Mein erster Job

53

anhören

Diebstahl Morallosigkeit Habgier Arbeit Restaurant

Ich möchte heute eine Beichte ablegen, die ich schon seit einigen Jahren mit mir rumtrage. Ich habe mit jungen Jahren angefangen zu arbeiten. Als ich mit 15 Jahren auf der Straße angesprochen wurde, ob ich nicht als Gast den Laden des nettwirkenden Herren mit meiner damaligen Freundin betreten möchte. Der Laden sei neu, hieß es. Ich wurde Stammgast und merkte, dass der Inhaber überfordert war mit dem Ganzen. Gesundheitlich, psychisch sowie finanziell bemerkte ich seine Last. Als er dann mal auf die schnelle was besorgen musste und in 10 Minuten wieder da wäre, bot ich ihm meine Hilfe an. In den nächsten Wochen machten wir das öfters und ich wusste immer schon vorher, dass wenn ich ihn als Gast besuche, er mich in seinen Tag mit einkalkulierte. Die Arbeit fand ich sehr interessant, jedoch hat mich bei ihm gestört, dass es für ihn inzwischen selbstverständlich geworden ist meine Hilfe in Anspruch zu nehmen ohne Bezahlung. So begann ein schwarzes Kapitel in meinem Leben.


Von einem Tag auf den anderen fing ich an einige Sachen, die ich inzwischen drauf hatte (sprich Kaffee, Cappuccino, Espresso etc.) nicht ins Kassensystem einzubuchen um so 5 Euro täglich in meine eigene Tasche zu wirtschaften. Später kam ich in die Routine stündlich 5 Euro zu ergaunern. Im Laufe der Zeit vertraute er (39) mir alles von seinem Leben an, unter anderem dass er keine Eltern und Verwandte hat und von Cottbus nach Dormagen gezogen sei um sich hier selbständig zu machen. Ich bemerkte, dass ich zu seiner Vertrauensperson geworden war und somit zu seinem einzigen Freund den er in dieser Stadt hatte. Er musste täglich mindestens 250 Euro umsetzen, um alle Kosten zu decken, hatte aber höchstens 180 Euro nach der abendlichen Abrechnung in der Kasse. Es vergingen 4 Monate als er mir mit schlechtem Gewissen sagte, dass er nicht mehr möchte, dass ich unbezahlt arbeite und so handelten wir 5 Euro die Stunde aus. Somit arbeitete ich dann erstmal eine Zeit lang und verdiente 5 Euro geklaut plus 5 Euro verdient die Stunde. Inzwischen hatte ich mir schon ein System ausgeklügelt, das undurchschaubar war für jemanden der nix davon wusste. Ihm ging es immer schlechter und ich bekam statt einem schlechten Gewissen einen Zwang zu klauen.


Nach einigen unbezahlten Wohnungsmieten zog er Hals über Kopf in sein Lager, was sich eine Straße neben seinem Laden befand. Nach einiger Zeit wurde es so hart, dass er sich nicht mal mehr krankenversichern konnte und deshalb seine nötigen Tabletten nicht mehr kaufen konnte und dann ging es richtig bergab. Ich habe ihn inzwischen sehr gemocht, konnte jedoch nicht aufhören zu klauen. Als er dann eines Tages mir weinend berichtete, dass er nicht weiter weiß und nicht in die Privatinsolvenz gehen wollte, war mir schon klar was in seinen Gedanken rumschwirrte. Ich motivierte ihn immer wieder und immer wieder weiterzumachen. Er sagte mir, dass es jetzt soweit wäre und der Gerichtsvollzieher kommen würde. Ich wusste jetzt das es vorbei war. Er sagte mir, dass er sich für eine von drei Sachen entscheiden müsste: 1. den Freitod, 2. in ein Kloster oder 3. das Land verlassen.

Er behielt den Laden noch die nächsten Tage offen und ich kam natürlich auch ganz normal arbeiten und klaute dann auch. Es tut mir im nach hinein so Leid. Als er mir sagte, dass er sich von mir verabschieden wollte, weinten wir beide. Er rufte mich nachts um 3 nochmal an und sagte, dass er mir alles gute wünscht und das ich ein Brief von ihm kriegen werde wo drin steht, wo er alles versteckt hat, was noch Wert hatte, so dass ich mir das nehmen sollte bevor es Gläubiger tun. Ich tat dies, aber anstatt zu gehen, war ich zu neugierig und fand ihn tot!

Beichthaus.com Beichte #00028426 vom 21.12.2010 um 16:52:05 Uhr (53 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ruhe bitte!

34

anhören

Aggression Zorn Ignoranz Studentenleben

Ruhe bitte!
Ich (m) war vor einigen Wochen in der Uni-Bibliothek. Ich wollte eigentlich nur dahin und mir einige Sachen aus einem Buch raussschreiben, das dort nur als Präsenzexemplar vorhanden ist. Also nahm ich mir das Buch und schrieb raus was das Zeug hielt. Ich stand ziemlich unter Zeitdruck, denn die Klausur war ein Tag später. Dann kam ein Typ, setzte sich mir genau gegenüber und musste ständig laut sein Buch lesen. Als ich ihn daraufhin bat doch etwas leiser zu lesen, sagte er "Geht nicht. Sonst raff ich nix", gut dachte ich mir wechsele ich einfach den Tisch, dann gehts. Fünf Minuten später setzte sich auch dahin ein junges Mädel, die auch nicht leise lesen konnte, sondern ständig vor sich hin nuschelte. Das hat mich wieder sau-nervös gemacht. Ich musste das was ich gelesen habe, ständig von vorne lesen, da ich mich einfach nicht konzentrieren konnte. Gut, dachte ich mir, das Mädchen sah sehr freundlich aus, so fragte ich auch sie ob sie denn nicht leiser lesen könnte. Von ihr bekam ich eine ähnliche Antwort wie von dem Typen zuvor. Kurze Zeit nachdem sich meine Wut auf diese Ignoranz so aufgekocht hat, dass ich kaum noch atmen konnte, habe ich völlig die Nerven verloren.

