Bücherkoffer im Altbau

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Faulheit Vandalismus Dummheit

Vor einigen Jahren bot ich den Menschen in meiner Stadt an, die Bücher, die sie ohnehin aussortieren wollen, einfach an mich abzutreten - ich würde sie auch nicht verkaufen. Das tat ich auch nicht. Aber eine der Frauen, die mir gut 100 Stück mitgab, meinte, ich sollte bitte die Rollkoffer mit den Büchern die Treppe heruntertragen. Ich glaubte allerdings nicht, dass da etwas passieren könnte, und zog sie hinter mir her. Als ich zurückschaute, hatte die alte, edle Treppe in jeder Stufe zwei fette Kerben von den Rädern inklusive Linien quer über die Stufe. Aber nun war es mir auch egal und ich zog die Koffer noch die restlichen drei Etagen hinter mir her. Ich habe also einen ganzen Altbau-Hausflur komplett ruiniert - nur mit Hilfe von Koffern voller Bücher.

Beichthaus.com Beichte #00038219 vom 11.05.2016 um 17:38:31 Uhr (4 Kommentare).

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Die Spinne in meiner Dusche

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Engherzigkeit Faulheit Mord Tiere

Die Spinne in meiner Dusche
Ich (m/19) habe gerade aus Faulheit eine Spinne in meiner Dusche ertränkt. Ich hoffe wirklich, dass es schnell ging.
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Beichthaus.com Beichte #00038213 vom 11.05.2016 um 00:29:52 Uhr (15 Kommentare).

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Angst vorm Arbeiten

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Faulheit Trägheit Verschwendung

Ich (m/21) beichte, ein sehr fauler Mensch zu sein. Meine Faulheit fand ihren Ursprung vor ein paar Jahren. Nach meinem Realschulabschluss habe ich mich dazu entschieden, keine Ausbildung zu machen, sondern gleich ins Arbeitsleben einzusteigen - bei einem sehr bekannt Versandhändler, bei dem sicher jeder schon etwas bestellt hat. Die Arbeit war sehr hart und nach nicht einmal einem Jahr war ich ausgebrannt. Die Weihnachtszeit hat mir den Rest gegeben. Als ich gekündigt habe, verlangten meine Eltern von mir, dass ich eine Ausbildung anfange oder mich schulisch weiterbilde. Also bin ich auf das berufliche Gymnasium gegangen und habe drei Jahre durchgechillt. Nun ja, jetzt habe ich schon seit einem Jahr mein Abitur und mache gar nichts. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich Angst vor dem Arbeiten habe, sehr große Angst sogar. Viele Leute reißen mir bestimmt an dieser Stelle den Kopf ab, aber ich habe mich für drei Ausbildungen beworben und bei allen direkt eine Zusage erhalten. Doch aus Angst vor der Arbeit habe ich abgelehnt.

Ich liebe mein derzeitiges Leben. Jeden Tag zocken, bis der Arzt kommt und dabei grüne Medizin bis zum Anschlag konsumieren. Das Schlimme ist, dass ich meinen Kumpel mit meinem Lebensstil angesteckt habe. Wir wohnen in einer, wie wir es so gern nennen, Hartz-IV-WG. Was ich aus meinem Leben machen will? Keine Ahnung. Ich habe außer dem Zocken keine Hobbys und keine Interessen. Wenigstens habe ich beim Zocken schon viel gerissen und war schon in sehr hohen Ligen vertreten, mein Kumpel ebenfalls. Wir sind auch keine Unbekannten in der Gamerszene. Ja, ich bin stolz darauf und ich bitte deshalb um Absolution. Auch dafür, dass es einen weiteren Loser in unserem Land gibt, der nichts mit seinem Leben anzufangen weiß. Entschuldigung Deutschland - für die ungeborenen Kinder, für den fehlenden Beitrag zum Wirtschaftswachstum und die Verschwendung von Steuergeldern.

Beichthaus.com Beichte #00038202 vom 09.05.2016 um 13:32:37 Uhr (20 Kommentare).

