Gefangen in der Warteschleife

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Betrug Lügen Faulheit Telefon Arbeit

Ich beichte, dass ich als Callcenter-Agent einer Hotline bei einem DSL-Anbieter keine Lust auf die Gespräche mit Kunden habe. Ich schalte daher mein Telefon auf stumm, bevor ich einen Anruf entgegennehme, damit die Anrufer keine Hintergrundgeräusche hören, bevor ich sie direkt auf "Halten" drücke. Die Musik, die dann kommt, gleicht der in der Warteschleife. Daher denken die Kunden, sie befänden sich noch in der Warteschleife. Nach ungefähr sieben Minuten lege ich einfach auf und hole mir den nächsten Kunden ans Telefon, mit dem ich dasselbe mache. Damit diese Praxis meinem Chef nicht auffällt, tue ich manchmal sogar so, als würde ich mit den Kunden sprechen. Ich weiß, dass die Teamleiter nicht erkennen können, ob ich einen Kunden auf Halten gedrückt habe oder tatsächlich mit ihm spreche. Lediglich an Tagen, an denen die Anrufe mitgeschnitten werden, arbeite ich wirklich, das weiß ich aber im Voraus.

Beichthaus.com Beichte #00038167 vom 01.05.2016 um 00:56:07 Uhr (7 Kommentare).

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Hilfe, ich bin ein Totalversager

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Faulheit Verzweiflung Dummheit Gesundheit Studentenleben

Was ich dringend beichten möchte, ist, dass ich (m/40) das Klischee eines Totalversagers schon in geradezu absurder Weise übererfülle. Ich habe nach endlosen Jahren des Studiums (Medizin) immer noch keinen Abschluss, außerdem keinen (Neben-)Job mehr (und dementsprechend nur sehr wenig Geld zur Verfügung), bin darüber hinaus stark übergewichtig und beginne mittlerweile auch meine Haare zu verlieren. Dass ich alleine in einer zusehends abgegammelten Wohnung lebe und keine Kinder habe, bedarf dabei wohl keiner besonderen Erwähnung mehr. Als vorläufige Krönung meiner Situation leide ich seit Jahren unter Depressionen, die mein Leben mehr und mehr beeinträchtigen. Selbstmordgedanken begleiten mich derzeit nahezu ständig - mein alltägliches Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen, fällt mir immer schwerer und sogar den Kontakt zu Freunden und Familie aufrechtzuerhalten, wird gefühlterweise schon zu einem kleinen bis größeren Kraftakt.

Mittlerweile schon seit Jahren hänge ich bei ein und derselben Prüfung fest, die seitens des sie abhaltenden Instituts tatsächlich noch zusehends schwerer gestaltet wird. Da ich in einem auslaufenden Studienplan studiere, gibt es nur noch relativ wenige Kolleginnen und Kollegen, die in einer vergleichbaren Situation sind. Unter diesen Verbündete für die Prüfung zu finden, scheint nahezu unmöglich - die lieben KollegInnen jammern und beschweren sich zwar leidenschaftlich gerne; geht es aber darum, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinschaftlich auf das Bestehen der Prüfung hinzuarbeiten, dann sind sie einfach nur zu vergessen.

Kurz gesagt: Mein Leben fühlt sich an, als würde ich inmitten einer endlosen Schlammwüste feststecken und verzweifelt versuchen, voranzukommen. Doch das Einzige, was sich voranbewegt, ist die Zeit - die läuft dafür aber rasant und unbarmherzig. Ich schäme mich so sehr - so abgrundtief - dafür, was ich aus meinem Leben gemacht habe und empfinde mir selbst gegenüber nur noch bodenlose Verachtung. Vielleicht gibt es ja einen Weg heraus aus dieser Misere, leider kann ich ihn aber momentan beim besten Willen nicht entdecken. So bleibt mir nur, meine in der Vergangenheit gemachten Fehler, Versäumnisse und schlechten Entscheidungen, die mich in diese völlig verfahrene Situation gebracht haben, jeden Tag aufs Neue von ganzem Herzen zu bereuen.

Beichthaus.com Beichte #00038156 vom 28.04.2016 um 21:16:00 Uhr (17 Kommentare).

