Geheimnisvolle Lichter im Garten

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Trägheit Misstrauen Lügen Darmstadt

In unserer Doppelhaushälfte sind von den Vorbesitzern jede Menge Bewegungsmelder montiert worden. Den Großteil haben wir entweder demontiert oder abschalten können. Nun haben wir noch einen hinten im Garten und auf einem Balkon. Manchmal geht das Licht auf dem Balkon in der Nacht an, obwohl wir keine Tiere sehen können. Denn unter dem Balkon ist ein überwiegend gläserner Wintergarten, der quasi von beiden Bewegungsmeldern bestrahlt wird. Wenn dann einer der Bewegungsmelder aktiviert wird, wir die Ursache dafür aber nicht erkennen können, dann sind wir früher raus oder hoch auf den Balkon und haben hektisch in jede erdenkliche Richtung geschaut, um uns selbst zu versichern, dass da nichts ist.

Meine Beichte ist, dass ich mich seit fünf Jahren - es passiert auch nur ein paar Mal im Jahr, aber seit mehr als fünfzehn Jahren - einen Dreck darum gesorgt habe, warum das Licht wieder anging. Schalter haben wir bislang nicht gefunden, um diese Drecksdinger auszuschalten. Und wir haben wirklich gründlich gesucht. Ich gehe also nur kurz, wenn überhaupt, raus und schaue mir das Phänomen an, nur um meiner besorgten und verängstigten Familie zu sagen, dass da nichts Schlimmes ist. Noch habe ich vielleicht Glück, denn in den letzten zwei Jahren wurden Einbrüche in der Nähe meiner Wohnsiedlung gemeldet und ich sollte wohl langsam wieder aufmerksamer werden! Dennoch, da gestern Nacht wieder eine Polizeistreife in meiner Wohngegend rumgefahren ist, ist die Gefahr nie wirklich gebannt, deshalb werde ich mich bessern!

Beichthaus.com Beichte #00038496 vom 12.07.2016 um 22:31:41 Uhr in Darmstadt (Bahnhofstraße) (14 Kommentare).

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Meine Schwester wird immer bevorzugt!

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Zorn Ungerechtigkeit Lügen Familie Siegburg

Leider ist meine Mutter gestorben als ich vier Jahre alt war. Zurück blieben mein Vater, meine geistig behinderte Schwester (2) und mein Vater. Nun ist es so, dass ich mich schon relativ früh immer um meine Schwester kümmern musste, was mich auch als Kind nicht gestört hat. Aber nun bin ich 20 Jahre alt und sie bringt mich nur noch zur Weißglut. Mein Vater sitzt im Vorstand eines nicht allzu kleinen Unternehmens und somit ist auch ein relativ gutes Einkommen vorhanden. Jetzt, nach meinem Abi, bin ich in der Ausbildung und komme grade noch so über die Runden, ab und an bekomme ich mal neue Klamotten, aber das war es dann auch. Meine Schwester, welche einfach acht Stunden täglich in einer Behindertenwerkstatt sitzt und dort nichts tut, bekommt hingegen alles von meinem Vater, jährlich fliegen sie drei Mal nach Spanien, wo ich nicht einmal gefragt werde, ob ich mit möchte. Und auch sonst lässt er sich nicht lumpen, sobald es um sie geht.

Doch die letzte Woche hat sie das Fass zum Überlaufen gebracht. Sie spielt immer das Unschuldslamm und ist einfach nur noch nervig. Von Freitag auf Samstag kam meine Freundin vorbei und wir haben halt einiges unternommen, gleich am Abend darauf erzählt sie vor der ganzen Familie, was ich abends mit meiner Freundin so mache. Des Weiteren kommt sie täglich an und möchte mit mir spielen (Spiele für 3-8-Jährige), wenn ich dann wie in letzter Zeit nur noch "Nein" sage, wird sie sauer, wirft das Spiel durch mein Zimmer und ich kann den ganzen Mist dann wieder ausbaden. Auch mein Vater unterstützt mich in dieser Hinsicht nur sehr wenig, er sagt immer, dass sie behindert ist und nichts dafür kann... Ich glaube aber, dass sie das sehr wohl weiß und einfach nur gerne sieht, dass ich ihren Mist ausbade. Am Sonntag hat mich mein Vater dann aber an etwas erinnert.

