Peinliche Medikamentenlieferung

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Peinlichkeit Dummheit Arbeit 50+ Warburg

Peinliche Medikamentenlieferung
Als ich noch in der Lehre war, musste ich häufig Medikamente zu den Patienten nach Hause bringen, so auch an diesem Vormittag. Dieses Mal sollte ein Päckchen zu einem älteren Ehepaar, einfach abgeben, bezahlt war schon. Ich klingelte und eine alte Dame machte mir auf. Freudestrahlend bat sie mich herein, sie und ihr Mann hätten mich schon erwartet, ich solle ruhig schon mal in das Wohnzimmer gehen, sie würde nur ihren Mann schnell holen. Und schwups, war sie auch wieder verschwunden, ich kam überhaupt nicht zu Wort, etwas verdattert ging ich in besagtes Wohnzimmer und wartete ein paar Minuten. Dann kam die alte Frau um die Ecke, samt Mann, nackt wie Gott ihn schuf. Ich muss wohl auf die beiden gewirkt haben, als ob ich unter spastischen Zuckungen litt, so verzweifelte versuchte ich woanders hin zu sehen. Ganz unbekümmert erzählte mir die alte Dame, sie hätte nur ihren Mann schon einmal ausgezogen, dann ginge das mit dem Waschen auch schneller und wenn ich schon dabei wäre, er hätte da so einen Ausschlag, den sollte ich mir mal ansehen. Den Blick zur Wohnzimmerdecke gerichtet, stotterte ich vor mir her, dass ich nur die Medikamente vorbei bringen wolle und von der Apotheke käme. Die beiden alten Herrschaften stießen simultan ein "Oh" aus, dann war für ein paar Sekunden Stille. Ehe sie mir peinlich berührt erzählten, das sie dachten, ich sei von einem Pflegedienst, der das erste Mal kommen solle. Rot wie eine Tomate schüttelte ich heftig den Kopf, was ziemlich lustig ausgesehen haben muss, da ich immer noch an die Decke starrte "Nein, ich bin von der Apotheke und will nur etwas abgeben, sie waren so schnell wieder verschwunden, ich kam gar nicht zu Wort." Die alte Dame kam dann zu mir, nahm mir das Päckchen ab, murmelte eine Entschuldigung und etwas, was wie "einfach mal früher den Mund aufmachen" klang und führte mich zurück zur Haustür.

Beichthaus.com Beichte #00031126 vom 03.05.2013 um 21:39:58 Uhr in 34414 Warburg (Falkenbergstraße) (8 Kommentare).

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Die Beziehung meiner Nachbarn

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Fremdgehen Verrat Partnerschaft Nachbarn Last Night Ludwigsburg

Die Beziehung meiner Nachbarn
Ich (w/19) möchte beichten, dass ich eine Beziehung zerstört habe. Es begann, als ich fünfzehn war und neue Nachbarn in die Wohnung nebenan eingezogen sind. Dass die Wände sehr dünn und hellhörig waren, wussten wir schon vorher. Unsere neuen Nachbarn waren ein recht junges Pärchen, wobei er anscheinend recht erfolgreich als Geschäftsmann war. Sie war Friseurin.
Irgendwann begann es, dass ich in meinem Zimmer öfter gehört habe, wenn die beiden Sex hatten. Damals habe ich mir nicht viel dabei gedacht, eine junge Liebe halt, und einfach immer mit Kopfhörern und Musik geschlafen. Einen Monat vor meinem sechzehnten Geburtstag merkte ich, dass es bei meinen Nachbarn sexuell immer häufiger zur Sache ging, wirklich ausnahmslos jeden Abend, manchmal zusätzlich auch mittags.

