Live-Übertragung von der Toilette

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Dummheit Peinlichkeit Schule

Vor ein paar Jahren führte ich ein Klassentheater auf. Der Saal war so riesig, dass wir Mikrofone tragen mussten. Als ich all meine Auftritte hinter mir hatte, musste ich dringend auf die Toilette. Ich bin deshalb schnell durch den Hintereingang zur Toilette gerannt und stürmte die Kloschüssel. Kaum war ich drauf, ließ ich einen befreienden Ton von mir und fing an, leise zu singen. Nach dem Geschäft ging ich langsam wieder Richtung Saal. Als ich meine Klassenkameraden sah, konnten sie sich vor Lachen kaum noch aufrecht halten. Ich fragte mich, ob ich irgendwo noch Toilettenpapier am Fuß kleben hatte - doch dann wurde mir alles klar. Mein Mikrofon war noch an und alle im Saal konnten hören, wie ich auf der Toilette gesungen habe. Ich hoffe mal, dass so ein Ereignis nur einmal im Leben passiert.

Beichthaus.com Beichte #00033755 vom 12.08.2014 um 12:04:19 Uhr (8 Kommentare).

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Der ungepflegte Verehrer

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Vorurteile Engherzigkeit Feigheit Unreinlichkeit

Vor ein paar Wochen habe ich (w) bei einer Veranstaltung einen Typen kennengelernt. Normalerweise komm ich nicht so gut mit Fremden klar, da ich sehr schüchtern bin, aber weil ich angetrunken war, kam ich recht schnell mit ihm ins Gespräch. Wir tauschten Nummern aus und schon am nächsten Tag fingen wir an, miteinander zu schreiben. Es wurde immer mehr und wir redeten wirklich über alles Mögliche. Er erzählte mir auch eine Menge aus seiner Vergangenheit, ich will hier nicht ins Detail gehen, aber er hat eine Menge schrecklicher Dinge erlebt, gegen die meine eigenen Probleme, die ich bis dahin unheimlich schlimm fand, wirklich Kleinkram sind. Ich versuchte, ihn zu ermutigen und zu trösten. Allerdings eröffnete er mir nach ein paar Tagen, dass er sich in mich verliebt hätte. Ich war komplett überfordert, sagte aber nichts weiter. Am nächsten Tag trafen wir uns wieder - beim Public Viewing zum Finale, es waren extrem viele Menschen dort und man konnte sich kaum rühren. Dementsprechend nah wurden wir aneinandergedrängt, und nach kurzer Zeit legte er die Arme um mich und ließ mich auch für den Rest des Spiels nicht mehr los. Er schreibt mir immer noch jeden Tag, auch wenn ich den Kontakt momentan sehr stark zurückschraube. Aber nicht etwa, weil ich ihn nicht verletzen will - der Hauptgrund ist, dass er mich überfordert. Und nicht nur das, er geht mir total auf dir Nerven. Mir ist erst zu spät klar geworden, wie schrecklich er ist. Ich bin eigentlich kein oberflächlicher Mensch, aber gewisse Grenzen gibt es auch für mich. Mal davon abgesehen, dass er alleine vom Gesicht her total unattraktiv ist, ist sein Gesamtbild sehr ungepflegt. Er hat total fettige Haare ohne vernünftigen Schnitt, einen unangenehmen Körpergeruch und gut gekleidet ist er auch nicht.


Wir kommen zwar gut miteinander klar und reden über jeden Mist, aber trotzdem fühlt sich das absolut nicht gut an. Ich habe mich noch zwei Mal mit ihm getroffen, aber ich konnte mich nicht dazu bringen, ihn länger als drei Sekunden anzusehen, auch weil ich so ein schlechtes Gewissen habe. Ich glaube, er macht sich ernsthaft Hoffnungen, dass aus uns etwas werden könnte, eben weil wir uns eigentlich so gut verstehen und ich auch immer wieder betone, dass ich ihn mag, aber das alles zählt nur wenn wir schreiben oder telefonieren. Wenn wir uns treffen, stößt er mich ab und ich will am liebsten die ganze Zeit auf Abstand gehen. Ich fühle mich so schrecklich, weil ich so oberflächlich bin und mich wegen Äußerlichkeiten niemals in ihn verlieben könnte. Aber es ist doch normal, dass man keine Beziehung mit jemandem führen will, der unangenehm riecht und ungepflegt ist? Ich hoffe nun, dass er mich in Ruhe lässt, wenn ich den Kontakt auf ein Minimum beschränke, weil ich langsam echt nicht mehr weiß, wie ich mit ihm umgehen soll.

Beichthaus.com Beichte #00033747 vom 11.08.2014 um 05:21:46 Uhr (21 Kommentare).

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“Beichte

Mit der Biokanone beim Langlaufski

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Ekel Unreinlichkeit Dummheit Morallosigkeit Urlaub

Meine Beichte bezieht sich auf ein Ereignis, welches schon weit über zwanzig Jahre zurückliegt. Ich war damals mit ein paar Kumpels samt Freundinnen im Harz Langlaufski fahren. Eines Tages war ich mit zwei von ihnen nach der Vormittagstour und dem gemeinsamen Mittagessen in einem Gasthof noch kräftig einen bechern. Die Frauen sind dann irgendwann los und es wurde früher Nachmittag, bis wir Männer uns dann angeheitert - aber noch nicht stockbesoffen - ebenfalls auf den Weg machten. Auf dem Weg zurück bekam ich plötzlich den starken menschlichen Drang, mal ein bisschen Fracht loszuwerden. Allerdings nicht so stark, als dass ich es nicht hätte zurückhalten können. Kaum hatte ich aber mein Bedürfnis mitgeteilt, kam einer meiner Kumpels auf die Idee, die Loipe für die Langlaufski als Toilette zu missbrauchen. Angeheitert, wie ich war, stimmte ich angesichts des ohnehin recht einsamen Waldstücks, in dem wir fuhren, unter der Bedingung zu, dass die beiden Schmiere stünden. Beim nächsten Stück bergab hielten wir also und ich entleerte mich einigermaßen zielsicher in die Loipe, die verlief wie zwei Spuren einer Schiene. Zwar hatte ich mit der Biokanone in der rechten Spur das größere Hindernis aufgebaut, aber wer auch immer die nächste Talfahrt über diesen Abschnitt zurückgelegt hat, dürfte keinerlei Chance gehabt haben, meinen Hinterlassenschaften auszuweichen. Ich habe mich dann unter dem Gegröle meiner Kumpels mit einer Serviette notdürftig gesäubert und dann sind wir eilig getürmt. Damals fand ich es unglaublich lustig, heute nur noch kindisch und dumm.

Beichthaus.com Beichte #00033738 vom 08.08.2014 um 22:39:25 Uhr (4 Kommentare).

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Kinder sind auch Menschen

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Hass Zorn Morallosigkeit Kinder

Ich (w) bin psychisch krank. Die Ursache liegt darin, dass meine Eltern mich nicht gerade gut behandelt haben. Auch haben sie mir eingeimpft, dass Kinder weniger wert sind als Erwachsene, was ich bis heute in meine Denkweise übernommen habe. Nur manchmal, in klaren Momenten, wird mir klar, dass Kinder auch Menschen sind. Beichten möchte ich Folgendes: Ich bin seit einigen Jahren bei einer Therapeutin in Behandlung, die mir auch sehr weiterhilft. Vor der Sitzung mit ihr verbringe ich immer etwa 5-10 Minuten allein in ihrem Wartezimmer, wo verschiedene Flyer und Broschüren ausliegen. Unter anderem gibt es da Merkblätter zum Thema Mutter-Kind-Kur. Nun ist es so, dass der einzige Grund, weshalb ich da nicht mit Rotstift reinschreibe: "Lasst eure Blagen zu Hause oder steckt sie ins Heim, bevor wir Beitragszahler ihnen einen schönen Urlaub am Meer finanzieren müssen, während schwer arbeitende Menschen eine Reha oft abgelehnt bekommen und sich einen Urlaub auch nicht leisten können", der ist, dass wenn sich da jemand beschwert, dies meiner Therapeutin, die ich sehr mag, sehr peinlich wäre und sie auch direkt wissen würde, wer das war.

Beichthaus.com Beichte #00033724 vom 06.08.2014 um 21:26:35 Uhr (15 Kommentare).

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Unerlaubte Liebe

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Vorurteile Dummheit Morallosigkeit Liebe Painten

Ich bin 19 Jahre alt und beginne bald mein Studium an einer pädagogischen Hochschule, da es mein Traum ist, Kindergärtner zu werden. Letztes Jahr absolvierte ich sozusagen als Vorbereitung ein Praktikum an einer Privatschule, wo ich eine Klasse mit Kindern im Alter von 10-13 Jahren betreute und beaufsichtigte. Wie so eine Art "Aushilfslehrer." Die Erfahrung war insgesamt unvergesslich. Mir boten sich vertiefte Einblicke in die Lehrerwelt und die Tipps der erfahrenen, netten Kollegen waren hilfreich. Bei den Kindern war ich beliebt, womöglich faszinierte sie mein vergleichsweise junges Lehreralter und mein Sinn für Humor. Wie alle Menschen waren auch die Kinder verschieden. Doch genau das war der Knackpunkt. Ein Mädchen, 13 Jahre alt und sehr frühreif, begegnete mir stets freundlich und respektvoll. Sie war das beliebteste und hübscheste Mädchen der Klasse und Schwarm der Jungs. Ihre Ausstrahlung war mehr als nur positiv.


Dieses Mädchen sollte der einzige, große Schatten dieses tollen Erlebnisses werden. Unbewusst begann ich, bei den Pausenaufsichten und im Unterricht stets in ihrer Richtung zu schauen. Als ich sie mit den Freundinnen sah, erzählte ich Witze, da man sie leicht zum Lachen bringen konnte. Am Abend nach der Arbeit kam ich zurück und dachte über dieses Mädchen nach. Ich sagte mir, dass die Gedanken vorübergehend sind. Doch es kam schlimmer. Die Kinder luden mich zum Klassenchat ein, da sie auch nach der Schule plaudern wollten. Ich ließ mich auf das Angebot ein, nur um die Nummer des Mädchens zu haben. Ich fing an, mit ihr zu schreiben und brachte sie zum Lachen. Sie erwiderte, dass ich ein netter, lieber Mann sei, dem sie alles anvertrauen würde. Meine Gefühle wurden stärker. Obwohl ich genau wusste, dass es doch falsch ist und sie sowieso in einem Klassenkameraden verliebt war. Jeden Tag bekam ich Beziehungsvisionen und weitere Tagträume von ihr, ohne Schuldgefühle aufzuweisen. So ging das bis zum Ende des Praktikums weiter.


Doch mir war mein Verhalten stets bewusst und genau deshalb kotzte ich innerlich. Ich kam mir regelrecht zurückgeblieben und gestört vor. Ich hatte mich doch tatsächlich als Lehrer in eine dreizehnjährige Schülerin verliebt! Mein Herz sagte mir, dass ich sie wollte. Mein Verstand hingegen stand wie eine moralische Wand, die diese verrückte Vorstellung blockte. Dann noch der Altersunterschied, die unerwiderte Liebe, die Eltern. Mir geschah so etwas Absurdes zum ersten Mal und mir rangen die Hände deswegen. Der Frust steckte tief in mir drin, doch die Geschichte behielt ich für mich allein, denn die Scham war einfach zu groß. Verzweifelt suchte ich nach Erklärungen für meine Verliebtheit. Mir war klar, dass ich im Mädchen eine Art Idealbild von Partner sah: eine junge, hübsche und unschuldige Person, deren Liebe natürlich ist. Das faszinierte mich am meisten. Auch bin ich ein sensibler Typ, der meist im Hintergrund steht. Bei Kindern hingegen kann ich mich viel leichter öffnen. Eine Freundin hatte ich nie. Ich kannte genug Frauen, doch bei denen, wo ich es ernsthaft versucht habe, kriegte ich reihenweise Körbe. Klingt jetzt übertrieben, doch die Geschichte ließ mein ganzes Leben Revue passieren. Ich fragte mich, ob ich noch normal sei. Gott sei Dank schwanden die Gefühle langsam und ich konnte das Mädchen vergessen. Mit ihr schreibe ich noch ab und zu, da sie sich bei Fragen auch an mich wendet.


Ich weiß wirklich nicht, ob für meine Gedanken Absolution erteilt werden kann. Glaubt mir, ich bereue es, mich in eine dreizehnjährige Schülerin verliebt zu haben. Will so etwas nie wieder erleben. Ich bereue es auch, den Kontakt zu ihr gesucht und die Gefühle intensiviert zu haben. Ich plante sogar, eine Beziehung mit ihr zu führen. Und ich bitte nochmals um Vergebung, da ich an der Verliebtheit an sich nichts Falsches sah. Wenn man sich verliebt, verliebt man sich. Ich wünsche mir nur, dass ich sie mit ein paar Jahren mehr auf dem Konto anderswo kennengelernt hätte. Das hätte vielleicht all diese Komplikationen erspart.

Beichthaus.com Beichte #00033719 vom 06.08.2014 um 00:52:28 Uhr in Painten (25 Kommentare).

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