Das Gasthaus nebenan
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Klar weiß man, was man auf sich nimmt, wenn man neben eine Wirtschaft zieht und klar, auch ein Wirt will leben. Aber beides funktioniert nur, wenn man miteinander redet und sich an Abmachungen hält. Der aktuelle Wirt tat zu Anfang beides. Jetzt, nach circa vier Monaten tun sie, obwohl von uns nichts kam (oder deswegen?) genau das Gegenteil. Sie sind übel laut, es stinkt nach ranzigem Fett, das Personal hat nix zu tun und hockt ständig draußen. Statt normal zu reden, muss man aber primitiv brüllen. Eine von denen hat eine widerliche Hexenlache, dass einem alles vergeht, wenn man dieses "Hähähähähähähäää" nur hört. Außerdem müssten sie laut Ordnungsamt den Biergarten um 22.00 Uhr geschlossen haben. Das bedeutet um 22.01 Uhr sollte dort keine Lampe mehr brennen, kein Glas mehr auf dem Tisch und kein Gast anwesend sein. Derzeit wird aber mit extrem laut grölenden Gästen, die uns dann auch noch besoffen fast in den Zaun fahren, bis weit nach 1.00 Uhr nachts überzogen, und das ohne Genehmigung.
Bisher haben wir still gehalten, aber ab jetzt fahren wir Vollprogramm: Laute Musik unsererseits (Death Metal), Polizei bei jedem Pups, Beschwerden per Telefon und über den Zaun. Zufällig wurde anderen Wirten mit ähnlichen Problemen die Kühlung nachts abgeschaltet und als das Ordnungsamt am nächsten Tag auch zufällig kam, waren alle Lebensmittel, wie Fischwaren, verdorben. Widerlich, oder? Auch das könnte ja versehentlich wieder passieren, oder dass Autos, die quer in unserer Einfahrt stehen, ohne Zettel abgeschleppt werden. Wir haben schon viele Wirte überlebt, die schaffen wir auch noch. Mir tut nur der Vorgänger Leid, der mit gutbürgerlicher Küche leider pleite ging. Aber die jetzigen sind eine Pest.