Als mein Geburtstag nahte, wusste ich, dass ich sturmfrei haben würde, und habe daheim für eine richtig schöne Party gesorgt. Viel Bier, Pizza, gute Musik. Meinen, mittlerweile nicht mehr ganz so neuen, Nachbarn habe ich nicht gesagt, dass ich feiere, da ich mir dachte, dass ihnen sicher bewusst ist, dass sie auch oft laut sind und sich wegen einer Party nicht beschweren würden.
Es kam, wie es kommen musste, meine Geburtstagsfeier war in vollem Gange und ich hatte schon einige Bier intus und sehr gute Laune, bis auf einmal besagter Nachbar Zorn erfüllt vor der Tür stand und sich aufregte, dass er schlafen wolle und wenn es nicht sofort leiser werden würde, würde er die Polizei rufen, da er ziemlich fertig vom letzten Monat sei. Darauf entgegnete ich, dass es mich nicht wundert, dass er fertig vom letzten Monat sei, da er ja ständig abartig lauten Sex hatte, über den ich mich kein einziges Mal beschwert habe und nun im Gegenzug für einen Abend doch zumindest dieselbe Toleranz erwarten könne.
Daraufhin ist er wortlos gegangen und für mich war die Sache erledigt. Bis zum nächsten Tag. Als ich irgendwann mittags aufwachte, sah ich, dass mein Nachbar am Ausziehen war. Natürlich war ich sehr verwundert, doch kurz darauf erfuhr ich auch wieso. Seine Freundin klingelte bei uns, ich machte auf. Bevor sie irgendein Wort sagte, verpasste sie mir eine richtig heftige Ohrfeige und schrie mich an, wieso ich ihm so etwas verraten hätte, er war den ganzen letzten Monat auf Geschäftsreise in China.

Für seine Partnerin tut es mir nicht leid, dass sie sich getrennt haben. Ihm gegenüber habe ich jedoch ein sehr schlechtes Gewissen, das er vom Fremdgehen seiner Partnerin auf so unangenehme Weise erfahren musste. Manchmal tröste ich mich mit dem Gedanken, dass es besser für ihn war, es so zu erfahren, bevor er sie noch geheiratet hätte oder so. Dennoch habe ich meist ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke. Ich bitte um Absolution, da ich diese Beziehung zerstört habe.

Beichthaus.com Beichte #00031112 vom 01.05.2013 um 12:05:29 Uhr in Ludwigsburg (Reichenbergerstraße) (57 Kommentare).

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Die Schaukelkrankheit

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Selbstsucht Lügen Kinder Heiligensee

Die Schaukelkrankheit
Als ich ungefähr fünf Jahre alt war, war ich mit dem Kindergarten über ein paar Tage in einem Ferienlager. Die Schaukelsituation dort war ziemlich angespannt, denn es standen nur eine Handvoll Schaukeln für mehrere Kindergruppen zur Verfügung. Als ich mit einigen Freunden gerade die Schaukeln okkupiert habe, kamen nach einer Weile Kinder eines anderen Kindergartens auf uns zu. Sie vermeldeten selbstbewusst, dass wir ja nun lange genug geschaukelt hätten und sie jetzt an der Reihe seien. Mit einem bedauernden Gesichtsausdruck erklärte ich ihnen jedoch, dass ich an der Schaukelei ja gar keine Freude hätte. Im Gegenteil, ich hätte eine schwere Krankheit, zu deren Therapie täglich zwei bis drei Stunden Schaukeln nötig seien. Und wenn sie sich noch länger in meiner Nähe aufhielten, liefen sie Gefahr, angesteckt zu werden. Mit erschrockenen Gesichtern trollten sie sich und wir konnten in Ruhe weiter schaukeln.
Ich möchte also Beichten, andere Kinder um ihr wohlverdientes Schaukelerlebnis im Ferienlager gebracht zu haben. Wir haben tatsächlich weitaus mehr geschaukelt, als uns im Sinne der sozialen Gerechtigkeit zugestanden hätte.

Beichthaus.com Beichte #00031109 vom 01.05.2013 um 11:51:35 Uhr in Heiligensee (13 Kommentare).

