Mein Spiel mit dem Feuer

11

anhören

Dummheit Manie Vandalismus Freizeit

Aufgewachsen bin ich (m/38) in einem kleinen Dorf, zur Schule musste ich immer in den Nachbarort gehen. Um mir den Schulweg ein wenig abzukürzen, bin ich immer durch einen kleinen Wald gelaufen. In diesem Wald gab es eine verfallene Hütte. Keine Ahnung, wozu die mal diente. Jedenfalls hatte ich (damals 14) eines Tages früher Schluss. Zu dieser Zeit zündelte ich recht gerne mal ein wenig herum. Hier mal ein Blatt Papier angezündet, dort mal ein paar Streichhölzer aufgestapelt und abbrennen lassen. Nichts wirklich Gefährliches also. Da ich früher Schluss hatte, war bei mir zu Hause noch keiner. Ich vertrieb mir die Zeit also ein bisschen im Wald. Ich hatte gerade neue Streichhölzer gekauft und brannte ein paar in meiner Hand ab. Dann kam ich wieder an dem verfallenen Schuppen vorbei und bin einfach mal hineingegangen. Drinnen lag jede Menge Müll herum und ich fing an, hier ein wenig zu zündeln. Natürlich geriet das Feuer außer Kontrolle. Ich versuchte noch, es irgendwie mit Sand zu löschen, aber das Feuer war mittlerweile so groß, dass es nichts mehr brachte. Mein Glück war, dass es vorher tagelang geregnet hatte. Der Waldboden war also nass, sonst wäre womöglich noch Schlimmeres passiert. Als ich nämlich merkte, dass ich das Feuer nicht mehr löschen konnte, bekam ich es mit der Angst zu tun und bin weggelaufen. Später hörte ich von meinem Vater, dass es einen kleinen Brand im Wald gegeben hätte, bei dem Gott sei dank nichts weiter passiert ist. Zum einen, weil es eben vorher geregnet hatte, zum anderen, weil die Feuerwehr ziemlich schnell vor Ort war, keine Ahnung, wer sie gerufen hat. Verdächtigt wurden ein paar ältere Jugendliche, denen man aber natürlich nichts nachweisen konnte. Seit dieser Zeit bin ich wenigstens von meiner damals langsam beginnenden Pyromanie geheilt.

Beichthaus.com Beichte #00030433 vom 06.11.2012 um 20:54:09 Uhr (11 Kommentare).

Gebeichtet von biznezz
In WhatsApp teilen

Ferngesteuerte Ruhestörung

24

anhören

Boshaftigkeit Morallosigkeit Nachbarn Musik

Letzten Monat bat mich mein Nachbar, ihm bei der Installation seiner neuen Musikanlage zu helfen. Die Anlage lief über Air-Play, das heißt mit einer Verbindung über W-LAN kann man die Anlage quasi per Handy fernsteuern. Dafür ist jedoch der Sicherheitsschlüssel notwendig. Nach erfolgreicher Installation suchte ich mir rund um das Haus einen Platz, nah genug an der Anlage, aber so, dass man mich nicht sehen konnte. Nachts, etwa gegen halb vier, schlich ich mich herüber. Den Code hatte ich mir gespeichert, da er mir ihn für die Installation gegeben hatte. Ich positionierte mich, verband mich mit seinem Netzwerk und ließ über die Air-Play-Funktion die Wände wackeln, denn diese Anlage reicht locker aus, um eine mittelgroße Mehrzweckhalle komplett zu beschallen. Mein Nachbar wusste natürlich nicht, was los war. Nach einiger Zeit schickte er das Gerät ein. Nützte natürlich nichts, somit habe ich mir ein neues Hobby zugelegt.

