Luxuswohnung mit üblem Geruch

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Rache Boshaftigkeit Ekel Verschwendung

Luxuswohnung mit üblem Geruch
Vor gut zwei Jahren habe ich eine kleine renovierungsbedürftige Wohnung zur Miete übernommen. Der Vermieter war sehr freundlich und meinte, ich könne für immer in der Wohnung bleiben, ich solle sie nur ein wenig sanieren - aber der wirklich günstige Mietzins würde mir erhalten bleiben. Damals hätte ich schon stutzig werden sollen, denn zu verschenken hat heute niemand etwas. Ich machte aus der Bruchbude ein richtiges Luxusschmuckstück und freute mich tierisch, so eine schöne, günstige Wohnung zu haben. Auch der Vermieter fand, dass ich die Wohnung ganz toll in Schuss gebracht hatte. Es dauerte aber nicht lange und er stand vor meiner Tür und erklärte mir, dass ich die Wohnung leider räumen müsse, weil er Eigenbedarf hätte. Eine angebliche Nichte wäre in die Stadt gezogen, um hier zu studieren und er bräuchte die Wohnung für sie. Er gab mir eine zwei Wochenfrist zum Auszug und speiste mich mit 2.000 Euro für meine Investitionen ab. Gekostet hat der Umbau sicher 10.000 Euro, aber ich konnte ja nichts nachweisen, da ich alles selbst gemacht und die Rechnungen der Materialien nicht aufgehoben hatte. Es blieb mir nichts übrig, als meine Möbel und mein Hab und Gut in eine neue Wohnung umzusiedeln.

Zum Glück war diese nicht weit weg von meiner alten Bleibe, kostete jedoch um einiges mehr. Während des Umzuges lernte ich die angebliche Nichte des Vermieters kennen. Der Vermieter war sehr kurz angebunden, aber es stellte sich in einem Gespräch mit ihr heraus, dass das Mädchen in keinem Verwandtschaftsverhältnis zu ihm stand. Er hatte also nur eine Mieterin für die Wohnung gefunden, welche er jetzt teuer vermieten konnte, weil ja alles instand gesetzt wurde - durch mich. Da ich keine Lust auf einen langen Rechtsstreit hatte und meine Sachen ohnehin schon in der neuen Wohnung waren, wollte ich mich an meinem netten Vermieter rächen. Ich besorgte mir über einen Kumpel einige Körnchen Skatol. Wer es nicht kennt, sollte lieber die Finger davon lassen. Das Zeug stinkt tierisch nach Scheiße, da es praktisch die Grundsubstanz von Kot ist und man sollte es auch nie mit bloßen Fingern anfassen, da man den Geruch schwer wieder los wird. Ich habe, bevor ich die Schlüssel zurückgegeben habe, in jedem Raum zwischen die Bodenbretter ein paar Körnchen davon hineingetan. Der Geruch war hart an de Kotzgrenze. Die angebliche Nichte hat die Wohnung dann, so weit ich weiß, doch nicht gemietet, seit mehreren Monaten steht sie leer und das ist gut so. Das war meine Rache für den Rauswurf. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00034098 vom 13.10.2014 um 11:22:51 Uhr (30 Kommentare).

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Wie ich von einem Auto angefahren wurde

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Gewalt Aggression Unfall Iserlohn

Wie ich von einem Auto angefahren wurde
Ich (m/30) bin vor langer Zeit mit meinen Eltern auf dem Weg zu einem Volksfest und Oldtimertreffen gewesen. Da man sehr weit weg parken musste, ging man über die Bundesstraße zum Platz. Die Straße war voll mit Menschen, und da ich einem Hindernis ausweichen musste, bin ich etwas weiter zur Straßenmitte gelaufen. Plötzlich schmerzte mein linkes Bein unglaublich und etwas hat mich umgeschmissen. Erst dachte ich, ein großer Hund hätte mich gebissen. Aus dem Augenwinkel sah ich eine Radkappe wegfliegen und ein Auto eilig wegfahren. Ich war über den Haufen gefahren worden.