Ich bin aufgestanden und habe diese dumme Funz angeschrien, ob sie denn nicht leise lesen gelernt hat. Dem Typ am anderen Tisch habe ich gefragt, ob er mit seinen Flaschenböden auf der Nase das Buch nicht von draußen aus lesen könne. Ich hatte das Buch hingelegt und wollte gerade gehen, da kam der Bibliothekar, der immer die Studentinnen anbaggert und wollte eine große Nummer daraus machen und sich als Held aufspielen. Dem habe ich es dann auch noch gegeben, indem ich ihn darauf hingewiesen habe, dass sein Gewicht locker meine Handynummer sein könnte. Als ich mich vor der Tür abreagiert hatte, tat es mir furchtbar Leid. Ich wollte noch rein gehen und mich entschuldigen, aber die ganze Nummer war mir zu peinlich. Ich hatte aus dem Affekt gehandelt, mein Gehirn war bereits ausgeschaltet.

Beichthaus.com Beichte #00028423 vom 21.12.2010 um 02:25:22 Uhr (34 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Der Fetischist in unserer WG

27

Fetisch Boshaftigkeit Rache WG Neuss

Der Fetischist in unserer WG
Ich (w/24) wohne in einer WG mit meiner besten Freundin und ihrer jüngeren Schwester. Die jüngere Schwester hat einen Freund, den sie auch ziemlich oft vorbei bringt und der oft an den Wochenenden bei uns übernachtet. Der Freund ist an sich ganz nett, wenn er nicht […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00028419 vom 19.12.2010 um 15:03:16 Uhr in Neuss (27 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Diebstahl-Strategie meiner Freundin

18

anhören

Diebstahl Shopping

Als ich (w/20) 15 war, erzählte mir eine Freundin, dass sie in einem bekannten Modegeschäft schon oft Teile entdeckt hat, die nicht gesichert waren. Oftmals zog sie dann ein ungesichertes Top einfach drunter und riss das Preisschild ab, welches sie dann hinter den Spiegel in der Umkleidekabine klemmte. Sie war schon fast süchtig danach, denn es blieb nicht beim "drunter anziehen", sondern sie stopfte sich auch alles mögliche in die Tasche. Es ging auch soweit, dass sie bei gesicherten Klamotten den Pieper einfach abriss. Sie hatte dann allerdings ein Loch in der Klamotte, das nähte sie aber zu hause. Einmal waren wir dann zusammen in der Stadt, als sie wieder in den Laden wollte.
Ich war fasziniert von ihrer Strategie und machte mit. So oft wie sie das schon gemacht hat und nie was passiert ist, kann ich das auch mal machen.. Dachte ich, naiv wie ich war. Leider wurden wir am Ausgang erwischt, aus welchem Grund auch immer hat es gepiept. Wahrscheinlich, weil die Angestellten irgendwann lauter Piepser in den Umkleiden gefunden haben, wurde die Ware irgendwann unsichtbar gesichert.
Die Polizei kam und wir mussten unsere Taschen auskippen. Wurden nach hause gefahren und bekamen eine Anzeige. Ich möchte beichten, dass ich geklaut habe, denn eigentlich habe ich "verwöhntes Gör" das gar nicht nötig (Zitat meines Vaters). Man muss ja nicht immer machen was andere machen, stimmts?

Beichthaus.com Beichte #00028411 vom 16.12.2010 um 19:44:08 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Husterei

35

anhören

Engherzigkeit Aggression Selbstsucht Familie Gesundheit

Meine Mutter bekommt jeden Winter einen schrecklichen Husten. Die Arme, werden jetzt viele denken, aber mich (w/19) nervt es einfach nur! Alle zwei Minuten dieses dumme Gehuste und Gerotze - Bah! Am Schlimmsten ist es, wenn ich dann noch mit ihr beim Essen sitzen und ihre Husterei mitansehen muss. Manchmal hält sie sich nicht mal die Hand vor den Mund. Zu allem Überfluss reagiert sie auf Salz auch noch mit Hustenanfällen! Man kann sich ja vorstellen, wie appetitlich das ist.
Ich wünsche mir so sehr, dass sie schnell wieder gesund wird, aber nicht, weil sie mir Leid tut, sondern weil sie mich einfach so aufregt! Ich platze fast vor Wut, wenn ich das mal wieder tagelang ertragen muss und kann mich dann auch kaum zurückhalten. Am liebsten würde ich ihr jedes Mal eine scheuern, wenn sie hustet. Natürlich hat sie auch schon mitbekommen, dass ich nicht gerade begeistert bin, und das bereitet mir irgendwie ein schlechtes Gewissen, vor allem jetzt, so kurz vor Weihnachten (sie geht ständig Geschenke kaufen, während ich sie am liebsten erwürgen würde). Außerdem weiß ich ja, dass sie es nicht mit Absicht macht und dass der Husten für sie selber noch schlimmer ist als für mich, aber oft glaube ich trotzdem, sie will mich damit nerven. Ich hoffe, meine Engherzigkeit wird mir vergeben.

Beichthaus.com Beichte #00028397 vom 14.12.2010 um 13:01:39 Uhr (35 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht