Treffen mit dem Stalker

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Begehrlichkeit Engherzigkeit Dummheit Feigheit Falschheit

Ich (w) habe, als ich ungefähr vierzehn Jahre alt war, während der Sommerferien einen Jungen im Freibad kennengelernt. Er ist etwas jünger als ich, sprach mich aber dennoch an und bekam meine Handynummer, da wir uns ganz gut verstanden. Ein paar Tage später haben wir ein Treffen ausgemacht und sind in der Stadt herumspaziert. Wir haben nur geredet und sonst war nichts. Bei ihm wusste ich nie so recht, wo ich dran bin, denn einerseits war er total lieb zu mir, lachte über meine Witze und lud mich auch immer ein. Er wollte mir näherkommen, das merkte ich schon, doch er blockte mich hin und wieder auch einfach ab, nur um dann wieder einen Schritt auf mich zuzugehen. So ging das dann eine Weile lang, doch nach einiger Zeit wurde er immer anhänglicher und klammerte, sodass ich mich total eingeengt gefühlt habe. Wenn wir uns getroffen hatten, und ich kam gerade wieder zu Hause an, bekam ich meistens eine Nachricht, in der er fragte, wann wir uns wieder treffen würden. Außerdem schickte er mir andauernd Herzchen und ähnliche Sachen. Deshalb verpasste ich ihm den Spitznamen "Stalker". Anfangs sagte ich ihm noch zu, doch dann begann ich allerlei Dinge zu tun, die man nicht machen sollte - ich brachte meine Freundin zu Treffen mit, oder zog mich absichtlich unpassend an. Die Hoffnung, dass es zwischen uns noch Funken würde, gab ich aber dennoch nicht auf. So war es natürlich nicht, aber er wollte sich trotzdem weiterhin treffen. Ich begann damit, ihm Absagen zu erteilen. Als er mich zum Beispiel zu einem Volksfest einlud, sagte ich ab und ging dann trotzdem hin, versteckte mich aber immer vor ihm. Das ist im Nachhinein betrachtet mehr als kindisch, aber ich war ja eigentlich auch noch ein Kind. Irgendwann erzählte ich das Ganze meiner Mutter, die mir sagte, dass ich auf keinen Fall gemein zu ihm sein sollte, was ich dann auch beherzigte.


Als die Schule wieder begann, erzählte ich die Geschichte dann jedoch einer Freundin, und auch, dass ich keine Lust mehr hätte, den Jungen zu treffen. Sie riet mir, dass ich eine SMS schreiben sollte, in der ich "Schluss machte" - ich nahm auch tatsächlich mein Handy und tippte "Hey - ich habe keinen Bock mehr auf dich. Bye!" ein. Eigentlich nur aus Spaß, ich hatte nicht wirklich vor, diese Nachricht abzuschicken, denn mir war klar, dass das viel zu gemein wäre. Die Rechnung habe ich jedoch ohne meine Freundin gemacht, denn diese schnappte mir mein Handy aus der Hand und drückte auf "Senden". Ich war schockiert, denn das war eine ganz miese Aktion und per SMS abserviert zu werden, dann auch noch in diesem Tonfall, ist mehr als unschön. Mir tat es furchtbar leid, denn er war wohl total in mich verschossen und ich war einfach nur zu feige, um ihm zu sagen, dass ich nur Freundschaft will. Sein Leben ging jedoch weiter, zwischenzeitlich war er mit einer Bekannten von mir zusammen und es scheint ihm gut zu gehen. Dennoch hatte ich bis heute nicht den Mut, mich bei ihm für diese gemeine Aktion zu entschuldigen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031720 vom 10.08.2013 um 02:48:31 Uhr (12 Kommentare).

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Die verheimlichte Schramme

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Feigheit Lügen Auto & Co. Familie

Ich beichte, dass ich unbeabsichtigt einen kleinen Autounfall mit dem Auto meiner Großeltern hatte und es verschwiegen habe. Ich hatte ganz frisch den Führerschein und habe mir das Auto geliehen, um kurz zur Videothek zu fahren. Mit der Gangschaltung hatte ich ziemliche Probleme und habe es deshalb öfter abgewürgt. Ich hätte merken sollen, dass ich mit dem Auto nicht klarkomme. Als ich wieder parken wollte, habe ich mich total im Abstand verschätzt und touchierte eine Wand ganz knapp. Ich war voll geschockt und habe sofort nachgesehen. Vorne am Auto an diesem Plastik-Teil waren ein paar Schrammen zu sehen. Ich hatte so Angst das zu beichten, dass ich es gelassen habe, in der Hoffnung, dass es nie rauskommt. Eine Weile später hat mich meine Oma dann darauf angesprochen, dass sie Kratzer entdeckt hätten und ob mir das passiert wäre. Sie hätten mich sicher nicht geköpft, aber ich habe mich nicht getraut, es zuzugeben, weil ich ja tagelang nichts gesagt hatte.
Ich fühle mich auch heute noch schlecht deswegen.

Beichthaus.com Beichte #00031716 vom 08.08.2013 um 15:11:06 Uhr (17 Kommentare).

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Meine perfekte Mutter

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Hass Zorn Verzweiflung Familie Backnang

Ich möchte hier beichten, dass ich meine Mutter hasse. Sie ist jemand, der sich nach außen hin immer weltoffen und tolerant gibt, aber in Wirklichkeit eine Heuchlerin ist. Zum Beispiel wurde ich als kleines Kind als hochbegabt diagnostiziert und habe ein paar Schulklassen […]
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Beichthaus.com Beichte #00031709 vom 06.08.2013 um 13:38:22 Uhr in Backnang (35 Kommentare).

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Die Zugtoilette

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Ekel Unreinlichkeit Feigheit Morallosigkeit Bahn & Co. Regensburg

Ich (w) möchte beichten, dass ich heute wahrscheinlich eine Zugtoilette verstopft habe und nicht Bescheid gegeben habe. Ich war aus geschäftlichen Gründen mit dem Zug unterwegs, allerdings wurde mir nach kurzer Zeit übel. Ich ging zur Toilette und wollte mir eigentlich nur kaltes Wasser ins Gesicht spritzen, aber bei dem Anblick des ohnehin schon überlaufenden Klos und dem penetranten Uringeruch in der Luft kam es in mir hoch. Der Kanister des WCs war vielleicht einfach nur voll, aber der Urin stand bereits im unteren Viertel. Um zu verhindern, dass ich etwas abkriege, schmiss ich, so schnell ich konnte, einen Haufen Papier hinein und übergab mich. In meiner schlechten Verfassung war ich nicht mal in der Lage, den Knopf zum Runterspülen zu finden. Das wäre vermutlich eh nutzlos gewesen, denn wenn es vorher nicht schon verstopft war, dann war es das jetzt garantiert. Weil ich einfach nur zurück zu meinem Platz wollte und ich mich unheimlich geschämt habe, machte ich den Klodeckel zu, wusch mein Gesicht und begab mich so unauffällig wie möglich zurück auf meinen Platz, in der Hoffnung, dass mich niemand mit dem verstopften Klo in Verbindung bringt. Es tut mir Leid für die Leute, die das sauber machen müssen.

Beichthaus.com Beichte #00031706 vom 06.08.2013 um 21:03:53 Uhr in 93047 Regensburg (Bahnhofsstraße) (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ist der Tod die Lösung?

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Verzweiflung Unglaube Gesundheit Familie

Mein Cousin ist zwölf Jahre alt und leidet unter Multipler Sklerose (MS). In letzter Zeit merke ich, wie sein Körper immer langsamer wird und ihm alltägliche und belanglose Sachen Schwierigkeiten bereiten, er ist auch täglich unter Medikamenteneinfluss. Es tut mir weh, ihn so zu sehen und ich gestehe, dass ich den Tod für ihn als Lösung ansehe. Gewiss wird sein Verlust schmerzhaft sein, aber ist es nicht schmerzhafter einen Menschen, den man liebt, täglich leiden zu sehen? Wäre es nicht wünschenswert, dass sein Leid aufhört? Wäre sein Tod nicht die Lösung? Bevor ich (w) hier als herzlose, eiskalte H*re abgestempelt werde, möchte ich kurz die Familienverhältnisse meines Cousins erklären.

Mein Onkel gehört zu der Sorte Mann, die ich am liebsten auf offener Straße anspucken möchte. Seine Aufgabe liegt, seiner Meinung nach, darin, das Geld zu verdienen und das war es dann. Nach Feierabend wird jedes Mal der Laptop angeschmissen, das Handy liegt natürlich immer griffbereit, könnte ja sein, dass man etwas verpasst. Und nebenbei läuft irgendein Fußballspiel gepaart mit Bier. Meiner berufstätigen Tante im Haushalt helfen? Fehlanzeige! Der Tagesablauf meiner Tante sieht etwas anders aus: Morgens muss sie meinen Cousin und meine 17 jährige Cousine zur Schule fahren, dann geht sie zur Arbeit, die Kinder abholen, einkaufen, kochen und putzen. Da bleibt ihr kaum Luft zum Atmen und ich bewundere sie für jeden überstandenen Tag. Die Ehe der Beiden ist seit der Diagnose der Krankheit kaputt, beide haben sich auseinander gelebt und eine Besserung ist nach so vielen Jahren auch nicht mehr in Sicht. Da mein Cousin zusätzlich zu seiner Krankheit nicht noch als Scheidungskind enden sollte, kam und wird eine Trennung nicht infrage kommen. Des Weiteren ist mein Onkel ein sehr jähzorniger und aggressiver Mann. In seinen wöchentlichen Wutanfällen wirft er ab und an mal allen vor, dass er mit einem behinderten Kind gestraft sie und sich fragt, warum er mit so einem Krüppel rumlaufen müsse. Schließlich ist er das Beste dieser Welt.

Und da frage ich mich: Ist es falsch, von mir zu denken, dass es für meinen Cousin das Beste wäre, wenn er von uns geht? Ist es richtig, dass er in solchen Familienverhältnissen aufwachsen muss? Ich versuche, so oft es geht, Zeit mit ihm zu verbringen und tue alles, um ihn von seinen Schmerzen abzulenken. Aber jedes Mal, wenn er sich an mich kuschelt, es sich auf meinem Schoß gemütlich macht und meine Hand nimmt, damit ich seinen Kopf streichele, könnte ich vor lauter Hilflosigkeit und Trauer anfangen zu weinen. Ich bitte um Vergebung und Verständnis dafür, dass ich den Tod als Lösung für meinen Cousin sehe. Ich schäme mich dafür, mit meinem Onkel verwandt zu sein und hoffe, dass er irgendwann alleine dasteht. Ohne Frau und Kinder. Ich einfach bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031692 vom 03.08.2013 um 22:25:24 Uhr (39 Kommentare).

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