Die Bonbons auf dem Waldboden

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Falschheit Feigheit Maßlosigkeit Selbstsucht Kindergarten

Im Kindergarten haben wir einmal an einem Samstagnachmittag, mitsamt einem Elternteil, einen Ausflug in den Wald gemacht. Ein Förster hat uns viel über Tiere und Pflanzen erklärt. Dann sollten wir Bonbons suchen. Es gab braune Durchbeißer, die auf dem Waldboden kaum auffielen und grellgelbe Süßigkeiten, die allerdings nur Steine in gelbem Papier waren. Der Förster erklärte uns damit, dass ungenießbare Tiere, also zum Beispiel Wespen, leicht zu sehen sind, bei essbaren Tieren müssten sich Raubtiere aber sehr anstrengen, diese zu finden. Ich hatte zwei Durchbeißer gefunden und war damit auch sehr froh. Es gab dann allerdings von der begleitenden Erzieherin für die Kinder, die nur einen Stein gefunden hatten, auch noch ein Bonbon, damit sie nicht leer ausgingen.


Die Erzieherin, die die Bonbons mitgebracht hatte, hatte allerdings nur für jedes Kind genau ein Bonbon mitgenommen, sodass für ihre eigene Tochter am Ende keine Süßigkeit mehr da war, weil ich zwei gefunden hatte. Ich hatte die Problematik am Anfang gar nicht verstanden, weil ich lieber mit einem Stock spielte, als der Erzieherin zuzuhören. Als ich das Problem dann erkannte, wollte ich das Bonbon aber nicht herausrücken. Einerseits, weil es mir peinlich gewesen wäre, es erst jetzt herauszurücken, als alle schon verärgert danach suchten und das Wort "Dieb" gefallen war, zum anderen betrachtete ich das Bonbon, weil ich es gefunden hatte, als mein rechtmäßiges Eigentum. Um nicht aufzufallen, habe ich dann bei der Suche geholfen und spitzfindig bemerkt, dass einer von uns ja zwei Bonbons haben müsse.
Am Ende hat die dicke Erzieherin in ihrem Auto wohl doch noch ein Bonbon für ihre Tochter gefunden. Ich habe mich allerdings danach sehr schlecht gefühlt, weil ich das Mädchen zum Weinen gebracht hatte. Einen Durchbeißer habe ich genüsslich gegessen, den anderen habe ich dann zu Hause in die Mülltonne geschmissen, weil ich es nicht essen konnte.
Ich habe mich danach noch tagelang schuldig gefühlt.

Beichthaus.com Beichte #00031399 vom 09.06.2013 um 23:21:16 Uhr (13 Kommentare).

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Sie jammert ohne Grund

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Falschheit Ignoranz Selbstsucht Freunde Wiesenach

Meine beste Freundin, sie kommt aus einer etwas besser verdienenden Familie als ich, geht mir (w/19) gerade total auf den Keks. Sie muss für ihr Geld nicht arbeiten, ist kerngesund, groß, blond und hat gute Noten. Ich hingegen bin chronisch krank, bekomme von meinen Eltern nur das Nötigste bezahlt - was ich ihnen aber nicht übel nehme, weil ich sie liebe - und springe immer zwischen Lernen, Arbeiten und meiner Krankheit.
Immer, wenn sie jammert, wie anstrengend und scheiße ihr Leben doch sei, kann ich mir nur an den Kopf greifen. Wenn sie in der Patsche steckt, hat sie sich da immer selbst rein geritten. Während ich ständig Angst haben muss, dass sich meine Krankheit verschlimmert oder ich das Abitur deshalb nicht packe, heult sie mich zu, dass sie dieses Wochenende wegen einer Schulaufgabe, die sie ewig vor sich hergeschoben hat, nicht feiern gehen kann.

