Verschmolzen mit der falschen Identität

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Lügen Verzweiflung Falschheit Internet

Ich habe einen Menschen im Internet kennengelernt. Damals habe ich ihm völlig andere Daten zu meiner Person gegeben, was den Namen, den Beruf und generell mein Privatleben angeht. Es sollte nur ein netter Zeitvertreib sein. Nach vier Jahren, in denen wir schrieben, Bilder tauschten, und gechattet haben, konnte ich das nicht mehr "nur" einen Zeitvertreib nennen. Wir hatten mittlerweile täglich Kontakt und die Traumwelt baute sich immer weiter auf. Ich hatte einen völlig anderen Namen, mit dem ich nun täglich angesprochen wurde und ging zu einer anderen Arbeitsstelle. Irgendwann wollte meine Internetbekanntschaft mich dann treffen - ich war sehr gespannt auf ihn und ließ mich deshalb, trotz der Umstände, auf ein Treffen ein. Ich hatte mir sogar ein Shirt mit dem falschen Namen drucken lassen, damit bei ihm keine Zweifel aufkommen. Das Treffen war gut und wir verstanden uns blöderweise super.

Deshalb verabredeten wir uns noch öfters und der anfängliche Traum zog sich immer mehr in mein reales Leben. Irgendwann waren wir dann so etwas wie ein Paar. Ich war quasi fast mit einem Mann zusammen, der meinen Namen nicht kannte, nicht wusste, was ich arbeite oder wie ich lebe. Ein Mann, der mein Privatleben ganz anders kennt - der dachte, dass ich jemand ganz anderes sei. Er küsste eine Frau, die er irgendwann wohl wirklich liebte und die er sogar heiraten wollte. Nur blöd, dass man zum Heiraten seinen wahren Namen nennen muss - aber auch sonst verlief alles äußerst stressig. Irgendwann verlor ich den Bezug dazu, was ich als reale Person fühlte, während er unsere Zukunft weiter plante. Bis heute weiß er nicht, wer ich wirklich bin. Ich gab mir stattdessen alle Mühe, ihn irgendwie loszuwerden. Ich sagte ihm, dass ich mit einem anderen Mann geschlafen hätte, aber nicht einmal das schreckte ihn ab. Kurz darauf knutschte ich dann wirklich mit einem anderen Mann - bis mir dann langsam die Ideen ausgingen. Der letzte Versuch war, dass ich ihm erzählte, dass meine Gefühle für ihn einfach nicht groß genug sind. Ich benahm mich einfach wie das letzte Miststück, nur damit er mich nicht mehr gern hat. Wir haben jetzt kaum noch Kontakt, und ich überlege, ob ich ihm das alles nicht doch beichten sollte.

Beichthaus.com Beichte #00032013 vom 07.10.2013 um 12:57:52 Uhr (20 Kommentare).

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Die perversen Nachrichten meiner Eltern

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Neugier Peinlichkeit Familie Telefon

Die perversen Nachrichten meiner Eltern
Ich (w/20) möchte beichten, dass ich kürzlich die Privatsphäre meiner Eltern missachtet und ihre SMS-Konversationen gelesen habe. So habe ich erfahren, dass meine Mutter, an ihren sexfreudigen Tagen, gerne Milchreis zubereitet und dies eine symbolische Geste für ein abendliches Verwöhnprogramm ist. An die versauteren und expliziten Nachrichten mag ich gar nicht denken und verzichte deshalb auf eine Schilderung. Das Ausmaß der Perversität solcher Nachrichten sollte jedem bekannt sein, der seinem Partner per Textnachricht verdeutlichen möchte, wie scharf er sei und was er gerade am liebsten anstellen würde. Ich habe meine Eltern immer als asexuelle Wesen betrachtet, und bin zutiefst geschockt darüber, wie dreckig sie im Grunde genommen sind. Zumal Sex bei uns zu Hause immer noch ein absolutes Tabuthema ist. Wenn zum Beispiel eine Sexszene in einem Film vorkommt, wird dieser entweder weggedrückt oder vorgespult. Dennoch möchte ich mich für meine Neugier entschuldigen und wünschte, ich hätte diese Nachrichten niemals gelesen. Ich kann meinen Eltern kaum noch ins Gesicht schauen, ohne dass in meinem Kopf ein versauter Film abläuft. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031994 vom 03.10.2013 um 16:56:13 Uhr (42 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Wecker am Feiertag

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Ignoranz Selbstsucht

Ich beichte, dass ich jedes Mal, wenn ein Feiertag ist, und ich eigentlich ausschlafen könnte, extra "vergesse", meinen Wecker abzustellen. Ich liebe es aufzustehen und mir einen Moment "Scheiße, ich muss schon wieder aus dem schönen, kuscheligen, warmen und mich umarmenden Bettchen steigen", zu denken. Nur, um dann im nächsten Moment zu realisieren, dass ich mich wieder hinlegen kann. Das ist mit Abstand das schönste Gefühl in meinem Leben. Und warum das eine Beichte ist? Meine Freundin steht, dank meines Weckers, auch immer auf. Wir hatten schon ziemlichen Zoff deswegen, aber dieses Gefühl nimmt mir niemand.

Beichthaus.com Beichte #00031993 vom 03.10.2013 um 00:20:02 Uhr (18 Kommentare).

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Wenn der Neid zu Hass wird

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Neid Eifersucht Faulheit Hass

Hiermit beichte ich, dass ich total unzufrieden mit meinem Leben bin. Um mich herum bewegen sich alle Menschen fort, doch ich bleibe auf der Stelle stehen. Zumindest kommt es mir so vor. All meine Freunde - also die wenigen, die ich noch habe - stellen Sachen an, um die ich sie beneide. Ich selbst sitze immer noch im gleichen Ort fest und habe eigentlich den gesamten Tag nichts zu tun, da mein Studium erst in den nächsten Wochen losgeht. Ich beneide manche so extrem, dass es schon in tiefen Hass umschlägt und ich dann versuche, diesen Hass mit Alkohol zu ertränken. Ich würde zum Beispiel meinem besten Kumpel am liebsten so richtig eine verpassen, da er unsere Freundschaft seit fast einem Jahr total schleifen lässt. Er ist nur noch mit seiner Freundin unterwegs und jede weitere Absage für irgendwelche Treffen treibt mich fast zur Weißglut. Noch dazu nimmt er mich als total selbstverständlich. Er meldet sich bei mir nur, wenn er Hilfe braucht oder Ähnliches. Er hat schlicht und einfach jegliche Rituale für seine Freundin aufgegeben, was für mich ziemlich unverständlich ist. Wir waren auch schon ewig keinen mehr trinken. Bitte vergebt mir, dass ich totale Hassgefühle gegenüber der Art von Leuten habe, die für eine Beziehung ihren Freundeskreis vernachlässigen. Bitte vergebt mir auch, dass ich ein total fauler Mensch bin, dem es an Mumm fehlt, um mal etwas richtig anzufangen.

Beichthaus.com Beichte #00031991 vom 03.10.2013 um 00:38:42 Uhr (12 Kommentare).

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Er ist der Schoßhund meiner Chefin

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Aggression Rache Hass Verzweiflung Kollegen

Mein Arbeitskollege Herr V. ist das reinste Arschloch. Ich (m/22) habe vor sechs Monaten die Arbeitsstelle gewechselt und bin vom Außendienst in den Innendienst der Versicherungsbranche versetzt worden. In meiner neuen Abteilung fühle ich mich auch sehr wohl, wäre da nicht dieser eine Kollege (26). Er versucht ständig, mich zu terrorisieren, zu sabotieren und zu schikanieren. Er stellt das jedoch relativ geschickt an und verhält sich sehr heimtückisch. Anfangs habe ich das lange für ein Missverständnis meinerseits gehalten und mich selbst ermahnt, das nicht zu sehr auf die Goldwaage zu legen, doch dann wurde es immer deutlicher. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass er mir immer sehr hasserfüllte Blicke zuwirft und mich auf Firmenfeiern auch gerne beobachtet. Ich weiß nicht, warum oder weshalb, aber er sieht in mir scheinbar seinen Todfeind. Ich hingegen verstehe mich mit allen Kollegen blendet und fühle mich grundsätzlich total wohl. Ich habe mir schon den Kopf zermartert, was ich diesem Kerl angetan haben könnte, das ihn derart boshaft mir gegenüber werden lässt. Eingefallen ist mir leider nichts.


Seine Art äußert sich mittlerweile in bewusstem Nicht-Grüßen, lauten "lustig gemeinten" Bemerkungen mir gegenüber, hasserfüllten Blicken und dummen Sprüchen. Außerdem diverse Aktionen, die ich nicht einmal erzählen will, weil sie einfach eine Frechheit sind. Er ist aufgrund seiner Stellung eine Art Vorgesetzter für mich, allerdings nicht auf dem Papier. Mir ist das jedoch egal und so richte ich mich stets nach seinen Anweisungen. Manchmal habe ich fast das Gefühl, ihm in den Arsch zu kriechen. Es sei angemerkt, dass ich diesen Kollegen trotz aller bisherigen Umstände immer normal und freundlich behandelt habe. Er hingegen provoziert mich stets mit einem gewissen Unterton und scheint mich aus der Reserve locken zu wollen. Die Situation ist zum Verzweifeln, aber außer einem Jobwechsel sehe ich keinen Ausweg. Deshalb wird es wohl auf heimliche Racheaktionen hinauslaufen. Ich möchte mich hiermit bei Ihnen entschuldigen, Herr V., aber in Zukunft werde ich hin und wieder in Ihr Essen spucken oder sonstige "kleine" Racheaktionen machen. Das erfüllt mich sicherlich kurzfristig mit Genugtuung. Ich bitte hier nicht um Absolution, weil ich das Ganze für sehr ekelhaft halte, aber ich weiß mir in dieser Situation leider nicht anders zu helfen. Und falls du das hier liest: Du bist in meinen Augen nur das Schoßhündchen unserer Chefin und machst dich total zum Affen. Ich werde die Firma wegen dir sicherlich nicht wechseln. Wenn du dich einfach mal normal verhalten würdest, wäre doch alles im Lot!

Beichthaus.com Beichte #00031987 vom 02.10.2013 um 13:29:39 Uhr (14 Kommentare).

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