Der Ja-Sager

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Verzweiflung Dummheit Gesellschaft

Ich (m/22) bin ein Ja-Sager-Typ, der es anderen gerne recht macht, um selbst glücklich zu sein und das Gefühl zu haben, anerkannt und gebraucht zu werden. Deshalb habe ich u.a. große Probleme mit Leuten, die mir etwas am Telefon verkaufen wollen, aber darum soll es jetzt nicht gehen, denn neben diesen Leuten am Telefon und Leuten in der Schule, die mit mir rumhängen, obwohl ich sie gar nicht leiden kann, habe ich noch ein viel größeres Problem: Und zwar habe ich seit dem Dezember 20606 eine Beziehung mit einem Mädchen, das ich über eine Singlebörse kennengelernt habe. Ich wusste schon beim ersten Blickkontakt, dass sie überhaupt nicht mein Typ ist und daraus nichts werden kann. Das erste Treffen war furchtbar, wir bzw. sie redete die ganze Nacht bis zum nächsten Tag und ich war froh, wieder nach Hause fahren zu dürfen, aber sie hatte schon den Busfahrplan in der Hand und hat geguckt, wie sie zu mir kommt.

Da ich auch keine Erfahrung in Sachen Sex hatte, habe ich das Ganze dann wohl laufen lassen, um etwas Erfahrung mit Frauen zu sammeln, aber die Rechnung dafür habe ich wohl mein Leben lang zu zahlen. Denn ich liebe sie nicht, finde sie nicht attraktiv und schäme mich innerhalb meiner Familie und bei Freunden für ihre unqualifizierten und dummen Aussagen oder Begründungen. Ich habe sie mir mittlerweile zwar angepasst, und wenn wir mal weggehen, schminkt sie sich jetzt auch und trägt die Klamotten, die ich ihr vorschreibe, aber ich glaube, etwas mit einer anderen Frau zu verpassen, da ich einfach nicht die Eier und Mumm habe, um ihr Herz zu brechen und Schluss zu machen.

Beichthaus.com Beichte #00024065 vom 14.06.2008 um 10:21:23 Uhr (18 Kommentare).

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Meine Verwandtschaft ist geldgeil und respektlos!

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Hass Zorn Geiz Familie

Ich hasse meinen Patenonkel und meine Patentante, bzw. meine andere Tante. Warum? Ganz einfach, sie sind einfach nur gierig nach Geld. Vor knapp einem Jahr starb meine letzte Oma im Altersheim, wo sie erst fünf Tage war. Bereits am ersten Tag hat sie nach ihrem Sohn (mein Patenonkel) und dem Rest ihr Kinder (u.a. auch meine andere Tante) gerufen und meine Mutter gebeten, alle anzurufen. Sie tat es. Doch außer meiner Mutter, mir, meiner einzigen Tante, die ich noch leiden kann, hat es keiner der anderen Kinder für nötig erachtet, ihre eigene Mutter, allein und dem Tod nahe, zu besuchen! Einfach nur respektlos, wie ich finde! Es kam zum Tod, dann hatte es auf einmal jeder zu ihr in die alte Wohnung geschafft, nur um sich irgendwelchen Scheiß mitzunehmen. Gott, wie es mich aufregt! Allerdings ist das noch nicht das, wofür ich eigentlich meine restliche Verwandtschaft hasse.

Am Abend an der Beerdigung ließ sich mein Patenonkel volllaufen und machte sogar noch Witze über seine tote Mutter! Und jetzt kommt der eigentliche Hammer. Er verlangte die sofortige Auszahlung des Erbes von meiner Mutter (wir hatten in dem Moment kaum Geld) an alle Kinder. Nur Eine verzichtete. Dann wollte mein Patenonkel noch Zinsen des Erbes und andere Ansprüche haben, die wir uns aber weigern zu zahlen. Ich finde das einfach nur respektlos meiner Mutter und meiner Oma gegenüber. Zu Lebzeiten hat sie sich nicht um sie gekümmert, noch nicht einmal zum Geburtstag gratuliert und jetzt so eine Show abziehen! Unglaublich, dass so etwas die Familie zerstört hat, aber ich weiß wenigstens, was für ein Arsch mein Onkel und - und auch der Rest - eigentlich ist!

Beichthaus.com Beichte #00024035 vom 13.06.2008 um 10:03:08 Uhr (10 Kommentare).

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Ich schwebe in Lebensgefahr

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Verzweiflung Selbstverletzung

Ich leide seit acht Jahren unter Depressionen, Todesängsten und Panikattacken. In meinem Job bin ich unglücklich. Es ist das Sinnloseste, was ich jemals getan habe. Ich habe auch schon einen Selbstmordversuch hinter mir, weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Keiner von meiner Familie weiß das. Ich war auch in Therapie, was aber sehr sinnlos war. Ich fühle mich einsam. Wenn ich mich als Mensch beschreiben müsste, dann wäre dies keiner, sondern ein Häufchen Elend, das krampfhaft versucht, sich am Leben zu halten. Ich habe kein Selbstwertgefühl mehr. Ich brauche Aufmerksamkeit und das Gefühl, gebraucht zu werden. In der wichtigsten Zeit meines Lebens hätte ich all das von meiner Familie gebraucht, bekam es aber nicht. Und jetzt, nach all dem, auch nicht. Nachts kann ich nicht einschlafen, weil ich Angst habe, dass ich mich verlieren könnte. Während der Arbeit habe ich mich einmal so in eine Sache reingesteigert, dass ich fast ohnmächtig geworden bin! Ich habe auch Angst, irgendwann mal in der Öffentlichkeit die Kontrolle über mich zu verlieren. Ob das an einem früheren Drogenabsturz liegen mag? Mit meinem Freund hätte ich vor Kurzem fast Schluss gemacht, weil er eine Zeitlang kein Interesse mehr gezeigt hatte und ich mir sehr unwichtig vorkam.