Ich habe oftmals keine Lust darauf, mir dieses Gelaber anzuhören, sodass ich manchmal das Handy ausschalte oder so tue, als sei ich gerade woanders zu Besuch, damit sie mich nicht anruft. Ich weiß, man sollte so mit seiner besten Freundin nicht umgehen, zumal sie ja auch ihre guten Seiten hat. Ich kann ihr nicht ins Gesicht sagen, wie dumm ich ihr Verhalten finde, weil ich sie als Freundin nicht verlieren möchte. Aber es regt mich trotzdem total auf.

Beichthaus.com Beichte #00031398 vom 09.06.2013 um 23:13:09 Uhr in 61225 Wiesenach (Hegenstraße) (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Seine unbegründete Überheblichkeit

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Peinlichkeit Falschheit Stolz Feigheit Freunde

Einer meiner Freunde macht seit einigen Wochen diese sogenannten "Let's Play's" auf Youtube. Da wir aus einer Gegend kommen, in der in einem starken Dialekt gesprochen wird, ist es ungewohnt, wenn er Hochdeutsch spricht, aber eigentlich macht er eine gute Arbeit. Allerdings ließ sein Erfolg in letzter Zeit nach. Ich wünsche ihm wirklich, dass er Erfolg hat und es vielleicht auch mal schafft, Youtube-Partner zu werden.
Ich sage ihm oft, wie stolz ich auf ihn bin, wie toll er seine Arbeit macht und dass ich immer hinter ihm stehen werde. Selbst wenn er mal scheitern sollte. Ich motiviere ihn immer wieder dazu, weiterzumachen.
Ich meine es auch wirklich so. Ich freue mich mit ihm über jeden neuen Abonnenten und ähnliche Erfolge. Ich helfe ihm und unterstütze ihn und gönne ihm den Erfolg und die Aufmerksamkeit. Ihm gefällt auch, was er macht.
Allerdings ist es mir verdammt unangenehm, wenn er das macht. Ab und zu werde ich darauf angesprochen und es ist mir einfach peinlich, dass er sich öffentlich zur Schau stellt und dabei noch nicht einmal zehn Abonnenten hat. Noch dazu prahlt er damit, als wäre er der größte Let's Player aller Zeiten. Ich hasse sein Verhalten zurzeit wie die Pest, denn er ist ein überhebliches Arschloch geworden. Und noch dazu bin ich zu feige, ihm ehrlich meine Meinung zu sagen. Ich sehe einfach dabei zu wie er sich vor seinen Freunden, Bekannten und seiner Familie blamiert und sage nicht ein Wort. Ich lächle ihn motivierend an und gebe ihm meinen Zuspruch. Ich bin ein schlechter Mensch und eine schlechte Freundin.
Aber ich habe ihn trotzdem gern und werde ihn auch weiter unterstützen.

Beichthaus.com Beichte #00031390 vom 09.06.2013 um 12:17:51 Uhr (17 Kommentare).

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Der Brief für meine Ex

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Rache Fremdgehen Engherzigkeit Falschheit Ex

Ich (m) bringe meiner Ex-Freundin durch Unterlassung wohl kleine finanzielle Probleme ein. Ich war bis Ende letzten Jahres in dieser Beziehung, die insgesamt drei Jahre dauerte. In den ersten acht Wochen konnten wir uns, bedingt durch die Arbeit, nur an den Wochenenden sehen, was nach ihrer Aussage und begründet durch Einsamkeit, nach rund vier Wochen dazu führte, dass sie mich das erste Mal auf einer Feier mit einem anderen Mann betrog. Sie beichtete es mir am nächsten Tag mit der eben erwähnten Erklärung und ich verzieh ihr - ich war halt in sie verliebt und dachte mir, dass es wohl bei dem einen Mal bliebe, aber falsch gedacht. Sie beichtete mir in den folgenden zwei Jahren der Beziehung, dass sie mich noch mit mindestens zwei anderen Kerlen betrogen hatte und entgegen besserem Wissen verzieh ich ihr jedes Mal. Ich fand später sogar heraus, dass da noch mehr Männer waren. Da wir beide berufsbedingt umziehen mussten und es sich aufgrund der Lage der neuen Arbeitsplätze anbot, zogen wir zusammen. Das lief auch an sich ganz gut, bis es ein halbes Jahr später plötzlich richtig schlimm wurde. Sie wurde mir gegenüber sehr feindselig, machte aus Kleinigkeiten eine riesige Sache und Sex fand einfach nicht mehr statt - das Höchste der Gefühle war der abendliche Kuss zur Begrüßung, mehr an Zärtlichkeiten und Nähe gab es nicht mehr. Ende des letzten Jahres sagte sie mir dann plötzlich, sie führe bereits seit einigen Monaten eine Beziehung mit einem anderen Mann und möchte mich daher verlassen, woraufhin sie umgehend auszog.


