Die romantische Seite meines Freundes

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Selbstsucht Zorn Verschwendung Partnerschaft

Ich muss beichten, dass ich diese lächerliche "Bodyguard"-Oper hasse. Mein Freund hat mich da mit reingeschleppt und allein die Werbung fand ich schon abscheulich. Ich bin zwar kein Romantik-Verächter, aber selbst der Film war mir schon zu kitschig. Mein Freund fing sofort an zu Heulen und drückte fest meine Hand - während ich dort saß, mich langweilte und lieber eine Runde gezockt hätte. Ihm zuliebe bin ich mitgegangen, aber ich hoffe, dass er sobald nicht nochmal mit so etwas ankommt. Es tut mir leid mein Schatz.

Beichthaus.com Beichte #00038356 vom 10.06.2016 um 18:41:51 Uhr (9 Kommentare).

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Ich bin die männliche Hure einer Prominenten!

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Prostitution Schamlosigkeit Begehrlichkeit

Ich komme mir vor wie eine männliche Hure! So lässt sich das wohl ganz gut zusammenfassen. Aber mal von Anfang an: Ich bin jetzt 25 Jahre alt. Vor etwa sechs Jahren habe ich in einer Diskothek, in der sich oft Promis rumtreiben, einen weiblichen Promi kennengelernt, auf den ich jetzt nicht näher eingehen will. Ich arbeitete damals als Eventfotograf und kam so auch recht schnell mit der besagten Dame ins Gespräch. Ziemlich schnell war mir klar, dass sie mehr als nur Small Talk wollte. Ich fand die Vorstellung mit einem Promi zu schlafen sehr erregend und so kam es, dass wir in einem Abstand von fünf Minuten den Club verließen. Wir trafen uns draußen in einem Taxi und fuhren in ein naheliegendes Hotel. So erregend, wie ich mir das mit ihr vorstellte, war es dann auch - und mehr. Im Fernsehen macht sie immer einen auf lieb und brav, aber im Bett kennt sie keine Grenzen.

Am nächsten Morgen (ich schlief trotzdem nur auf der Couch) war sie schon relativ früh wach und hatte für Frühstück gesorgt. Nach dem reichhaltigen Frühstück wollte sie meine Nummer haben. Für den Fall, dass sie mal wieder "Zeit" hätte. Anschließend gab sie mir noch 250 Euro und ließ mich gehen. Mit dem Gedanken, dass ich sie nie wiedersehen würde, kam etwa ein Monat später ein Anruf von "Unbekannt". Es kam, wie es kommen musste: Wir trafen uns erneut. Und so geht das nun schon seit fast sechs Jahren. In regelmäßigen Abständen ruft sie mich an. Anschließend haben wir Sex und ich gehe mit einem Batzen Geld oder anderen Geschenken nach Hause. Mittlerweile konnte ich mir von dem ganzen Geld mein Studium bezahlen, ein Auto, sowie eine mehrmonatige Reise in die USA. Ich bitte hiermit also um Absolution, da ich mich einerseits mies fühle, da ich schon gerne auch mal eine feste Freundin hätte und auch an Familienplanung denke. Andererseits jedoch nicht auf diese Göttin verzichten möchte.

Beichthaus.com Beichte #00038273 vom 21.05.2016 um 21:02:57 Uhr (20 Kommentare).

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Dirty beim Tanzauftritt der Grundschule

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Peinlichkeit Schamlosigkeit Schule

Gestern räumte ich mein Schafzimmer auf und entdeckte in der hintersten Ecke des Kleiderschranks einen Karton, den ich fast vergessen hatte - voll mit Fotos aus meiner Kindheit. Ich setzte mich voller Freude aufs Bett, sah mir nacheinander die lustigen Fotos an, schwelgte in Erinnerungen und lachte Tränen. Die letzten acht Fotos aber versetzten meinem Gedächtnis einen regelrechten Stromschlag, denn ich hatte etwas entdeckt, was ich die letzten Jahre erfolgreich verdrängt hatte. Es waren Fotos von einem Weihnachtsfest in meiner Grundschule. Die Sporthalle wurde zu einer Bühne umgewandelt und jede Klasse musste etwas aufführen. Eine Klasse hatte zum Beispiel im Chor gesungen, eine andere Klasse hatte mit Instrumenten gespielt. Unsere Lehrer waren selbst ahnungslos, keiner von ihnen hatte Einfluss auf unsere Auftritte, wir wollten uns selbst etwas ausdenken und üben. Zum Schluss kamen meine Mitschülerinnen und ich an die Reihe, wir waren die Einzigen, die sich für einen Tanzauftritt entschieden hatten.