Ich bin zusammengebrochen. Meinen Freundeskreis kann ich an einer Hand abzählen, das darf nicht wahr sein. Früher konnte ich mich kaum vor ihnen retten! Ich würde gerne alles aus mir rauslassen, aber was bleibt sind Tränen und ein erstickter Schrei in mir, ein riesiger Kloß, den ich jahrelang mit mir herumtrage. Ich bin in Lebensgefahr, aber keiner bekommt es mit, weil ich es mir nicht anmerken lasse! Wenn ich unsicher bin, lache ich meistens laut. Ich kann auch nichts für die schlimmen Gedanken, ich würde sie gerne abstellen. Ich fühle mich, als wäre ich manipuliert worden. Manchmal denke ich, meine Eltern sind schuld daran, dass ich jetzt so bin, wie ich bin. Ich kann es ihnen irgendwie nicht verzeihen.

Beichthaus.com Beichte #00024019 vom 13.06.2008 um 05:23:30 Uhr (19 Kommentare).

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Meine Schwester, das Karriereweib

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anhören

Hass Zorn Engherzigkeit Familie

Ich hasse meine Schwester. Sie ist ein unglaubliches Karriereweib, in deren Augen ich der größte Kapitalverbrecher aller Zeiten bin. Warum? Weil ich seit fast zwei Monaten arbeitslos bin. Ihrer Meinung nach das allergrößte Zeichen von persönlichem Versagen. Wenn es nicht so krass wäre, würde ich sie ob ihres Verhaltens einfach nur belächeln. Aber dass sie nun auch schon auf Familienfeiern hinter meinem Rücken über mich herzieht, ist das Allerletzte. Ich hasse solche Menschen, die glauben, dass alleine ihre Ansicht die einzig wahre ist und die einen in diese "ideale" Form müssen. Leute, die einem ungebetene Ratschläge erteilen à la: "Geh ins Ausland, zieh in eine andere Stadt, mach DIES, mach JENES - du MUSST!" Es interessiert sie überhaupt nicht, was ich möchte, sondern lediglich, was sie für das Richtige hält. Dass ich hier eine wunderbare Beziehung und liebe Freunde habe, interessiert sie nicht und wird lediglich mit einem "Pah, du findest schon wen Neues" quittiert. Was mich daher umso mehr freut, ist die Tatsache, dass ich derzeit einen wirklich spannenden, gut bezahlten Job in Aussicht habe, bei dem die Chancen sehr gut stehen. Das werde ich ihr aber natürlich nicht erzählen und sie weiterhin in ihrem Glauben lassen, dass ich ohne ihre göttliche Hilfe nicht den Hauch einer Chance auf einen neuen Job hätte.

Beichthaus.com Beichte #00024014 vom 13.06.2008 um 01:41:56 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Unsere Leben sind nicht wichtig

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Begehrlichkeit Zorn Gesellschaft

Ich muss beichten, dass ich sehr realitätsfremd lebe. Das heißt, dass ich meine Prioritäten so gesetzt habe, dass das Wenigste in meinem Leben zählt, da ich versuche, mich aus der Subjektivität des Alls zu sehen, indem mein Leben vollkommen nichtig ist. Das geht so weit, dass mir beinahe das gesamte "normale" Leben zuwider ist. Leute, die sich abmühen, "viel" in ihrem kurzen, unwichtigen Leben zu erreichen, sind in meinen Augen nur lächerlich, und sie machen sich selbst was vor, indem sie sich für wichtig nehmen.

Ich beichte also, dass ich mich in philosophischer Sicht und auf die Weisheit bezogen, beinahe allen überlegen fühle, weil ich es geschafft habe, meine Perspektive zumindest ein wenig zu erweitern. Außerdem beichte ich, dass es mich ankotzt, dass Dialoge an sich nicht bestehen, es ist viel mehr der Drang, sich mitzuteilen. Leute reden nicht miteinander, sondern sie reden nacheinander, man vertritt eine Meinung, das gegenüber nickt zum Zeichen der physischen Anwesenheit und danach, als Lohn, darf er sich dann "verbreiten", danach gehen beide weiter mit ihrer Sicht der Dinge und man hat nichts gelernt, nicht einmal versucht, den anderen nachzuvollziehen, nur ICH habe Recht. Ich bin in letzter Zeit etwas melancholisch und war fast so weit, mir eine neue Freundin zu suchen, bis ich verstanden habe, dass ein Partner nicht der Ersatz für fehlende Stärke sein sollte. Jeder muss zunächst alleine zufrieden werden, in seinem Wesen und Sein, bis er sich in eine Beziehung wagen sollte. Es lebe Nietzsche, wir lieben nicht um des Geliebten Willen, sondern wegen des Gefühls, das uns dieser Zustand gibt. Sobald ich die Grenze zum Über-Mensch erreicht habe, lasse ich es euch als neuer, einzig richtiger Prophet wissen, ich werde euch dann nicht von Fiktionen erzählen, sondern euch beibringen, richtig zu leben, anstatt auf das Nichts nach dem Tod zu warten.

Beichthaus.com Beichte #00023997 vom 12.06.2008 um 18:35:11 Uhr (34 Kommentare).

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