundin hatte sie den besten Sex ihres Lebens und mehrere Orgasmen. Seitdem haben wir an jedem Tag in Zweisamkeit mehrmals Sex, der mindestens eine halbe Stunde lang dauert, beim zweiten oder beim dritten Mal ist es dann sogar noch deutlich länger.

Früher fand ich Politik dermaßen uninteressant und langweilig, dass sich meine Fingernägel aufgedreht haben. Hätte ich damals nur schon gewusst, dass mir das Thema und die involvierten Personen eines Tages helfen, mein Sexualleben zu verbessern, hätte ich mich schon eher dafür interessiert. Also, auch wenn ich das Konzept der CDU nicht unbedingt befürworte und andere Parteien gewählt habe - auf die nächsten vier sexuell großartigen Jahre und vielen dank Angie, dass du in meinen Augen so unerotisch bist und mein Leben damit deutlich verbesserst. Alleine dafür werde ich dich bei der nächsten Wahl ankreuzen und hoffen, dass du ein gesundes, politisches Leben führst.

Beichthaus.com Beichte #00031936 vom 23.09.2013 um 10:17:37 Uhr in 45219 Essen (Gustavstraße) (30 Kommentare).

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Jammern auf hohem Niveau

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Zorn Aggression Politik

Ich beichte, dass ich nicht zur Bundestagswahl gegangen bin, obwohl ich es mir fest vorgenommen hatte. Auf dem Weg zum Wahllokal traf ich insgesamt drei Bekannte, die mir ungefragt erzählten, was sie gewählt hatten. Dabei blieb es aber nicht, es fielen auch die typischen Weltverbesserer-Floskeln: "Es ist wichtig, dass wir wählen, denn wer nicht wählt, der wählt rechts" oder "Weißt du, wie viele Menschen sterben mussten, damit du wählen kannst?" Es ist furchtbar, dass plötzlich jeder zu wissen scheint, was passieren muss, um unseren Wohlstand und das Land zu retten. Ich weiß es leider nicht, aber die Leute, die sich zehn Minuten vor der Wahl durch den Wahl-O-Mat geklickt haben, verlangen, dass man sich informieren solle, um zur Wahl zu gehen.


Ich habe nicht gewählt! Zum einen, weil ich mich zwar informiere, aber trotzdem nicht weiß, wie man Europa retten kann, oder wer der/die "Bessere" ist. Zum Anderen wollte ich ein Zeichen setzen, denn eigentlich heißt es, dass Wählen auch Freiheit bedeutet, aber die Gesellschaft zwingt einen doch dazu. Das habe ich übrigens auch bei einem bekannten sozialen Netzwerk kundgetan: Man KANN wählen, muss aber nicht. Und diejenigen, die keine Ahnung haben... Aber das würde jetzt zu weit führen. Deutschland ist ein tolles Land und wer großartig daran herummeckert, klagt auf sehr hohem Niveau - genau wie ich.

Beichthaus.com Beichte #00031932 vom 22.09.2013 um 16:24:25 Uhr (31 Kommentare).

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