Polonaise Unfall

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Peinlichkeit Ungerechtigkeit Last Night

Ich habe etwas Schlimmes gemacht. Dabei wollte ich das gar nicht. Bei meinem Abschlussball bin ich bei der Polonaise gestolpert. Dabei versuchte ich, mich reflexartig irgendwo festzuhalten. Leider war es das Kleid meiner Kollegin. Da sie keinen BH getragen hat, habe ich vor Hunderten Leuten ihre Brüste entblößt. Nicht wenige haben die Gunst der Stunde genutzt und sofort fotografiert. Sie wurde lautstark ausgelacht und ausgepfiffen und war auch danach in der Schule immer wieder Opfer verschiedener Streiche. Es tut mir so leid, dass ich so ungeschickt war und jemand anderes, das ausbaden muss.

Beichthaus.com Beichte #00031609 vom 17.07.2013 um 10:24:57 Uhr (22 Kommentare).

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Das Konstrukt meines Gewissens

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Lügen Falschheit Fremdgehen Morallosigkeit

Ich habe meinen besten Freund betrogen, indem ich etwas mit seiner damaligen Freundin hatte. Vielleicht denkt ihr jetzt, dass er dann nicht mein bester Freund gewesen sein kann - aber das war er, ich war es nur nicht für ihn. Mir ging es zu dem Zeitpunkt richtig mies, eine siebenjährige Beziehung ging ein paar Monate zuvor in die Brüche und als seine Freundin mich auf einer Party küsste, konnte ich nicht anders. Ich hätte weggehen sollen, um ihm zu erzählen, was passiert ist. Stattdessen lief die Geschichte ein paar Wochen, bis sie es ihm dann gestand. Natürlich wollte er nichts mehr von mir wissen, ebenso wie unser restlicher Freundeskreis. Es tat höllisch weh, aber ich hatte es mir redlich verdient. Nach knapp einem Jahr rief er an und wollte mit mir reden. Ich dachte, ich bekäme endlich eine auf die Fresse und freute mich sogar darauf, ob ihr es glaubt, oder nicht. Aber ich wollte lieber tüchtig eine einstecken und unsere Freundschaft dann wieder aufbauen, als weiter ignoriert zu werden. Denn er fehlte mir die ganze Zeit und dieses Schuldgefühl machte mich wahnsinnig. Doch es kam ganz anders. Er entschuldigte sich dafür, dass er mir nicht verziehen hatte, und umarmte mich.


Wir machten wieder Musik und hingen rum, alles war wie vorher. Und ich bin ihm unendlich dankbar dafür, denn ich hatte große Probleme mit dieser Schuld zu leben. Seine Freundin hat er auch irgendwann verlassen, denn sie war einfach ein Miststück. Das Ganze ging ungefähr ein Jahr so, dann rief mich ein gemeinsamer Freund an und berichtete mir, dass mein bester Freund verstorben ist. Er war tot. Einfach so. Eines Morgens ist er einfach nicht mehr aufgestanden. Nach der Obduktion war klar, dass er höllische Schmerzen gehabt haben muss, und das tagelang. Warum er nicht zum Arzt gegangen ist, weiß Gott allein. Auf der Beerdigung traf ich sie dann wieder. Es ging uns beiden beschissen, jeder suchte die Nähe von irgendjemandem und so kamen wir uns wieder näher. Ich werde mir wohl irgendwie gedacht haben, dass alles einen Sinn hatte, wenn das Miststück und ich letzten Endes doch noch glücklich werden. Ich habe mich dann wieder wie Scheiße behandeln lassen, aber das kannte ich ja schon. Ich war glücklich und dumm.


