Ein Meister der Manipulation

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Neugier

Ich (m/35) beichte heute, dass ich gerne Leute gegeneinander aufhetze und ausspiele, um mir dann sozusagen mit Popcorn anzusehen, was daraus wird. Drei Vorteile habe ich dabei: Ich lerne erstens leicht neue Leute kennen, zweitens vertraut man mir sehr schnell und drittens habe ich eine deutliche soziopathische Ader. Nur stört mich das nicht, und ich war mir dessen auch schon immer bewusst. Das hat den Vorteil, dass ich die Schwächen der Menschen sehr schnell erkennen und ausnutzen kann. Meistens muss man gar nicht viel tun, wenn man weiß, wo man den Hebel ansetzen muss. Mein derzeitiges Spielchen ist sehr interessant, da einer der Beteiligten eine gewisse Prominenz besitzt, aber in Deutschland noch sehr unbekannt ist. Eventuell landet da wieder mal etwas in der Zeitung. Ich habe eh schon einige Dutzend Ausschnitte, da die Verhandlungen, siehe unten mehr dazu, oft kurios sind.


Seltsamerweise gibt man mir fast nie die Schuld dafür. Ich habe auf diese Weise auch schon einige Paare auseinandergebracht, die sich gegenseitig betrogen haben, und so weiter. Aber am meisten Spaß habe ich, wenn sich zwei Leute an die Kehle gehen, die sich vorher noch als Freunde gesehen haben. Dabei kam es auch schon zu blutigen Prügeleien, bei denen ich dann auch, zufällig natürlich, anwesend war und dazwischen gegangen bin - aber erst, wenn es ordentlich gescheppert hat. Ich will ja die Show genießen. Am Tollsten ist es natürlich, wenn sich zwei Frauen prügeln, sodass die Haare nur so fliegen, weil dabei auch fast immer Kleidung kaputtgeht und man den einen oder anderen netten Einblick hat. Wobei ich in den meisten Fällen beide beteiligten Frauen sowieso schon nackt gesehen hatte, denn was sollte sonst der Grund sein, warum sie aufeinander losgehen? Und wenn man mich doch beschuldigt, breche ich einfach zu beiden Seiten alle Kontakte ab. Die Leute sind mir meistens im Grunde egal.


Schön ist es auch, wenn sich Leute gegenseitig verklagen und ich als Zeuge gerufen werde. Das gibt dank einer Verdienstbescheinigung vom Boss auch noch jedes Mal ordentlich Kohle, vor allem, wenn mehr als ein Verhandlungstag angesetzt ist. Gehalt kriege ich dennoch, da ich mir dann bezahlten Urlaub nehme. Und da ich nur fünf Minuten vom Gericht weg wohne, kann ich sogar zu Hause warten. Insgesamt war das seit 2004 schon acht Mal. Ein Richter sprach mich aber mal nach einer Verhandlung an, dass er mich jetzt schon drei Mal da gehabt hätte und dass das ein komischer Zufall wäre, er aber keinen Zusammenhang zwischen den Fällen sehen würde. Bei uns gibt es aber den Spruch, unsere Stadt sei ein Dorf, was auch stimmt, und daher sieht man sich halt mehr als einmal. Damit gab er sich dann letztlich zufrieden. Außerdem tue ich nichts strafrechtlich Relevantes und auch auf zivilem Weg gäbe es keine Aussichten auf Erfolg. Da sichere ich mich schon gut ab und bin auch rechtlich ganz gut bewandert.


Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich das erstens nicht mit wirklichen Freunden tue und zweitens meistens eh schon schwelende Probleme zum Ausbruch kommen lasse. Und ich suche auch nach Gründen, beispielsweise wenn jemand hintenrum herzieht, aber seinem Opfer vorne ins Gesicht lächelt. Solche Falschheit kotzt mich an, obwohl ich selbst ein Meister der Manipulation bin. Einige wenige haben Ähnliches auch als Rache bei mir versucht, aber ich biete bewusst wenig Angriffsfläche nach außen, indem ich zu meinen Eigenarten stehe und nichts verberge. Anschuldigungen irgendwelcher Schwächen tue ich daher mit einem Schulterzucken ab und sage den Leuten halt, wo die Tür ist. Interessant ist, dass ich das mittlerweile sogar im Auftrag von Freunden für kleine Geldsummen mache, und diese von mir regelrecht lernen. Allerdings muss man eine Veranlagung dazu haben und wenig Skrupel, und die haben die meisten Menschen halt doch. Ich dagegen habe nur in wenigen Momenten ein schlechtes Gewissen und schätze, auch ich finde mal meinen Meister, aber das nehme ich dann hin, denn ich habe es verdient.

Beichthaus.com Beichte #00037775 vom 08.03.2016 um 21:55:33 Uhr (21 Kommentare).

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Ich entstelle mich selbst!

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Verzweiflung Manie Zwang

Ich (w/25) beichte, dass ich einen Tick habe, den ich absolut nicht unter Kontrolle habe und der mein Gesicht entstellt. Und zwar habe ich eine recht unreine, aber trockene Haut und kratze mir alle Pickel auf. Wenn sie gerade am Abheilen sind und eine trockene Kruste bekommen, kratze ich sie wieder auf und das geht ewig so weiter. Daher ist mein Gesicht immer übersäht mit roten Flecken und Punkten und ich brauche morgens immer ewig, um das alles abzudecken, ich komme mir immer vor wie eine Bildrestauratorin, oder so. Und auch nach dem Abdecken sieht meine Haut nicht gerade optimal aus und man sieht, dass ich Make-up trage. Ich würde so gerne einfach morgens aufstehen, Zähne putzen, Haare kämmen und fertig sein. Und mir rund um die Uhr nach Belieben ins Gesicht fassen können, ohne Angst zu haben, etwas zu verschmieren. Wenn ich die Pickel nicht aufkratze, dann sieht man sie kaum, weil es nur kleine Erhebungen sind, die sich farblich nicht abheben.


Aber jeden Abend taste ich mein Gesicht wieder nach trockenen Pickeln ab und kratze alle auf. Es sieht so schlimm aus, dass ich so niemandem unter die Augen treten kann. Ich mache ungeschminkt noch nicht einmal dem Paketboten auf. Auf meinem Nacken und Rücken ist es genauso, aber da kann ich mich im Sommer wenigstens beherrschen, denn da sieht man ja meinen Rücken und da hinten kann man ja nicht so gut Make-up auftragen. Das Doofe ist, dass die aufgekratzten Pickel mittlerweile Narben hinterlassen haben, also rote Punkte, die nicht mehr weggehen. Die unreine Haut kommt wahrscheinlich von meiner Ernährung, aber das ist noch eine andere Geschichte. Ich beichte, dass ich diesbezüglich absolut keine Selbstbeherrschung und Disziplin habe, und es nicht hinkriege, mein Verhalten zu ändern. Stattdessen jammere ich rum und bemitleide mich selbst.

Beichthaus.com Beichte #00037719 vom 29.02.2016 um 12:47:18 Uhr (12 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Als meine Verlobte plötzlich 180 Kilo wog!

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Völlerei Maßlosigkeit Ekel Partnerschaft