So tanzten und rockten wir, so wie wir es wochenlang einstudiert hatten und waren extrem stolz auf uns. Als wir fertig waren, klatschten und jubelten - aber seltsamerweise nur die jüngsten Schüler, während die älteren Schüler und alle Erwachsenen total geschockt auf die Bühne sahen. Es fehlten wirklich nur noch zirpende Grillen im Hintergrund. Wir hatten mit solch einem unangenehmen Schweigen nicht gerechnet und verstanden die Welt nicht mehr. Mit hochroten Köpfen flitzten wir von der Bühne und heulten in den Umkleidekabinen Rotz und Wasser. Wir hatten uns damals dummerweise für ein sehr fragwürdiges Lied entschieden, doch da wir noch gar kein Englischunterricht hatten, wussten wir nicht, wie schmutzig der Textinhalt war. Es war das Lied Dirrty von Christina Aguilera.

Beichthaus.com Beichte #00038164 vom 30.04.2016 um 13:52:42 Uhr (12 Kommentare).

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Das Mädchen, das Zuckerwatte aus meinem Kopf machte

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Rache Begehrlichkeit Waghalsigkeit Last Night

Es sind nun schon ein paar Jährchen ins Land gezogen, seit das Vergehen, das ich heute gerne beichten möchte, stattgefunden hat. Zur Entschuldigung sei gesagt, dass ich jung, naiv und wohl in mancher Hinsicht auch etwas verschroben war, zugegebenermaßen. Ich verliebte mich in die Schönheit unseres Dorfes. Ein Mädchen mit Alabasterhaut, einem Gesicht und einer Figur wie aus Stein gemeißelt. Blonde Locken, blaue Augen, Sommersprossen, Beine bis zum Himmel und sogar noch ein Stück weiter. Sie verdrehte reihenweise Köpfe. Zu meinem Verdruss bemerkte ich jedoch bald, dass dieses engelsgleiche Wesen leider schon einen Freund hatte. Ich dachte bei mir, dass sie mit ihm nun nicht gerade den besten Geschmack bewies, allerdings nannte er stolz ein Auto sein eigen. Ich hingegen besaß nur das alte Fahrrad meiner Mutter. Immerhin mit Gepäckträger.

Die Zeit zog ins Land, und ich schmachtete sie aus der Ferne an. Ach was, schmachten ist noch zu wenig gesagt! Ich betete den Boden an, auf dem sie wandelte, hätte ihr dreckiges Badewasser leergesoffen und mich für sie mit verbundenen Augen an einen Stuhl gefesselt mit einem der Klitschkos geprügelt. Meinetwegen sogar mit beiden. Kurz, mein Resthirn bestand ihretwegen aus vollkommen nutzloser Zuckerwatte. Eines Tages erfuhr ich durch meine rastlosen unermüdlichen Nachforschungen im Fall Alabasterhaut, dass es in der Beziehung Stress gab, da ihr Freund ihr wohl fremdgegangen war. In meiner Welt war das natürlich die absolute, ultimative Blasphemie. Wie konnte er nur?! Ich war außer mir und überlegte mir einen teuflischen Racheplan.
Ich dachte daran, ihm in den Tank zu urinieren, aber das war noch zu wenig. Auch eine fiese Fäkalgranate, bestehend aus gesammeltem Hundekot, und aus dem Hinterhalt auf ihn abgefeuert, war nicht genug. Es musste perfide sein. Gemein, böse, und vor allem eine Lektion, die er niemals vergessen würde - und wenn er hundert Jahre alt und stocksenil wurde.