Meine Mutter hatte zu meiner Geburt einen Ausbildungsvertrag machen lassen, bei welchem ich mit 18 Jahren eigentlich 20.000 Euro bekommen sollte. Diesen hatte ich aber schon längst vergessen, da ich dachte, dass dieser anderweitig verwendet wurde - nun hat mein Vater mir aber gesagt, da für meine Schwester keiner gemacht wurde, dass wir uns doch meinen Vertrag teilen können. Daraufhin habe ich ihm an den Kopf geworfen, dass er doch mit seiner Tochter ruhig den Rest seines Lebens verbringen kann und ich mich nicht mehr um ihn kümmere, sobald er älter ist und dass sie es doch machen soll (dazu ist sie nicht fähig) - dann habe ich mir die 20.000 Euro genommen und wohne seither bei meiner Freundin. Es tut mir leid, dass ich so reagiert habe, aber bevor mein Vater und meine Schwester ihre Verhaltensweisen nicht ändern, werde ich nicht mehr zurückkommen. Soll er doch sehen, wer auf sie aufpasst, wenn er geschäftlich mal wieder weg muss!

Beichthaus.com Beichte #00038495 vom 12.07.2016 um 17:22:00 Uhr in 53721 Siegburg (24 Kommentare).

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Ja, Mama, ich vermisse dich auch

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Falschheit Lügen Familie

Ja, Mama, ich vermisse dich auch
Ich (m/20) bin im Februar aus meinem Elternhaus raus und 600 Kilometer weggezogen. Hauptsächlich um in der Nähe von meiner Freundin zu sein. Meine Mutter ist deswegen sehr traurig und weint wohl des Öfteren, weil sie mich so sehr vermisst. Sie sagt mir das auch häufig, worauf ich immer antworte, dass ich sie auch vermissen würde. Das ist aber gelogen. In Wahrheit vermisse ich sie überhaupt nicht und auch sonst niemanden in meiner Familie. Meine Mutter hat mich als Kind sehr oft verprügelt und war auch sonst sehr hart und streng in der Erziehung. Regelmäßig musste ich mir anhören, dass ich ein nutzloses, faules Stück Scheiße wäre. Bei der kleinsten Abweichung von ihren Regeln wurde ich mit einer Tracht Prügel bestraft - und als ich älter wurde, wurde ich wochenlang ignoriert und ausgesperrt. Zum Schlafen durfte ich nach Hause kommen. Erst als ich einen guten Schulabschluss hingelegt und einen Ausbildungsplatz in einem großen deutschen Industriekonzern bekommen hatte, hat sich das geändert.

Auf einmal war ich ihr ganzer Stolz, überall hat sie mit ihrem tollen Sohn angegeben. Ich war urplötzlich unfehlbar und sie hat sich sogar für ihr Verhalten entschuldigt. Als ich ihr dann im Dezember erzählte, dass ich meinen Job gekündigt habe und wegziehen werde, ist sie in Tränen ausgebrochen und es ist ihr sehr schwergefallen, mich gehen zu lassen. Mir geht es aber besser als jemals zuvor in meinem Leben und bin einfach froh von dieser Frau weg zu sein. Ich beichte also, dass ich meine Mutter anlüge, indem ich ihr sage, dass ich sie vermissen würde, sie mir aber in Wahrheit total egal ist und ich sogar froh bin, von ihr weg zu sein. Ich bin ein schlechter Sohn. Vergebt mir.

Beichthaus.com Beichte #00038494 vom 12.07.2016 um 13:50:35 Uhr (29 Kommentare).

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Ich habe kein Gewissen

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Engherzigkeit Verzweiflung

Ich beichte, dass mich manche als "gefühllos" bezeichnen würden. Ich verstehe Menschen nicht, die ein schlechtes Gewissen bekommen, nachdem sie sich gesellschaftswidrig verhalten haben. Letztlich sind diese gesellschaftlichen Anschauungen nicht allgemeingültig, sondern haben sich mit der Zeit in den verschiedenen Zivilisationen und Familienstrukturen herausgebildet. Daher fühle ich mich keiner Moralvorstellung verpflichtet. Vielmehr wäge ich vor jeder Entscheidung unter Beachtung aller Umstände ab. In Momenten, in denen andere Menschen weinen oder "ausrasten", bleibe ich neutral und überlege mir eine Lösung für das Problem - völlig gleichgültig, um welches Problem es sich handelt. Ich habe des Weiteren Probleme damit, Nähe zu anderen Menschen aufzubauen. Ab einem gewissen Punkt halte ich Abstand. So habe ich schon öfters den Kontakt zu "Freunden" abgebrochen, wenn ich gemerkt habe, dass ich daraus nichts mehr gewinnen kann.