Ich (m/34) möchte hiermit beichten, dass ich meine langjährige Verlobung wegen Äußerlichkeiten gelöst habe. Als ich meine Ex kennenlernte, war sie 22. Sie war nur 163 Zentimeter groß, hatte aber eine tolle Figur, nicht dürr, aber auch kein Gramm Fett. Sie trug Kleidung Größe 38-40, wog ca 60 Kilo, hatte von Natur aus recht breite Hüften, aber einen festen, kugelrunden Hintern und wundervolle Brüste im Bereich C-Cup, alles also genau richtig. Dazu trug sie hüftlange, kupferrot gefärbte Haare, was ihr aber super stand. Damals war sie sportlich, fuhr viel Rad, ging zum Reiten und betrieb etwas Fitness. Ich selbst bin knapp 196 Zentimeter groß und wiege gut verteilte 95 Kilo, ohne dabei besonders muskulös zu wirken, aber bin auch nicht fett oder schwabbelig. Sie war trotz einem nicht so schönen Gesicht meine Traumfrau. Ich möchte hier gleich vorweg erwähnen, dass ich eine teils sehr sarkastische und kalt wirkende Schreibweise habe, diese aber nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass mich die im Folgenden beschriebenen Ereignisse stark mitgenommen haben, da ich trotz allem sehr gefühlvoll bin. Im Gegenteil, mir käme sonst alles noch stärker wieder hoch.

Als wir dann - nach der Verlobung - zusammenzogen, stellten sich schnell zwei Dinge heraus. Erstens: Sie, die gerne kocht, kann es gar nicht. Ich, der mich bisher entweder mit Fertiggerichten ernährt habe oder bei den Eltern zwei Häuser weiter gegessen habe, bin ein Naturtalent. Wie meine Mum koche ich intuitiv, nicht nach Rezept und von der Menge her großzügig. Man kann ja manches aufbewahren und am nächsten Tag noch einmal essen. Zweitens: Leider war meine Ex jemand, die nichts aufbewahren wollte und daher schnell Fett ansetzte. Sie nahm in einem halben Jahr die ersten 15 Kilo zu. Damals war sie aber noch selbstkritisch und außerdem hatten wir dicke Nachbarin mit einer Männerfrisur, über die sie sich regelmäßig lustig machte und sagte, so wolle sie nie enden. Die zog aber irgendwann weg. Ich kochte dann auch nicht mehr so oft und viel. Nachdem sie sogar fast 20 Kilo abgenommen hatte, dachte ich, okay, koche ich wieder, und dieses Mal nahm sie in einem Jahr 45 Kilo zu. Sie machte keinen Sport mehr, und nachdem ihr Pferd regelrecht unter ihr zusammenbrach, ließ sie auch das Reiten. Auch im Bett lief immer weniger, da alles, was ich liebte, extrem außer Form geraten war.

Ich hörte zwar wieder auf, täglich zu kochen, aber das spielte keine Rolle mehr, dann wurde das Essen eben bestellt. Da wir beide verdienten, gab es keine Probleme mit Geld. Drei Döner waren am Ende keine Herausforderung mehr für sie. Alle Versuche, mit ihr zu reden, schlugen fehl, sie nahm es entweder nicht ernst oder heulte, dass man dachte, die Welt ginge unter. Sie war der Fall, die dachte, wenn sie einen Mann hat, kann sie sich gehen lassen, denn sie wird ja geliebt. Ich liebte sie auch, aber ich selbst hielt mich gesund und fit und das erwartete sie ja sogar. Als sie dann bei 145 Kilo - oder mehr, unsere Waage gab auf - angekommen war, ließ sie sich auch noch die Haare raspelkurz abschneiden. Sie verkaufte sogar ihren Kleinwagen, einen bei Frauen sehr beliebten Franzosen, weil sie kaum noch hinter das Steuer passte, und ließ sich einen uralten 190er Diesel von Mercedes andrehen, der sich fuhr wie ein kaputter Traktor, aber Platz genug hatte.

