Feuer in der U-Bahn

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Dummheit Vandalismus Gewalt Kinder Bahn & Co.

Ich (m/26) habe gestern einen etwa 12-jährigen Jungen geschlagen. Ich bin mit der U-Bahn abends nach Hause gefahren und in dem Vierersitz hinter mir haben zwei Halbstarke eine Zeitung angezündet - als ich das gerochen habe, habe ich das kleine Feuer mit meinem Mantel gelöscht. So weit, so gut. Kinder sind halt manchmal total bescheuert, aber der kleine Junge musste mich ja auch noch unbedingt auslachen, weil mein Mantel dabei ein Brandloch davongetragen hat. Da sind mir die Sicherungen durchgebrannt und ich habe ihm eine schöne gesunde Watschen gegeben. Ein Nachspiel wird es für mich wohl nicht geben, da die beiden daraufhin fluchtartig in der U-Bahn ans Ende gelaufen und in der nächsten Station ausgestiegen sind. Ich beichte also, dass es mir nur um meinen Mantel leidtut.

Beichthaus.com Beichte #00038823 vom 14.10.2016 um 14:33:39 Uhr (9 Kommentare).

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Ein Leben vor dem PC

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Sucht Maßlosigkeit Zwang

Ich verschwende mein Leben damit, in meiner Freizeit vor dem PC zu sitzen um WoW (World of Warcraft) zu spielen. Das Schlimme daran ist, dass ich es nicht einfach nur spiele, so wie man es gewohnt ist, sondern dass ich dort auf einem bestimmten "RP-Realm" (ein Server, wo man gezielt Rollenspiel betreibt) meine Zeit verbringe. Für die Leute, die selbst nicht spielen: Stellt euch vor, ihr habt ein tolles Auto und nutzt es nur um Radio zu hören.

Viele würden mich süchtig nennen, aber ich muss dazu sagen, dass ich einen Job habe, mit dem ich glücklich bin und auch Haustiere besitze, die mehr als genug Aufmerksamkeit von mir bekommen und denen es an nichts fehlt. Dennoch fühle ich mich schlecht, weil ich mich mittlerweile so weit hineingesteigert habe, dass ich das Spiel 2-3 Mal gleichzeitig laufen lasse und dadurch mit drei Charakteren gleichzeitig online spiele. Ich bitte um Absolution dafür, dass ich meine Zeit und mein Geld nicht in sinnvollere Sachen investiere.

Beichthaus.com Beichte #00038822 vom 14.10.2016 um 03:57:03 Uhr (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die beste Marmelade der Welt!

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Diebstahl Völlerei Maßlosigkeit

Ich (m/19) habe meine Hausmutter bestohlen. Ich lebe nun mittlerweile einen Monat bei ihr und habe schon Mist gebaut. Es ist nämlich so, dass ich eine große Leidenschaft für Marmelade habe und sie kocht himmlisch gute Marmelade. Und letztens konnte ich mich einfach nicht zurückhalten: Über das Wochenende war sie weg und ich war allein zu Hause - ohne lange zu überlegen, habe ich mir ein Glas geschnappt und es am Wochenende komplett aufgegessen. Es tut mir unheimlich leid, sie beklaut zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00038817 vom 13.10.2016 um 01:54:48 Uhr (7 Kommentare).

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Meine Eltern sind Abzocker!

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Hass Aggression Ungerechtigkeit Verschwendung Familie

Weil es anders nicht möglich war, musste ich von der Kindheit an bis zum 21. Lebensjahr bei meinen Eltern leben. Die Schule hatte ich mit knapp 20 fertig, war dann aber zur Orientierung erst einmal ein Jahr arbeiten, bevor ich wusste, wie es mit Studium oder Ausbildung weitergehen soll. Das Gehalt im Mindestlohn reichte jedoch nicht für eine eigene Wohnung, also zahlte ich Miete, Ess- und Wasser/Heizgeld an meine Eltern und wohnte weiter dort. Ich beichte, dass ich heute einen tiefen Hass für diese Zahlungen gegen meine Eltern hege. Heizung, Wasser, Strom, das verstehe ich noch. Mir wurde pro Monat aber ca. das Doppelte abgeknüpft, als ich danach in meiner eigenen Wohnung für Einkauf und Essen ausgab. Meine Essgewohnheiten haben sich aber nicht geändert. Damals haben bloß immer sie eingekauft.