Könnt ihr das nachvollziehen? Meinen Betrug, meine Schuld, die damit verbundenen Gefühle? Alles Bullshit! Ich hätte ehrlich sein sollen, erst zu ihm und dann zu mir. Stattdessen versuchte ich eine Liebe zu retten, die es nie gab, nur um einen Fehler zu rechtfertigen, der nicht zu rechtfertigen ist. Mittlerweile bin ich von dort weggezogen und habe tatsächlich das Glück, die Richtige gefunden zu haben. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich diese Schuldgefühle nie ganz loswerde, aber er hat mir vergeben. Es erinnert mich jeden Tag daran, nicht zu lügen, oder schlechte Dinge zu tun. Manchmal funktioniert das sogar. Was ich beichten möchte, ist, dass ich die Liebe benutzt habe, um vor mir selbst und meinen Taten davon zu laufen. Sie war nur eine Ausrede. Mein bester Freund war meistens von Liebe erfüllt, das haben alle um ihn herum gespürt und ich versuchte nach seinem Tod dafür zu sorgen, dass alles seine Richtigkeit hat, indem ich mir ein wirres Konstrukt erbaute. Ich versuchte den Mist, den ich gebaut hatte, zu legitimieren, obwohl dies unmöglich ist.

Beichthaus.com Beichte #00031606 vom 17.07.2013 um 05:41:30 Uhr (10 Kommentare).

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“Beichte

Der Verlust meiner Seelenverwandten

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Engherzigkeit Falschheit Selbstsucht Verzweiflung Ungerechtigkeit

Ich möchte beichten, dass ich meine ehemalige beste Freundin aus egoistischen Gründen in einer für sie schweren Zeit allein gelassen habe, was ich nun seit Jahren bereue. Ich war damals ungefähr 11 oder 12 Jahre alt, sie war etwas älter. Wir waren schon seit Jahren sehr gut befreundet und ich habe mich noch nie einer Person so nahe gefühlt. Nun war es so, dass ich damals, außer ihr, gar keine wirklichen Freunde hatte, da ich in der Schule gemobbt wurde. Ich war das komische, etwas dicke, hässliche Kind, das seltsame Dinge tut - ich verstand damals viele soziale Dinge wie Freundschaft oder Gemeinschaft nicht richtig. Im Gegensatz dazu war sie schlank, hübsch, immer super angezogen und sehr beliebt. Obwohl sie mir öfter sagte, ich sei ihre allerbeste Freundin, war ich eifersüchtig auf ihren riesigen Bekanntenkreis. Ich steigerte mich in den Gedanken hinein, dass sie mich sicher nicht wirklich mögen würde und ich ihr eigentlich peinlich wäre. Dann kamen für sie sehr schwere Zeiten.


Ihr Vater war schon lange querschnittsgelähmt und ihre Mutter seit jeher sehr dominant und kein einfacher Mensch. Doch dann kamen noch andere gesundheitliche Probleme auf ihren Vater zu und er lag schlussendlich mit künstlichem Koma im Krankenhaus. Gerade diese Zeit suchte ich mir aus, um aus irgendeinem bescheuerten Grund Streit zu provozieren und dann den Kontakt komplett abzubrechen. Wahrscheinlich wollte ich mir selbst beweisen, dass ich sie nicht brauche, wirklich verstehe ich das heute auch nicht mehr. Ich ließ sie von einem Tag auf den anderen komplett fallen und zog mich zurück. Ich stieg auch von unserem Gruppenunterricht in der Musikschule auf Einzelunterricht um, ohne ihr etwas zu sagen. Nachdem sie das erfahren hatte, saß sie wohl noch eine Weile weinend draußen vor der Musikschule und da wurde mir das erste Mal ansatzweise klar, dass ich da etwas sehr Dummes getan hatte. Aber aus Stolz und Angst tat ich nichts weiter. Eine Weile später kontaktierte ich sie mit einer halbherzigen Entschuldigung und ohne Erklärung. Sie meinte aber, was da gelaufen war, wäre zu krass, und sie wollte erst mal keinen Kontakt mehr. Davon fühlte ich mich dann auch noch total gekränkt. Wenn wir uns später wiedersahen ignorierte ich sie total, obwohl sie immer freundlich zu mir war. Mittlerweile habe ich sie schon lange nicht mehr gesehen, wir leben inzwischen auch in verschiedenen Teilen Deutschlands. Hin und wieder suche ich online nach Informationen über sie, aber sie scheint überall abgemeldet zu sein.