Auch die Körperpflege ließ extrem zu wünschen übrig. Sie wuchtete ihren Körper nur noch dann in die Duschkabine, wenn sie von Freunden und Kollegen angesprochen wurde. Wenn ich vorsichtig anmerkte, dass sie leicht nach Schweiß riechen würde (in Wirklichkeit stank es aus ihrer nicht mehr rasierten Achselhöhle nach mehreren Arten von Tod), wurde sie teils hysterisch. Auch Kuscheln war nicht mehr möglich, da sie mir entweder mit ihrem Ranzen den Rücken zu ruinieren drohte, oder es für mich unbequem war, den Arm, den ich eigentlich um sie legen wollte, fast gerade nach oben zu strecken, da sie seitlich liegend fast um die Hälfte höher war als ich. Sie war nicht nur zu der ehemaligen Nachbarin geworden, sie hatte sie weit übertroffen. Außerdem hatte sie kaum noch passende Kleidung und lief zu Hause nur noch im Slip durch die Gegend, und hielt mir das Fett so dauernd vor Augen. Wenn Leute zu Besuch kamen, zog sie sich ein langes Shirt - immer das gleiche - mit den Ausmaßen eines mittleren Zirkuszeltes darüber und sonst nichts. Dieses sah nach einiger Zeit trotz Waschen grausig aus, gräulich, fleckig und ausgeleiert. Die peinlich berührten Blicke bemerkte sie nicht.

Ich musste mir teils von anderen anhören, ich wäre ein "Feeder". Ich musste erst einmal googeln, was das ist. Es sind Männer, die eine Frau absichtlich mästen, was bis zum Tod gehen kann. Die finden das sogar erotisch anregend. Ich war erschrocken, denn eine solche Intention hatte und habe ich nicht. Alle Versuche, mit ihr zu reden, waren vergebens. Da reichte es mir. Ich sagte ihr, die Verlobung sei aufgelöst und sie habe drei Monate, um sich etwas Neues zum Wohnen zu suchen. Da wir ein Gästezimmer hatten, habe ich sie mit sofortiger Wirkung dahin verbannt. Sie fing an zu heulen und schreien. Ich solle sie gefälligst nehmen, wie sie wäre und nicht auf Äußerlichkeiten achten. Hätte ich doch angeblich früher auch nicht gemacht, sie sei ja hässlich.

Wie gesagt, sie ist vom Gesicht her kein Model, aber auch nicht hässlich gewesen. Sie fiel dann auch noch auf die Knie, dass die Fensterscheiben wackelten, und umklammerte meine Beine. Sie sah heulend zu mir hoch und bat mich um eine letzte Chance, sie würde auch abnehmen. Ihre Haare mussten ja ab, weil sie kaputt gewesen wären, auch die würde sie wieder wachsen lassen. Ich sah nach unten, und was ich sah, ließ nur noch Verachtung in mir hochsteigen. Ein feistes, verquollenes Gesicht, an dem man nicht mal mehr sah, ob es männlich oder weiblich war, mit einem mehrfachen Doppelkinn und Augen, die man vor lauter Fettwülsten kaum mehr sah. Ich sagte ihr, sie solle mich loslassen, und zwar sofort. Da ging sie in die Küche und holte ein Messer. Dieses hielt sie sich ans Handgelenk und schnitt sich leicht. Sie meinte, sie ziehe das durch, wenn ich sie rauswerfen würde. So, wie ich sie kannte, war sie dazu auch tatsächlich fähig.

Da sagte ich, sie solle sich beruhigen, ich würde jetzt eine Runde spazieren gehen und dann würden wir in Ruhe reden. Kaum aus der Haustür und außer Hörweite, holte ich mein Handy raus, rief die Polizei an und sagte meine Ex-Verlobte habe wegen der Trennung gedroht sich, das Leben zu nehmen und habe sich bereits verletzt. Ich hätte die Wohnung verlassen und ein schlechtes Gewissen. Die sagten, sie kämen sofort und ich solle vor der Tür warten und mit ihnen hochgehen. Ich sollte zuerst rein, um eine Panikreaktion zu vermeiden. Ein paar Minuten danach standen zwei Polizisten, eine Frau und ein Mann, vor der Tür, sowie zwei Sanitäter. Ich lieferte einen kurzen Abriss der Ereignisse und Gründe. Dabei merkte ich, dass die junge Polizistin noch etwas säuerlich war.