Der Autofahrer wollte Fahrerflucht begehen, aber die Leute waren im Weg. Ich humpelte schreiend vor Schmerzen zum Auto, machte die Tür auf und habe dem circa 75-jährigen Fahrer volle Lotte ins Gesicht geschlagen. Ich hatte wohl einen Schock. Alles lief ab, wie im Film. Ich schmiss mich hin, weil mein Bein mich nicht trug, und hielt meine blutende Wunde am Bein. Der alte Sack sortierte seine Brille und hielt sich das blau anlaufende Gesicht. Er beschwerte sich, dass ich ihn geschlagen hätte. Polizei, Polizei! Ich sagte nur, dass er mich umgenietet und Fahrerflucht begangen hat. Da wurden die Rufe nach den Bullen leiser. Seine Frau dagegen regte sich weiter künstlich auf. Dabei war ihr Mann der Verursacher. Meine Mutter fiel mir sogar noch in den Rücken und hielt mich ab, die Polizei zu rufen. Wir einigten uns darauf, dass wir quitt sind. Ab einem gewissen Alter gehören Leute nicht mehr an das Steuer eines Autos.

Ich ging zum Rettungswagen, der auf dem Volksfest stand, wo mich zwei nette Sanitäter verbanden. Mein Bein machte noch einige Wochen Probleme, da der Autoreifen die Haut abgeschrubbt und verbrannt hatte. Meine Sünden: Ich bereue es, dem alten Sack nicht zwei oder drei Mal aufs Maul gekloppt zu haben. Ich bereue nicht, die Polizei gerufen zu haben. Ich weiß nicht mal wirklich zu 100 Prozent, ob es der Fahrer war, denn der Wagen hatte noch alle Radkappen. Ich ärgere mich irgendwie, dass ich so reagiert und damit mein Schmerzensgeld verloren habe.

Beichthaus.com Beichte #00034086 vom 10.10.2014 um 01:17:17 Uhr in Iserlohn (16 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Der Zivi und das unreine OP-Besteck

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Dummheit Feigheit Unreinlichkeit Zivi & Bund

Vor zehn Jahren machte ich meinen Zivi im Krankenhaus als "Hol- und Bringdienst." Meine Aufgabe war es also, Patienten im Rollstuhl oder im Bett in die entsprechenden Krankenhausabteilungen zu bringen. Obwohl ich gewissenhafte und - meiner Meinung nach - vorbildliche Arbeit machte, wurde ich stets gemobbt. Das leuchtete mir nicht ein, denn eigentlich musste man in diesem Krankenhaus überwiegend arbeiten, Zeit für einen Plausch blieb dort nicht. Ich weiß, dass ich damals schon ein wenig seltsam war, aber nicht so, dass man sich mit mir ohne Stress als hilfreicher und lernfähiger "Handlanger" hätte gut arrangieren können. Um hier ein paar Beispiele zu nennen, damit in etwa nachvollzogen werden kann, was dort zuging:


- Die Transportliste war ein völlig unleserlicher, sehr häufig kopierter Wisch, in dem auch im Laufe der Jahre völlig andere Dinge eingetragen wurden als auf dem Zettel standen. In der Mittagspause setzte ich mich an einen Stations-PC und druckte die Liste in der Art neu aus, wie wir sie brauchten. Daraufhin wurde ich von der Stationsschwester ermahnt, mich als Zivi "nicht in die internen Prozessabläufe im Krankenhaus einzumischen."


- Es gab "Privat" und "Kassen"-Betten. Letztere waren deutlich älter. Es kam eine Neuanschaffung von Betten, die zwar weniger Funktionen wie die Privatbetten hatten, aber auf den ersten Blick ähnlich aussahen. Die "Bettenabteilung" klärte mich darüber auf, als ich eines Tages Kassen-Betten holen sollte. Ich gab die Sache mit den Betten direkt an eine der Schwestern weiter. Dennoch wurde ich an dem Tag von zwei anderen Schwestern in einem sehr unfreundlichen Ton als unfähig beschimpft und ermahnt, ich solle doch bitte die korrekten Betten holen.


- Aufgrund des andauernden Streites bat ich bei der Krankenhausleitung um interne Versetzung auf eine andere Station. Dies wurde gewährt - in meine Akte wurde jedoch geschrieben, dass ich "aufgrund mangelnder Anpassungsfähigkeit strafversetzt" wurde.