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Ich zocke, statt zu lernen

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Faulheit Lügen Waghalsigkeit Schule

Angestiftet von einer anderen Beichte möchte ich (m), auch meine Faulheit - bezogen auf das bevorstehende Abitur - beichten. Ich habe bereits eine Stelle für ein duales Studium und die Uni, die ich besuchen werde, hat keinen N.C.. Nun stellt sich mir die Frage, wieso ich dann Tag und Nacht lernen sollte, so wie andere in meiner Schule. Die einen lernen 10 Stunden am Tag Mathe und erzählen dann allen davon, wie schwer es doch sei und so weiter. Allerdings zeigen nur die wenigsten für meine Einstellung Verständnis. Selbst meine Eltern meinen, ich solle doch lernen, damit ich ein gutes Abitur bekomme und kein Schlechtes (das Schlechteste, was ich bekommen könnte, wenn ich nicht durchfalle, ist eine 2,7). In den Mathe-Klausuren, die ich bereits durchgerechnet habe, hatte ich immer so 9-10 Punkte, und das, obwohl ich den Stochastik-Teil nicht einmal bearbeitet habe. Ich beichte außerdem, dass ich meine Freunde und Eltern inzwischen anlüge, indem ich sage, dass ich keine Zeit habe, weil ich ja so unglaublich viel lernen muss. Stattdessen zocke ich lieber und vertrödele meine Zeit im Internet.

Beichthaus.com Beichte #00038147 vom 27.04.2016 um 12:12:45 Uhr (9 Kommentare).

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Keine Motivation fürs Abitur

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Dummheit Faulheit Trägheit Lügen Schule

Ich (m) möchte beichten, dass ich während der Abiturphase so ziemlich alles mache, außer zu lernen. Ich zocke, trinke, gehe feiern und gucke Serien und Filme. Heute wieder, vor der morgigen 6-stündigen Klausur fange ich jetzt, spät nachts, an zu lernen, nachdem ich zwei Wochen Zeit zur Vorbereitung hatte. Mir fehlt einfach die Motivation, um für Dinge zu lernen, die ich in 12 Stunden absolut nie wieder anfassen werde! Der Einser Schnitt wäre auch mit Höchstleistungen in dieser letzten Phase der Schullaufbahn nicht mehr zu erreichen und selbst mit der zu erreichenden Mindestpunktzahl wird noch eine Zwei vor dem Komma stehen. Dass ich später nicht Medizin oder Philosophie studieren werde, war mir schon früh klar und es gibt genügend Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkung in Deutschland.

Die Tatsache, dass ich das Ganze so locker und ohne Stress, fast schon überheblich hinnehme, beunruhigt mich aber doch und Freunden gegenüber lüge ich deswegen teils auch. Auch wegen meiner Eltern fühle ich mich schlecht, da sie denken, ich würde zumindest regelmäßig lernen, mir stattdessen aber die Augen wegzocke!

Beichthaus.com Beichte #00038137 vom 25.04.2016 um 22:53:43 Uhr (24 Kommentare).

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“Beichte

Bestätigte Klischees bei der Arbeit

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Ungerechtigkeit Rache Morallosigkeit Faulheit Arbeit

Ich (m) habe bereits in jungen Jahren viel miterlebt. Da das den Rahmen sprengen würde, gehe ich nicht weiter darauf ein. Ich mache zurzeit ein Praktikum in einem großen aber unbekannten Unternehmen - also es ist nur bekannt, wenn man in dieser Szene ist. Nun muss ich dort auch im Lager einige Aufgaben erledigen, was natürlich alles kein Problem ist. Dann gibt es aber noch diese gewisse Art Mensch, welche lieber den Betrieb ausnutzt und nichts tut, außer zu arbeiten. Ich war und bin niemals ein Rassist gewesen, aber dieses Mal trifft es eine gewisse Gruppe an Türken, welche lieber andere blöd auslachen, wenn sie etwas fallen lassen, anstatt ihnen zu helfen oder einfach zu arbeiten. Ich, als Praktikant, kann mehr Arbeitsstunden am Tag aufweisen, als diese Sorte Mensch. Natürlich stehe ich darüber und mache meine Arbeit wie gehabt, denn das Karma oder Gott oder wer auch immer wird sie für dieses Benehmen und die Respektlosigkeit der anderen Mitarbeiter bestrafen.

Beichthaus.com Beichte #00038097 vom 19.04.2016 um 13:54:40 Uhr (9 Kommentare).

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