Mein Freund muss dünn sein

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Eitelkeit Engherzigkeit Völlerei Partnerschaft

Ich (w/27) beichte, dass es mich sowas von angewidert hat, dass mein Freund in den 6 Monaten, die er arbeitslos zu Hause hing, ganze 10 kg zugenommen hat und damit bei 1,85m 90kg wog. Ich war so genervt und sauer, habe aber anfangs noch lieb versucht ihm alle möglichen Diatbücher zu kaufen und habe ihn im Fitness Center angemeldet. Als das aber hinten und vorne nichts gebracht hat, ging auch mir irgendwann die Geduld aus und ich habe ihm offen ins Gesicht gesagt wie sehr mich diese 10 kg Speck anwidern und dass ich nicht mehr für ihn kochen möchte und ich wahrscheinlich kotzen muss, wenn er das nächste mal vor versammeltem Besuch meint seine Hose aufzumachen nur weil er so aus dem Leim gegangen ist, dass an seiner Jeans bald sämtliche Nahte platzen.
Nach weiteren vier Monaten auf ihn einreden, ist er jetzt endlich wieder auf seinen früheren 80kg, bzw. inzwischen sind es 77 kg, aber irgendwie bin ich nicht wirklich glücklich damit, weil ich finde dass er ein bisschen vorsorgen soll, falls er wieder zunimmt, damit er dann nicht gleich wieder so eine Wampe kriegt.
Da er aber eh kaum noch Appetit hat, darf ich mich sowieso bald auf 75 kg oder wenn ich Glück habe, sogar 70 kg freuen.
Ich weiß das klingt hart, aber ich liebe meinen Mann und das Übergewicht schadet seiner Gesundheit, seinem psychischen Wohlbefinden und unserem Sexleben und hat er erst mal die 70 erreicht, werden alle glücklich damit sein und mein Freund wird es mir früher oder später noch danken, dass ich gar nicht erst seine Esssucht unterstützt habe, sondern früh genug Grenzen gezogen habe - seiner Gesundheit zu liebe.

Beichthaus.com Beichte #00027956 vom 05.07.2010 um 20:20:30 Uhr (85 Kommentare).

Gebeichtet von 0021061986
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Notruf Telefonterror

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Dummheit Hochmut Telefon Kinder

Ich (m/26) möchte etwas aus meiner Kindheit beichten. Im Alter von vielleicht 7 Jahren fand ich es super lustig Telefonstreiche zu machen. Habe aber nicht irgendwie im Telefonbuch nach Nummern gesucht, sondern zufällig gewählt. Es war zwar öfters eine Nummer dabei, die nicht existierte, aber das hat mich damals nicht gestört. Am Anfang nahm ich Variationen von meiner Telefonnummer und von anderen Nummern die ich kannte. Ich gab mich z.B. als "Blumenhorst" aus und forderte das Geld für die 200 Rosen, die nicht abgeholt wurden, startete komische Umfragen, brüllte "Klingelstreich" oder etwas in der Art. Aber das möchte ich auch gar nicht beichten, ich denke sowas hat jeder mal in seiner Kindheit gemacht. Später fing ich an besonders regelmäßige Rufnummern zu nehmen. Rief zum Beispiel bei der 996633 an. Dadurch passierte mir folgendes:
Ich rief bei der 112233 an, es meldete sich irgendwer, ich hörte nicht genau hin, brüllte "Klingelstreich!!!" und legte dann kichernd auf. Das wiederholte ich mit den Nummern 11223344, 1122334455 und 112233445566.
Was jedoch viele nicht wissen: Wenn man eine Rufnummer wählt, ist es vollkommen egal, was man nach der eigentlichen Rufnummer noch eingibt. Mir fiel dies erst auf, als ich das 5. mal die Nummer 11223344556677 wählte, dass sich bisher immer die gleiche Stimme gemeldet hatte. Ja, ich hatte immer beim Notruf angerufen und bei den letzten Malen auch noch "Telefonterror" in den Hörer geprustet. Im Nachhinein ist das mir sehr peinlich und es wundert mich, dass das Ganze keinerlei Konsequenzen mit sich trug. Ich hatte wohl einfach Glück. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00027951 vom 02.07.2010 um 14:22:58 Uhr (21 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Meine Magersucht

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Selbstverletzung Eitelkeit Völlerei

Ich (w/17) bin seit fünf Jahren magersüchtig. Jedoch habe ich zwischendurch auch mal schwere bulimische Phasen. Diese dauern meistens zwischen 1-3 Wochen. Danach geht es so weiter wie vorher - sehr wenig, bis gar nichts essen. In den bulimischen Phasen kotze ich am Tag bis zu 4-mal, und obwohl meine Eltern davon wissen, gelingt es mir immer wieder aufs Neue, das Ganze zu vertuschen. Jedenfalls kaufe ich jedes Mal Unmengen an Essen. Süßigkeiten. Meistens fahre ich an drei Tagen in der Woche direkt nach der Schule zum Supermarkt. Mir ist das Ganze so peinlich, vor allem, weil mir jedes Mal bewusst ist, dass das Geld ja praktisch nach ein paar Stunden weg ist. Umsonst ausgeben. Für nichts. Jedoch kann ich mich in diesen Phasen nicht kontrollieren, da es eine richtige Sucht ist. Auch wenn das Außenstehende wahrscheinlich nicht nachvollziehen können. Das eigentliche Problem ist aber, dass ich nicht so viel Geld habe, um meinen Tagesbedarf an Essen zu finanzieren. Aufgrund meines Pferdes kriege ich nämlich nur 20 Euro Taschengeld, weil das Pferd ja schon im Monat um die 200 Euro kostet.