Ich bereue es sehr oft, dass ich sie so behandelte und meine einzig wahre Freundin dadurch verlor. Ich komme nun wirklich nicht mit vielen Menschen klar und so habe ich mich noch nie mit jemandem verstanden. Ich würde fast sagen, wir wären Seelenverwandte. Ich stelle mir nun oft vor, wie es wäre, wenn wir noch befreundet wären, und wünsche mir sehr, dass wir uns mal wiedersehen oder irgendwie wieder Kontakt bekommen. Aber ich bin zu feige, sie noch mal zu kontaktieren und mich zu entschuldigen. Ich habe Angst, dass ich sie gar nicht mehr interessiere oder dass wir nichts mehr gemeinsam haben. Ich habe zwar aus meinen Fehlern gelernt und würde mich nie wieder so verhalten, aber mein Verhalten damals ist mir extrem peinlich und ich finde es einfach traurig, dass ein dummer Kinderfehler so etwas kaputt gemacht hat.

Beichthaus.com Beichte #00031599 vom 15.07.2013 um 02:23:38 Uhr (18 Kommentare).

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Mit dem Slip erwischt

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Dummheit Neugier Peinlichkeit Schamlosigkeit Masturbation Nassenheide

Ich (m) hatte ein ungemein peinliches Erlebnis in meiner Pubertät. Ich war damals um die 14 und mein Bruder um die 19. Er war zu dieser Zeit schon ziemlich lange mit seiner Freundin zusammen. Diese übernachtete auch oftmals bei uns und ließ auch persönliche Dinge wie Klamotten, Schmuck etc. bei meinem Bruder. Eines Tages, als niemand daheim war, durchstreifte ich die Sachen meines Bruders und entdeckte in einer Schublade Unterwäsche, die nur seiner Freundin gehören konnte. Wie man als 14-jähriger eben ist, also naiv und pubertär, klaute ich einen ihrer Slips. Tage später, als ich am eigenen Körper "herumexperimentierte", verwendete ich den Slip als "Gedankenstütze". Ich hatte allerdings vergessen, meine Zimmertür abzuschließen und genau während meines "Selbstexperimentes" stürmte die Freundin meines Bruders in das Zimmer und ertappte mich auf frischer Tat. Ich versuchte natürlich den Slip zu verstecken und war peinlich berührt. Gott sei Dank verließ sie das Zimmer augenblicklich wieder. Ich schämte mich natürlich sehr, hoffte jedoch insgeheim, dass sie meine Gedankenstütze nicht gesehen hatte. Wir verloren auch kein Wort über das Geschehnis. Damit war die Sache für mich eigentlich erledigt. Zu meinem nächsten Geburtstag überreichte sie mir allerdings augenzwinkernd eine Packung Boxershorts. Inzwischen ist sie die Verlobte meines Bruders und wir verstehen uns ziemlich gut. Trotzdem schäme ich mich ab und zu.

Beichthaus.com Beichte #00031590 vom 12.07.2013 um 20:13:39 Uhr in Nassenheide (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mit Methamphetaminen über die Grenze

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Drogen Selbstsucht Stolz Sucht

In meinen Teenagerjahren (ca. 15-19) hatte ich drei beste Freundinnen, wir waren eine richtig coole Mädels-Clique damals. Wir sind durch dick und dünn gegangen und waren unzertrennlich. Ich hatte aber außerhalb der Schule noch einen anderen Freundeskreis, weil ich aus einem Dorf komme und die anderen in der Stadt aufgewachsen sind. Mit meiner Dorfclique habe ich meistens gekifft und anderen Unfug getrieben. Nach ein paar Jahren, so mit 18, habe ich dann auch andere Sachen ausprobiert und bin dann irgendwie in diese Crystal-Geschichte (Methamphetamin) reingerutscht. Nicht nur, dass ich das Zeug genommen habe, ich habe es auch öfter mal über die Grenze (CZ) geschmuggelt und solche Sachen. Ich kam mir irgendwie vor wie Toni Montana und habe mich für die Allergrößte gehalten. Abgesehen davon hatte ich es immer relativ einfach im Leben. Ich war eine von diesen Personen, die ohne Aufwand durchs Leben gehen, immer von den Eltern unterstützt werden, sich in der Schule nie anstrengen, aber durch Schummelei und Nichtstun doch noch ihr Abitur kriegen. - Jeder kennt doch so jemanden.