Ich möchte betonen, dass ich anderen Menschen keineswegs "Böses" wünsche. Im Gegenteil verhalte ich mich ansonsten freundlich und hilfsbereit und pflege auch Kontakt zu anderen Menschen. Übrigens bin ich, was mein Studium angeht, erfolgreich und gehöre wohl zur Spitze. Eigentlich bin ich auch glücklich mit meinem Leben und vor allem bin ich gespannt, was ich zu erreichen imstande bin. Allerdings möchte ich gewisse Dinge, vor allem meine sozialen Fähigkeiten betreffend, ändern. Ich weiß nicht, ob und wann mir das gelingen wird, da meine Denkweise das Resultat tief sitzender Erlebnisse ist. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00038492 vom 12.07.2016 um 10:55:42 Uhr (21 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Wie das Internat mich zur Diebin machte

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Diebstahl Verzweiflung Begehrlichkeit Schule

Meine Familie hatte früher nicht besonders viel Geld. Wir lebten in einer winzigen Wohnung und ich (w) musste mir mit meinen beiden Geschwistern ein Zimmer teilen. Wir lebten nur mit meiner Mutter, die arbeiten ging, aber dennoch unter dem Hartz-IV-Satz verdiente - sie wollte dem Staat nicht auf der Tasche liegen und es alleine schaffen. Leisten konnten wir uns dementsprechend nichts, abgesehen von den allernötigsten Dingen. Zusätzliches, wie zum Beispiel Süßigkeiten, waren selten drin. Meistens wurde Schokolade nur als Geburtstagsgeschenk gekauft, wenn eines von uns Kindern Geburtstag hatte. Ich hatte Glück und bekam dank meiner überdurchschnittlich guten Noten ein Stipendium an einem privaten Gymnasium mit Internat, das nicht gerade billig war. Zu dem Zeitpunkt war ich etwa 15 Jahre alt.

Man kann sich jetzt denken, dass ich von da an mit einem Haufen verwöhnter Kinder mit reichen Eltern zur Schule ging. Sie hatten alle die neusten und teuersten Klamotten und unterhielten sich über die neusten Spielkonsolen und den Spielen dazu bzw. die Mädchen unterhielten sich über ihre Pferde, die sie im Stall stehen hatten. Nachmittags luden sie sich gegenseitig zu sich nach Hause ein, um im hauseigenen Pool baden zu gehen. Ich konnte von so etwas nur träumen. In den Mittagspausen gingen die Schüler meistens essen. Aber egal ob Döner, McDonalds oder Restaurant, ich bekam kein Taschengeld und konnte mir das somit nicht leisten. Ich musste mir die Butterbrote von zu Hause mitnehmen. Nach ein paar Wochen an der neuen Schule wollte ich auch dazugehören. Es fing erst damit an, dass ich in kleineren Läden Kaugummis und Süßigkeiten klaute, weil ich auch mal so etwas haben wollte. Bald darauf ging es weiter mit Klamotten und Schmuck. Schmuck hatte ich bis dato noch nie besessen und meine Klamotten waren auch immer nur die abgelegten meiner beiden Schwestern gewesen. Aber ich wollte ja auch mal hübsch angezogen sein und mit den anderen Mädchen mithalten können. Make-up klaute ich dann auch.

Nach weiteren Wochen an der Schule begann ich, Dinge wie Glätteisen in Drogeriemärkten zu klauen und diese zu verkaufen. Ein Freund aus meiner alten Schule, der meine Situation kannte, verkaufte das ganze Zeug für mich im Internet. Auf diese Weise hatte ich mein eigenes Geld und konnte mit meinen Klassenkameraden mittags ins Restaurant oder am Wochenende ins Kino gehen. Somit hatte ich mich endlich mit einigen Jungs und Mädchen aus meiner Klasse anfreunden können. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass diese Leute kein Umgang für mich sind. Die meisten meiner "Freunde" waren Internatsschüler und gerade diese haben in ihrem jungen Alter von 14-16 Jahren schon diverse Drogen konsumiert und mich immer wieder dazu animiert, es auch mal zu probieren. Ich glaube, diese Kinder waren damals einfach nur ganz arm dran, denn sie bekamen von ihren Eltern alles, was man mit Geld kaufen konnte - aber eben nur das. Sie wurden einfach in ein Internat abgeschoben, damit sie nicht stören, weil sie unerwünscht waren.

Ich habe dann nach einem Schuljahr an mein altes Gymnasium zurückgewechselt, wo meine echten Freunde waren. Inzwischen schäme ich mich aber unglaublich dafür, dass ich so krampfhaft versucht habe, mich anzupassen und meine Herkunft geleugnet habe, nur um akzeptiert zu werden. Ich schäme mich noch viel mehr dafür, dass ich dafür angefangen habe, zu klauen wie ein Rabe. Und das alles nur für Leute, die mich runterziehen und auf die schiefe Bahn bringen wollten.

Beichthaus.com Beichte #00038489 vom 11.07.2016 um 23:13:26 Uhr (14 Kommentare).

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