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Ein anderer Mensch im Urlaub

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Falschheit Betrug Lügen Neugier Grünwald

Ich (m/23) möchte beichten, dass ich, seit ich etwa dreizehn Jahre alt bin, eine ganz blöde Eigenschaft entwickelt habe. Immer, wenn ich nämlich zum Beispiel auf Kur oder im Urlaub war, habe ich den Leuten, mit denen ich nur während dieser Zeit befreundet war, irgendwelche Lügen über meine Person erzählt. So habe ich zum Beispiel mal behauptet, dass ich schwul wäre oder das ich eine Krankheit hätte.
Der Zweck dieser Wandlung war, dass es mich schon immer interessiert hat, wie die Leute auf mich reagieren würden, wenn ich anders wäre und es hat super funktioniert! So hatte ich, als ich behauptete ich sei schwul, viele weibliche Freunde. Natürlich nur als "Aller-Beste-Freundin" oder so, denn viele Frauen wollen einen schwulen Freund. Ich wollte einfach mal das, was diese ganzen 90 Jahre alten Verhaltens-Forscher-Säcke so erzählen, nachprüfen. Und es war und ist auch heute noch sehr interessant zu beobachten, wie das in der Realität aussieht. Ich mache das außerdem um etwas Abwechslung in mein Leben, dass sonst nur so vor langweiligem Klischee-Alltag strotzt, zu bringen. Leider ist die Kehrseite, dass ich dadurch wahrscheinlich schon viele Leute, die das Potenzial zu echten Freunden hätten, ziehen lassen habe oder andere verletzt habe. Wenn ich darüber nachdenke, tut mir das jedes Mal so leid, dass ich mir denke, ich muss das sein lassen, aber ich kann nicht. Ich will also beichten, dass ich mich bei passender Gelegenheit oft selbst verstelle, nur um nicht so langweilig wie immer zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00031103 vom 29.04.2013 um 19:55:58 Uhr in 82024 Grünwald (Mittelstr.) (20 Kommentare).

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Ich liebte einen verheirateten Mann

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Ehebruch Liebe Selbstsucht München

Ich war vor ein paar Jahren in der Reha. Eigentlich hatte ich schon seit drei bis vier Jahren den Männern abgeschworen. Aber dann traf ich ihn! Es war unglaublich. Noch nie zuvor hatte ich so etwas empfunden. Er hat mich akzeptiert, respektiert und begehrt, genau so, wie ich bin. Wir haben uns nach einander gesehnt. Es hat einfach alles gepasst. Ich habe ihn geliebt obwohl wir nur ein paar Wochen hatten. Ihm ging es erst nicht gut, doch als wir uns kennenlernten, blühte er richtig auf. Die Ärzte meinten, egal, was es ist, er solle es genau so weiter machen. Bis zur letzten Woche, da ist er um zehn Jahre gealtert, weil er sich nicht zwischen Kopf und Herz entscheiden konnte.


Er ist ein Kopfmensch. Es ging nicht um Sex, weil den hatten wir nicht. Der Grund war seine Frau. Er war verheiratet und hat zwei Kinder. Er wollte sie nicht endgültig betrügen, weil er sie nicht noch mehr verletzen wollte, als er es schon getan hatte. Sie hatte wohl schon was von uns geahnt. Wobei seine Vorgehensweise natürlich Quatsch ist, weil betrogen hat er sie ja sowieso. Sie haben sich über die Jahre auseinandergelebt. Er wollte sich aber der Kinder wegen nicht trennen. Dieser Mann bedeutet mir heute noch viel. Es gibt kaum Tage, an denen ich nicht an ihn denke. Aber ich habe immer noch ein unglaublich schlechtes Gewissen seiner Frau gegenüber. Ich mache so etwas normal nicht, aber er war es einfach! Ich erwische mich heute noch dabei, ihn zu suchen. Liebe Ehefrau, es tut mir leid, aber ich habe Ihren Mann geliebt!

Beichthaus.com Beichte #00031098 vom 28.04.2013 um 21:16:06 Uhr in München (Offenbachstraße) (11 Kommentare).

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