- Mir wurden Vorstellungsgespräche nicht gewährt oder mir mitgeteilt, dass ich vor einem 60 Kilometer entfernten Vorstellungsgespräch ja durchaus noch von 6 bis 7 Uhr morgens arbeiten könne. Da die Zivistelle dies beim Bundesamt begründen muss, argumentierte sie mit einer "sehr hohen Auslastung der Station." Eigentlich darf auch kein Dienst vorsätzlich verschoben werden, um Sonderurlaubs-Zeiten außerhalb der Dienstzeiten zu verschieben - in diesem Fall wurde das aber gemacht.


Eine der Schikane-Maßnahmen war es auch, mich für einzelne Tage in anderen Stationen unterzubringen. Der Zweck war mir nicht bekannt, man tat das aber nur mit mir - kein anderer Zivi war betroffen. Zudem war das recht sinnlos, denn alle Tätigkeiten benötigen i.d.R. Einweisungen, sodass ich nur wenig Arbeit vollbrachte, wenn man die Einweisungszeiten berücksichtigte. Einen Tag musste ich in die Sterilisation. Das war gegen Ende der Zivizeit. Ich hatte mehrere Disziplinarverfahren hinter mir, die sonst nur Arbeitsverweigerer und Rowdys bekamen. Ich war völlig fertig und verstand die Welt nicht mehr. Daher war ich auch nicht mehr wirklich aufnahmefähig. Ich stand da nun in der Sterilisation und meine Aufgabe war es, Besteck in Tüten einzupacken, niemand sprach mich darauf an, mir die Hände zu desinfizieren, obwohl Zivildienstleistende dies aufgrund des mangelnden Patientenkontakts eigentlich selten machen. Man erachtete das wohl als selbstverständlich, was es ja eigentlich auch ist. Jedenfalls wurde mir erst beim dritten Besteck klar, dass ich gerade mit "Straßenhänden" das sterilisierte Besteck anfasste, worauf ich mir sofort meine Hände sterilisierte. Aus Angst, wieder ein Disziplinarverfahren zu bekommen, sagte ich nichts. Irgendwelche Leute wurden also mit meinem unreinen Besteck operiert. Ich hoffe, ich habe hierdurch keine Komplikationen bei Operationen erzeugt. Vor Kurzem wurden übrigens sowohl ich als auch meine Frau in dem Krankenhaus behandelt.

Beichthaus.com Beichte #00033950 vom 16.09.2014 um 01:28:59 Uhr (15 Kommentare).

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Feierwütige Studenten

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Falschheit Ignoranz Hochmut Studentenleben Moosinning

Ich beichte hiermit, dass ich am Liebsten keine Freunde hätte. Ich empfinde das Pflegen von Freundschaften mittlerweile als mühselig und nervig. Das bezieht sich vor allem auf das Finden und "Aufbauen" neuer Freundschaften. Es geht mir seit dem Beginn meines Studiums letzten Jahres so, da die meisten Studenten anscheinend denken, der Sinn ihres Lebens sei es, jeden Tag zu feiern und zu saufen, dann so oft wie möglich mit ihren Sauf- und Sexgeschichten zu prahlen und auf ihr Studium eigentlich vollkommen scheißen. "Morgen um acht Uhr habe ich ein wichtiges Seminar, aber hey! Ich gehe bis vier Uhr morgens feiern und schwänze im Endeffekt eh." Da ich mit meinem alten Studium unzufrieden war und nun bald mit einem anderen Studiengang neu starte, geht es mir mit den neuen Bekanntschaften wieder genauso. Wir kennen uns eine Stunde, dann werden schon jegliche gemeinsame Aktivitäten für die nächsten zwei Wochen verabredet, die Eine offenbart uns ganz selbstverständlich, dass sie unter Depressionen leidet und sich eigentlich umbringen will und ich fühle mich direkt so furchtbar verpflichtet und gebunden, dass ich eigentlich sofort flüchten will, aber die traurige Wahrheit ist, dass diejenigen, die in den nächsten Wochen nicht an so vielen Treffen wie möglich teilnehmen, niemals Teil der Gruppe werden.


