Der schwarze Wal Morbi-de

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Falschheit Lügen Betrug Dummheit Internet

Ich beichte hiermit, dass ich mich in Chatrooms gerne als Intellektueller ausgebe und damit echte Studenten hinters Licht führe. Ich habe von keinem der diskutierten Themen Ahnung, alle Informationen stammen aus einschlägigen Online-Lexika oder ich lerne ein paar Fachworte auswendig und dichte den Rest selber darum herum. Überraschenderweise fällt das nicht oft auf und man lobt mich regelmäßig wegen meines immensen Wissensstands, dabei bin ich Hauptschüler. Nach, oder auch während solcher Gespräche, kann ich vor Lachen kaum an mich halten, weil ich mir vorstelle, wie die Leute mein "Fachwissen" weiter verbreiten. Einmal habe ich steif und fest behauptet, dass es nicht nur das Buch über den weißen Wal "Moby-Dick" von H. Melville gebe, sondern auch den schwarzen Wal "Morbi-de" vom selben Schriftsteller. Ein Student der Literatur (nach eigenen Angaben) meinte, das Buch würde er auch kennen. Ich sollte wirklich damit aufhören.

Beichthaus.com Beichte #00038222 vom 12.05.2016 um 16:35:40 Uhr (12 Kommentare).

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Verschwörungstheorien und eine neue Weltordnung

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Falschheit Engherzigkeit Misstrauen Internet Politik

Ich (w/21) habe vor ein paar Monaten im Yogakurs eine nette Frau in meinem Alter kennengelernt. Wir waren scheinbar sofort auf einer Wellenlänge und trafen uns öfter privat auf einen Kaffee oder zum Shoppen. Sie stellte jedoch bald fest, dass Yoga doch nicht ihr Ding ist, und ging nicht mehr hin. Wir blieben aber weiterhin in Kontakt. Erst vorgestern kamen wir auf die Idee, uns bei Facebook zu adden. Nun bin ich völlig geschockt und denke darüber nach, den Kontakt abzubrechen. Sie teilt unglaublich viele Verschwörungsartikel der übelsten Sorte wie "Deutschland ist eine GmbH!", "Wir befinden uns im dritten Weltkrieg!", "Chemtrails sind real!", "Die neue Weltordnung- sie kontrollieren unsere Gedanken" - zudem hat sie etliche Seiten von sehr dubiosen Personen geliked, die offensichtlich <br /> rassistisch und zum Teil antisemitisch sind. Wir haben nie über Politik gesprochen. Sie ist auch ziemlich <br /> esoterisch und eher spirituell, das wusste ich aber. Es ist zwar bekannt, dass solche Menschen zu Antisemitismus neigen, aber ich ging davon aus, dass sie politisch ebenfalls in der Mitte steht. Ich kann sie nie wieder so <br /> ansehen wie zuvor. Irgendwie schade.

Beichthaus.com Beichte #00038221 vom 11.05.2016 um 21:47:02 Uhr (28 Kommentare).

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Bist du ein Macher?!

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Waghalsigkeit Drogen Schamlosigkeit Kollegen Arbeit