Ich war zutiefst verletzt und brach den Kontakt zu ihr komplett ab, trotz ihres Angebotes, doch Freunde zu bleiben. Nun geschah es vor einem Monat, dass ein Brief für sie hier eintraf, was ich allerdings erst realisierte, als ich ihn bereits geöffnet hatte. Denn sonst hatte ich alle Post für sie einfach ungeöffnet an den Absender zurückgehen lassen. Dieser Brief war die letzte Mahnung einer Bank, mit der sie eine Rückzahlungsvereinbarung getroffen hatte, welche sie offensichtlich seit einiger Zeit nicht eingehalten hatte. Sie wurde darin darauf hingewiesen, dass sie noch zwei Wochen Zeit habe, um alle ausstehenden Raten zu begleichen, ansonsten würde die Bank gerichtlich gegen sie vorgehen, die Sache der Schufa melden und so weiter. Ich überlegte ein paar Tage, ob ich es ihr dies mitteilen sollte, als sie mir die Entscheidung sozusagen abnahm: Ich bekam eine Nachricht von ihr, in der sie mich auf das Übelste beschimpfte. Sie schrieb, sie habe von einem gemeinsamen Freund erfahren, dass ich ihm gesagt hätte, sie habe mich für einen anderen Mann verlassen. Und auch, wenn dies der Wahrheit entspricht, hätte ich das niemals weitererzählen sollen, denn das wäre Rufmord und sie würde mich dafür verklagen. Eine richtig bösartige Nachricht also, mit vielen Beleidigungen, die mich die Entscheidung treffen ließ, ihr nichts von dem Brief zu sagen, weswegen sie nun wohl Probleme mit der Schufa und eventuell dem Gericht bekommen wird. Ich hoffe, dass man mir vergeben kann.

Beichthaus.com Beichte #00031389 vom 09.06.2013 um 10:57:10 Uhr (25 Kommentare).

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Die Lügen meiner Kollegin

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Falschheit Eifersucht Fremdgehen Lügen Kollegen

Ich habe etwas gemacht, worauf ich wirklich nicht stolz bin, aber die ganze Situation ist mir einfach zu viel geworden. Seit mitunter acht Jahren arbeite ich für die gleiche Firma. Wir haben das bei uns so eingeteilt, dass es immer Zweierteams gibt, die zusammenarbeiten. Diese müssen sich dann natürlich - wenn einer krank ist oder Urlaub hat - auch gegenseitig vertreten. Also wenn einer Urlaub hat, macht der andere quasi die doppelte Arbeit. Zu meiner Partnerin wurde vor fünf Jahren eine Kollegin bestimmt, mit der ich mich früher schon sehr gut verstanden habe. Wir sind auch vom Alter her nur ein Jahr auseinander, weshalb der Chef es für eine gute Idee hielt, wenn wir zusammenarbeiten. Wir haben uns immer wirklich fabelhaft ergänzt, sind ein Team geworden, das Ganze sprang auch in den privaten Bereich über, wo wir uns gegenseitig besuchten, uns halfen, füreinander da waren und so weiter. Also sehr intensiv. Letztes Jahr ist sie aufgrund von Urlaub und einem wirklich langen Krankenstand bzw. Krankenstände ihrer Kinder, insgesamt drei Monate ausgefallen - ja, in den drei Monaten durfte ich meine und ihre Arbeit machen. Ich war ziemlich kaputt.