Meine Wahl fiel nach langen, sinisteren Überlegungen auf Strom. Ich würde sein Auto mit einem Weidezaun-Stromgerät verkabeln, und wenn er es öffnen wollte, würde er ein schönes, schmerzhaftes Tänzchen veranstalten. Abends hinter dem Jugendclub nahm mein Plan Gestalt an. Ich brauchte zwar zwei Kabeltrommeln, und einen knappen Viertelkilometer Weidedraht, aber schließlich gelang es mir, die Karre unter Strom zu setzen. Zwar holte ich mir dabei auch zwei ziemlich heftige Stromschläge, aber das war mir die Rache ohne Weiteres wert. Schließlich trat mein Opfer aus dem Jugendclub. Hackedicht, und verfolgt von zwei seiner Freunde, die ihn davon abhalten wollten, noch mit dem Auto zu fahren. In der lebhaften Diskussion vernahm ich aus meinem Versteck heraus folgende kausalen Zusammenhänge: Fräulein Alabasterhaut hatte sich offensichtlich endlich aus den Fängen dieses üblen Widerlings befreit, und er sich wohl ordentlich einen auf die Lampe gegossen.

Also stand er nun vor seinem Auto, mit beachtlicher Schlagseite, und suchte nach seinen Schlüsseln, während ihn seine Kumpels bequatschten, er solle doch lieber laufen. Davon wollte er jedoch nichts wissen, er habe ja auch nur einen halben Kilometer zu fahren. Dann kam der große Moment, in dem er tatsächlich an sein Auto fasste. Alles funktionierte nach Plan. Er bekam mächtig eine geschossen und hüpfte mit schmerzverzerrtem Gesicht auf einem Bein ums Auto herum, sich die Hand haltend. Da sein Pegel aber kein besonders gut koordiniertes Hüpfen zuließ, landete er bereits nach knappen drei Sekunden im Dreck, von wo aus er sich beim Aufstehen am Auto festhalten wollte. Natürlich bekam er wieder eine gefeuert und führte einen wahren Affentanz im Liegen auf. Seine Kumpels fragten sich natürlich was los war und fassten kurz nacheinander ebenfalls an das Auto, worauf eine beeindruckend asynchrone Ausdruckstanzveranstaltung stattfand.

Einer vermutete daraufhin statische Elektrizität, der andere spekulierte auf Kurzschluss der Batterie. Meine hervorragend versteckte Litze fand jedoch keiner. Sie standen, bzw. lagen noch eine Weile diskutierend herum. Dann verdrückten sie sich schließlich im Schleudergang nach Hause. Das war also die ganze Show. Ich hatte sie mir in meiner Fantasie zugegebenermaßen wesentlich spektakulärer vorgestellt, und war ziemlich enttäuscht. Ein wenig mehr Funkenflug, und Elektrischer-Stuhl-Flair wäre immerhin ganz nett gewesen, aber man konnte ja nicht alles haben. Ich baute also meine Teufelsmaschinerie ab und verzog mich nach Hause. Einige Zeit danach erfuhr ich im Übrigen, dass nicht er sie, sondern sie ihn betrogen hatte. Im Zuge dessen bekam ich dann auch mit, dass Fräulein Alabasterhaut zwar schön anzuschauen, aber charakterlich eher eine Mischung aus Pech und Schwefel war. Seitdem bereute ich dann die dämliche Nummer mit dem Strom. Immerhin hat das Ganze ihren Ex davon abgehalten, im Suff nach Hause zu fahren. Fräulein Alabasterhaut ist übrigens später zum Studieren ins Ausland gegangen, und ward fortan nie mehr gesehen.

Beichthaus.com Beichte #00038138 vom 26.04.2016 um 11:10:50 Uhr (9 Kommentare).

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Ich habe meine Familie zerstört

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Fremdgehen Feigheit Selbstsucht Familie

Ich (w/56) habe meinem Sohn keine schöne Kindheit ermöglicht und ihn aus dem Haus geekelt. Als ich jung verheiratet war - mit meinem mittlerweile Ex-Mann - musste er beruflich für zehn Monate nach China. Wir konnten uns in dieser Zeit nicht sehen. Als er ging, war einen Monat zuvor unser gemeinsamer Sohn auf die Welt gekommen, unser ganzer Stolz. Doch trotz meines wunderbaren kleinen Mannes war ich sehr einsam und sehnte mich mehr und mehr nach der Zärtlichkeit, die ich von meinem Mann gewohnt war. So habe ich mich hinreißen lassen und bin fremdgegangen. Einige Zeit später war klar, dass ich von diesem Mann schwanger war. Der Liebhaber wollte, dass ich abtreibe, was ich aber nicht konnte. Er hat mir gedroht, falls ich versuchen sollte, Kontakt zwischen ihm und dem Kind herzustellen und verschwand aus meinem Leben.