Ich möchte beichten, dass ich meine Eltern regelmäßig abzocke. Ich gebe vor Geld, für Schulsachen, Kino, Abschlussparty und T-Shirts zu brauchen. Manchmal klaue ich auch Geld von ihnen. Meistens aber "nur" fünf Euro oder so. Mir tut das Ganze so unendlich Leid und ich habe mir geschworen, ihnen das Geld irgendwann wieder zu geben. Immerhin habe ich mich dazu entschlossen, mich wegen meiner Magersucht behandeln zu lassen und gehe ab August bis zu vier Monate in eine Klinik, in der ich gesund werden möchte. Mit einem normalen Gewicht. Ich möchte nicht mehr aussehen wie ein Strich. Vielleicht interessiert das ja keinen, aber es tat gut, das mal loszuwerden.

Beichthaus.com Beichte #00027934 vom 26.06.2010 um 20:21:58 Uhr (27 Kommentare).

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Besuch in der Gerichtsmedizin

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Verrat Neugier Stolz Gesundheit Berlin

Was ich jetzt gleich schreiben werde gleicht nicht einer Sünde, vielmehr schreibe ich es, um es mir einfach von der Seele reden zu können und weil es, für mir zumindest ein, übler Zufall war. Im Rahmen meiner Ausbildung besuchten wir gestern die Gerichtsmedizin in Berlin-Moabit. Uns wurde schon vorher gesagt, dass dieser Besuch freiwillig ist und wir Bilder zu Gesicht bekommen, die nicht alltäglich sind.
Als wir den Gang betraten roch es nach Gammelfleisch (Leichengeruch). Der Arzt zeigte uns daraufhin durch ein Guckfenster, wie Gerichtsmediziner arbeiteten. da lagen sie nun, die 4-5 Menschen auf einer Trage, bei denen die Todesursache nicht natürlich war. Die Schädeldecke offen, Hirn entnommen, von oben bis unten aufgeschlitzt. Es war kein schöner, aber dennoch ein faszinierender Anblick. Einfach zu sehen, wie der Mensch anatomisch aufgebaut ist. einfach nur faszinierend für mich.

Im Nebenraum lag, extra für uns ausgesucht, eine frische Leiche auf einer Trage. Der Arzt wollte uns anhand dieser Leiche ein paar Sachen erklären. Auf den ersten Blick sah sie gut aus, es war ein Mann, normal bis untergewichtig. braune Haare, blaue Augen. An seinem Fuß hing ein kleiner Zettel, auf dem stand, dass dieser Mensch 1971 geboren wurde. Die Totenstarre war noch vorhanden, sodass wir wussten, dass dieser Mann noch keine 36 Stunden sein durfte. Obwohl er schon 38 Jahre alt war, sah er wirklich nicht so aus. Ein Bubigesicht mit einem auffälligem Muttermal oberhalb der Lippen.
Naja wir hörten uns dann noch einen Vortrag an, welcher mit Bildmaterial unterstützt wurde (keine schönen Bilder). Auf die Frage an den Arzt, ob denn auch Prominente hier seziert würden, schwieg der alte und schmunzelte nur.

Kurzum: einen Tag später, also heute, las ich auf dem Titelblatt, dass ein bekannter deutscher Schauspieler aus unerklärlichen Gründen gestorben sei....Bei dem Mann, den wir vor uns haben liegen sehen, handelte es sich tatsächlich um Frank G******. Ich fand das so unglaublich, dass ich mir dachte, es hier zu schreiben.

Beichthaus.com Beichte #00027931 vom 25.06.2010 um 15:16:50 Uhr in Berlin (Moabit) (22 Kommentare).

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“Beichte

Krematorium Bremen-Nord

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Zorn Aggression Peinlichkeit Telefon Bremen

Ich (w/23) trete so ziemlich jedes Frauenklischee mit Füßen. Ich hasse Handtaschen, Schuhe, und vor allem hasse ich klingelnde Telefone. Ich werde beim Klang dieser bimmelnden Teufelsdinger wütend, auch wenn ich noch gar nicht weißt, wer dran ist. Vor zwei Wochen habe ich im Rahmen meiner Ausbildung mit drei anderen angehenden Sozialpädagogen bei mir daheim für ein Gruppenprojekt gearbeitet. In dem Moment bimmelte, schon zum bestimmt fünften Mal an diesem Abend, das Telefon. Fuchsteufelswild ging ich ran und sagte mit überraschend gelassener Stimme: "Krematorium Bremen-Nord, Sie killen, wir grillen, einen schönen guten Tag?" Dummerweise hatte ich in meiner kopflosen Aggro nicht auf die Nummer geschaut. Es war meine Großmutter, und sie brachte nur ein unzusammenhängendes Stammeln heraus. Das war mir schrecklich unangenehm, genau wie die blöden Blicke meiner Teammitglieder. Tut mir Leid, Oma. Ich bereue.

Beichthaus.com Beichte #00027926 vom 24.06.2010 um 01:59:41 Uhr in 28779 Bremen (Schwaneweder Straße 152 B) (36 Kommentare).

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