Nach dem Krankenstand war sie ziemlich verändert. Sie ist plötzlich sehr viel und oft ausgegangen, hat auch immer wieder Kollegen gefragt, ob sie mitgehen würden, mich natürlich auch, nur war sie bei solchen Anlässen ziemlich gemein. Sie hat mich meistens sehr bestimmend gefragt und mich dann immer ziemlich ignoriert bzw. kein Wort mit mir gesprochen. Wenn ich einmal zu ihr gegangen bin, um zu reden, war sie einsilbig und ist sofort weggegangen. Und bei diesen Anlässen hat sie auch fast schon nuttig und ziemlich exzessiv mit einem anderen Kollegen geflirtet, und auch mehr getan. Ich muss ehrlich zugeben, ich konnte damit nicht umgehen, da sowohl sie, als auch der andere Kollege, verheiratet sind. Und ich konnte auch mit ihrem Verhalten nicht viel anfangen, weil ich mir immer dachte: "Toll, du leistet so viel Arbeit, arbeitest für sie mit, und dann kann sie beim Feiern nicht einmal zwei Wörter mit dir sprechen". Denn beim Feiern hat sie noch nie Probleme gehabt, da ist sie immer der Star, der die gesamte Aufmerksamkeit auf sich ziehen muss. Sie muss am lautesten singen, am meisten trinken, am aufreizendsten tanzen und so weiter. Und mit jedem Mann, der da ist, flirten. Nur mich ignorierte sie komplett. Naja, sei es drum. Vor rund drei Monaten hat sie sich noch einmal komplett verändert. Sie ist plötzlich um Punkt 12 Uhr aufgestanden, und immer mit einer fadenscheinigen Begründung gegangen. "Muss mein Kind abholen, muss mein Auto in die Werkstatt bringen, muss ein Paket abholen, habe Handwerker zu Hause". Keine Ahnung. Sie hat immer gesagt, sie sei in einer Stunde wieder da, ist aber nie mehr zurück in das Büro gekommen. Sie hat zu der Zeit auch komplett aufgehört, mit mir zu reden. Ich wollte natürlich wissen, was los ist, und ob es an mir liegt. Aber sie sagte immer nur, dass sie ganz normal sei, oder wurde komplett aggressiv: "Bin ich verpflichtet dir im Büro Gesellschaft zu leisten oder was?!". Natürlich nicht. Aber es ist doch wohl ihre Pflicht, die Arbeit zu erledigen und in der Dienstzeit anwesend zu sein. Wir haben ziemlich oft ziemlich heftig gestritten. Sie hat dann auch zwei Aufträge komplett vermasselt, da sie etwas falsch gemacht hatte. Einen Dritten konnte ich gerade noch retten, weil ich ihre Arbeit übernommen habe. Aber es hat mich total gequält. Sie sprach nicht mehr mit mir, sie wurde unzuverlässig, und bald war das Vertrauen, das wir uns die Jahre aufgebaut hatten, komplett weg. Ich meine, wenn im Arbeitsvertrag steht, dass eine Arbeitszeit von acht Stunden abzuleisten ist, man, ohne ein Wort zu sagen, nach vier Stunden geht und den Partner die Arbeit machen lässt, fragt man sich schon, was los ist. Aber sie wollte nicht darüber reden und hat alles abgeblockt.