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Gefangen in der Warteschleife

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Betrug Lügen Faulheit Telefon Arbeit

Ich beichte, dass ich als Callcenter-Agent einer Hotline bei einem DSL-Anbieter keine Lust auf die Gespräche mit Kunden habe. Ich schalte daher mein Telefon auf stumm, bevor ich einen Anruf entgegennehme, damit die Anrufer keine Hintergrundgeräusche hören, bevor ich sie direkt auf "Halten" drücke. Die Musik, die dann kommt, gleicht der in der Warteschleife. Daher denken die Kunden, sie befänden sich noch in der Warteschleife. Nach ungefähr sieben Minuten lege ich einfach auf und hole mir den nächsten Kunden ans Telefon, mit dem ich dasselbe mache. Damit diese Praxis meinem Chef nicht auffällt, tue ich manchmal sogar so, als würde ich mit den Kunden sprechen. Ich weiß, dass die Teamleiter nicht erkennen können, ob ich einen Kunden auf Halten gedrückt habe oder tatsächlich mit ihm spreche. Lediglich an Tagen, an denen die Anrufe mitgeschnitten werden, arbeite ich wirklich, das weiß ich aber im Voraus.

Beichthaus.com Beichte #00038167 vom 01.05.2016 um 00:56:07 Uhr (7 Kommentare).

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Hilfe, ich bin ein Totalversager

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Faulheit Verzweiflung Dummheit Gesundheit Studentenleben

Was ich dringend beichten möchte, ist, dass ich (m/40) das Klischee eines Totalversagers schon in geradezu absurder Weise übererfülle. Ich habe nach endlosen Jahren des Studiums (Medizin) immer noch keinen Abschluss, außerdem keinen (Neben-)Job mehr (und dementsprechend nur sehr wenig Geld zur Verfügung), bin darüber hinaus stark übergewichtig und beginne mittlerweile auch meine Haare zu verlieren. Dass ich alleine in einer zusehends abgegammelten Wohnung lebe und keine Kinder habe, bedarf dabei wohl keiner besonderen Erwähnung mehr. Als vorläufige Krönung meiner Situation leide ich seit Jahren unter Depressionen, die mein Leben mehr und mehr beeinträchtigen. Selbstmordgedanken begleiten mich derzeit nahezu ständig - mein alltägliches Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen, fällt mir immer schwerer und sogar den Kontakt zu Freunden und Familie aufrechtzuerhalten, wird gefühlterweise schon zu einem kleinen bis größeren Kraftakt.

Mittlerweile schon seit Jahren hänge ich bei ein und derselben Prüfung fest, die seitens des sie abhaltenden Instituts tatsächlich noch zusehends schwerer gestaltet wird. Da ich in einem auslaufenden Studienplan studiere, gibt es nur noch relativ wenige Kolleginnen und Kollegen, die in einer vergleichbaren Situation sind. Unter diesen Verbündete für die Prüfung zu finden, scheint nahezu unmöglich - die lieben KollegInnen jammern und beschweren sich zwar leidenschaftlich gerne; geht es aber darum, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinschaftlich auf das Bestehen der Prüfung hinzuarbeiten, dann sind sie einfach nur zu vergessen.

Kurz gesagt: Mein Leben fühlt sich an, als würde ich inmitten einer endlosen Schlammwüste feststecken und verzweifelt versuchen, voranzukommen. Doch das Einzige, was sich voranbewegt, ist die Zeit - die läuft dafür aber rasant und unbarmherzig. Ich schäme mich so sehr - so abgrundtief - dafür, was ich aus meinem Leben gemacht habe und empfinde mir selbst gegenüber nur noch bodenlose Verachtung. Vielleicht gibt es ja einen Weg heraus aus dieser Misere, leider kann ich ihn aber momentan beim besten Willen nicht entdecken. So bleibt mir nur, meine in der Vergangenheit gemachten Fehler, Versäumnisse und schlechten Entscheidungen, die mich in diese völlig verfahrene Situation gebracht haben, jeden Tag aufs Neue von ganzem Herzen zu bereuen.

Beichthaus.com Beichte #00038156 vom 28.04.2016 um 21:16:00 Uhr (17 Kommentare).

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