Ich verachte meine Eltern nun regelrecht für diese Abzocke, zumal sie mir immer sagten, zwei Mal warmes Essen am Tag könnten sie sich nicht leisten, trotz angeblicher Sparsamkeit. Ich habe einen sehr fordernden Job gehabt und kam da mit einmal, wenn überhaupt, Fertigfraß warm und ein paar Broten am Tag eben nicht aus. Jetzt stehe ich hier mit einem eigenen Haushalt und weiß, dass man sogar mit weniger als 50 Prozent der damals verlangten Summe als Single zwei, wenn man will auch drei Mal am Tag "warm" essen kann. Noch immer könnte ich brechen vor Wut, wenn ich das sehe. Sie geben heute noch enorm viel Geld für einen dieser Tiefkühllieferanten aus, bei dem sie auch damals schon gekauft haben. Dummerweise habe ich davon das wenigste gegessen und fühle mich einfach betrogen. Wenn Freundschaften bei Geld aufhören, warum dann nicht verwandtschaftliche Beziehungen? Ich hätte gerne 12 Monate zu viel bezahltes Essensgeld wieder und traue mich nicht, das zu sagen.

Beichthaus.com Beichte #00038816 vom 13.10.2016 um 01:26:27 Uhr (35 Kommentare).

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Der Unfall, der alles veränderte

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Zorn Aggression Verzweiflung Gesundheit Familie

Auf mir lastet eine unglaubliche Schuld. Es ist 40 Jahre her, aber trotzdem werde ich es nie vergessen. Eigentlich begann es ganz normal. Damals, als kleiner 7-jähriger Bub habe ich mich ziemlich oft mit meiner älteren Schwester gestritten. Sie war nicht nur fünf Jahre älter, sondern auch viel stärker und boshafter. Sie machte förmlich einen Sport daraus, mich zu hänseln. Das ging lange so weiter, bis zu dem verhängnisvollen Tag. Sie hatte mich wieder ordentlich auf die Palme gebracht und mein Lieblingsspielzeug zerbrochen. Auf unserer langen Treppe fing sie an, mich zu beleidigen und da habe ich sie gestoßen. Eigentlich wollte ich sie nur von mir wegschubsen, aber sie stolperte dabei über ihre Füße und krachte mit dem Kopf voran die Treppe runter.

Es waren nur Sekunden. Ein lauter Schrei, dann Stille. Sie lag total verdreht am Treppeende. Nachdem ich meine Starre überwunden hatte, eilte ich zu ihr, wo kurz danach auch unsere Eltern kamen. Sie mussten wohl den Schrei gehört haben. Meine Schwester kam ins Krankenhaus und wir bekamen die Hiobsbotschaft - sie würde nie wieder die Beine bewegen können. Meine Eltern haben mich nie gefragt, was damals passiert ist. Vermutlich glauben sie an einen unglücklichen Unfall und ich war nur der Erste am Unfallort. Meine Schwester selbst kann sich an nichts erinnern und ist mir sogar dankbar dafür, dass ich sie gefunden hatte. Seitdem verstehen wir uns prächtig. Ihre ganze Persönlichkeit wandelte sich um 180 Grad. Wir sind ein Herz und eine Seele geworden, nichts kann uns auseinander bringen.

Ich verbringe viel Zeit damit, ihr zu helfen, auch weil ich mich schuldig fühle. Ich danke bei allem, was mir wichtig ist, dass sie damals nicht gestorben ist. Nicht nur wegen meines Gewissens, sondern auch weil sie ein unglaublich toller Mensch ist. Ich habe ihr und meinen Eltern nie die Wahrheit gesagt. Ich habe so verdammt viel Angst vor ihrer Reaktion. Alle kennen mich nur als den fürsorglichen Bruder, aber niemand kann ahnen, was unter dieser Fassade ist. Der Selbsthass und die Schuld brodeln unter der Kruste. Es tut mir so unendlich leid.

Beichthaus.com Beichte #00038815 vom 11.10.2016 um 21:53:46 Uhr (21 Kommentare).

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