Bist du ein Macher?!
Ich beichte, meinen Arbeitskollegen in sehr große Schwierigkeiten gebracht zu haben. Ich (m/23) gehe regelmäßig auf Montage, meistens mit einem bestimmten Kollegen, dieser ist knapp 10 Jahre älter als ich. Man sollte annehmen, dass ein Mann in seinem Alter vernünftig und reif ist, aber dem ist nicht so. Er ist das komplette Gegenteil, kurz gesagt, ein gestörter Mensch. Anfangs machte er auf mich einen ziemlich spießigen Eindruck, denn er ist verheiratet und hat zwei Kinder, also alles kein Problem, wenn man mit so jemandem ein paar Wochen oder Monate im Ausland verbringen muss. Doch der Eindruck trügt: Als wir das erste Mal auf Montage waren, haben wir uns angefreundet und kamen in einer Bar ins Gespräch. Und da ist es mir zum ersten Mal aufgefallen. Dieser Typ hat nicht mehr alle Tassen im Schrank! Nach seinen nazistischen Reden kam er ziemlich schnell auf den Punkt, der darin besteht, dass er keine "Schwätzer" duldet, sondern nur "Macher", die Mut haben. Er fragte mich daraufhin, zu welcher Sorte Mensch ich gehöre. <br /> <br /> Wie jeder Mann, wenn sein Ego infrage gestellt wird, antwortete ich "Macher". Noch am selben Abend, total betrunken, sagte er zu mir, ich solle meine Backe hinhalten, er wolle mir eine Ohrfeige geben, um zu testen, ob ich ein Macher sei. Mit Abstand die härteste Ohrfeige meines Lebens, bis jetzt. Dann verlangte ich das Gleiche von ihm, nur diesmal wollte ich ihm eine reinhauen. Er leistete Folge und es passierte - aber er war nicht sauer, ganz im Gegenteil: Er zollte mir hohen Respekt. Nun ja, das Ganze setzte sich auf jeder Montage immer ein bisschen krasser fort. Es wurden Regeln gebrochen, betrunken gefahren, geklaut, Freudenhäuser besucht, Anabolikafritzen Nackenklatscher gegeben und noch vieles mehr. Alles in allem echt lustig - für den, der die Mutprobe aussuchte. Als wir dann in Spanien waren, erreichte es den Höhepunkt und das Ende einer Ära. <br /> <br /> Ich war ziemlich sauer auf ihn, als ich einem Spanier auf den Po klatschen musste. Also wollte ich ein für alle Mal damit aufhören. Ich sagte zu ihm, er solle Koks besorgen, weil ich es für eine unmögliche Aufgabe hielt. Einerseits wollte ich ihn zur Kapitulation zwingen, andererseits wollte ich damit Schluss machen. Außerdem, was ich vielleicht noch anmerken sollte, bin ich grundsätzlich gegen Drogen, außer ganz selten Mal etwas Grünes. Er aber ist losgezogen. Geschlagene vier Stunden später kam er, total drauf, mit dem Teufelszeug zurück. Er meinte, heute machen wir die Party unseres Lebens und das haben wir, weil er natürlich von mir verlangte, dass ich es nehmen sollte. Mein erstes und letztes Mal, darauf habt ihr mein Wort! <br /> <br /> Die Party war gut und das Leben ging wieder seinen gewohnten Lauf, bei mir zumindest. Als wir zurückkehrten, änderte sich jedoch alles. Er ist wohl auf diesem Zeug hängen geblieben. Seine Frau will sich von ihm scheiden lassen und in der Arbeit kommt auch schon Verdacht auf. Ich beichte, einem Mann bzw. guten Freund das Leben kaputtgemacht zu haben. Zu meiner Verteidigung: Ich hatte gute Absichten, aber es ging vollkommen nach hinten los. Es tut mir leid, eine Ehe zerstört und gleichzeitig Kindern ihren Vater genommen zu haben. Ich bitte um Verzeihung.

Beichthaus.com Beichte #00038220 vom 11.05.2016 um 21:26:18 Uhr (14 Kommentare).

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Nutzt die Aushilfen nicht aus!

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Diebstahl Zorn Ungerechtigkeit Kollegen Arbeit