Beichthaus.com Beichte #00030432 vom 06.11.2012 um 02:38:30 Uhr (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Die Bekehrungen meiner Religionslehrerin

42

anhören

Hass Rache Hochmut Selbstverletzung Schule

Vor einigen Tagen habe ich erfahren, dass sich meine frühere Religionslehrerin das Leben genommen hat. Und so wie es aussieht, bin ich wohl nicht ganz unschuldig an dem, was geschehen ist. Als ich die 10. Klasse meines Gymnasiums besuchte, haben wir zum Halbjahreswechsel eine neue Religionslehrerin bekommen, frisch aus dem Studium und noch voller Tatendrang. Ich war noch nie gläubig und bin aus der Kirche nur noch nicht ausgetreten, da es meiner Mutter sehr wichtig ist und ich damit keine größeren Probleme habe. Jedenfalls habe ich mich nie besonders am Religionsunterricht beteiligt, doch gestört habe ich ihn auch nicht und so waren alle zufrieden. Doch diese Lehrerin hatte ein Problem damit. Sie war sehr sehr religiös und hat mitbekommen, dass mir die ganze Sache ziemlich egal war und hat sich in den Kopf gesetzt, mich zu bekehren.
Eigentlich war sie ein herzensguter Mensch, hat immer an das absolute Gute im Menschen geglaubt, im Gegensatz zu mir. Mein Vater ist Alkoholiker und meine Mutter war größtenteils nur in Krankenhäusern und hat gegen den Krebs gekämpft. Ich war mein Leben lang allein und wurde von allen herumgeschubst. Aufgewachsen zwischen Gewaltverbrechern und Drogendealern lag ich als kleines Mädchen oft wach und hab die Schreie um mich rum gehört, wenn unser Nachbar seine Frau mal wieder halb tot prügelte. Jedenfalls geriet ich früh auf die schiefe Bahn, Alkohol/Zigaretten mit 12, Drogen mit 13. Dazu kamen noch verschiedene Verbrechen wie Einbruch, Diebstahl, Erpressung etc. Ich konnte nie an einen Gott glauben, doch ich respektierte immer die Meinung von anderen und lies sie glauben, an was auch immer sie wollten. Solange man auch meine Einstellung dazu respektierte, war für mich alles in Ordnung.


Doch sie tat es nicht. Sie fing mich nach der Schule immer wieder ab, versuchte auf mich einzureden. Sie merkte, dass ich Probleme habe und sagte mir Gott könne mir helfen. Er könne mir helfen Vergebung für meine Sünden zu finden. Ich versuchte ihr aus dem Weg zu gehen, so gut ich konnte. Doch irgendwann hielt ich es nicht mehr aus. Dieses penetrante Auftreten und dieser Unwille einzusehen, dass nicht alle Menschen gut sind, dass nicht alles im Leben rosarot ist, machte mich rasend. Besonders da sie, trotz einiger eindeutiger Warnungen meinerseits, nicht locker lassen wollte, brachte mich schließlich dazu ihre Welt zerstören zu wollen. Ich wollte ihr einen Aspekt der Welt zeigen vor dem sie so lange die Augen verschlossen hat. Und ich wusste auch, wie ich das machen würde.


Während unserer Gespräche hat sie mir oft von einem Mädchen erzählt, das angeblich auch so war wie ich, doch dem sie helfen konnte. Sie hätte mit den Drogen aufgehört und wäre umgezogen, würde einen guten Job haben. Ich wusste, wen sie meinte. Und ich wusste, dass das eine Lüge war. Ich bot meiner Lehrerin also an, uns eines Abends zu treffen, um mehr reden zu können. Wir trafen uns im Viertel der Stadt, um das man lieber einen Bogen macht. Ich sagte ich wolle ihr etwas zeigen. Wir gingen also los, bis wir in eine Gasse kamen in der Junkies sich gerne etwas spritzten. Und dort zeigte ich ihr die Person, von der sie all ihre Hoffnung ins Gute hatte. Nichts weiter als ein Junkie. Ein Junkie auf der Straße lebend und der fast alles machen würde für die nächste Dosis. Diesen Gesichtsausdruck werde ich nie vergessen. Ich hab auf sie eingeredet, ihr gesagt, dass alles, woran sie glaubte, nur eine Lüge gewesen sei. Ich erzählte ihr von den schlimmen Dingen, die auch andere Menschen aus ihrer Umgebung gemacht haben. Ich habe ihr ins Gesicht gelacht und ihr erzählt was ihr Vorzeigemädchen alles macht, um an Stoff zu kommen. Ich habe nicht aufgehört. Ich weiß nicht warum. Ich sah, dass ich es geschafft hatte, sie zu brechen. Sie weinte schrecklich. Sie sackte zusammen. Ich lies sie in der Gasse sitzen und ging.