Tja, Quantität statt Qualität. Achja, zu den Menschen aus meinem alten Studiengang habe ich keinen Kontakt mehr, weil ich mich nicht mehr gemeldet habe. Nur mit meinen alten Freunden, die ich schon ewig kenne, fühle ich mich wohl und bei ihnen fällt es mir leicht, Kontakt zu halten. Woran liegt das? Sind die ganzen neuen Eindrücke des Studentenlebens einfach zu viel für mich? Fühle ich mich noch nicht reif genug für das alles? Bin ich doch nur der langweiligste Mensch der Welt oder vielleicht innerlich um 20 Jahre gealtert, weil ich lieber ruhig und allein vor dem Fernseher sitze, als mit Freunden feiern zu gehen, oder bin ich einfach nur ein Arschloch? Ich bereue mein Verhalten, weil ich undankbar bin und bestimmt mal sehr einsam sein werde. Und weil es mir leidtut, dass ich zu manchen Freunden einfach den Kontakt abgebrochen habe.

Beichthaus.com Beichte #00033859 vom 01.09.2014 um 01:00:08 Uhr in Moosinning (20 Kommentare).

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“Beichte

Die Vorteile der Leiharbeit

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Neid Falschheit Arbeit

Ich (m, Mitte 30) bin seit nunmehr zwei Jahren Teil des Betriebsrats eines mittelständischen Unternehmens aus der Logistikbranche. Seit der Krise 2008/09, die uns hart erwischt hat, setzt die Unternehmensführung zunehmend Leiharbeiter ein. Das kommt bei der Stammbelegschaft natürlich nicht gut an und dies stellt auch inoffiziell einen Grund dar, wieso ich es in den Betriebsrat geschafft habe. Ich skandierte im Unternehmen gegen die Zeitarbeit und den damit verbundenen Rückgang der Festbeschäftigung und wandte mich deshalb sogar an die Lokalpresse. Dies kam bei der Belegschaft extrem gut an, sodass ich nun dem Betriebsrat beiwohne.

Anfangs war ich noch davon überzeugt, dass Leiharbeit unvorteilhaft für die Firma und die Angestellten sei, weil ich die vielen unqualifizierten und demotivierten Arbeitslosen vor Augen hatte. Doch mein Bild hat sich total gewandelt. Seit auch in meiner Abteilung (Personalabteilung) und der Unternehmensführung Zeitarbeiter eingesetzt werden, komme ich aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Nicht nur, dass diese Leute überhaupt nicht meinen Vorstellungen entsprechen, sie sind im Wesentlichen auch besser qualifiziert, motivierter und leistungsfähiger als die Festangestellten! Die Vorteile der Leiharbeit nutzen die Leiharbeiter auch aus. So bekam ich mit, wie ein befristeter Kollege meinen Chef niedermachte, weil dieser nicht am wöchentlichen Teamleitermeeting teilnahm. Das würde ich mich nie trauen. Aber unsere Leiharbeiter wissen genau, dass sie aufgrund ihrer Flexibilität und ihres breiten Wissens jederzeit woanders genommen werden. Mit besagtem Kollegen führte ich dann ein aufschlussreiches Gespräch, wo er mir mitteilte, dass er sich seine Flexibilität auch etwas kosten lasse, er verdient knapp 20 Prozent mehr als ich, netto! Trotz alldem bin ich im Betriebsrat immer noch knallhart und verteufle Zeitarbeit aufs Äußerste, auch wenn ich die Leiharbeiter insgeheim um ihr breites kulturelles Wissen und ihre erworbenen Sozialkompetenzen beneide, doch wenn ich das offen zugeben würde, wäre mein Platz im Betriebsrat futsch. Und auf die vielen Geschäftsveranstaltungen und mehrtägige "Tagungen", bei denen es auch oft ins Ausland geht, möchte ich auf keinen Fall verzichten. Daher werde ich auch weiter gegen die Leiharbeit wettern, obwohl sie vorteilhaft für alle Beteiligten ist.

Beichthaus.com Beichte #00033804 vom 23.08.2014 um 12:36:38 Uhr (11 Kommentare).

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