Naja, irgendwie wurde ich durch all das ziemlich arrogant und habe gedacht, ich könne machen, was ich will. Irgendwann bin ich auch mit den Menschen so umgesprungen, wie ich das wollte. Meine besten Freundinnen haben sich natürlich Sorgen um mich gemacht, weil ich mich so verändert habe, und suchten das Gespräch. Aber ich, auf meinem hohen Drogen-Ross, wollte von all dem nichts hören und habe sie abblitzen lassen. Eine von ihnen, ich nenne sie mal E., war mir besonders nah, aber wir hatten auch oft Streit, da ich mir einbildete, sie sei neidisch auf mich. Sie hat sich immer in die Schule reingehängt und hat auch privat alles gegeben, doch das wurde nie richtig anerkannt, da ihre Eltern geschieden waren. Ihr Leben war einfach das komplette Gegenteil von meinem. Eines Tages wollte sie mit mir reden, allerdings war alles, das mir dazu einfiel, dass es mir eh total egal wäre und dass sie ruhig gehen könne, wenn ihr irgendetwas an mir nicht passt. Sie hatte Tränen in den Augen und ist dann irgendwann gegangen, weil sie wohl nicht mehr aushielt, wie ich sie behandelt habe. Zu Recht.

Ich hatte kurz darauf einen Autounfall, bei dem ich mein, inzwischen schon zweites, Auto geschrottet habe. Ich war total zugedröhnt und meine beste Freundin hat mich zuvor beim Feiern gesehen. Allerdings war ich mal wieder fein raus aus der Sache, weil der diensthabende Sanitäter mein Nachbar war und weder einen Alkohol- noch Drogentest gemacht hat. Ich habe also wieder ein neues Auto bekommen, da die Versicherung bezahlt hat und meinen Schein behalten. Sie hat mir darauf eine bitterböse Mail geschrieben, in der sie mir vorwarf, wie dumm ich doch sei, und dass ich doch mal einsehen solle, wie ich mich überhaupt aufführe. Ich würde nicht ewig so ein Glück im Leben haben. Ich allerdings habe sie mal wieder abblitzen lassen. Daraufhin hatten wir nie wieder Kontakt und sind nach dem Abitur auch in verschiedene Städte gezogen. Nun ja, ihre Prophezeiungen sind alle eingetroffen. Ich wurde noch im gleichen Jahr mit Drogen erwischt, kam mit einem üblen Psychopathen zusammen, der mir die besten Jahre meines Lebens gestohlen hat, und habe mein Studium nach zwei Jahren in den Sand gesetzt. Bei mir geschah noch vieles mehr, aber das tut nichts zur Sache. Sie hingegen wurde glücklich und hat gerade erfolgreich ihren Abschluss gemacht. Tja, das Karma hat hier richtig schön zugeschlagen, könnte man sagen.

Irgendwie habe ich erst ungefähr 1-2 Jahre später kapiert, was ich da eigentlich angestellt habe. Und wie mies ich mich ihr gegenüber, und auch allgemein, benommen habe. Und dass ich eine wunderbare Freundschaft, die immer noch bestehen könnte, in den Müll geworfen habe. Alles nur, weil ich mich unantastbar gefühlt habe. Ich möchte nicht einmal den Drogen die Schuld dafür geben, schließlich habe ich aus freien Stücken gehandelt. Noch heute, fünf Jahre später, muss ich oft an E. denken. Wie es ihr wohl geht? Ob sie glücklich ist? Dann schaue ich mir Fotos von ihr in einem sozialen Netzwerk an und bereue es einfach nur. Hin und wieder träume ich auch von ihr. Dass wir uns über den Weg laufen und sie mich ignoriert, oder auch, dass wir uns wieder versöhnen. Sogar mein Unterbewusstsein hat noch ein schlechtes Gewissen. Ich nehme mir immer wieder vor, ihr einen Entschuldigungsbrief zu schreiben. Ich rechne zwar nicht damit, dass sie mir verzeiht, aber sie sollte zumindest wissen, dass sie recht hatte, und dass es mir leidtut. Ich kann nur den Jüngeren unter euch raten: Gebt niemals jemanden auf, nur weil ihr euch in einer Phase befindet, in der ihr euch für so viel cooler haltet, als eure Freunde. Ich habe E. so wehgetan und ich bereue mein Verhalten aufrichtig. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031587 vom 12.07.2013 um 11:07:10 Uhr (18 Kommentare).

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