Und ich habe dann zwei Sachen gemacht, auf die ich wirklich überhaupt nicht stolz bin, und die ich beichten muss. Aber ich wollte wissen, was der Grund ist, dass sie sich so verhält. Sie hatte sich einen Tag freigenommen und ich habe sie vertreten. Da sie noch nie die Ordentlichste war und alle ihre aktuellen Arbeitsaufträge immer auf dem Desktop speichert, wo keiner Zugriff hat, außer sie, hat sie mir schon vor Jahren ihre Zugangsdaten gegeben, damit ich im Bedarfsfall reagieren kann. Da kam es eben so, dass der besagte dritte Auftag an dem Tag schlagend wurde, an dem sie freihatte, und ich mich bei ihr Einloggen musste. Ich erledigte alles, konnte mir dann aber nicht helfen. Ich ging an ihre E-Mails. Und da fand ich einiges, dass wirklich sehr eindeutig war und woraus sich schließen ließ, dass sie mit einem Kollegen aus einer anderen Abteilung eine Affäre hatte. Und nachdem beide verheiratet sind, konnten sich diese natürlich nur am Nachmittag treffen. Aus Neugierde ging ich dann schließlich auch noch an ihre Zeitabrechnung und sah auf den ersten Blick, dass sie dort wirklich extrem mogelt. Sie schrieb Stunden auf, die sie unmöglich gearbeitet haben kann - einfach, weil sie nicht da war. Um 12 Uhr weg, den ganzen Nachmittag nicht da, aber auf der Zeitkarte ist 18 Uhr oder 19 Uhr abgestempelt. Und das fast an jedem Tag. Und weil sie laut Abrechnung so viele "Überstunden" fabriziert hatte, trug sie ihre letzten freien Tage natürlich gleich als Zeitausgleich ein. Tage, an denen ich sie schon wieder vertreten durfte, um ihre Arbeit mitzumachen. Und ich bin angepisst, weil sie sich immer die ganzen fünf Wochen Urlaub nimmt, wenn es ihr gerade passt, sie mindestens vier bis fünf Wochen Krankenstand im Jahr hat und jetzt verschaffte sie sich auf diese Weise in den letzten drei Monaten zwei Wochen "Zusatzurlaub".
Nur wenig später vergaß sie, als sie wieder einmal raus ging, ihr Diensthandy im Büro. Und auch hier hat mich die Neugierde überkommen. Ich ging an ihre SMS. Jeden Tag verfängliche SMS an den Kollegen. Jeden Tag. Der Atem stockte mir dann aber, als ich eine SMS fand, in der stand, dass ich sie so nerven würde, weil ich immer Fragen stellen würde. Dort war auch die Vermutung geäußert, dass ich etwas ahnen würde. Zurück kam dann die Frage, was sie denn machen wolle und ihre Antwort "Ich muss ihn loswerden". Komischerweise hatte mich mein Chef, zwei Tage nachdem die SMS abgeschickt worden war, zu sich ins Büro zitiert, weil eine "anonyme Beschwerde" gegen mich eingereicht wurde. Das brachte nun wirklich Licht in die ganze Sache. Ich habe mich nun komplett von ihr zurückgezogen. Wenn sie mich fragt, ob ich ihre Vertretung mache, weil sie sich freinehmen möchte, verneine ich. Denn diese freien Tage entstehen ja nur durch Schummeln. Ich lehne es ab, sie aus dem Schlamassel zu ziehen. Deshalb auch die zwei Aufträge, die futsch waren. Ich hätte dies noch verhindern können, habe es aber nicht gemacht, weil alles auf ihren Namen läuft. Und ich sie einfach auflaufen lassen wollte, damit sie sieht, dass ich mich auch blöd verhalten kann.

Ich weiß, dass es nicht in Ordnung war, dass ich spioniert habe, aber ich wollte wissen, was wirklich abgeht. Trotzdem weiß ich jetzt nicht, ob ich zu unserem Chef gehen soll, um ihm die Geschehnisse zu berichten. Er selber merkt so etwas ja niemals. Ihm ist nur wichtig, dass die Arbeit gemacht ist. Ihm ist egal, wer sie macht. Ich habe der Kollegin schon gesagt, dass sie machen kann, was sie will, aber es soll kein anderer zu Schaden kommen. Aber ich komme zu Schaden, weil ich plötzlich viel mehr zu tun habe, nur damit zwei Kollegen miteinander Sex haben können. Mir reicht es. Ich fühle mich nun befreiter, obwohl ich wirklich nicht stolz darauf bin, dass ich spioniert habe. Vielleicht hat auch jemand eine Idee, was ich machen kann.

Beichthaus.com Beichte #00031387 vom 08.06.2013 um 20:24:05 Uhr (39 Kommentare).

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