Das legte sich aber schnell, als sie sahen, was los war. Sie saß da, weinend und in sich zusammengesunken und wirkte fast wie ein traurige Karikatur von Jabba dem Hutten aus Krieg der Sterne. Als die junge Beamtin das sah, bat sie erst einmal ihren Kollegen aus dem Zimmer, da es so aussah, als wäre meine Ex nackt. Sie trug den Slip, aber man sah ihn nicht unter dem Bauch im Sitzen. Mich bat sie, etwas zum Anziehen zu suchen. Sie setze sich zu meiner Ex und sprach sehr lieb mit ihr. Als meine Ex allerdings die Sanitäter sah, wurde sie hysterisch und schlug um sich und versuchte wieder, an das Messer zu gelangen. Das Ende vom Lied an diesem Tag war, dass ein Notarzt hinzugezogen wurde, sie eine Spritze bekam und mehr tragend als laufen die Wohnung verließ.

Ihr Vater und Bruder holten eine Woche später ihre Sachen und zeigten sich zum Glück verständnisvoll. Sie erzählten mir, dass meine Ex erst einmal für sechs Wochen in der Psychiatrie bleiben müsse und dort auf eine strenge Diät gesetzt wurde. Dort wurde sie nämlich auf 178 Kilo gewogen. Nach dieser Zeit kam sie für ein Jahr in eine Spezialklinik, wo sie erst wieder auf 80, dann 65 Kilo runtergebracht und bei jedem erfolgreichen Schritt, also insgesamt zwei Mal operiert wurde, um die überschüssige Haut loszuwerden. Wir haben uns in dieser Zeit auch mehrmals mit und ohne psychologische Begleitung getroffen, da ich gebeten wurde, zu kommen, weil ihr das helfen sollte, was es wohl auch tat. Ihr Selbstbild war völlig zerstört und musste komplett neu eingestellt werden. Sie verstand so nach und nach auch, was sie sowohl sich selber, aber auch mir und anderen, die sie liebten und lieben und sich Sorgen machten, angetan hat.

Heute sieht sie wieder normal aus, hat aber zwei große Narben und sehr schlaffe Brüste, die aber noch gestrafft werden sollen, und ernährt sich streng nach einem für ihre Bedürfnisse erstellten Plan. Sie darf sich da auch einmal die Woche gönnen, was und wie viel sie will, aber gerade dieser Freiraum hilft ihr, selbstständig zu handeln und es nicht zu übertreiben. Ich wünsche ihr alles erdenklich Gute, denn ich habe sie immer noch irgendwie gern, und ich weiß, dass sie derzeit vorsichtig eine neue Beziehung zu einem sehr netten Mann aufbaut, den ich flüchtig kenne, und der auch Bescheid weiß und sie unterstützt. Das sei ihr von Herzen gegönnt. Aber ich frage mich oft, ob ich nicht mehr oder anderes hätte tun können und bitte daher um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037706 vom 26.02.2016 um 14:08:44 Uhr (25 Kommentare).

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Hipster sind eintönige Deppen!

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Vorurteile Eitelkeit Hochmut Engherzigkeit Kollegen

Ich möchte beichten, dass ich diese Hipster-Mitläufer-Fraktion, wo alle individuell, aber dann doch eigentlich wieder identisch sind, weil sie ja doch nur gleich aussehende Bartträger sind, extrem gerne verarsche. Zu Fasching sind meine Kumpels und ich als Hipster verkleidet unterwegs gewesen. Aber halt so richtig extrem mit übergroßem falschen Bart. Eine Haargeltube hatten wir uns auf den Köpfen befestigt, um die gegeelte Hipster-Frisur zu unterstreichen. Dicke Nerdbrille, kariertes Hemd und falsche Tattoos. Sechs Mann stark sind wir so durch die Stadt gezogen. Ratet mal, wer nicht darüber lachen konnte? Richtig, die Hipster, denen wir unterwegs begegnet sind. Alle anderen lachten sich scheckig, denn es war ja Fasching.