Sie kam nicht mehr in die Schule zurück. Uns wurde gesagt sie hätte sich versetzen lassen, aufgrund persönlicher Probleme. Ich dachte nicht mehr daran. Ich habe auch bis vor ein paar Tagen nicht an sie gedacht. Doch dann bekam ich einen Anruf von ihrer Schwester. Ich habe sie nie gesehen und verstand auch nicht wer das war zuerst. Doch dann begriff ich. Sie erzählte mir meine frühere Lehrerin habe Selbstmord verübt. Sie hat sich die Pulsadern aufgeschnitten. Anrufen würde sie mich nur, da sie noch einen Brief für mich hat von ihrer Schwester. Sie hat ihn nicht geöffnet. Morgen bringt sie mir den Brief vorbei. Ich weiß nicht was ich denken soll. Ich weiß, dass ich zu weit gegangen bin, damals. Ich weiß, dass das vielen nicht schlimm erscheinen wird. Doch ihr hat es eine Menge bedeutet. Und ich habe ihr das genommen. Das wirklich zynische an der Sache ist, dass sie recht hatte. Menschen können sich ändern. Ich habe mich geändert, ich bin raus aus dem ganzen Mist, bin weg, studiere jetzt.
In dem Moment damals tat es mir nicht leid. Ich weiß auch nicht genau, ob es mir jetzt leidtut. Das Einzige was ich dabei empfinde ist eine Art dumpfer pochender Schmerz. Sollte sie wirklich Selbstmord wegen mir begangen haben? Ich weiß auch nicht. Doch es tut mir leid. Ich weiß nicht, ob mich irgendjemand versteht, aber ich hoffe, dass es vielleicht doch einer tut.

Beichthaus.com Beichte #00030423 vom 01.11.2012 um 23:18:03 Uhr (42 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Meine Arbeit auf dem roten Elefanten

49

anhören

Drogen Maßlosigkeit Sucht Arbeit Australien

Ich (m/20) habe mich nach dem Abitur dazu entschlossen, ein Jahr in Australien zu verbringen, also das "übliche" Work&Travel-Jahr. Da ich total geizig und faul bin, habe ich mich dazu entschlossen, die meiste Zeit über zu "wwoofen" (Willing Workers On Organic Farms), bedeutet, ich arbeite recht entspannt vier bis sechs Stunden am Tag und kriege alles, was man so zum überleben braucht, also Essen und Unterkunft, für lau. Nach meinen ersten Nächten in Australien, die ich in einem Hotel verbrachte, sollte es zu meinem ersten Wwoofhost gehen. Leider lernte ich am Abend zuvor die australische Gastfreundschaft kennen. Ein paar wirklich nette Menschen feierten eine Party und teilten Alkohol und Gras mit mir. Am nächsten Tag bin ich dann aus meinem Rausch aufgewacht und musste mich ziemlich hetzen, um rechtzeitig den Bus zu erwischen. In einer kleinen Stadt angekommen, wartete auch schon das ältere Ehepaar auf mich und holte mich ab. Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt erreichten wir dann ihr Haus mitten im Dschungel. Dort verbrachte ich zwei Wochen. Die Umgebung war faszinierend, die Arbeit machte Spaß, das Essen war super und man konnte sich gut mit den Beiden unterhalten. Allein wurde es mir dort dann aber doch etwas zu langweilig und ich suchte mir einen neuen Wwoofhost. Dort gefiel es mir dann nicht so gut und ich suchte mir wieder ein neues Plätzchen. Dort wollte ich eigentlich nur eine oder maximal zwei Wochen bleiben, um dann meinen Trip von Cairns Richtung Süden, nach Brisbane, zu starten.