Ich habe meinem Mann alles gebeichtet, der verständlicherweise außer sich war, dann aber beschlossen hat mir zu verzeihen und beide Kinder zusammen aufzuziehen. Das war leichter gesagt als getan. Mein Mann hatte keinerlei Gefühle für das Kind des Nebenbuhlers und zeigte ihm das in den folgenden Jahren jeden Tag sehr oft. Er hielt zu seinem Sohn, begegnete dem anderen Sohn nur mit Ablehnung und Gemeinheiten und ist sogar, in meiner Abwesenheit, mit seinem leiblichen Sohn alleine in den Wochenendurlaub gefahren. Während der andere auf der Toilette war, sind sie heimlich abgehauen. Ich bekam das alles mit. Aber ich konnte einfach nichts tun. Ich habe den Jüngeren leiden lassen und alles ignoriert. Er hat gespürt, dass er irgendwie nicht zu uns gehört - aber er wusste nicht, warum.

Dann kam der Tag, an dem alles eskaliert ist: Ich hätte zu meinem Jungen stehen müssen. Er war damals zwölf. Ich weiß nach all den Jahren nicht mehr, was genau war, ich weiß aber noch, dass der Jüngere völlig unschuldig war. Mein Mann hat ihn so lange fertiggemacht und sein Bruder sagte, dass der Vater recht hat, bis der Jüngere auf den Bruder losgegangen ist. Mein Mann hat ihn heftig ins Gesicht geschlagen und von mir gefordert, dass er sofort in ein Heim kommt, er wolle ihn nie wiedersehen. Ich konnte mich nicht durchsetzen. Ich habe mich, wie in all den Jahren, nicht dazu geäußert. Ich habe ihn nach einigen Monaten im Heim besucht, wo ich einen Jungen vorfand, dessen Augen nur Verzweiflung schrien. Ich habe ihm erzählt, woher die Ablehnung kommt, dass dieser Mann nicht sein Vater ist - doch diese Erklärung kam nicht mehr richtig bei ihm an. Die Gefühlskälte hatte ihn kaputtgemacht. Und wieder machte ich einen riesigen Fehler - anstatt von nun an Schritt für Schritt zu versuchen, meinen Sohn zurückzugewinnen, war ich so ratlos, dass ich gar nicht mehr zu Besuch kam.

Heute ist mein Sohn 34 Jahre alt. Ich habe ihn vor etwa sechs Monaten das letzte Mal gesehen, immer nur zufällig. Wir haben keinen Kontakt, er möchte es nicht und ich kann es gut verstehen. Er hat es doch noch geschafft, er hat eine kleine Familie. Als ich ihn gesehen habe, habe ich gemerkt, was für ein toller Vater er ist. Als er mich gesehen hat (es war beim Einkaufen in einem großen Elektromarkt), haben er und seine Frau den Buggy mit ihrer zweijährigen Tochter an mir vorbeigeschoben und darüber gesprochen, dass die Welt nicht groß genug ist, um Menschen aus dieser Horrorfamilie nicht begegnen zu müssen.

Und ich bin schuld daran. Von meinem Mann habe ich mich vor etlichen Jahren bereits getrennt. Im Gegensatz zu mir und meinem anderen Sohn, der seit Jahren große Schuldgefühle gegenüber seinem Bruder hat, ist mein Ex-Mann nach wie vor davon überzeugt, dass der Junge die Familie durch seine Boshaftigkeit zerstört hat. Ich bin mittlerweile stark depressiv und in Behandlung und außer meinem jüngeren Sohn habe ich kaum jemanden. Freunde und Verwandte haben sich von uns schon lange zurückgezogen.

Beichthaus.com Beichte #00038071 vom 16.04.2016 um 12:34:54 Uhr (24 Kommentare).

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