Und vor ein paar Tagen zeigte mir in der Bahn ein Hipster seinen Dienstausweis und wollte meine Fahrkarte sehen. Ich ersuchte ihn, ob er seinen Bart etwas zur Seite nehmen könnte, weil ich akustisch ihn so schlecht verstehe. Das Spiel habe ich so lange getrieben, bis er entnervt seinen Kollegen ersucht hat, meinen Fahrausweis zu kontrollieren, welchen ich dann auch anstandslos vorgezeigt habe. Außerdem haben wir bei uns in der Arbeit einen Kollegen, welcher eigentlich ein dürrbeiniges Milchgesicht ist. Aber er hat sich einen dicken Bart wachsen lassen, hat einen Haarschnitt, als ob ihn ein Hurricane von der Seite erwischt hätte, und trägt jetzt Röhrenjeans, welche seine dünnen Storchenbeinchen noch stärker hervorheben. Jedenfalls hatte der besagte Kollege Chili con Carne zum Mittag. Nach dem Essen putzte er sich sorgsam seinen Mund und seinen Bart, unterließ es jedoch, einen Blick in den Spiegel zu werfen. Er hatte eine Bohne, mehrere Maiskörner und Brösel von seinem Brötchen im Bart hängen. Wir hatten anschließend ein Meeting und haben ihm kein Wort gesagt.


Er wurde während des Meetings mehrmals vom Chef aufgezogen, was es denn zum Mittagessen gab? Ob denn viele Bohnen und Mais in dem Chili gewesen wären und ob er denn ein Brötchen dazu gegessen hatte? Wie lange er seinen Bart hat wachsen lassen? Wie er ihn pflege und sauber halte? Es war wahrscheinlich das unproduktivste Meeting in der Geschichte der Firma, aber wir konnten uns vor Lachen kaum halten, während unser Kollege immer noch brav die Fragen unseres Chefs beantwortete und nicht mitbekam, dass der Chef ihn nur aufziehen wollte. Ich bitte um Vergebung dafür, dass ich mir einen Spaß auf Kosten der Hipster mache und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037700 vom 25.02.2016 um 16:20:46 Uhr (23 Kommentare).

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Chapeau und Kudos

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Boshaftigkeit Hochmut Ignoranz Dummheit Gesellschaft

Seit einiger Zeit lese ich im Netz, wenn jemand Anerkennung bekommt, immer öfter die Begriffe Chapeau oder Kudos. In manchen Foren breitet sich das wie ein Lauffeuer aus. Einer verwendet diese Begriffe und in zig anderen Threads verwendet das Herdenvieh diese auch. Oftmals sogar ohne die Bedeutung zu kennen und daher auch in völlig falschem Zusammenhang. Menschen, die solche Begriffe verwenden, egal ob im richtigen Zusammenhang oder im falschen, kann ich ich nicht ernst nehmen. Außerdem habe ich eine Abneigung gegen einen gewissen Typ junger Menschen entwickelt, welche bei mir für einen Posten vorstellig werden. Wenn die Frauen die Haare zu einem Knödel zusammengedreht haben, oder die Männer einen Vollbart tragen, ist meine erste Frage nach der Begrüßung, ob sie denn einen Kamm bzw. einen Rasierapparat zu Hause haben?


Meist kommt nur eine stotternde Antwort und ich erkläre den Kandidaten dann, dass das Vorstellungsgespräch an dieser Stelle beendet ist und die Person einen neuen Termin ausmachen soll: Ohne Haarknödel auf dem Kopf oder ohne Bart im Gesicht. Wenn die Person das ablehnt, sage ich unumwunden, dass es zu keinem weiteren Gespräch bzw. keiner Anstellung kommen wird. Denn solche Menschen kann ich auch nicht ernst nehmen und in meiner Firma auch nicht brauchen. Ich bitte um Absolution für meine Vorurteile, aber gewisse Dinge kann ich einfach nicht leiden!

Beichthaus.com Beichte #00037693 vom 25.02.2016 um 08:11:36 Uhr (46 Kommentare).

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