Pustekuchen! Als mich das nette Ehepaar mittleren Alters in einer kleinen Stadt abholte und zu sich nach Hause nahm, verwarf ich innerhalb der ersten Tage hier wieder meinen Plan mit dem kurzen Aufenthalt und dem anschließenden Roadtrip. Es war wundervoll, alles war super bequem, total sauber und sah toll aus. Die Beiden boten mir direkt Gras aus eigenem Anbau an und ich war den ersten Tag komplett high. Im Laufe der nächsten Tage zeigte man mir, was ich so zu arbeiten habe. Ich muss fünf Stunden am Tag arbeiten, jedoch ist meine Arbeit überhaupt nicht anstrengend und macht total Spaß. Denn ich fahre den ganzen Tag mit einem kleinen roten Jeep durch den Wald auf ihrem elendig riesigen Grundstück und mache eigentlich nichts Produktives. Nach der "Arbeit" habe ich dann immer direkt angefangen zu kiffen und wenn ich drohte, wieder runter zu kommen, habe ich direkt einen neuen Ofen nachgeschoben. Nach etwa zwei Wochen fing ich dann direkt nach dem Aufstehen an, zu kiffen. Meist habe ich abends vor dem Schlafen noch eine Tüte gedreht und direkt nach dem Aufwachen weggeraucht. Jetzt fahre ich jeden Tag total stoned mit dem kleinen roten Jeep durch den Dschungel und stelle mir dabei vor, der Jeep sei ein großer roter Elefant. Ich bin jetzt schon seit zwei Monaten hier und sehe gar nicht ein, überhaupt noch hier weg zu gehen. Es stört mich kein bisschen, dass ich total unproduktiv bin und nichts von Australien sehe. Ich habe eine schier unerschöpfliche Grasquelle und liebe es, den ganzen Tag high zu sein. Ich werde mir hier mein second year Visa abstempeln lassen und solange wie möglich hier bleiben. Meiner Familie und meinen Freunden erzähle ich übrigens immer, ich würde viel reisen, hart arbeiten und schicke ihnen Bilder, die ich mir im Internet suche. Bislang hat noch keiner was gemerkt.

Beichthaus.com Beichte #00030418 vom 01.11.2012 um 09:45:20 Uhr in Australien (Kuranda, Qld) (49 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Uringeruch im Handtuch

19

anhören

Peinlichkeit Lügen Unreinlichkeit Wollust Partnerschaft Hamburg

Ich und meine Freundin waren zu Besuch bei meinen Eltern und in der Nacht konnten wir nicht die Finger voneinander lassen. Wenn ich meine Freundin richtig fingere, spritzt sie auch ziemlich viel ab. Da sie davon nicht so schnell genug kriegt, ging das Rumgefingere halt über mehrere Runden. Um das Bett nicht einzusauen, haben wir natürlich vorher Handtücher unter gelegt. Nachdem wir unseren Spaß hatten und uns wieder frisch gemacht haben, habe ich die Handtücher noch in der Badewanne nass gemacht und ausgewrungen. Am nächsten Tag fragt mich meine Mutter, als wir alleine in der Küche waren, wieso denn die Handtücher nach Urin rochen. Wer eine Partnerin hat, die abspritzen kann, weiß, dass das Ejakulat erst neutral riecht, aber später einen ziemlichen Uringeruch annimmt. Ich war zunächst total geschockt und wollte am liebsten im Erdboden versinken und sonst wo auf der Welt wieder auftauchen, bloß weg aus dieser Küche! Stammelnd habe ich mir eine unglaublich bescheuerte Ausrede ausgedacht, dass meine Freundin es nicht mehr rechtzeitig aufs Klo geschafft hätte und so etwas. Eigentlich hätte ich meiner Mutter die Wahrheit erzählen können, aber irgendetwas in meinem Gehirn hat diese dämliche Ausrede fabriziert und im Schockzustand entfleuchte dieser Mist auch noch aus meinem Mund. Meine Freundin weiß davon nichts und dass ist wohl auch besser so. Ich schäme mich ja schon. Da möchte ich nicht wissen, wie sie darüber denken würde. Vergebt mir, dass ich meine Freundin so in die Pfanne gehauen habe. Hätte ich faules Schwein am besten gleich die Handtücher richtig gewaschen.

Beichthaus.com Beichte #00030410 vom 30.10.2012 um 20:01:15 Uhr in Hamburg (Willy-Brandt-Straße) (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000