Ich arbeite bei einer bekannten Supermarktkette und das eigentlich auch ziemlich gerne. Das Kollegium ist nett, ich verstehe mich mit allen gut und es ist insgesamt ziemlich entspannt. In letzter Zeit jedoch bin ich teilweise unfassbar genervt. Nicht nur, dass die Arroganz und Dummheit mancher Kunden an den Grenzen meiner sozialen Kompetenz kratzt und ich mich mitunter sehr zusammenreißen muss, stets freundlich und zuvorkommend zu bleiben und nicht meinem Hang zum Sarkasmus zu erliegen, nein, seit einiger Zeit nerven mich auch meine Kollegen. Zu erwähnen ist, dass ich nur aushilfsweise dort arbeite, weil es mir eigentlich lediglich darum geht, etwas Struktur in meinem Leben zu haben, bevor ich kommendes Semester mit dem Studium beginne. Und ich als Aushilfe habe in aller Regel kein Problem damit, den Festangestellten, die seit 25 Jahren in diesem Unternehmen beschäftigt sind, gewisse Privilegien zuzugestehen. Jedoch gibt es ein, zwei Kandidaten, die meine zuvorkommende Art ausnutzen und überstrapazieren. Ich würde mich zu sehr in der Beschreibung einiger Beispiele verlieren, weswegen ich solche an dieser Stelle einfach auslasse. <br /> <br /> Fakt ist: Ich bin ein totaler Knecht und Laufbursche dieses Unternehmens geworden, weil es mir merkwürdigerweise am Herzen liegt. Und in den meisten Fällen mache ich diese Arbeit wirklich gerne, da es, zumindest mit dem Großteil meiner Kollegen, Spaß macht und man zum Teil auch interessante Menschen kennenlernt. Es hat aber tatsächlich ein Maß angenommen, das nicht mehr ganz normal ist. Ich fange sogar schon an, im Vorbeigehen fremde Filialen zu sortieren, wenn ich dort mal einkaufe. Was ich aber eigentlich beichten will, ist Folgendes: Gestern war ich so unfassbar genervt und einfach echt richtig angepisst von der Kollegin, die sich in Sachen "Ich bin Festangestellte und darf deshalb alles!" unangefochten am meisten rausnimmt, und musste dann auch noch fast zwei Stunden länger arbeiten als eingeplant war, weil eine Mitarbeiterin krankheitsbedingt früher gegangen ist und es zum Abend hin so "voll" wurde. Voll deshalb in Anführungszeichen, weil die Definition dieses Wortes nach seinem Gebrauch für die gestrige Situation eindeutig noch einmal überdacht werden muss. Aber wenn voll bedeutete, dass ich auf meinem Drehstuhl an der Kasse minutenlang Karussell spielen kann, weil einfach keine Kunden da sind, die ich bedienen könnte, dann war es zweifelsohne echt total voll. <br /> <br /> Mich hat das alles so genervt und ich fühlte mich auch ein wenig ausgenutzt, weil ich ohnehin schon jeden Mist für die mache und eigentlich nicht einmal hätte bleiben müssen, aber natürlich nicht Nein sage, wenn ich gefragt werde. Deswegen habe ich, nur aus Trotz, heimlich eine Schachtel Zigaretten eingesteckt und mitgenommen, ohne dafür zu bezahlen. Und dabei rauche ich nicht mal.

Beichthaus.com Beichte #00038209 vom 10.05.2016 um 12:53:10 Uhr (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Nerd und sein Schnuller

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Aggression Maßlosigkeit Peinlichkeit Engherzigkeit Kollegen

Ich (w) habe einige gute Arbeitskollegen, mit welchen ich jeweils die Kaffeepausen verbringe. Meistens leistet uns ein Kollege, wir nennen ihn mal A., ebenfalls Gesellschaft. A. ist in seinen Ausbildungsklassen ein Außenseiter und wird gemobbt. Auch auf der Arbeit lästern einige über ihn. Ich fand und finde es immer noch ungerechtfertigt, dass A. dermaßen ausgeschlossen wird. Doch ich muss ehrlich sagen, dass er nicht ganz unschuldig an der Tatsache ist, dass er so behandelt wird. Er fährt Skateboard und muss jeweils an Bahnhöfen seine "Moves" zeigen, wobei es immer richtig laut scheppert. A. ist heißblütiger Fan einiger Serien und muss mir ununterbrochen davon erzählen - ohne dass ich seinen Hype oder Interesse teile. Oft pfeift und summt er Openings dieser Serien extrem laut und das überall - auch wenn wir im Zug oder in Restaurants sind - wahrscheinlich, weil er sich seit einiger Zeit einbildet, gut singen zu können. Auch ein sehr bekanntes Sammelkartenspiel spielt er, geht auf Turniere und erzählt mir ebenfalls sehr laut ununterbrochen von Strategien, tollen Karten, etc. Zudem zieht er eingebildet über meinen Freund her, weil er in einigen Online-Games anscheinend nicht gut ist. <br /> <br /> Kurz gesagt: Es ist richtig peinlich, sich mit A. in der Öffentlichkeit zu zeigen, da er sich nicht im Griff hat und sich immer "cool" dabei fühlt. Ich habe ihm schon mehrmals gesagt, dass er sich unangemessen aufführt. Auch habe ich ihm schon sehr direkt gesagt, dass mich seine Serien und Spiele nicht interessieren. Doch er muss sich anscheinend unbedingt ausdrücken. Er braucht auch keine neuen Freunde, um seine Hobbys auszuleben - er hat mehr als genug Gleichgesinnte in seinem Freundeskreis. Das Ende der Geschichte? Ich habe einen Schnuller gekauft. Wenn er mich das nächste Mal wieder nervt, stecke ich ihm den Schnuller in den Mund. Vielleicht gibt er dann endlich Ruhe!

Beichthaus.com Beichte #00038208 vom 10.05.2016 um 09:41:22 Uhr (14 Kommentare).

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